Seite drucken

Merck Millipore 

Die Sparte Merck Millipore profitierte im 2. Quartal 2012 von einer anhaltend soliden Nachfrage in allen Geschäftseinheiten und konnte so die Umsatzerlöse um 11,4% auf 649 Mio. € (Q2 2011: 583 Mio. €) steigern. Höhere Absatzmengen und Preise führten zu einem organischen Umsatzwachstum von 3,2%, das von positiven Währungseffekten in Höhe von 6,0% sowie durch Zukäufe um weitere 2,2% unterstützt wurde. Dabei legten vor allem die Geschäftseinheiten Process Solutions und Lab Solutions zu.

In der Geschäftseinheit Bioscience, die etwa 18% der Umsatzerlöse der Sparte erwirtschaftete, waren die organischen Umsatzsteigerungen vor allem von Asien mit Produkten für den Nachweis und die Trennung von Proteinen getragen. Die Geschäftseinheit Lab Solutions, die etwa 42% zu den Umsatzerlösen der Sparte beitrug, konnte insbesondere eine gute Nachfrage nach Produkten für Biomonitoring-Anwendungen sowie nach Verbrauchsmaterialien und Dienstleistungen im Bereich Laborwasser verzeichnen. Die Geschäftseinheit Process Solutions mit einem Anteil von etwa 40% an den Umsätzen der Sparte profitierte schließlich von höheren Absatzmengen bei biologisch hergestellten Arzneimitteln. Darüber hinaus verzeichnete Merck Millipore starke Nachfragen nach Einwegproduktionstechnologien, Produkten für Biosicherheit sowie Prozesssystemgeräten, die den Umsatzverlust in Höhe von 7 Mio. € als Folge der Nichtverlängerung eines Insulin-Liefervertrages mehr als kompensierten. Die Lizenzerlöse stiegen, getrieben von Process Solutions, um mehr als das Achtfache auf 6 Mio. € (Q2 2011: 1 Mio. €).

XLS

Merck Millipore | Kennzahlen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio. €

Q2 2012

Q2 2011

Veränderung

Jan.–Juni
2012

Jan.–Juni
2011

Veränderung

Gesamterlöse

655,3

583,7

12,3%

1.310,7

1.195,0

9,7%

Umsatzerlöse

649,5

583,1

11,4%

1.302,1

1.191,5

9,3%

Operatives Ergebnis (EBIT)

65,3

48,4

34,9%

143,6

122,7

17,1%

Marge (in % vom Umsatz)

10,1%

8,3%

 

11,0%

10,3%

 

EBITDA

141,2

119,1

18,5%

295,1

265,3

11,2%

Marge (in % vom Umsatz)

21,7%

20,4%

 

22,7%

22,3%

 

EBITDA vor Sondereinflüssen

147,9

128,6

15,0%

309,4

287,0

7,8%

Marge (in % vom Umsatz)

22,8%

22,1%

 

23,8%

24,1%

 

Die Herstellungskosten der Sparte stiegen im 2. Quartal 2012 um 6,6% auf 270 Mio. € (Q2 2011: 253 Mio. €). Daraus ergab sich ein Bruttoergebnis von 385 Mio. € (Q2 2011: 330 Mio. €) bzw. 59,3% vom Umsatz (Q2 2011: 56,6%). Kostenvorteile aus höheren Absatzmengen und Effizienzsteigerungen in der Produktion sowie höhere Preise trugen zu dieser Verbesserung der Bruttomarge bei.

Die Marketing-, Vertriebs- und Verwaltungskosten stiegen um 15,0% auf 169 Mio. € (Q2 2011: 147 Mio. €). Da der Großteil dieser Kosten von Merck Millipore in den USA anfällt, wirkte sich der starke US-Dollar negativ hierauf aus, was im 2. Quartal zu einer Erhöhung der Marketing-, Vertriebs- und Verwaltungskosten um 7 Mio. € führte. Darüber hinaus trugen Investitionen zur Stärkung des Vertriebs, die sich nicht zuletzt auch in den erzielten Umsatzsteigerungen niederschlugen, sowie Effekte aus zugekauften Geschäften zur Kostensteigerung in der Sparte bei.

Die F&E-Kosten von Merck Millipore erhöhten sich um 31,6% auf 42 Mio. € (Q2 2011: 32 Mio. €), getrieben von anhaltend hohen Investitionen in künftiges Wachstum. Ein bedeutender Anteil dieses Anstiegs entfiel dabei auf die Geschäftseinheit Process Solutions, worin die Erwartung der Sparte zum Ausdruck kommt, dass steigende Absatzmengen an Biopharmazeutika auch künftig einen attraktiven Wachstumstreiber darstellen dürften.

In Summe erhöhte sich das EBIT der Sparte um 34,9% auf 65 Mio. € (Q2 2011: 48 Mio. €), während das EBITDA um 18,5% auf 141 Mio. € (Q2 2011: 119 Mio. €) zulegte. Bereinigt um Sondereinflüsse, die sowohl im Berichtsquartal als auch im 2. Quartal des Vorjahres gering ausfielen, stieg das EBITDA vor Sondereinflüssen um 15,0% auf 148 Mio. € bzw. 22,8% vom Umsatz (Q2 2011: 129 Mio. € bzw. 22,1% vom Umsatz).

Merck Millipore | Umsatzerlöse nach Regionen – Q2 2012

Merck Millipore | Umsatzerlöse nach Regionen – Q2 (Tortendiagramm)

Europa stellte auch im 2. Quartal 2012 den aus regionaler Sicht wichtigsten Markt von Merck Millipore mit einem Anteil von 37% der Umsatzerlöse dar. Die schwache Umsatzentwicklung war hier vor allem auf biopharmazeutische Kunden zurückzuführen, wobei eine schwächere Nachfrage nach Geräten durch steigende Umsätze mit Verbrauchsmaterialien ausgeglichen wurde. In den USA war eine unverändert verhaltene Nachfrage von Kunden aus dem akademischen Umfeld zu verzeichnen, was sich vor allem auf die Geschäftseinheiten Bioscience und Lab Solutions auswirkte. Alle drei Geschäftseinheiten der Sparte verzeichneten hingegen Umsatzzuwächse in den Regionen Emerging Markets und Übrige Welt.

XLS

Merck Millipore | Komponenten des Wachstums nach Regionen – Q2 2012

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio. €/Veränd. in %

Umsatzerlöse

Organisches
Wachstum

Währungs-
effekte

Akquisitionen/
Veräußerungen

Umsatz-
wachstum

Europa

238,4

0,4%

0,8%

4,0%

5,1%

Nordamerika

175,8

–1,6%

12,0%

1,4%

11,8%

Emerging Markets

158,1

9,8%

4,4%

0,3%

14,6%

Übrige Welt

77,1

10,7%

13,5%

2,0%

26,2%

1. Halbjahr 2012

Im 1. Halbjahr 2012 stiegen die Gesamterlöse der Sparte Merck Millipore um 9,7% auf 1.311 Mio. € (1. Halbjahr 2011: 1.195 Mio. €). Während sich die Umsatzerlöse um 9,3% auf 1.302 Mio. € erhöhten (1. Halbjahr 2011: 1.191 Mio. €), trug ein Zuwachs bei Lizenzerlösen in Höhe von 9 Mio. € (1. Halbjahr 2011: 4 Mio. €) zu dieser Entwicklung bei. Eine robuste Nachfrage in allen drei Geschäftseinheiten ergab einen organischen Umsatzzuwachs von 2,9%, und positive Effekte aus Wechselkursveränderungen lieferten einen Beitrag von 4,0%. Die Akquisition der Amnis Corporation sowie der Erwerb des Mikrobiologie-Geschäfts der Biotest AG, heipha/Hycon, die die Produktpalette von Merck Millipore in den Geschäftsfeldern Life Science und Biomonitoring verstärkten, trugen schließlich mit weiteren 2,4% zum Umsatzwachstum bei.

Das von der Sparte im 1. Halbjahr erzielte EBITDA vor Sondereinflüssen erhöhte sich um 7,8% auf 309 Mio. € (1. Halbjahr 2011: 287 Mio. €), was einer im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu unveränderten Marge von 23,8% (1. Halbjahr 2011: 24,1%) entspricht.

© Merck KGaA, Darmstadt, Germany, Last Update 14.08.2012