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Umweltschutz 

Prinzip 7: Unternehmen sollen im Umgang mit Umweltproblemen einen vorsorgenden Ansatz unterstützen,
Prinzip 8: Initiativen ergreifen, um ein größeres Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt zu erzeugen und
Prinzip 9: die Entwicklung und Verbreitung umweltfreundlicher Technologien fördern.

Bekenntnis, Grundsätze & Ziele

Merck bekennt sich zu einem schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen und dem Schutz der Umwelt. Unsere Verantwortung für den Umweltschutz leitet sich aus unseren Unternehmenswerten ab. Die Beachtung der Unternehmenswerte ist wesentlicher Bestandteil des Merck Verhaltenskodex, der unter Prinzip 1 und 2 dargestellt wurde.

Als Grundsatzdokument für den betrieblichen Umweltschutz ist die unter Prinzip 3,4,5 und 6 beschriebene „EHS Policy“ zu nennen.

Wir wollen kontinuierlich besser werden und Energie, Wasser sowie Materialien sparsam und effizient einsetzen. Außerdem wollen wir durch verbesserte Energieeffizienz weniger CO2 emittieren und damit zum globalen Klimaschutz beitragen. Wir haben uns das Ziel gesetzt, unsere direkten und indirekten Treibhausgas-Emissionen (Scope 1 und 2) bis 2020 um 20 % zu reduzieren (gegenüber den Werten von 2006). Die Geschäftsleitung hat 2013 – wie in den beiden Jahren zuvor – rund 10 Millionen Euro für Maßnahmen zur Energieeinsparung und Treibhausgas-Reduktion zur Verfügung gestellt.

Für die Herstellung von umweltfreundlichen Produkten hat die Sparte Performance Materials die Green Product Policy für Flüssigkristallprodukte implementiert. Mit dieser Richtlinie verpflichten wir uns sowohl zur Einhaltung aller internationalen und länderspezifischen Gesetze und Regulierungen (REACH, RoHS) als auch zur Einhaltung von freiwilligen Substanzverboten und Selbstbeschränkungen bestimmter Industrien oder einzelner Kunden, wie beispielsweise der „Halogen-free Policy“.

Im Rahmen des Programms „Design for Sustainability“ hat die Sparte Merck Millipore eine Reihe von Systemen entwickelt, um Nachhaltigkeitsaspekte bereits in den Produktentwicklungsprozess einzubeziehen. Das Programm zielt vor allem darauf ab, die Umweltauswirkungen auf Kundenseite, z. B. den Carbon Footprint und den Wasserverbrauch, zu reduzieren.

Implementierung

Die Implementierung des Umweltschutzes in unseren Produktionsprozessen erfolgt über das zu Prinzip 3, 4, 5 und 6 geschilderte EHS-Management.

  • Programm „EDISON“ zu Klimaschutz und Energieeffizienz: Unsere Maßnahmen zu Klimaschutz und Energieeffizienz koordinieren und bündeln wir mit dem Programm „EDISON“ - Energy efficiency and climate protection“. So werden zum Beispiel Energieaudits an verschiedenen Standorten durchgeführt und Energiesparprozesse implementiert. Mit den rund 200 EDISON-Maßnahmen, die in den Jahren 2012 und 2013 angestoßen wurden, will Merck mittelfristig rund 52 Kilotonnen CO2 jährlich einsparen.
  • Product-Safety-Management: Mit der konzernweit gültigen Richtlinie „Product Safety Chemicals“ haben wir globale Prozesse zur Definition, Steuerung und Umsetzung von Produktsicherheit und die entsprechenden Managementstrukturen etabliert. Diese Richtlinie umfasst alle relevanten nationalen und internationalen Chemikalienverordnungen. Dazu gehören z. B. das globale Einstufungssystem für Chemikalien GHS  und seine Umsetzung in regionalen Gesetzgebungen (z. B. CLP-Verordnung in der EU, HazCom in den USA), die EU-Chemikalienverordnung REACH , die US-amerikanische Chemikaliengesetzgebung TSCA  (Toxic Substances Control Act) und das bundesdeutsche Gesetz zum Schutz vor gefährlichen Stoffen (ChemG ). Ebenso umfasst die Policy Rechtsnormen, die sich auf den Transport von Gefahrstoffen, Biozide, Kosmetika, Chemikalien für Lebensmittel und Futtermittel etc. beziehen.

    Das Group Product Safety Committee (GPSC), dem unter anderen das für Produktsicherheit verantwortliche Mitglied der Geschäftsleitung angehört, ist für die kontinuierliche Beobachtung der relevanten regulatorischen Anforderungen verantwortlich. Für die Einhaltung relevanter regulatorischer Anforderungen im Bereich Produktsicherheit sind die Abteilung Corporate Regulatory Affairs innerhalb der Konzernfunktion „Environment, Health, Safety, Security, Quality (EQ)“ sowie lokale Einheiten verantwortlich.
  • Produktentwicklung: Wir streben eine kontinuierliche Verbesserung der Nachhaltigkeitsbilanz unserer Produkte an und entwickeln dafür geeignete Produkt- und Prozessinnovationen. Und wir arbeiten daran, unseren Kunden Produkte anzubieten, die ihnen helfen, die Auswirkungen ihrer eigenen Tätigkeit zu reduzieren und ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

    Die Sparte Performance Materials bietet ihren Kunden für Liquid Crystals-Produkte mit dem Konzept Green³ ein umfassendes Paket an: Wir entwickeln innovative, umweltfreundliche Materialien für energieeffiziente Bildschirme. Darüber hinaus helfen wir unseren Kunden ihre Produktionsabläufe umweltfreundlich zu gestalten und unterstützen sie bei der Herstellung umweltfreundlicher LC-Displays. Dazu haben wir beispielsweise ökoeffiziente und WEEE-konforme (EU Waste Electrical and Electronic Equipment Directive) Verwertungsverfahren für gebrauchte LC-Displays entwickelt. Integraler Bestandteil dieses Konzepts ist unsere Green Product Policy, mit der wir uns sowohl zur Einhaltung aller internationaler und länderspezifischer Gesetze und Regulierungen (REACH, RoHS) als auch zur Einhaltung von freiwilligen Substanzverboten und Selbstbeschränkungen bestimmter Industrien oder einzelner Kunden verpflichten, wie beispielsweise der „Halogen-free Policy“. Gleichzeitig verbietet unsere freiwillige Sicherheitspolitik die Verwendung akut toxischer, mutagener und anderweitig gefährlicher Stoffe, die im Endprodukt verbleiben. Das „Green3“-Konzept haben wir auch auf Kosmetikprodukte unserer Sparte Performance Materials ausgeweitet. Wir arbeiten an der nachhaltigen Gewinnung und Herstellung von kosmetischen Inhaltsstoffen sowie der Optimierung der damit verbundenen Produktionsvorgänge.

    Das Programm „Design for Sustainability“ bei Merck Millipore zielt darauf ab, die Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit in allen Produktlebensphasen von der Herstellung, über den Gebrauch bis zur Entsorgung zu reduzieren. Parallel hierzu wollen wir Eigenschaften maximieren, die die Leistungsfähigkeit und Benutzerfreundlichkeit eines Produkts verbessern. Wir beziehen Nachhaltigkeitsaspekte früh in den Gestaltungsprozess ein, bevor Auswirkungen von Designentscheidungen festgeschrieben sind. Dabei wenden in wichtigen Bereichen wie Materialien, Energie und Abfall, definierte Kriterien an, um Verbesserungen quantifizieren zu können. Ab 2014 wird der DfS-Prozess auf alle Projekte der Produktentwicklung von Merck Millipore angewendet.

    Ein Überblick über innovative Produkte von Merck ist auf unserer Website zu finden.

Messung der Ergebnisse

  • EHS-Audits: Die Einhaltung der spezifischen regulatorischen Vorgaben, Standards und Geschäftsanforderungen im Bereich des betrieblichen Umweltschutzes werden mithilfe der bereits genannten internen EHS-Audits in der Merck Gruppe überprüft.

    Unser Gruppenzertifikat für das Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 wurde 2013 im fünften Jahr in Folge im Rahmen des jährlichen Audits bestätigt.

    Daneben wird die Einhaltung von Umweltstandards bei unseren Lieferanten in den unter Prinzip 1 und 2 genannten Lieferanten-Audits überprüft.
  • EHS-Datenmanagement: Über ein gruppenweite EHS-Datenmanagementsystem werden regelmäßig umweltrelevante Daten an den Standorten erfasst und an die Gruppenfunktion EQ übermittelt. 2013 hat Merck insgesamt 524 t CO2 emittiert. Dies entspricht einer Senkung von 1 % gegenüber den Werten von 2006.

    Weitere umweltrelevante Daten finden sich im Corporate Responsibility Bericht - Update 2013.
© Merck KGaA, Darmstadt, Germany, Last Update 05.05.2014