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Verantwortung für unsere Produkte Geprüft

Unser Erfolg und unsere Zukunft gründen auf innovativen Produkten, die die Bedürfnisse der Menschen erfüllen und ihnen ermöglichen, ein besseres Leben zu führen. Wir leisten mit unseren Produkten einen Beitrag zur Bewältigung globaler Herausforderungen wie Klimawandel und Zugang zu Gesundheitsversorgung. Gleichzeitig unterstützen wir unsere Kunden darin, ihre eigenen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

Es liegt im Kern unserer unternehmerischen Verantwortung, dass unsere Produkte sicher sind. Bei sachgerechter Anwendung dürfen von ihnen keine Gefahren für unsere Kunden und die Umwelt ausgehen, unsere Arzneimittel dürfen keine negative Nutzen-Risiko-Bewertung haben. Deshalb untersuchen wir regelmäßig die Sicherheit im gesamten Lebenszyklus unserer Produkte und ergreifen kontinuierlich Maßnahmen, um Risiken zu minimieren. Die Anwendungssicherheit erhöhen wir, indem wir Patienten und Kunden umfangreiches Informationsmaterial zur Verfügung stellen, sodass sie die Produkte verantwortungsvoll, sicher und sachgerecht nutzen können.

Sicherheit unserer chemischen Produkte

Zahlreiche Regularien sollen sicherstellen, dass von Chemikalien keine Gefahr für Mensch und Umwelt ausgeht. Die Einhaltung dieser regulatorischen Anforderungen ist ein wichtiger Teil unserer Arbeit. Mit der konzernweit gültigen Richtlinie „Product Safety Chemicals“ hat Merck globale Prozesse zu Definition, Steuerung und Umsetzung von Produktsicherheit eingeführt und die entsprechenden Managementstrukturen etabliert.

Bei seinen Regelwerken berücksichtigt Merck sämtliche relevanten internationalen und nationalen Rechtsnormen. Dazu gehören beispielsweise die EU-Verordnung REACH („Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals“) und das globale Einstufungssystem für Chemikalien GHS. Darüber hinaus engagieren wir uns für Transparenz und stellen beispielsweise im Rahmen der „Global Product Strategy“, einer internationalen Initiative der Chemiebranche, sogenannte „Product Safety Summaries“ für Gefahrstoffe zur Verfügung.

Merck hat die zweite Phase der Umsetzung von REACH erfolgreich abgeschlossen. Alle Stoffe, von denen wir im Jahr 100 bis 1.000 Tonnen produzieren oder importieren – insgesamt etwa 70 verschiedene Stoffe – waren bis zum 1. Juni 2013 vollständig bei der EU-Behörde ECHA registriert. Im nächsten Schritt müssen wir in Phase drei bis 2018 alle Stoffe mit einer Produktions- oder Importmenge von einer bis 100 Tonnen jährlich erfassen. Dieser Prozess hat bereits begonnen und wir liegen mit unseren Aktivitäten vollständig im Zeitplan.

Sicherheit der Arzneimittel

Die Sicherheit der Patienten steht bei allem, was wir tun, an erster Stelle. Unser „Medical Safety and Ethics Board“ (MSEB), unter dem Vorsitz des Global Chief Medical Officers, trägt die oberste Verantwortung für die Arzneimittelsicherheit bei Merck Serono. Die Einheit „Global Drug Safety“ ist bei Merck Serono für die kontinuierliche und systematische Überwachung der Sicherheit unserer Medikamente (Pharmakovigilanz) zuständig. Merck verarbeitet dort Sicherheitsinformationen aus unterschiedlichen Quellen, wie klinischen Studien, Meldungen über Nebenwirkungen und wissenschaftlicher Literatur, um während des gesamten Lebenszyklus eines Arzneimittels aktuelle Risiko-Nutzen-Bewertungen bereitstellen zu können. Mit unserem eigenen „Pharma Code for Conducting Pharmaceutical Business and Pharmaceutical Operations“ setzen wir Standards für verantwortungsvolle Marketing-Aktivitäten. Damit wollen wir sicherstellen, dass Patienten und medizinisches Fachpersonal Zugang zu relevanten Informationen haben und Patienten eine effektive Behandlung erhalten.

Qualität unserer Produkte

Unser Ziel ist es, Kunden und Patienten zu jeder Zeit hochwertige Originalprodukte zur Verfügung zu stellen. Mit unserer Qualitätsvision „Qualität ist eingebettet in allem, was wir tun!“ erinnern wir unsere Mitarbeiter an ihre Verantwortung – und zwar in allen Sparten, allen Konzernfunktionen und auf allen Hierarchiestufen.

Nachhaltige Produkte

Wir streben eine kontinuierliche Verbesserung der Nachhaltigkeitsbilanz unserer Produkte an und arbeiten daran, unseren Kunden Produkte anzubieten, die ihnen helfen, die Auswirkungen ihrer eigenen Tätigkeit zu reduzieren und ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Ein Beispiel ist das Programm „Green3“, mit dem die Sparte Performance Materials zur Verbreitung umweltschonender, sparsamer und sicherer Technologien und Stoffe beiträgt. Wir entwickeln innovative Materialien für energieeffiziente Liquid-Crystals- und OLED-Bildschirme und helfen unseren Kunden dabei, ihre Prozesse umweltfreundlicher zu gestalten. Dank der Merck-Flüssigkristalle verbrauchen Bildschirme etwa 20 % weniger Energie im Vergleich zur Vorgänger-Technologie.

Das „Green3“-Konzept hat Merck auch auf Kosmetikprodukte der Sparte Performance Materials ausgeweitet. Wir beschäftigen uns mit der nachhaltigen Gewinnung und Herstellung von kosmetischen Inhaltsstoffen, der Optimierung damit verbundener Produktionsvorgänge und – im Dialog mit unseren Kunden aus der Kosmetikindustrie – kosmetischen Formulierungen, die strenge Nachhaltigkeitsaspekte erfüllen und damit auch den aktuellen Trend zu mehr Natürlichkeit in der Kosmetik bedienen. Für einige unserer Produkte haben wir ein Zertifikat von Ecocert erhalten, einer Organisation, die nach hohen internationalen Standards naturfreundliche Produkte bewertet.

Im Rahmen des Programms „Design for Sustainability“ hat die Sparte Merck Millipore eine Reihe von Systemen entwickelt, um Nachhaltigkeitsaspekte bereits in den Produktentwicklungsprozess einzubeziehen. Ein Beispiel ist eine Scorecard, mithilfe derer wesentliche Auswirkungen der Produkte auf Gesundheit und Umwelt in verschiedenen Produktlebensphasen sowie Potenziale zur Verbesserung dieser Auswirkungen identifiziert werden. Das Programm „Design for Sustainability“ zielt vor allem darauf ab, die Umweltauswirkungen auf Kundenseite, zum Beispiel die Treibhausgas-Emissionen und den Wasserverbrauch, zu reduzieren.

Darüber hinaus fördert Merck mit dem Programm „Innospire“ innovative Ideen seiner Mitarbeiter für neue Geschäfte. Angesichts des weltweit steigenden Energieverbrauchs und zunehmender Wasserknappheit lag im Jahr 2013 ein Schwerpunkt – vor allem in den Sparten Performance Materials und Merck Millipore – auf den Themen Energieeinsparung, Energieeffizienz und Energieumwandlung sowie Wasseraufbereitung, Wasserqualitätsanalysen und effiziente Wassernutzung. Merck-Mitarbeiter waren aufgerufen, Vorschläge zum Einsatz neuer Materialien oder Systeme sowie zu neuen Geschäftsmodellen einzureichen. Im Rahmen des diesjährigen Programms sind insgesamt über 300 Ideen eingegangen, darunter auch einige zu den genannten Themen.

Access to Health

Für Merck hat die Förderung des Zugangs zur Gesundheitsversorgung – nicht nur zu Arzneimitteln – für unterversorgte Bevölkerungsgruppen weltweit einen hohen Stellenwert. Unsere „Access to Health“-Initiative macht sich spartenübergreifend die Kernkompetenzen des Unternehmens zunutze, um benachteiligten Bevölkerungsgruppen und Patienten in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen vollumfängliche Gesundheitslösungen zur Verfügung zu stellen. Merck unterstützt die Millenniumsziele der Vereinten Nationen und arbeitet bei deren Umsetzung mit Partnern zusammen. Unser solider Ansatz umfasst vier Komponenten, die sogenannten „4As for Access“: „Availability“ (Verfügbarkeit), „Affordability“ (Bezahlbarkeit), „Awareness“ (Bewusstsein) und „Accessibility“ (Erreichbarkeit).

Verfügbarkeit

Merck will Zugangsbarrieren zu Gesundheitslösungen abbauen und Lösungen für den ungedeckten medizinischen Bedarf in Therapiegebieten finden, von denen arme Bevölkerungsgruppen in Ländern mit einem niedrigen und mittleren Einkommen überproportional betroffen sind. Merck hat die „London Declaration on Neglected Tropical Diseases“ unterzeichnet. Diese gemeinsame Initiative vieler Interessengruppen will 1,4 Mrd Menschen, die weltweit unter vernachlässigten Tropenkrankheiten leiden, den Zugang zu Gesundheitslösungen erleichtern. In diesem Rahmen hat sich Merck dazu verpflichtet, seine Praziquantel-Spende zu verzehnfachen sowie eine pädiatrische Formulierung dieses Arzneimittels zur Behandlung von Bilharziose zu entwickeln. Diese Wurmerkrankung wird häufig über verunreinigtes Wasser übertragen und ist in Afrika, Asien und Lateinamerika endemisch.

Bezahlbarkeit

Darunter fällt die Bereitstellung von Präparaten zu einem Preis, den sich auch arme Bevölkerungsgruppen leisten können. Hierfür stehen Programme für innovative Preisgestaltung oder Zugang zu geistigem Eigentum sowie Produktspenden zur Verfügung. Im Rahmen des Praziquantel-Spendenprogramms, eines Leuchtturmprojekts des Unternehmens, spendet Merck Cesol® 600-Tabletten mit dem Wirkstoff Praziquantel an die Weltgesundheitsorganisation (WHO), um die Wurmkrankheit Bilharziose in Afrika zu bekämpfen. Merck hat sich Ende 2011 dazu verpflichtet, sein Engagement im Kampf gegen Bilharziose unbefristet bis zur Ausrottung der Krankheit in Afrika fortzusetzen, und erhöht hierfür die Anzahl der jährlich gespendeten Tabletten auf mittelfristig bis zu 250 Mio. Im Rahmen unserer Partnerschaft mit der WHO konnten bereits rund 38 Mio afrikanische Kinder behandelt werden. Durch eigene Herstellbetriebe in Entwicklungsländern kann Merck die Bezahlbarkeit seiner Produkte verbessern und sie auf den Märkten vor Ort zu einem günstigeren Preis anbieten.

Bewusstsein

Bei der Bewusstseinsbildung steht die Schulung von medizinischem Fachpersonal, Technikern und Patienten im Mittelpunkt, um eine hochwertige Prävention, Diagnose und Behandlung von Erkrankungen zu fördern. Laut Schätzung von Interpol, der größten internationalen Polizeiorganisation der Welt, sind bis zu 30 % aller Arzneimittel Fälschungen oder von minderwertiger Qualität. Dies gilt insbesondere für Afrika und Asien, da es dort kaum effektive staatliche Kontrollinstanzen für Arzneimittel gibt. Der von Merck finanzierte „Global Pharma Health Fund“ (GPHF) ist ein wichtiger Bestandteil unseres Engagements gegen Arzneimittelfälschungen und trägt zu mehr Sicherheit der Patienten bei. Mit dem vom GPHF entwickelten Minilab® können gefälschte Medikamente schnell, einfach und preiswert nachgewiesen werden. Mithilfe von Vergleichsproben lassen sich Identität und Konzentration von insgesamt 70 Arzneiwirkstoffen testen, vom Antimalariamittel über Antibiotika bis zu Schmerz- und Fiebermitteln. Bislang hat der GPHF 642 Minilabs in mehr als 80 Länder geliefert. Merck arbeitet darüber hinaus auch mit der Interpol und mit anderen biopharmazeutischen Unternehmen zusammen, um das Bewusstsein für die gesundheitsschädlichen Wirkungen von gefälschten Arzneimitteln zu steigern.

Mit seinem auf drei Jahre angelegten „Capacity Advancement Program (CAP)“ will Merck das Bewusstsein des im Gesundheitswesen tätigen Personals fördern. In Kenia unterstützen wir das Aufklärungs- und Bildungsprogramm zur Früherkennung von Diabetes der Universität von Nairobi. Mit kostenlosen Screenings und Gesundheitschecks hat die Kampagne in Kenia bereits 1.000 Menschen erreicht. Wir veranstalten und finanzieren Schulungsprogramme im Bereich Arzneimittelüberwachung in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Gesundheitsbehörden vor Ort. So stellt Merck sicher, dass Patienten unabhängig von ihrem Wohnort hochwertige Gesundheitslösungen erhalten.

Erreichbarkeit

Zur Optimierung der Lieferkette, zur Auslieferung sowie zur Bereitstellung „auf den letzten Metern“ zum Verbraucher führen wir mit verschiedenen globalen Stakeholdern des Gesundheitswesens Gespräche über generelle sowie maßgeschneiderte Lösungen. Um in Afrika, Asien und Lateinamerika stärker auf Schilddrüsenerkrankungen aufmerksam zu machen, setzt Merck vor Ort sein Thyromobil® für Schilddrüsenscreenings und Aufklärung über Jodmangel ein. In Algerien unterstützt Merck die lokale Produktion durch Transfer der Herstellungstechnologie für die Wirkstoffe Metformin und Bisoprolol. Im Rahmen seines Engagements für besseren Zugang zu Gesundheit für vernachlässigte Bevölkerungsgruppen hat Merck die „Rural Pharmacy“ entwickelt. Dabei handelt es sich um eine innovative Apotheke speziell für den ländlichen Raum Afrikas, die als Pilotprojekt in Ghana zum Einsatz kommen soll. Die Apotheke ist in einem 40-Fuß-Container untergebracht, der fertig ausgestattet in ländliche Gebiete transportiert und mit geringem Montageaufwand aufgestellt werden kann. Da die ländliche Bevölkerung oft weite Strecken zurücklegen muss, um Gesundheitszentren zu erreichen, wird diese Apotheke den Zugang erleichtern. Sie bringt Gesundheitslösungen direkt zur Bevölkerung.

Merck will sich in Ländern mit niedrigem oder mittlerem Einkommen als bevorzugter Gesundheitspartner etablieren und die Weiterentwicklung dieser Länder aktiv begleiten.

Lieferantenmanagement

Für seine Geschäftstätigkeiten benötigt Merck Rohstoffe, Verpackungsmittel, technische Produkte, Komponenten und Dienstleistungen. Zu unseren grundsätzlichen Erwartungen an unsere Lieferanten und Dienstleister gehört, dass sie elementare Umwelt- und Sozialstandards einhalten. Diese leiten sich im Wesentlichen aus den Kernarbeitsnormen der ILO (International Labour Organisation) und dem „UN Global Compact“ ab. Außerdem haben wir den Verhaltenskodex des BME (Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e. V.) unterzeichnet, der unter anderem Korruption, Kartelle und Kinderarbeit bekämpft.

Im Jahr 2013 haben wir die Merck „Responsible Sourcing Principles“ in Kraft gesetzt. Diese bündeln die Anforderungen, die wir an unsere Lieferanten in Bezug auf Umwelt-, Compliance- und Sozialstandards stellen. Wir integrieren diese Prinzipien für verantwortliches Handeln in unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen und überprüfen – abhängig vom Risikopotenzial – die Einhaltung der „Responsible Sourcing Principles“ durch Nachhaltigkeitsaudits bei den Lieferanten.