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Ergebnisse im 1. Halbjahr 2012 

Im 1. Halbjahr 2012 wuchsen die Gesamterlöse der Merck-Gruppe um 7,4% auf 5.497 Mio. € (1. Halbjahr 2011: 5.119 Mio. €). Dazu trug organisches Wachstum (+3,3%) ebenso bei wie positive Währungseffekte (+3,5%) und ein Zuwachs durch Akquisitionen (+0,5%). Die Umsatzerlöse stiegen um 7,3% auf 5.307 Mio. € (1. Halbjahr 2011: 4.947 Mio. €). Auch hier ergaben sich zusätzlich zu einem soliden organischen Umsatzzuwachs von 3,2 % positive Währungseffekte in einer Größenordnung von 3,6 % sowie zusätzliche Umsatzerlöse aus Akquisitionen, die einen Beitrag von 0,5% leisteten. Nach einem moderaten Start in das Jahr 2012 zeigte sich im 2. Quartal eine dynamischere Geschäftsentwicklung. Das organische Wachstum wurde vor allem von der Sparte Merck Serono bestimmt, die in der Mehrzahl der Therapiegebiete von höheren Absatzmengen und steigenden Preisen profitierte. Aus regionaler Sicht erhöhte sich der Anteil der Emerging Markets und Nordamerikas an den Umsatzerlösen der Gruppe auf 34% bzw. 19% (1. Halbjahr 2011: 33% bzw. 18%) aufgrund des schwächeren wirtschaftlichen Umfelds in Europa.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen erhöhte sich im 1. Halbjahr 2012 um 2,2% auf 1.421 Mio. € bzw. 26,8% der Umsatzerlöse (1. Halbjahr 2011: 1.391 Mio. € bzw. 28,1% der Umsatzerlöse). Der Margenrückgang ist dabei maßgeblich von der hohen Vergleichsbasis des Vorjahres geprägt, in dem alle Sparten ein außergewöhnlich starkes 1. Quartal verzeichneten. Im 1. Halbjahr 2012 waren Sondereinflüsse in Höhe von insgesamt 424 Mio. € angefallen, darunter 387 Mio. € für das von der Gruppe aufgelegte Effizienzsteigerungsprogramm „Fit für 2018“. Unter Berücksichtigung dieser höheren Sondereinflüsse sowie eines im 1. Halbjahr 2011 erzielten einmaligen Gewinns in Höhe von 54 Mio. €, in dem unter anderem die Veräußerung des Crop-BioScience-Geschäfts enthalten war, verringerte sich das EBITDA um 28,8% auf 1.028 Mio. € (1. Halbjahr 2011: 1.445 Mio. €). Für das 1. Halbjahr 2012 belief sich das Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen auf 3,58 € (1. Halbjahr 2011: 3,50 €), was einem Anstieg von 2,3% entsprach.

Merck-Gruppe | EBITDA vor Sondereinflüssen nach Quartalen/Halbjahren

Merck-Gruppe | EBITDA vor Sondereinflüssen (Balkendiagramm)

Der Free Cash Flow lag im 1. Halbjahr 2012 insgesamt bei 1.045 Mio. € (1. Halbjahr 2011: 899 Mio. €), eine Erhöhung um 16,3%. Diese Mittel wurden vorwiegend für die Ausschüttung der Dividende sowie zum weiteren Abbau der Verschuldung verwendet, sodass sich zum 30. Juni 2012 eine Nettofinanzverschuldung von 2.942 Mio. € ergab (31. Dezember 2011: 3.484 Mio. €).

Am 15. Mai 2012 veranstaltete Merck an seinem Hauptsitz in Darmstadt einen Kapitalmarkttag, in dessen Rahmen weitere Einzelheiten zu dem im Februar 2012 gestarteten Effizienzsteigerungsprogramm „Fit für 2018“ vorgestellt wurden. Aus finanzieller Sicht verfolgt Merck damit das Ziel, bis zum Jahr 2014 in seiner Sparte Merck Serono Netto-Kosteneinsparungen von jährlich 300 Mio. € zu realisieren. 40% dieser Einsparungen sollen durch niedrigere und effektiver eingesetzte Ausgaben im Bereich Forschung und Entwicklung erbracht werden. Die Bereiche Marketing, Vertrieb und Verwaltung (erfasst in den SG&A-Kosten*) werden 60% der Einsparungen beisteuern, vor allem durch eine schlankere, zentralere Organisation, die auch Auswirkungen auf den Hauptsitz der Sparte hat.

Am 6. Juni 2012 kündigten Merck und das indische Unternehmen Dr. Reddy’s Laboratories Ltd. eine Partnerschaft zur gemeinsamen Entwicklung und weltweiten Vermarktung von Biosimilars an, die sich in erster Linie auf monoklonale Antikörper konzentrieren wird. Biosimilars, für die IMS Health von einem hohen Marktwachstum von 11 Mrd. US-Dollar auf 25 Mrd. US-Dollar bis zum Jahr 2020 ausgeht, sind Nachahmerprodukte, die biopharmazeutischen Originalpräparaten sehr ähnlich bzw. gegen diese austauschbar sind. Anders als klassische Generika, die aus relativ einfach zu kopierenden chemischen Wirkstoffen hergestellt werden, verfügen Biosimilars über wesentlich komplexere Molekülstrukturen und sind in der Regel nicht völlig identisch mit dem Originalwirkstoff. Sie erfordern daher wesentlich aufwendigere Entwicklungs- und Zulassungsverfahren. Der dieser Partnerschaft zugrunde liegende strategische Ansatz besteht darin, die umfangreiche Erfahrung von Dr. Reddy’s im Bereich Biosimilars mit der Kompetenz von Merck in der Entwicklung und Herstellung von Biopharmazeutika sowie der starken Präsenz von Merck in den Emerging Markets zu verbinden.

* Die SG&A-Kosten umfassen: Marketing- und Vertriebskosten, Lizenz- und Provisionsaufwendungen, Verwaltungskosten sowie Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge.

© Merck KGaA, Darmstadt, Germany, Last Update 14.08.2012