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Verantwortung für die Umwelt Geprüft

Wir haben uns vorgenommen, die durch Merck verursachten Auswirkungen auf die Umwelt unter Anwendung des Vorsorgeprinzips zu reduzieren. Dazu gehört insbesondere, dass wir Ressourcen wie Energie, Wasser und Rohstoffe sparsam und effizient einsetzen und Emissionen sowie Abfälle verringern.

Umwelt-Managementsystem

In der konzernweit gültigen „Corporate EHS Policy“ sind unsere Grundsätze und Strategien für Umweltschutz (Environment), Gesundheit (Health) und Sicherheit (Safety) festgelegt. Die EHS-Policy wird konkretisiert durch interne Richtlinien und konkrete Handlungsanweisungen für den Alltag wie zum Beispiel das „Merck Group EHS Security and Quality Manual“. An allen Standorten sind lokale EHS-Manager zusätzlich für den operativen Umweltschutz zuständig. Diese Mitarbeiter werden kontinuierlich geschult und weiterqualifiziert.

Da sich unser Geschäft fortlaufend verändert, muss auch unser Umweltmanagement ein flexibles System bleiben. Deshalb lassen wir durch regelmäßige externe wie interne Audits bestätigen, dass es weiterhin den Ansprüchen der ISO-Norm 14001 gerecht wird. 2013 hat Merck das fünfte Jahr in Folge das Gruppenzertifikat für das Umweltmanagementsystem nach diesem internationalen Standard erhalten.

Die Aufwendungen für Umweltschutz, Gesundheit und Sicherheit beliefen sich im Jahr 2013 auf insgesamt 142 Mio €. Darin enthalten sind auch im Berichtsjahr getätigte Investitionen.

Klimaschutz

Der Klimawandel und seine Folgen sind eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung im 21. Jahrhundert. Als verantwortungsvolles Unternehmen ist es für uns selbstverständlich, unseren Beitrag zu leisten. Deshalb haben wir uns zum Ziel gesetzt, die gesamten direkten und indirekten Treibhausgas-Emissionen bis 2020 um 20 % zu senken – gemessen am Stand von 2006.

Um dieses Ziel zu erreichen, hat Merck unter dem Namen EDISON ein Klimaschutzprogramm gestartet. Es bündelt alle Aktivitäten der Merck-Gruppe zu den Themen Klimaschutz und Energieeffizienz. Die Geschäftsleitung wird 2014 – wie in den beiden Jahren zuvor – zusätzlich 10 Mio € speziell für Maßnahmen zur Energieeinsparung und Treibhausgas-Reduktion zur Verfügung stellen. Damit wollen wir im kommenden Jahr weitere 130 Einzelprojekte realisieren sowie Projekte aus den Jahren 2012 und 2013 fortführen. Mit den rund 200 EDISON-Maßnahmen, die in den vergangenen beiden Jahren angestoßen wurden, will Merck mittelfristig rund 63 Kilotonnen CO2 jährlich einsparen. Insgesamt konnte Merck im Jahr 2013 seine Treibhausgas-Emissionen im Vergleich zu 2006 um rund 1 % senken.

Etwa zwei Drittel der weltweit geplanten Projekte sind bereits eingeführt oder aktuell in der Umsetzung, darunter auch größere Projekte zur Energieerzeugung. In Jaffrey, USA, sowie in Goa, Indien, baut Merck derzeit Kraftwerke, die klimaneutrale Biomasse als Brennstoff nutzen und damit die Standorte mit Energie versorgen. Ein weiteres EDISON-Projekt ist das Blockheizkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung am Standort Gernsheim in Deutschland, das Mitte 2013 in Betrieb genommen wurde. Dank der hocheffizienten, gasbetriebenen Kraft-Wärme-Kopplung wird Strom gewonnen und der Verlust von ungenutzter Wärmeenergie fast vollständig vermieden. Merck spart dadurch jährlich rund 6.000 Tonnen Kohlendioxid.

XLS

Energieverbrauch (in GWh)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2009

2010

2011

2012

2013

Portfoliobereinigt in Übereinstimmung mit dem Greenhouse Gas Protocol.

Gesamter Energieverbrauch

1.275

1.395

1.391

1.388

1.431

Direkter Energieverbrauch

823

905

906

920

968

Gas

742

794

798

818

864

Flüssige fossile Brennstoffe

66

96

95

89

89

Biomasse und andere in Eigenproduktion hergestellte erneuerbare Energie

15

15

13

13

15

Indirekter Energieverbrauch

452

490

485

468

463

Elektrizität

443

480

481

464

458

Wasserdampf

9

10

4

4

5

XLS

CO2äq-Emissionen (äq = Äquivalente)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Emissionen in kt

2009

2010

2011

2012

2013

Portfoliobereinigt in Übereinstimmung mit dem Greenhouse Gas Protocol.

Gesamte CO2äq-Emissionen

474

537

502

502

524

Direkte CO2äq-Emissionen

299

348

315

317

343

Indirekte CO2äq-Emissionen

175

189

187

185

181

Schwerpunktthemen: Energieeffizienz, Treibhausgas-Emissionen, Wasserknappheit

Das Energiemanagement ist ein wichtiger Baustein für nachhaltige Energieeffizienz und Klimaschutz. Die beiden Produktionsstandorte Darmstadt und Gernsheim sind für rund 40 % des weltweiten Energieverbrauchs bei Merck verantwortlich. 2012 haben diese beiden Merck-Standorte das ISO-50001-Zertifikat „Energiemanagementsysteme“ erhalten. Die Zertifizierung wurde im Jahr 2013 bestätigt. Der Standort Taoyuan in Taiwan erhielt 2013 erstmals das Zertifikat nach ISO 50001. Zusammen mit den Standorten Bari und Tiburtina in Italien haben damit fünf Produktionsstandorte von Merck ein zertifiziertes Energiemanagementsystem.

Auch ein sparsamer Einsatz und die Energieeffizienz von Dienstfahrzeugen tragen zum Klimaschutz bei und sparen Kosten. Deshalb hat Merck im Jahr 2013 seine Dienstwagen-Richtlinien überarbeitet und konkrete Ziele definiert: Wir wollen weltweit den durchschnittlichen CO2-Ausstoß der Auto-Flotte bis 2020 um 30 % senken – im Vergleich zum Jahr 2012. Merck stellt deshalb künftig folgende Anforderungen an seine Dienstfahrzeuge: geringer CO2-Ausstoß, geringer Sprit-Verbrauch, hoher technologischer Standard.

Dass Merck auf dem richtigen Weg ist, zeigt sich auch im „Climate Performance Leadership Index“ und im „Climate Disclosure Leadership Index“ des Carbon Disclosure Project (CDP), einer unabhängigen Non-Profit-Organisation. Im Jahr 2013 hat Merck sein Performance-Rating B bestätigt und liegt damit deutlich im oberen Bereich aller teilnehmenden Unternehmen in der Kategorie für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Im Disclosure-Rating konnte sich Merck nochmals deutlich auf 92 von 100 möglichen Punkte verbessern und erfüllt damit die Anforderungen für das höchste Qualitätsniveau des CDP. Bewertet wurden rund 350 Unternehmen in ihren Leistungen zur Emissionsreduzierung und zur Klimaberichterstattung. Die beiden Indizes erstellt das CDP mit dem Ziel, mehr Transparenz für klimaschädliche Treibhausgas-Emissionen zu schaffen.

Neben dem Thema Energie richtete Merck den Fokus im Jahr 2013 auch auf das Thema Wasser. Wir haben geprüft, welche unserer Standorte in Regionen liegen, in denen Wasser knapp und daher ein besonders kostbares Gut ist. Insbesondere an diesen Standorten werden wir nachhaltige Wassermanagementprogramme etablieren. Zudem haben wir erstmalig am Wasserprogramm des CDP teilgenommen.