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Weitere Verankerung von Sozial- und Umweltstandards in das Lieferantenmanagement 

Im Jahr 2013 hat Merck seine Beschaffungsstrategie unter Corporate Responsibility (CR) Gesichtspunkten weiterentwickelt, um die Einhaltung von international anerkannten Compliance-, Umwelt- und Sozialstandards in den Lieferketten weiter zu verbessern und Verstößen vorzubeugen.

Merck kauft weltweit Rohstoffe, Produkte und Dienstleistungen von einigen Tausend Geschäftspartnern, die ihrerseits Lieferanten und Sublieferanten haben. Die Aufgabe, CR-Standards in Lieferketten zu verankern, ist daher eine gewaltige. Der Fokus unserer Maßnahmen liegt auf unseren direkten Geschäftspartnern.

Mit der im Jahr 2013 aktualisierten Einkaufsrichtlinie (Group Procurement Policy) verankern wir CR-Standards in unseren Einkaufsprozessen: der Auswahl, der Bewertung und dem Management von Lieferanten. Die Einkaufsrichtlinie berücksichtigt zahlreiche interne und externe Regelwerke, wie den Merck Verhaltenskodex, unsere Sozialcharta, die EHS-Richtlinie oder die ISO 14001-Norm. Basierend auf der Einkaufsrichtlinie wurden Verfahrensanweisungen für die konzernweite Einkaufsorganisation angepasst.

Als Ergänzung zur Einkaufsrichtlinie haben wir die „Merck Responsible Sourcing Principles“ entwickelt und im Jahr 2013 konzernweit in unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen integriert. Die „Merck Responsible Sourcing Principles“ konkretisieren und bündeln die Anforderungen an unsere Lieferanten bezüglich verantwortlichen Handelns und verweisen auf die Verantwortung der Lieferanten, unsere Corporate-Responsibility-Standards auf die vorgelagerten Lieferketten zu übertragen.

Wichtiges Element unseres optimierten Lieferantenmanagements ist die Überprüfung und Kontrolle von CR-Standards bei unseren Lieferanten. Neben Lieferantenselbstauskünften, die sowohl neue als auch bestehende Lieferanten beantworten müssen, führt Merck jährlich - abhängig vom Risikopotenzial - Nachhaltigkeitsaudits bei ausgewählten Lieferanten durch. 2013 haben wir 22 Audits durchgeführt. Bei vier Lieferanten haben wir kritische Mängel festgestellt, wesentliche Mängel haben wir bei 20 Lieferanten festgestellt. Von diesen Lieferanten haben wir einen „Corrective Action Plan (CAPA)“ eingefordert, der beschreibt, mit welchen Maßnahmen die Mängel korrigiert werden. Dies wird von Auditoren überprüft. Insbesondere bei kritischen Mängeln ziehen wir bei nicht zufriedenstellenden Korrekturmaßnahmen auch eine Aufgabe der Geschäftsbeziehungen in Betracht.

© Merck KGaA, Darmstadt, Germany, Last Update 05.05.2014