Begonnen hat dieser Prozess mit den beiden großen Akquisitionen von Serono SA und Millipore Corporation in den Jahren 2007 und 2010. Mit einem neuen Führungsteam hat Merck im Anschluss das Transformations- und Wachstumsprogramm „Fit für 2018“ gestartet. In der ersten Phase hat das Unternehmen mit dem Umbau der globalen Führungsorganisation sowie einem alle Sparten und Regionen umfassenden Effizienzsteigerungsprogramm die Basis für profitables Wachstum gelegt. Die nächste Phase zielt darauf ab, identifizierte Wachstumsoptionen sukzessive umzusetzen. Merck wird sein Portfolio weiterentwickeln, indem es auf bestehende Kernkompetenzen aufbaut. Ziele dabei sind:
- Nähe zu den bestehenden Geschäften
- Innovationsstärke
- Kundennähe (bis hin zu maßgeschneiderten Lösungen)
- Fokus auf Spezialgeschäfte
Darüber hinaus strebt Merck an, sein Geschäftsmodell systematisch und kontinuierlich mit neuen Technologien zu erweitern. Hierzu zählt auch die geplante Übernahme von AZ Electronic Materials, die auf eine Verbreiterung der Produktbasis und des Angebots für die Kunden mit neuen Technologien abzielt und durch die Merck neue Kunden für das bestehende Geschäft hinzugewinnen kann. Dieser Wandel hin zum spezialisierten Unternehmen für innovative Hightech-Produkte in den Branchen Pharma und Chemie ist bereits jetzt an den Zahlen ablesbar.
Im Bereich Pharma erwirtschaftet Merck Serono heute mehr als 60 % seiner Umsatzerlöse mit biotechnologischen Arzneimitteln. 2006 stand hier nur ein Produkt: Erbitux® mit einem Anteil an den Umsatzerlösen von weniger als 10 %. Aus dem Chemiegeschäft ist immer mehr ein Hightech-Geschäft mit Materialien und einer Vielzahl weiterer wertschaffender Angebote für die Kunden von Merck geworden. Heute machen Hightech-Materialien und Life-Science-Tools rund 80 % der Umsatzerlöse in diesem Bereich aus. Im Jahr 2006 waren es etwa 30 %.
