„Design for Sustainability“ (DfS) ist ein Ansatz bei der Produktentwicklung von Merck Millipore mit dem Ziel, die Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit in allen Produktlebensphasen von der Herstellung, über den Gebrauch bis zur Entsorgung zu reduzieren. Parallel hierzu wollen wir Eigenschaften maximieren, die die Leistungsfähigkeit und die Benutzerfreundlichkeit eines Produktes verbessern. Wir beziehen Nachhaltigkeitsaspekte früh in den Gestaltungsprozess ein, bevor Auswirkungen von Designentscheidungen festgeschrieben sind. Dabei wenden wir in wichtigen Bereichen wie Materialien, Energie und Abfall, definierte Kriterien an, um Verbesserungen quantifizieren zu können. Diese Ansätze tragen dazu bei, den Energie- und Wasserverbrauch zu verringern, Prozesse produktiver zu gestalten und dadurch Abfall zu reduzieren, Verpackungsprozesse zu optimieren und – soweit möglich - Kosten zu senken. Die Vorteile ergeben sich sowohl für den Herstellungsprozess bei Merck Millipore als auch für unsere Kunden bei der Nutzung des Produktes.
Eine funktionsübergreifende Arbeitsgruppe zu DfS aus den Bereichen F&E, Marketing, Qualität, EHS (Umwelt, Gesundheit, Sicherheit) und Operations (Verpackung) hat bei der Entwicklung der DfS-Prozesse und Kriterien zusammengearbeitet und vorgeschlagen, den Prozess zu einem formalen Bestandteil der Produktentwicklung zu machen. Ab 2014 wird der DfS-Prozess auf alle Projekte der Produktentwicklung von Merck Millipore angewendet.
Praxisbeispiele für die Grundsätze von „Design for Sustainability“:
2013 wurden Clarisolve® Tiefenfilter, die bei der Verarbeitung von Zellkulturen verwendet werden, im Markt eingeführt. Ein verringerter Vorspülbedarf des Produkts war ein wichtiges Ziel bei der Produktgestaltung. Wir haben eine Lebenszyklus-Analyse durchgeführt, um diese Reduktion und andere umweltrelevante Verbesserungen zu quantifizieren. Die Ergebnisse zeigen, dass große Fortschritte erzielt wurden, vor allem für die Phase der Produktanwendung. Der Vergleich mit dem Alternativprodukt (Millistak+ Pod-Tiefenfilter) zeigt bei der Herstellung einer Charge beim Kunden, dass der Energieverbrauch bei der Nutzung von Clarisolve® um 63 % reduziert wird, was einer Vermeidung von Emissionen aus knapp 80 Litern Gas entspricht. Darüber hinaus wird der Wasserverbrauch um 46 % und die Menge an Feststoffabfall bei der Anwendung um 24 % vermindert. Damit reduziert sich die Belastung für die Umwelt und wir helfen unseren Kunden dabei, ihre eigenen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.
2013 wurde auch EZ-Fit Manifold für die Laborfiltration im Markt eingeführt. Bei der Produktgestaltung wurde der DfS-Ansatz verfolgt. Hieraus resultierte eine verbesserte Handhabung, reduzierter Energieverbrauch im Autoklaven und reduzierte Abfallmengen bei Materialien, Verpackung und Entsorgung (im Vergleich zum Vorgängerprodukt Hydrosol Manifold). Die Reduzierung der Emissionen um 38 % beim Transport einer Produkteinheit an einen typischen Kundenstandort entspricht der Einsparung von 240 Stunden Glühbirnenbeleuchtung (75 Watt).
EZ-Fit™ Manifold für die Laborfiltration
Vorteile für Kunden:
- Vereinfachte Handhabung, leichte Reinigung
- Reduzierter Energieverbrauch im Autoklaven
- Reduzierte Abfallmengen bei Materialien, Verpackung und Entsorgung
Eckdaten der Produktverbesserung:
Clarisolve® Tiefenfilter
Vorteile für Kunden:
- Reduzierte Betriebskosten
- Reduzierter Energie- und Wasserverbrauch
- Reduzierte Feststoffabfallmengen
