Die Herstellungskosten der Sparte verringerten sich im Geschäftsjahr 2013 um –7,3 % auf 1.106 Mio € (Vorjahr: 1.193 Mio €) und fielen damit prozentual stärker als die Umsatzerlöse. Dies war vor allem auf höhere Ausbeuten in der Produktion biotechnologisch hergestellter Produkte sowie eine strikte Kostenkontrolle zurückzuführen, was sich positiv auf das Bruttoergebnis der Sparte auswirkte. Insgesamt verbesserte sich das Bruttoergebnis allerdings nur geringfügig um 8 Mio € auf 5.220 Mio € (Vorjahr: 5.212 Mio €), da der Rückgang der Lizenz- und Provisionserlöse um 37 Mio € gegenläufig wirkte. Entsprechend stieg die Bruttomarge (in Prozent der Umsatzerlöse) leicht auf 87,7 % (Vorjahr: 86,9 %).
Dank der konsequenten Umsetzung von Kostensenkungsmaßnahmen sowie aufgrund von Währungsumrechnungseffekten verringerten sich sowohl die Marketing- und Vertriebskosten als auch die Verwaltungskosten der Sparte. Die Marketing- und Vertriebskosten fielen um –6,0 % auf 1.289 Mio € (Vorjahr: 1.371 Mio €) und die Verwaltungskosten um –2,5 % auf 211 Mio € (Vorjahr: 217 Mio €). Die Lizenz- und Provisionsaufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2013 auf 548 Mio € (Vorjahr: 562 Mio €). Für diesen leichten Rückgang waren vor allem Währungsumrechnungseffekte sowie niedrigere Aufwendungen im Rahmen der Vertriebskooperation für Rebif® in den USA ausschlaggebend. Der starke Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (Saldo) von 669 Mio € im Vorjahr auf 499 Mio € im Geschäftsjahr 2013 hängt im Wesentlichen mit den darin enthaltenen Sondereinflüssen zusammen. Während im Vorjahr Sondereinflüsse (einschließlich Wertminderungen) in Höhe von 391 Mio €, die überwiegend im Rahmen von „Fit für 2018“ anfielen, ausgewiesen wurden, beliefen sich in 2013 die Sondereinflüsse (einschließlich Wertminderungen) auf 258 Mio €. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalteten im Geschäftsjahr 2013 eine als Sondereinfluss klassifizierte Wertminderung auf den immateriellen Vermögenswert für Humira® der Sparte Merck Serono in Höhe von 127 Mio €. Die Wertminderung resultierte aus einer außergerichtlichen Einigung mit AbbVie Biotechnology Ltd., Bermudas, und Abbott GmbH & Co. KG, Deutschland (gemeinsam „AbbVie“), nach der Merck ab dem zweiten Halbjahr 2014 keine weiteren Lizenzzahlungen von AbbVie auf der Grundlage der Lizenz erhalten wird.
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung fielen im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig auf 1.183 Mio € (Vorjahr: 1.187 Mio €). Die Forschungsquote (in Prozent der Umsatzerlöse) erreichte damit 19,9 % (Vorjahr: 19,8 %) und blieb weiterhin auf einem hohen Niveau. Die langfristige Weiterentwicklung der Sparte Merck Serono sowie der Pipeline behalten unverändert hohe Priorität.
Aufgrund des Auslaufens der Nutzungsdauern der beiden im Rahmen der Kaufpreisallokation von Serono SA angesetzten immateriellen Vermögenswerte Avonex® und Enbrel® reduzierten sich die Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte deutlich um –9,5 % auf 597 Mio € (Vorjahr: 659 Mio €).
