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Prognose für die Pharma- und Chemiebranche 

Allgemeine Prognose für die Pharmabranche

Das IMS Institute, ein weltweites Pharmamarktforschungsinstitut, geht für die Jahre 2012 bis 2016 von einem Wachstum des weltweiten Pharmamarktes zwischen 220 Mrd US$ und 250 Mrd US$ aus. Dieses Wachstum wird in Schwellenländern in erster Linie von dem erhöhten Zugang zu Medikamenten angetrieben werden. Die betreffenden Märkte werden sich ihrer Größe nach beinahe verdoppeln und zum weltweiten Anstieg der Ausgaben für pharmazeutische Produkte von 150 Mrd US$ bis 165 Mrd US$ beitragen.

Ausgereifte Märkte wie die USA, die fünf größten Märkte in Europa und Japan werden dagegen anteilmäßig weniger zum Gesamtwachstum beisteuern. Nichtsdestotrotz werden in Folge der neuen Gesetze der Obama Regierung, die Ausgaben im Gesundheitssektor in den USA in den Jahren 2013 und 2014 ansteigen. Bis 2016 dürfte der US-Markt zwischen 1 % und 4 % bzw. 35 Mrd US$ und 45 Mrd US$ wachsen.

Die fünf größten europäischen Märkte werden weiterhin unter Einsparungsmaßnahmen zu leiden haben und bis 2016 um nur 1 % bis 2 % expandieren. Die für Japan bis 2016 erwarteten Wachstumsraten dürften zwischen 1 % und 4 % liegen.

Laut IMS Institute werden die USA bis 2016 weltweit weiterhin als wichtigster Markt dominieren, gefolgt von China, das Japan wahrscheinlich von Rang 2 verdrängen wird. Brasilien wird den Prognosen zufolge in diesem Zeitraum von Platz 6 auf 4 aufsteigen, gefolgt von Deutschland, das derzeit die 4. Position hält.

Evaluate Pharma, ein weiteres Marktforschungsunternehmen für die Pharmabranche, prognostiziert bis 2018 eine weltweite Steigerung der Umsätze mit verschreibungspflichtigen Medikamenten mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von beinahe 3 % auf ein Volumen von 885 Mrd US$. Die Experten gehen für 2013 von einem Wachstum des weltweiten Marktes um 3,3 % auf 732 Mrd US$ und für 2014 um weitere 3,7 % auf 760 Mrd US$ aus.

Das IMS Institute erwartet, dass bis 2016 die Zahl der neu zum Vertrieb zugelassenen Medikamente jedes Jahr auf durchschnittlich 32 bis 37 ansteigen wird.

Allgemeine Prognose für die Chemiebranche

In einer jüngsten Studie geht der Verband der Chemischen Industrie (VCI) für 2013 von einem Anstieg der weltweiten Chemikalien-Produktion von 3,5 % aus. Dieser Studie zufolge wird die chemische Industrie in Europa ihre Produktion um 1,0 % steigern, während sie in den USA um 1,5 %, in Japan um 1,5 %, in Südkorea um 3,0 %, in Indien um 4,5 % und in China um 9,5 % zulegen wird.

Der europäische Chemieverband Conseil Européen de l’Industrie Chimique (CEFIC) geht für 2013 in Europa von einem leichten Produktionsanstieg der chemischen Industrie (+0,5 %) aus. Dieser Ausblick für die gesamte chemische Industrie, ohne pharmazeutische Produkte, basiert auf der optimistischen Annahme, dass jedes Quartal ein moderates Wachstum erzielt wird. Bei den Verbraucherprodukten dürfte 2013 ohne pharmazeutische Produkte ein Wachstum von lediglich 1,0 % verbucht werden.

Der deutsche Chemieverband VCI rechnet damit, dass die chemische Produktion in Deutschland (ohne Pharmazie) 2013 um 1,5 % zulegen wird. Bei Fein- und Spezialchemikalien wird für 2013 ein Produktionsanstieg von 1,5 % erwartet, während die Produktion von pharmazeutischen Produkten durch deutsche Unternehmen laut VCI um 2,5 % steigen wird. Die Umsätze (inklusive pharmazeutischer Produkte) werden 2013 um 2,0 % auf 188 Mrd € steigen. China, das aktuell an 11. Stelle unter den wichtigsten Exportmärkten der chemischen Industrie in Deutschland rangiert, dürfte laut VCI als Markt laufend an Bedeutung gewinnen.

© Merck KGaA, Darmstadt, Germany, Last Update 07.03.2013