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Erläuterungen zum Konzernzwischenabschluss
zum 31. März 2012 

Der vorliegende Konzernabschluss ist auf die, das operative Geschäft der Merck Gruppe führende, Merck KGaA, Darmstadt, als Obergesellschaft aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der ungeprüfte Zwischenabschluss der Merck-Gruppe zum 31. März 2012 entspricht den Vorschriften des IAS 34. Er wurde gemäß den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. In Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 wurde ein verkürzter Berichtsumfang gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 gewählt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden – mit Ausnahme der im Folgenden beschriebenen Ausweisänderungen - gegenüber dem Vorjahr beibehalten. Ab dem Geschäftsjahr 2012 wird in der Gewinn- und Verlustrechnung auf einen Ausweis der Position „Sondermaßnahmen“ verzichtet. Die im ersten Quartal des Vorjahres in dieser Position ausgewiesenen Sachverhalte wurden entsprechend ihrem inhaltlichen Charakter den sonstigen betrieblichen Erträgen zugeordnet. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um den Gewinn aus dem Abgang des Crop-Bioscience-Geschäfts. Aufgrund der Verteilung der Sondermaßnahmen sind nunmehr das Operative Ergebnis und das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) identisch. Des Weiteren wurde im Geschäftsjahr 2012 die Verrechnung der Aufwendungen für die zentralen Konzernfunktionen auf die Funktionskosten modifiziert. Während diese Aufwendungen in der Vergangenheit auch auf die Funktionsbereiche der Gewinn- und Verlustrechnung verrechnet wurden, verbleiben sie nunmehr in den Verwaltungskosten. Betroffen sind insbesondere diejenigen zentralen Konzernfunktionen, die der rechtlichen, finanziellen und organisatorischen Verwaltung des Konzerns dienen. Aus Gründen der Vergleichbarkeit wurde die Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres angepasst.

Im Zusammenhang mit der geänderten Verteilung der Aufwendungen für die zentralen Konzernfunktionen auf die Funktionskosten wurde auch ihre Allokation auf die operativen Sparten im Rahmen der Segmentberichterstattung modifiziert. Nunmehr erfolgt der Ausweis dieser Aufwendungen vollständig außerhalb der operativen Segmente. Aus Gründen der Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreszahlen des Segmentberichts angepasst.

Die Erläuterungen im Anhang zum Konzernabschluss 2011 der Merck-Gruppe, insbesondere im Hinblick auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, gelten entsprechend.

Als Ertragsteuern werden die in den einzelnen Ländern erhobenen Steuern auf den steuerpflichtigen Gewinn sowie die Veränderung der latenten Steuerpositionen ausgewiesen. Die Ertragsteuern im Zwischenabschluss werden auf Basis der Ergebnisse der einbezogenen Gesellschaften und des jeweils gültigen Steuersatzes als bestmögliche Schätzung ermittelt.

Die Aufstellung des Zwischenabschlusses erfordert es, dass in einem bestimmten Umfang Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden müssen. Die Annahmen und Schätzungen basieren auf dem aktuellen Kenntnisstand und den aktuell verfügbaren Daten.

Folgende Regelung gilt ab dem Geschäftsjahr 2012 verbindlich:

  • Änderung des IFRS 7 „Finanzinstrumente: Angaben“

Die neue Regelung hat keine wesentlichen Auswirkungen auf den Zwischenabschluss.

Konsolidierungskreis

Zum 31. März 2012 waren 227 (31. Dezember 2011: 228) Gesellschaften voll konsolidiert. Weder eine anteilige Konsolidierung noch eine Einbeziehung nach der Equity-Methode fanden zum Bilanzstichtag statt. Seit Jahresbeginn 2012 ergaben sich folgende Änderungen: Erstmals in den Konzernabschluss einzogen wurde die im Vorjahr gegründete Merck Financial Trading GmbH, Deutschland. Aufgrund einer Liquidation und einer Verschmelzung sind zwei Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden.

Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge

Die Position „Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge“ der Gewinn- und Verlustrechnung weist im 1. Quartal 2012 einen Aufwandssaldo von 144,6 Mio € (Vorjahreszeitraum: 62,9 Mio € Ertragssaldo) aus. Die starke Abweichung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist im Wesentlichen auf die in dieser Position enthaltenen Sondereinflüsse zurückzuführen. Während das Vorjahr im Saldo Erträge aus Sondereinflüssen in Höhe von 145,8 Mio € umfasste, beinhaltet das 1. Quartal 2012 im Saldo Aufwendungen aus Sondereinflüssen in Höhe von 29,6 Mio €. Hinsichtlich der Darstellung der Sondereinflüsse verweisen wir auf das Kapitel "Segmentbericht" dieser Seite.

Bewertung griechischer Staatsanleihen

Die Bilanzposition „Wertpapiere und finanzielle Vermögenswerte“ enthält zum 31. März 2012 griechische Staatsanleihen mit einem Buchwert in Höhe von 9,1 Mio € (31. Dezember 2011: 10,9 Mio €). Nach dem im 1. Quartal 2012 erfolgten Schuldenschnitt beträgt der Nominalwert dieser Wertpapiere 20,1 Mio € (31. Dezember 2011: 43,2 Mio € vor erfolgtem Schuldenschnitt). Im Rahmen eines Umtauschs von Forderungen, die wir an griechische Krankenhäuser hatten, sind uns diese Wertpapiere im Geschäftsjahr 2011 zugegangen. Im 1. Quartal 2012 wurde eine Wertminderung in Höhe von 1,8 Mio € (Vorjahreszeitraum: 2,8 Mio € auf Krankenhausforderungen) gebildet und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Im 1. Quartal 2012 wurden in Italien und Spanien Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Nominalwert in Höhe von 50,9 Mio € zu einem Preis von 47,8 Mio € verkauft. Aus diesem Vorgang ergab sich keine Auswirkung auf das Ergebnis, da bereits im Vorjahr entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen wurden. Aus den verkauften Forderungen bestehen keine weiteren Rückgriffsrechte auf Merck.

In der Berichtsperiode wurden Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 44,4 Mio € (Vorjahreszeitraum: 16,8 Mio €) gebildet und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Neues variables langfristiges Vergütungsprogramm

Ab dem Geschäftsjahr 2012 wird das bisherige langfristige variable Vergütungsprogramm (Merck Long-Term Incentive Plan) durch ein neues langfristiges variables Vergütungsprogramm mit Bezug zum Aktienkurs der Merck KGaA ersetzt.

Bei dem neuen Merck Long-Term Incentive Plan werden den berechtigten Führungskräften und Mitarbeitern zum Ende eines dreijährigen Performance-Zeitraums eine bestimmte Anzahl an Merck Share Units (MSUs) in Aussicht gestellt. Nach Ablauf des dreijährigen Performance-Zeitraums werden den Berechtigten zwischen 0 % und 150 % der in Aussicht gestellten MSUs in Abhängigkeit von der Entwicklung zweier Key-Performance-Indikatoren („KPIs“) gewährt:

a) die relative Performance der Merck-Aktie zum DAX® mit einer Gewichtung von 70 % sowie

b) die Entwicklung der um Sondereinflüsse bereinigten EBITDA-Marge während des Performance-Zeitraums im Verhältnis zu einem festgelegten Zielwert mit einer Gewichtung von 30 %.

Auf Grundlage der gewährten MSUs erfolgt eine Barauszahlung an die Berechtigten. Der Wert eines MSU entspricht dem Durchschnitt der Schlusskurse der Merck-Aktie im Xetra-Handel während der letzten 60 Handelstage vor dem 1. Januar nach Ende des Performance Zeitraums.

Der beizulegende Zeitwert der Schuld für das neue langfristige variable Vergütungsprogramm ist zeitanteilig für die bereits abgelaufene Erdienungsperiode innerhalb der Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer ausgewiesen. Der sich daraus ergebende Aufwand für das 1. Quartal 2012 in Höhe von 2,8 Mio € ist im Ergebnis erfasst.

Segmentbericht

XLS

Segmentbericht – Information nach Sparten*

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Merck Serono

Consumer Health

Performance Materials

Merck Millipore

in Mio €

Q1 – 2012

Q1 – 2011

Q1 – 2012

Q1 – 2011

Q1 – 2012

Q1 – 2011

Q1 – 2012

Q1 – 2011

*

Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe Erläuterungen zu den "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" auf dieser Seite.

**

Berichtsjahr zum 31. März 2012, Vorjahreswerte zum 31. Dezember 2011.

Umsatzerlöse

1.417,2

1.344,9

107,6

116,2

386,4

408,0

652,6

608,4

Lizenz- und Provisionserlöse

78,2

82,3

0,3

0,3

–0,2

0,7

2,8

2,9

Gesamterlöse

1.495,3

1.427,2

108,0

116,6

386,2

408,7

655,4

611,3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bruttoergebnis

1.223,6

1.222,4

71,2

82,2

214,4

264,6

389,6

356,8

Marketing und Vertriebskosten

–332,4

–351,0

–52,5

–60,6

–32,9

–32,4

–167,2

–145,6

Lizenz- und Provisionsaufwendungen

–115,2

–106,3

–0,2

–0,4

–0,5

–1,5

–4,1

–3,1

Verwaltungskosten

–60,7

–61,4

–5,5

–5,9

–8,6

–8,1

–28,2

–27,5

Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge

–95,9

–46,7

–2,2

–1,5

–7,3

142,4

–24,0

–26,8

Forschungs- und Entwicklungskosten

–302,8

–305,4

–4,9

–4,8

–35,3

–36,1

–37,6

–32,3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Operatives Ergebnis (EBIT)

152,0

152,5

4,9

7,9

129,3

327,9

78,3

74,2

Abschreibungen

222,8

199,4

3,0

2,6

30,4

27,0

75,7

72,0

Wertminderungen

9,1

50,4

EBITDA

383,8

402,4

7,9

10,6

159,7

354,9

154,0

146,2

Sondereinflüsse

9,7

–1,0

0,7

0,6

–157,0

7,5

12,2

EBITDA vor Sondereinflüssen (Segmentergebnis)

393,5

401,4

8,6

10,6

160,3

197,9

161,4

158,4

 

 

 

 

 

 

 

 

 

EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen (in % der Umsatzerlöse)

27,8

29,8

8,0

9,1

41,5

48,5

24,7

26,0

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Betriebsvermögen (netto)**

8.873,9

9.207,2

316,5

321,1

1.280,3

1.331,0

6.497,1

6.608,6

Segmentverbindlichkeiten**

–1.261,1

–1.163,6

–72,9

–80,7

–119,2

–131,7

–337,9

–335,4

Investitionen in Sachanlagen

22,2

44,8

0,3

0,6

11,7

13,3

16,3

16,0

Investitionen in immat. Vermögenswerte

21,6

5,1

0,1

0,1

0,6

0,8

5,6

1,0

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mittelfluss aus betrieblicher Tätigkeit

498,7

343,9

9,8

14,0

168,9

119,1

113,9

67,8

Mittelfluss aus Investitionstätigkeit

–21,2

197,4

0,8

–0,8

–12,6

181,6

–16,7

–14,1

Free Cash Flow

477,5

541,4

10,6

13,2

156,2

300,7

97,2

53,7

Free Cash Flow-Marge (in % der Umsatzerlöse)

33,7

40,3

9,9

11,4

40,4

73,7

14,9

8,8

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Summe operatives Geschäft

Konzernkosten und Sonstiges

Merck-Gruppe

in Mio €

 

 

Q1 – 2012

Q1 – 2011

Q1 – 2012

Q1 – 2011

Q1 – 2012

Q1 – 2011

Umsatzerlöse

 

 

2.563,9

2.477,5

2.563,9

2.477,5

Lizenz- und Provisionserlöse

81,1

86,2

81,1

86,2

Gesamterlöse

 

 

2.644,9

2.563,8

2.644,9

2.563,8

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bruttoergebnis

 

 

1.898,8

1.925,9

–2,6

–1,1

1.896,2

1.924,8

Marketing und Vertriebskosten

–584,9

–589,6

–1,6

–0,4

–586,6

–590,0

Lizenz- und Provisionsaufwendungen

–120,0

–111,3

–120,0

–111,3

Verwaltungskosten

–103,0

–103,0

–32,7

–26,9

–135,8

–129,9

Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge

–129,4

67,4

–15,2

–4,5

–144,6

62,9

Forschungs- und Entwicklungskosten

–380,7

–378,6

–1,1

–0,1

–381,8

–378,8

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Operatives Ergebnis (EBIT)

364,4

562,6

–53,2

–33,1

311,2

529,5

Abschreibungen

 

 

331,8

301,0

1,9

1,5

333,7

302,5

Wertminderungen

 

 

9,1

50,4

9,1

50,4

EBITDA

 

 

705,3

914,1

–51,4

–31,6

654,0

882,5

Sondereinflüsse

 

 

18,5

–145,8

2,5

21,0

–145,8

EBITDA vor Sondereinflüssen (Segmentergebnis)

723,8

768,3

–48,9

–31,6

674,9

736,7

 

 

 

 

 

 

 

 

 

EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen (in % der Umsatzerlöse)

28,2

31,0

26,3

29,7

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Betriebsvermögen (netto)**

16.967,9

17.467,8

21,3

–1,3

16.989,2

17.466,6

Segmentverbindlichkeiten**

–1.791,1

–1.711,5

–18,9

–22,9

–1.810,1

–1.734,3

Investitionen in Sachanlagen

50,5

74,8

0,2

0,1

50,7

74,9

Investitionen in immat. Vermögenswerte

27,8

6,9

1,3

2,4

29,1

9,3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mittelfluss aus betrieblicher Tätigkeit

791,3

544,8

–319,4

–259,9

471,9

284,9

Mittelfluss aus Investitionstätigkeit

–49,7

364,2

367,7

–259,9

318,0

104,3

Free Cash Flow

741,6

909,0

–321,9

–263,7

419,8

645,3

Free Cash Flow-Marge (in % der Umsatzerlöse)

28,9

36,7

16,4

26,0

Ertrags-, Finanz- und Vermögenszahlen sowie weitere Kennzahlen sind nach Tätigkeitsgebieten im Segmentbericht aufgegliedert. Die Segmentierung erfolgt in Übereinstimmung mit der internen Organisations- und Berichtsstruktur der Merck-Gruppe. Die Tätigkeitsfelder beschreiben wir im Einzelnen im Zwischenlagebericht in den Kapiteln zu den Sparten. „Konzernkosten und Sonstiges“ beinhaltet Vermögenswerte und Schulden sowie Aufwendungen und Erträge, die den dargestellten berichtspflichtigen Segmenten nicht direkt zuordenbar sind. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um die zentralen Konzernfunktionen. Aus dem Finanzergebnis sowie aus den Ertragsteuern resultierende Cashflows werden ebenfalls unter „Konzernkosten und Sonstiges“ ausgewiesen. Die Verrechnungspreise für konzerninterne Umsätze legen wir marktorientiert fest. Zwischen den Segmenten bestanden keine wesentlichen Innenbeziehungen.

Maßstab für den Erfolg eines Segments sind neben den Gesamterlösen vor allem das EBITDA vor Sondereinflüssen (Segmentergebnis). Die Überleitung des EBITDA vor Sondereinflüssen aller operativer Geschäfte auf das Ergebnis vor Ertragsteuern der Merck-Gruppe ergab sich wie folgt:

XLS

 

 

 

in Mio €

Q1 – 2012

Q1 – 2011

Summe EBITDA vor Sondereinflüssen der operativen Geschäfte

723,8

768,3

Konzernkosten und Sonstiges

–48,9

–31,6

EBITDA vor Sondereinflüssen Merck-Gruppe

674,9

736,7

Abschreibungen / Wertminderungen

–342,8

–352,9

Sondereinflüsse

–21,0

145,8

Operatives Ergebnis (EBIT)

311,2

529,5

Finanzergebnis

–65,1

–68,3

Ergebnis vor Ertragsteuern

246,1

461,2

Die Sondereinflüsse setzen sich folgendermaßen zusammen:

XLS

 

 

 

in Mio €

Q1 – 2012

Q1 – 2011

Integrationskosten / IT-Kosten

–9,6

–12,2

Restrukturierungskosten

–10,5

Gewinne / Verluste aus dem Abgang von Geschäften

–0,9

158,0

Akquisitionskosten

Sonstige Sondereinflüsse

Sondereinflüsse ohne Wertminderungen

–21,0

145,8

Wertminderungen

–8,6

–50,4

Sondereinflüsse (Gesamt)

–29,6

95,4

Der Ausweis der Sondereinflüsse erfolgt in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen. Lediglich die Wertminderungen des 1. Quartals 2011 in Höhe von 50,4 Mio €, die im Zusammenhang mit der Neueinschätzung des Geschäftspotentials für Cladribin-Tabletten anfielen, wurden in der Position „Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte“ ausgewiesen.

Die Restrukturierungskosten im Berichtsquartal in Höhe von 10,5 Mio € sind im Zusammenhang mit dem angekündigten Effizienzsteigerungsprogramm entstanden. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Beratungskosten und Abfindungen.

Für das Betriebsvermögen im Segmentbericht galt folgende Überleitung:

XLS

 

 

 

in Mio €

31. März 2012

31. Dezember 2011

Vermögenswerte

21.490,2

22.120,1

Monetäre Aktiva
(Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Ausleihungen, Wertpapiere)

–1.889,9

–2.082,7

Nicht operative Forderungen, Steuererstattungsansprüche, latente Steuern und Rückerstattungsansprüche aus Planvermögen

–801,0

–836,5

Betriebsvermögen (brutto)

18.799,3

19.200,9

 

 

 

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

–1.112,8

–1.100,8

Sonstige operative Verbindlichkeiten

–697,3

–633,5

Segmentverbindlichkeiten

–1.810,1

–1.734,3

 

 

 

Betriebsvermögen (netto)

16.989,2

17.466,6

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Zinsausgaben beliefen sich im 1. Quartal 2012 auf 121,5 Mio EUR (Vorjahresquartal: 124,0 Mio EUR).

Bei der im Berichtszeitraum zurückgezahlten Anleihe handelt es sich um eine von der Merck Financial Services GmbH, Deutschland, ausgegebene Anleihe mit einem Nominalvolumen von 500 Mio €, deren Laufzeit im März 2012 endete.

Der Free Cash Flow ergab sich wie folgt:

XLS

 

 

 

in Mio €

Q1 – 2012

Q1 – 2011

Mittelfluss aus betrieblicher Tätigkeit

471,9

284,9

Investitionen in immaterielle Vermögenswerte

–29,1

–9,3

Investitionen in Sachanlagen

–50,7

–74,9

Akquisitionen

Investitionen in Finanzanlagen

–5,6

–0,6

Erlöse aus Anlagenabgängen

31,4

485,4

Kauf/Verkauf von Wertpapieren

1,7

–40,2

Free Cash Flow

419,8

645,3

Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich aus dem Ergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen dividiert durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der theoretisch ausstehenden Aktien. Die theoretische Aktienzahl berücksichtigt, dass das Komplementärkapital nicht in Aktien verbrieft ist. Entsprechend der Unterteilung des Grundkapitals in Höhe von 168,0 Mio € in 64.621.126 Aktien ergibt sich eine theoretische Aktienzahl von 152.767.813 Stück für das Komplementärkapital in Höhe von 397,2 Mio €. Insgesamt ergeben sich damit 565,2 Mio € beziehungsweise 217.388.939 Stück theoretisch ausstehender Aktien.

XLS

 

 

 

 

Q1 – 2012

Q1 – 2011

Ergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen (Mio €)

174,2

341,1

gewichtete durchschnittliche Anzahl theoretisch ausstehender Aktien (Mio Stück)

217,4

217,4

unverwässertes Ergebnis je Aktie (€)

0,80

1,57

Zum Stichtag 31. März 2012 existieren keine potenziell verwässernd wirkenden Aktien. Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.

Angaben zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Zum 31. März 2012 bestanden Verbindlichkeiten der Merck KGaA, der Merck Financial Services GmbH und der Merck & Cie, Schweiz, gegenüber der E. Merck KG in Höhe von 503,6 Mio €. Ferner bestanden per 31. März 2012 Forderungen der Merck KGaA gegenüber der E. Merck Beteiligungen KG in Höhe von 1,0 Mio € sowie Forderungen der Merck Financial Services GmbH gegenüber der Merck Capital Asset Management, Malta, in Höhe von 0,8 Mio € und gegenüber der Merck Capital Asset Management Holding, Malta, in Höhe von 0,2 Mio €. Die Salden resultierten im Wesentlichen aus den Ergebnisabführungen der Merck & Cie an die E. Merck KG sowie den gegenseitigen Ergebnisabführungen zwischen Merck KGaA und E. Merck KG. Sie enthielten Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 152,3 Mio €, die zu marktüblichen Konditionen verzinst wurden.

Von Januar bis März 2012 erbrachte die Merck KGaA Dienstleistungen für die Emanuel Merck Vermögens KG im Wert von 0,1 Mio €.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Merck gab am 24. April 2012 Effizienzsteigerungsmaßnahmen bekannt, die das Unternehmen in Bezug auf das operative Geschäft von Merck Serono in der Schweiz plant. In diesem Zusammenhang ist vorgesehen, die Zentrale von Merck Serono in Genf zu schließen und insgesamt 580 Stellen in der Schweiz zu streichen. Außerdem sollen 750 Stellen von Genf an andere Standorte verlegt werden.

© Merck KGaA, Darmstadt, Germany, Last Update 15.05.2012