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Merck-Gruppe | Prognose für 2014 |
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in Mio € |
Ist-Zahlen 2013 |
Prognose für 2014 |
Wesentliche Annahmen |
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Leichtes organisches Wachstum, das in allen Sparten durch negative Wechselkurseffekte aufgezehrt wird |
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Umsatzerlöse |
10.700,1 |
Leichtes organisches Wachstum |
Organische Entwicklung der Sparten: Merck Serono stabil, da der Rückgang der Umsatzerlöse für Rebif® durch Wachstum in den Emerging Markets ausgeglichen wird; moderates organisches Wachstum in den Sparten Merck Millipore und Consumer Health; Mengenwachstum bei Performance Materials, das durch Preisverfall kompensiert wird |
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Dem positiven Effekt realisierter Effizienzmaßnahmen, die nun über ein ganzes Jahr zur Geltung kommen, stehen größere Investitionen für Biosimilars und der Wegfall von Lizenzerlösen gegenüber |
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EBITDA vor Sondereinflüssen |
3.253,3 |
Stabil |
EBITDA vor Sondereinflüssen von Konzernkosten und Sonstiges stabil |
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Business Free Cash Flow |
2.960,0 |
Leichter Rückgang |
Leichter Rückgang bedingt durch größere Investitionen in Sachanlagen im Rahmen strategischer Wachstumsprojekte |
Wir erwarten für die Merck-Gruppe im Jahr 2014 stabile Umsatzerlöse, da das leichte organische Wachstum durch negative Wechselkurseffekte aufgezehrt wird. Hierdurch dürften die Umsatzerlöse aller Sparten belastet werden. Wir gehen zwar davon aus, dass der US-Dollar/Euro-Wechselkurs etwa auf dem Niveau von 2013 bleibt, aber in den Emerging Markets und Japan dürfte sich eine für die Merck-Gruppe ungünstige Entwicklung der Wechselkurse ergeben.
Die Umsatzerlöse von Merck Serono dürften, abgesehen von Wechselkurseffekten, stabil bleiben. Für Rebif® werden sinkende Umsätze erwartet. Jedoch ist anzunehmen, dass die positive Wachstumsdynamik in unserer Region Emerging Markets anhält. Für die Sparten Consumer Health und Merck Millipore gehen wir von moderaten organischen Wachstumsraten aus, während bei der Sparte Performance Materials der positive Mengenzuwachs wohl durch die im kommenden Jahr zu erwartenden Preisrückgänge ausgeglichen wird.
Seit dem zweiten Quartal 2013 verzeichnete Merck Serono rückläufige Lizenzerlöse, eine Entwicklung, die erst im Laufe des Jahres 2014 voll zur Geltung kommen wird. Der Nettorückgang des EBITDA vor Sondereinflüssen aus auslaufenden Lizenzerlösen und damit verbundenen Lizenzaufwendungen für Avonex® und Enbrel® beläuft sich auf etwa 75 Mio €. Dieser Rückgang wird noch verschärft durch den Anfang des Jahres 2014 im Patentstreit mit Abbvie geschlossenen Vergleich zu Humira®. Andererseits sollten diese nachteiligen Auswirkungen jedoch durch die mit Bristol-Myers Squibb im Jahr 2012 geschlossene Vereinbarung über die gemeinsame Vermarktung von Glucophage® in China teilweise ausgeglichen werden.
Trotz sinkender Umsatzerlöse für Rebif®, der deutlich reduzierten Lizenzeinnahmen und der zu erwartenden negativen Wechselkurseffekte beabsichtigt Merck, das Niveau des EBITDA vor Sondereinflüssen des Jahres 2013 auch im Jahr 2014 wieder zu erreichen. Im Laufe des Jahres 2013 konnte Merck die meisten in dem Transformations- und Wachstumsprogramm „Fit für 2018“ vorgesehenen Effizienzsteigerungen umsetzen, die sich positiv in Form von Kostenreduzierungen auf das Gesamtjahr 2014 bezogen auswirken sollten. Beim EBITDA vor Sondereinflüssen aus Konzernkosten und Sonstiges erwarten wir eine stabile Entwicklung. Laut Planung sollten die Kosten für die Restrukturierung des gegenwärtigen Portfolios von 166 Mio € im Jahr 2013 auf etwa 100 Mio € im Jahr 2014 sinken. Unsere Basissteuerquote dürfte sich im Jahr 2014 durch weitere Steueroptimierung auf 23–25 % verbessern.
Wie in den vergangenen zwei Jahren öffentlich bekannt gegeben wurde, hat sich Merck auf einen Transformationskurs begeben, der mehrere Jahre dauern wird. Der Fokus dieses Transformationskurses wird sich nun mehr auf organisches und anorganisches Wachstum verlagern. Dementsprechend beabsichtigt Merck, die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Rahmen strategischer Wachstumsinitiativen wie Biosimilars und OLED (organische Leuchtdioden) zu beschleunigen und Marketing- und Vertriebsressourcen verstärkt auf Wachstumsmärkte auszurichten. Das Bestreben von Merck, Fusionen und Übernahmen aktiv zu betreiben, zeigt sich deutlich in der Bekanntgabe des Plans, AZ Electronic Materials zu übernehmen. Da auch beabsichtigt wird, im Rahmen strategischer Projekte, wie etwa des Baus einer Pharmaproduktionsanlage in China, mehr in Sachanlagen zu investieren, dürfte der Business Free Cash Flow von Merck im Vergleich zu 2013 dadurch etwas zurückgehen.
Die Geschäftsleitung von Merck hat beschlossen, mit Wirkung vom 1. Januar 2014 zwei Produktgruppen, Neurobion® (ein Vitamin-B-basiertes Analgetikum) und Floratil® (ein probiotisches Mittel gegen Diarrhö), von der Sparte Merck Serono auf die Sparte Consumer Health zu übertragen. Diese Maßnahme, mit der die Umsatzerlöse und alle damit verbundenen Aufwendungen beider Produktgruppen verlagert werden, erlaubt beiden Sparten einen verbesserten strategischen Fokus und begünstigt Synergien im Unternehmen. Somit werden bezogen auf die Ist-Zahlen von 2013 etwa 265 Mio € an Umsatzerlösen, etwa 100 Mio € an EBITDA vor Sondereinflüssen und etwa 77 Mio € an Business Free Cash Flow von Merck Serono auf Consumer Health übergehen. Wir gehen davon aus, dass diese beiden Produktgruppen im Jahr 2014 ein moderates Wachstum im Rahmen des bestehenden Portfolios der Sparte Consumer Health verzeichnen werden.
Während in dem Fall einer erfolgreichen Übernahme von AZ Electronic Materials für die Merck-Gruppe im Jahr 2014 gegenüber 2013 mit einem moderaten Anstieg der Umsatzerlöse und des EBITDA vor Sondereinflüssen sowie einem leichten Anstieg des Business Free Cash Flow zu rechnen ist, ist für die Sparte Performance Materials in diesem Fall von einer erheblichen Steigerung der Umsatzerlöse, des EBITDA vor Sondereinflüssen und des Business Free Cash Flow auszugehen.
