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Merck Serono Geschäftsentwicklung Geprüft

Robustes Wachstum dank starker Produktfamilien

Im Jahr 2012 erreichten die Gesamterlöse der Sparte Merck Serono 6.405 Mio € (2011: 5.920 Mio €). Die reinen produktbezogenen Umsatzerlöse stiegen um 7,8 % auf 5.996 Mio € (2011: 5.564 Mio €). Dieser Anstieg von über 400 Mio € beruhte auf einem organischen Umsatzwachstum von 4,9 % und positiven Währungseffekten in Höhe von 2,8 %, bedingt vor allem durch den erstarkten US-Dollar. Die solide Entwicklung gründete in erster Linie auf Rebif®, dem Multiple-Sklerose(MS)-Medikament des Unternehmens, sowie auf dem Fruchtbarkeitsprodukt Gonal-f® und dem Diabetesmedikament Glucophage®. Diese wichtigen Produkte erzielten ein organisches Wachstum zwischen 8 und 15 %. Ferner stiegen die Lizenz- und Provisionserlöse um 15,2 % auf 409 Mio € (2011: 356 Mio €), vor allem aufgrund höherer Erlöse infolge der guten Umsatzentwicklung von Humira® und positiver Wechselkurseffekte.

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Merck Serono | Kennzahlen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio €

2012

2011

Veränderung
in %

Gesamterlöse

6.405,2

5.920,0

8,2

Umsatzerlöse

5.995,8

5.564,4

7,8

Operatives Ergebnis (EBIT)

508,3

342,2

48,5

Marge (in % vom Umsatz)

8,5

6,1

EBITDA

1.440,6

1.526,9

–5,7

Marge (in % vom Umsatz)

24,0

27,4

EBITDA vor Sondereinflüssen

1.785,3

1.569,0

13,8

Marge (in % vom Umsatz)

29,8

28,2

Die Produktionskosten stiegen um 16,0 % auf 1.193 Mio € (2011: 1.028 Mio €), getrieben durch steigende Absatzvolumina, höhere Anlaufkosten für die Large-Scale-Biotech-Produktionsanlage (LSB) in Vevey (Schweiz) sowie einmalige Aufwendungen infolge eines „FDA Warning Letters“. Das Bruttoergebnis erhöhte sich um 6,5 % auf 5.212 Mio € (2011: 4.892 Mio €), die Bruttomarge (in % vom Umsatz) sank auf 86,9 % (2011: 87,9 %). Sie reflektiert den anhaltenden Preisdruck und wachsendes Volumen unseres General-Medicine-Portfolios.

Die Marketing- und Vertriebskosten gingen dank eines konsequenten Kostenmanagements um 2,9 % auf 1.371 Mio € (2011: 1.412 Mio €) zurück. Die Lizenz- und Provisionsaufwendungen stiegen hingegen infolge des starken US-Geschäfts mit Rebif® und den daraus resultierenden höheren Provisionszahlungen zuzüglich eines positiven Währungseffekts an den Vertriebspartner Pfizer um 17,3 % auf 562 Mio € (2011: 479 Mio €).

Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen erhöhte sich um mehr als 75 % auf –675 Mio € (2011: –382 Mio €). Zurückzuführen war dieser Anstieg auf Restrukturierungskosten in Höhe von 339 Mio €, die im Rahmen der Umsetzung des Effizienzsteigerungsprogramms angefallen sind und dabei vor allem die Vorbereitung der Schließung des Merck-Serono-Standortes in Genf betreffen. Zusätzlich entstanden Kosten von 46 Mio € aufgrund von Abschreibungen, vor allem im Zusammenhang mit Standortschließungen und obsoleter Software. Im Vorjahr hatte insbesondere die Wertminderung für die LSB-Anlage in Höhe von 165 Mio € die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beeinflusst.

Die Aufwendungen für F&E gingen leicht zurück und beliefen sich auf 1.187 Mio € (2011: 1.225 Mio €) oder 19,8 % der Umsatzerlöse (2011: 22,0 %). Dieser Rückgang erklärt sich durch erste strukturelle Einsparungen verbunden mit der Standortschließung in Genf.

Die Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte, die vorwiegend aus der Übernahme von Serono im Jahr 2007 resultieren, beliefen sich auf 659 Mio € (2011: 799 Mio €). Im Zusammenhang mit der Einstellung von drei Entwicklungskandidaten wurden 2011 Wertminderungen in Höhe von 149 Mio € vorgenommen, die im Vergleichszeitraum die Kosten über die Abschreibungen hinaus erhöhten. Zum anderen wurde im zweiten Quartal 2011 die Restnutzungsdauer von Rebif® um zwei Jahre verkürzt, was zu höheren Abschreibungen in 2012 gegenüber dem Vorjahr von 17 Mio € führte.

Das EBIT der Sparte betrug 508 Mio € gegenüber einem Vorjahreswert von 342 Mio €. Bereinigt um Sondereinflüsse und nach Hinzurechnung der Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte erhöhte sich in dieser Sparte das EBITDA vor Sondereinflüssen um 13,8 % auf 1.785 Mio € (2011: 1.569 Mio €), was einem Anteil von 29,8 % von den Umsatzerlösen entspricht (2011: 28,2 %). Dies beinhaltet bereits Einsparungen aus dem Effizienzsteigerungsprogramm.