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Merck Serono 

Die Sparte Merck Serono steigerte im 2. Quartal ihre Gesamterlöse um 11,4% auf 1.649 Mio. € (Q2 2011: 1.480 Mio. €). Die Umsatzerlöse der Sparte legten um 10,8% auf 1.546 Mio. € zu (Q2 2011: 1.395 Mio. €). Zu dieser Steigerung trugen das organische Umsatzwachstum von 6,6% und erhebliche positive Währungseffekte vor allem aufgrund des stärkeren US-Dollars von 4,2% bei. Vier der fünf Therapiegebiete von Merck Serono zeigten im Berichtsquartal eine starke organische Umsatzentwicklung, was hauptsächlich auf höheren Absatzmengen sowie Preissteigerungen beruhte. Die Lizenz- und Provisionserlöse stiegen um 21,0% auf 102 Mio. € (Q2 2011: 84 Mio. €). Sie profitierten von positiven Wechselkurseffekten und höheren Lizenzerlösen für Humira®.

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Merck Serono | Kennzahlen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio. €

Q2 2012

Q2 2011

Veränderung

Jan.–Juni
2012

Jan.–Juni
2011

Veränderung

Gesamterlöse

1.648,6

1.479,9

11,4%

3.143,9

2.907,1

8,1%

Umsatzerlöse

1.546,5

1.395,5

10,8%

2.963,7

2.740,4

8,1%

Operatives Ergebnis (EBIT)

3,7

–137,8

n. zutr.

155,7

14,7

n. zutr.

Marge (in % vom Umsatz)

0,2%

–9,9%

 

5,3%

0,5%

 

EBITDA

247,9

339,5

–27,0%

631,7

741,9

–14,9%

Marge (in % vom Umsatz)

16,0%

24,3%

 

21,3%

27,1%

 

EBITDA vor Sondereinflüssen

439,4

366,4

19,9%

832,9

767,8

8,5%

Marge (in % vom Umsatz)

28,4%

26,3%

 

28,1%

28,0%

 

Die Herstellungskosten der Sparte nahmen im 2. Quartal 2012 um 8,4% auf 317 Mio. € (Q2 2011: 292 Mio. €) zu. Hier wirkten sich höhere Absatzmengen sowie gestiegene Anlaufkosten für die neue Biotech-Produktionsanlage in Vevey (Schweiz) aus. Auch aufgrund von positiven Wechselkurseffekten wuchs das Bruttoergebnis stärker als die Umsatzerlöse. Das Bruttoergebnis legte um 12,1% auf 1.332 Mio. € zu (Q2 2011: 1.188 Mio. €). Die Bruttomarge (prozentual auf den Umsatz bezogen) belief sich entsprechend auf 86,1% (Q2 2011: 85,1%).

Die Marketing- und Vertriebskosten gingen um 2,1% auf 359 Mio. € (Q2 2011: 366 Mio. €) als Folge eines konsequenten Kostenmanagements zurück, insbesondere durch geringere Ausgaben im Vetriebsinnendienst sowie für Werbeaktivitäten. Die Lizenz- und Provisionsaufwendungen stiegen vor allem aufgrund der starken Rebif®-Umsätze in den USA um 31,1% auf 148 Mio. € (Q2 2011: 113 Mio. €).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 22,4% auf 267 Mio. € (Q2 2011: 218 Mio. €). Überwiegend ausschlaggebend hierfür waren Aufwendungen in Höhe von 190 Mio. € im Zusammenhang mit den Restrukturierungsmaßnahmen im Rahmen des Effizienzsteigerungsprogramms „Fit für 2018“. Einschließlich der Wertminderungen in Höhe von 21 Mio. €, die hauptsächlich für Sachanlagen im Zusammenhang mit der Schließung der Spartenzentrale in Genf anfielen, summierten sich die einmaligen Kosten für Merck Serono im Rahmen von „Fit für 2018“ im Berichtsquartal auf 211 Mio. €.

Die Aufwendungen der Sparte für Forschung und Entwicklung stiegen im Berichtsquartal um 8,2% auf 326 Mio. € (Q2 2011: 301 Mio. €). Hierin waren Kosten für die Beendigung von zwei Phase-III-Studien zu Erbitux® (EXPAND und PETACC-8) sowie Erstkosten für kürzlich einlizenzierte Wirkstoffe enthalten.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte gingen um 37,2% auf 165 Mio. € (Q2 2011: 263 Mio. €) zurück und haben sich damit wieder normalisiert, nachdem im Vorjahresquartal zusätzliche Wertminderungen in Höhe von 99 Mio. € angefallen waren.

Die im 2. Quartal 2012 angefallenen Kosten für Restrukturierungsmaßnahmen wirkten sich erheblich auf das Operative Ergebnis der Sparte aus. So erzielte Merck Serono ein EBIT von 4 Mio. € (Q2 2011: –138 Mio. €), während sich das EBITDA um 27,0% auf 248 Mio. € (Q2 2011: 339 Mio. €) verringerte. Demgegenüber erhöhte sich das EBITDA vor Sondereinflüssen um 19,9% auf 439 Mio. € (Q2 2011: 366 Mio. €), entsprechend einer auf die Umsatzerlöse bezogenen Marge von 28,4% (Q2 2011: 26,3%). Dieser Margen-Anstieg beruhte hauptsächlich auf der verbesserten Kostenstruktur als Folge von höheren Umsatzerlösen, einer höheren Bruttomarge sowie niedrigeren Aufwendungen in verschiedenen Bereichen der Marketing-, Vertriebs- und Verwaltungskosten (SG&A) wie z. B. den Werbeaktivitäten.

Merck Serono | Umsatzerlöse nach Regionen – Q2 2012

Merck Serono | Umsatzerlöse nach Regionen – Q2 (Tortendiagramm)

Geografisch betrachtet erhöhte sich der Anteil der von Merck Serono außerhalb Europas erzielten Umsätze auf 58%. Die zweistelligen organischen Umsatzzuwächse in den Regionen Nordamerika (21,2%), Emerging Markets (10,2%) und Übrige Welt (15,0%) konnten die schwächeren Marktbedingungen in Europa, wo die Umsätze aufgrund des anhaltenden Preisdrucks das vierte Quartal in Folge (–2,4%) zurückgingen, mehr als ausgleichen.

Wachstumstreiber in Nordamerika war allen voran Rebif®, während die Emerging Markets am meisten von der anhaltend starken Entwicklung der Geschäftseinheit CardioMetabolic Care & Allgemeinmedizin sowie dem Therapiegebiet Fruchtbarkeit profitierten. In der Region Übrige Welt trug Erbitux® als stärkstes Einzelprodukt zum dortigen Umsatzplus bei.

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Merck Serono | Komponenten des Wachstums nach Regionen – Q2 2012

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio. €/Veränd. in %

Umsatzerlöse

Organisches
Wachstum

Währungs-
effekte

Akquisitionen/
Veräußerungen

Umsatz-
wachstum

Europa

642,8

–2,4%

0,2%

–2,1%

Nordamerika

349,0

21,2%

14,0%

35,2%

Emerging Markets

450,8

10,2%

3,8%

14,0%

Übrige Welt

103,9

15,0%

7,3%

22,2%

Auf Produktebene legten die weltweiten Umsatzerlöse mit Rebif®, dem umsatzstärksten Einzelprodukt von Merck zur Behandlung von schubförmiger Multipler Sklerose , organisch um 9,6% auf 492 Mio. € (Q2š2011: 423 Mio. €) zu. Dieser Zuwachs basierte maßgeblich auf zwei Preiserhöhungen in den USA, die im Januar und Mai 2012 erfolgt waren. In Europa blieben die Umsatzerlöse von Rebif® trotz zunehmendem Wettbewerb und staatlichem Preisdruck konstant. In der Region Emerging Markets gingen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück. Die Gesamtumsatzerlöse von Rebif® in den Regionen Emerging Markets und Übrige Welt betragen allerdings nur weniger als 10% der weltweiten Umsatzerlöse mit diesem Produkt.

Die Umsatzerlöse des biotechnologischen Krebstherapeutikums Erbitux® legten organisch um 7,1% auf 226 Mio. € (Q2 2011: 204 Mio. €) zu. Während sich die Umsatzerlöse in Europa auf Vorjahresniveau bewegten, verzeichnete die Region Emerging Markets ein deutliches Umsatzplus. Die Region Übrige Welt profitierte von einer starken Entwicklung in Australien als Folge der eingeführten Kostenübernahme durch das dortige Gesundheitssystem. In Japan wurde im 2. Quartal 2012 mit Erbitux® ein organisches Umsatzplus von 4,8% und damit eine Verbesserung gegenüber der zurückliegenden schwächeren Entwicklung erzielt, allerdings im Vergleich zu einem niedrigen Vorjahresquartal.

Am 5. Juli 2012 gab Merck das Ergebnis der EXPAND-Studie bekannt, in der Erbitux® in Kombination mit Cisplatin und Capecitabin als Erstlinientherapie für Patienten mit fortgeschrittenem Magenkrebs untersucht wurde. Diese Phase-III-Studie erreichte ihren primären Endpunkt, nämlich die Verlängerung der Zeitspanne ohne weitere Verschlechterung der Erkrankung (progressionsfreie Überlebenszeit), nicht. Am 9. Mai gab Merck bekannt, dass die Ergebnisse einer zu Beginn festgelegten Interimanalyse einer unabhängigen Studie (PETACC-8) keine Unterstützung für den Einsatz von Erbitux® in der adjuvanten Therapie von Kolorektalkarzinomen des Stadiums III nach Entfernung des Primärtumors lieferten. Detaillierte Ergebnisse dieser beiden Studien werden zur Vorstellung auf kommenden internationalen wissenschaftlichen Kongressen eingereicht, doch wird Merck die Entwicklung von Erbitux® in diesen zwei Anwendungsgebieten nicht weiterverfolgen. Diese Ergebnisse haben jedoch keinerlei Auswirkungen auf den gegenwärtigen Einsatz von Erbitux® bei Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom mit KRAS-Wildtyp und bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder wiederkehrendem und/oder metastasiertem Plattenepithelkarzinom des Kopfes und Halses (SCCHN) in denjenigen Märkten, in denen Erbitux® gegenwärtig zugelassen ist.

Ende Juni 2012 erteilte die japanische Zulassungsbehörde den Status der Prioritätsprüfung für den Zulassungsantrag von Merck Serono für Erbitux® zur Behandlung von Patienten mit lokal fortgeschrittenem SCCHN in Kombination mit Strahlentherapie sowie von Patienten mit rezidivierendem/metastasiertem SCCHN in Kombination mit einer platinbasierten Chemotherapie. In China befindet sich der im Schlussquartal 2011 eingereichte Zulassungsantrag in der Indikation SCCHN noch in Prüfung.

Merck steht nach wie vor mit der europäischen Zulassungsbehörde (EMA) im Austausch bezüglich des Antrags auf Marktzulassung für Erbitux® als eine mögliche Therapie gegen Lungenkrebs.

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Merck Serono | Hauptprodukte nach Regionen, organische Wachstumsraten – Q2 2012

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gesamt

Europa

Nordamerika

Emerging Markets

Übrige Welt

Veränderung

Rebif®

in Mio. €

492,3

188,2

258,5

35,5

10,1

16,3%

 

Organ. Wachstum in %

9,6%

–0,4%

22,0%

–10,1%

59,9%

 

 

in % vom Umsatz

100%

38%

53%

7%

2%

 

Erbitux®

in Mio. €

225,7

124,6

62,1

39,1

10,7%

 

Organ. Wachstum in %

7,1%

–1,0%

15,9%

28,5%

 

 

in % vom Umsatz

100%

55%

28%

17%

 

Merck Serono | Organisches Wachstum der Hauptprodukte – Q2 2012

Merck Serono | Organisches Wachstum der größten Produkte – Q2 2012 (Balkendiagramm)

Die Umsatzerlöse von Gonal-f®, einem rekombinanten Hormon zur Therapie von Unfruchtbarkeit, entwickelten sich weiterhin stark und stiegen im 2. Quartal 2012 organisch um 17,7%, getragen von allen Regionen. In China blieb die Nachfrage weiterhin außergewöhnlich hoch, ebenso in den USA, wo gestiegene Absatzmengen zusätzlich von Preiserhöhungen begleitet waren. In Europa wirkte sich die letztjährige Einführung einer neuen Produktfamilie von gebrauchsfertigen Injektionshilfen („Pens“) förderlich auf Absatzvolumen und Marktanteil aus. Die Umsatzerlöse wuchsen organisch um 7,1%.

Das Endokrinologiegeschäft der Sparte setzte seine solide Entwicklung mit Zuwächsen in allen Regionen ebenfalls fort. Im Berichtsquartal wurden Umsatzerlöse in Gesamthöhe von 103 Mio. € (Q2 2011: 83 Mio. €) erzielt. Die Umsatzerlöse des Hormons Saizen® zur Behandlung entsprechender Mangelerscheinungen beliefen sich auf 64 Mio. € (Q2 2011: 55 Mio. €), was organisch einem Zuwachs von 11,6% entspricht. Hier kamen gestiegene Absatzmengen in den Emerging Markets und Preiserhöhungen in den USA zum Tragen. Das Präparat Kuvan® zur Behandlung der Stoffwechselerkrankung Hyperphenylalaninämie setzte in Europa seinen dynamischen Wachstumstrend fort. In Asien und Lateinamerika laufen zur Zeit die Markteinführungen von Kuvan®. Das von Merck Serono nur in den USA vertriebene Medikament Egrifta® zur Reduzierung von überschüssigem Bauchfett bei HIV-infizierten Patienten mit Lipodystrophie erzielte ein starkes zweistelliges Umsatzplus.

Die Umsatzerlöse mit den Produkten des Therapiegebiets CardioMetabolic Care & Allgemeinmedizin von Merck Serono gingen organisch um 1,7% auf 510 Mio. € (Q2 2011: 511 Mio. €) zurück, was hauptsächlich an der schwachen Entwicklung der Betablocker der Produktfamilie Concor® sowie dem Portfolio der Allgemeinmedizin lag. Die Umsatzerlöse von Concor® sanken aufgrund des harten Preisdrucks in Europa sowie des zunehmenden Druckes auf Ärzte, günstigere Präparate zu verschreiben, organisch um 10,0%. Die Glucophage®-Produktfamilie der oralen Antidiabetika war dagegen der drittstärkste Wachstumstreiber der Sparte im 2. Quartal, aufgrund von guten Umsatzerlösen in den Emerging Markets, vor allem in Lateinamerika, wo Merck ein führender Anbieter oraler Antidiabetika ist.

1. Halbjahr 2012

Im ersten Halbjahr 2012 steigerte die Sparte ihre Gesamterlöse um 8,1% auf 3.144 Mio. € (1. Halbjahr 2011: 2.907 Mio. €). Die Umsatzerlöse der Sparte nahmen analog um 8,1% auf 2.964 Mio. € (1. Halbjahr 2011: 2.740 Mio. €) aufgrund organischen Umsatzwachstums von 5,4% und positiver Währungseffekte von 2,7% vor allem durch Erstarken des US-Dollars zu. Die gute organische Umsatzentwicklung basierte hauptsächlich auf den steigenden Umsatzerlösen in den Emerging Markets vor allem mit den Arzneimitteln der Geschäftseinheiten Cardiometabolic Care und Allgemeinmedizin sowie Fruchtbarkeit. In den USA wurde der Umsatzzuwachs hauptsächlich mit Rebif® erzielt, unterstützt durch Preiserhöhungen für dieses Produkt. In Europa musste sich das Geschäft im 1. Halbjahr nach wie vor Herausforderungen in Form von anhaltendem Preisdruck aufgrund von Kostendämpfungsmaßnahmen sowie strikterer Budgetkontrolle in verschiedenen europäischen Gesundheitssystemen stellen. Im 1. Halbjahr 2012 verbesserte sich das EBITDA vor Sondereinflüssen der Sparte aufgrund von organischem Umsatzwachstum und positiven Währungseffekten um 8,5% auf 833 Mio. € (1. Halbjahr 2011: 768 Mio. €). Hieraus ergab sich eine EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen (prozentual auf die Umsatzerlöse bezogen) von 28,1% (1. Halbjahr 2011: 28,0%).

Entwicklung der Merck Serono-Pipeline im 2. Quartal 2012

Aus Merck Seronos Therapiegebiet Onkologie wurden am 2. April 2012 auf der Jahrestagung der American Association of Cancer Research in Chicago detaillierte Ergebnisse der ersten randomisierten Phase-II-Studie mit TH-302 in der Erstlinientherapie des Pankreaskarzinoms vorgestellt. Diese Studie erreichte ihren primären Endpunkt, in dem sie eine statistisch signifikante (p = 0,005) Verlängerung des medianen progressionsfreien Überlebens von 3,6 auf 5,6 Monate bei Patienten mit fortgeschrittenem Pankreaskarzinom zeigen konnte, die Gemcitabine in Kombination mit TH-302 (in einer Dosis von 240 mg/m2 bzw. 340 mg/m2) im Vergleich zu Gemcitabine-Monotherapie erhielten. Derzeit werden mit Zulassungsbehörden und wissenschaftlichen Beratern mögliche Pläne zur Weiterentwicklung von TH-302 in eine Phase-III-Studie bei Patienten mit Pankreaskarzinom diskutiert. Mit dem MEK-Inhibitor Pimasertib wurde eine weitere Substanz zur Behandlung von Pankreaskarzinomen (Erstlinientherapie in Kombination mit Gemcitabine) in die Phase II der klinischen Entwicklung gebracht. Die Rekrutierung erster Patienten wird im 3. Quartal dieses Jahres erwartet.

In dem Therapiegebiet Neurodegenerative Erkrankungen gab Merck erste Ergebnisse von ONO-4641, einem Sphingosin-1-Phosphat (S1P)-Rezeptor-Modulator, zur Behandlung von schubförmiger Multipler Sklerose bekannt. In der DreaMS-Studie wurden 407 Patienten randomisiert entweder mit Placebo oder einer von drei Dosen von ONO-4641 einmal täglich über 26 Wochen behandelt. Die am 25. April 2012 auf der 64. Jahrestagung der American Academy of Neurology in New Orleans vorgestellten Ergebnisse zeigten, dass Patienten, die ONO-4641 in einer Dosis von 0,05, 0,10 oder 0,15 mg einnahmen, im Vergleich zur Placebogruppe 82%, 92% bzw. 77% weniger Gd-anreichernde Hirnläsionen (im MRT-Scan) aufwiesen. Aufgetretene Nebenwirkungen erschienen generell dosisbedingt, und Abbrüche der Therapie mit ONO-4641 waren nicht erforderlich. Merck Serono ermittelt gegenwärtig weitere umfassende klinische und nicht klinische Daten zu ONO-4641 (z. B. zu Herzrisiken sowie pharmakokinetische Wirksamkeitsmodelle in einem breiteren Dosisbereich). Die Auswertung dieser zusätzlichen Daten wird weitere Informationen zur Wirksamkeit, Sicherheit und dem Differenzierungspotential der Substanz liefern und eine solide Grundlage für die Entscheidung bilden, ob der Wirkstoff 2013 in die Phase-III-Entwicklung überführt wird.

© Merck KGaA, Darmstadt, Germany, Last Update 14.08.2012