In den ersten neun Monaten 2012 stiegen die Gesamterlöse der Merck-Gruppe um 9,0% auf 8.338 Mio. € (9M 2011: 7.651 Mio. €), was zu fast gleichen Teilen dem organischen Wachstum (4,3%) und positiven Währungseffekten (4,2%) zuzurechnen ist. Unterstützt wurde das Wachstum außerdem durch Akquisitionen (0,4%). Der Umsatz verzeichnete ein Plus von 8,8% und erreichte 8.029 Mio. € (9M 2011: 7.381 Mio. €), wobei das organische Wachstum zu 4,1%, die günstigen Auswirkungen von Veränderungen der Wechselkurse zu 4,3% und Akquisitionen zu 0,4% beitrugen. Nach einem zurückhaltenden Jahresauftakt gewann die Geschäftsentwicklung im 2. und 3. Quartal an Fahrt. Angeführt wurde das organische Wachstums von Merck Serono: Die Sparte profitierte vom Anstieg des Absatzvolumens in den meisten Therapiegebieten und Trends zu höheren Preisen, insbesondere in den USA. Aus regionaler Perspektive stieg der konzernweite Umsatz in den Regionen Emerging Markets und Nordamerika auf 34% bzw. 20% (9M 2011: 33% bzw. 18%), was vom schwächeren Wirtschaftsumfeld in Europa zeugt, aber auch die stärkere geschäftliche Ausrichtung auf Märkte mit den attraktivsten Wachstumsprofilen widerspiegelt.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen der ersten neun Monate 2012 belief sich auf 2.175 Mio. € bzw. 27,1% der Umsatzerlöse (9M 2011: 2.043 Mio. € bzw. 27,7% der Umsatzerlöse). Zwar entspricht dies einem Anstieg des EBITDA vor Sondereinflüssen um 6,5% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, doch fiel die Marge aufgrund der hohen Vergleichsbasis aus dem Vorjahr, in dem im ersten Quartal 2011 in allen Sparten außergewöhnlich gute Ergebnisse erzielt worden waren, geringer aus. Insgesamt wurden in den ersten neun Monaten 2012 Sondereinflüsse in Höhe von 528 Mio. € erfasst, darunter Wertminderungen in Höhe von 23 Mio. € sowie 409 Mio. € Sondereinflüsse im Rahmen des konzernweiten Effizienzsteigerungsprogramms „Fit für 2018“. Unter Einbeziehung dieser höheren Sondereinflüsse sowie der kumulierten positiven Sondereinflüsse in Höhe von 48 Mio. € in den ersten neun Monaten 2011 (dazu gehört auch die Veräußerung von CropBioscience) schrumpfte das ausgewiesene EBITDA zwar um 19,2% auf 1.689 Mio. € (9M 2011: 2.091 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen stieg in den ersten neun Monaten 2012 hingegen um 8,6% auf 5,56 € an (9M 2011: 5,12 €).
Merck-Gruppe | EBITDA vor Sondereinflüssen nach Quartalen / Jan.-Sept.

Der Free Cash Flow belief sich in den ersten neun Monaten 2012 auf 1.860 Mio. € (9M 2011: 1.380 Mio. €). Dies entspricht einem Anstieg von 34,8% und ist auf eine starke operative Tätigkeit sowie die effiziente Steuerung des Nettoumlaufvermögens zurückzuführen, die in einer erheblichen Verringerung der Nettofinanzverschuldung auf 2.127 Mio. € zum 30. September 2012 resultierte (31. Dezember 2011: 3.484 Mio. €).
