Die Herstellungskosten der Merck-Gruppe sanken um –5,2 % auf 2.993 Mio € (Vorjahr: 3.158 Mio €). Trotz verminderter Lizenz- und Provisionserlöse und negativer Währungseffekte ergab sich damit ein Anstieg des Bruttoergebnisses um 1,1 % auf 8.103 Mio € (Vorjahr: 8.015 Mio €). Die Bruttomarge, das heißt das Bruttoergebnis in Prozent der Umsatzerlöse, stieg um rund einen Prozentpunkt auf 75,7 % (Vorjahr: 74,6 %). Diese Verbesserung war im Wesentlichen auf Effizienzsteigerungen im Zusammenhang mit dem im Vorjahr eingeleiteten Transformations- und Wachstumsprogramm „Fit für 2018“ und auf einen vorteilhafteren Produktmix, insbesondere bei der Geschäftseinheit Liquid Crystals, zurückzuführen.
Die konzernweiten Marketing- und Vertriebskosten konnten im Geschäftsjahr 2013 um –3,5 % auf 2.326 Mio € (Vorjahr: 2.411 Mio €) gesenkt werden. Hauptsächlich Währungseffekte, aber auch das schnellere Erreichen der Einsparziele im Rahmen des Transformations- und Wachstumsprogramms „Fit für 2018“ waren hierfür ausschlaggebend. Die Senkung der Marketing- und Vertriebskosten ging im Wesentlichen auf die Sparte Merck Serono zurück. Damit ging in der Merck-Gruppe der Anteil dieser Aufwendungen an den Umsatzerlösen auf 21,7 % (2012: 22,4 %) zurück. Die Verwaltungskosten der Merck-Gruppe stiegen leicht auf 562 Mio € (Vorjahr: 552 Mio €).
Die Lizenz- und Provisionsaufwendungen beliefen sich in 2013 auf 567 Mio € (2012: 580 Mio €) und sanken damit um –2,2 %, was hauptsächlich durch die niedrigeren Aufwendungen für die Vertriebskooperation für Rebif® in den USA bedingt war.
In 2013 gingen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (Saldo) um –408 Mio € auf 718 Mio € (2012: 1.126 Mio €) zurück. Diese starke Reduzierung des Aufwandssaldos war hauptsächlich auf die in dieser Position ausgewiesenen Sondereinflüsse einschließlich Wertminderungen zurückzuführen, die sich im Berichtsjahr um –277 Mio € auf 387 Mio € (2012: 664 Mio €) verringerten. Im Zusammenhang mit dem Transformations- und Wachstumsprogramm „Fit für 2018“ fielen dabei in 2013 Restrukturierungsaufwendungen (130 Mio €) und Wertminderungen (36 Mio €) von insgesamt 166 Mio € an. Im Vorjahr ergaben sich diesbezüglich Einmalaufwendungen in Höhe von 538 Mio €, die sich aus Restrukturierungsaufwendungen von 504 Mio € und Wertminderungen in Höhe von 34 Mio € zusammensetzten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalteten im Geschäftsjahr 2013 eine als Sondereinfluss klassifizierte Wertminderung auf den immateriellen Vermögenswert für Humira® der Sparte Merck Serono in Höhe von 127 Mio €. Die Wertminderung resultierte aus einer außergerichtlichen Einigung mit AbbVie Biotechnology Ltd., Bermudas, und Abbott GmbH & Co. KG, Deutschland (gemeinsam „AbbVie“), nach der Merck ab dem zweiten Halbjahr 2014 keine weiteren Lizenzzahlungen von AbbVie auf der Grundlage der Lizenz erhalten wird. Weitere Ursachen für den Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren unter anderem die niedrigeren Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten und Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Gewinne aus operativen Währungsabsicherungsgeschäften. Eine detaillierte Darstellung der Entwicklung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge findet sich im Konzernanhang unter Anmerkung [28].
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung haben sich gegenüber dem Vorjahr geringfügig um –0,5 % auf 1.504 Mio € (2012: 1.511 Mio €) verringert und beliefen sich damit unverändert auf 14,1 % der Umsatzerlöse. Auf die Sparte Merck Serono entfielen wie im Vorjahr 79 % der konzernweiten Forschungs- und Entwicklungskosten der Merck-Gruppe. Der zweithöchste Anteil entfiel mit 11 % auf die Sparte Merck Millipore.
Merck-Gruppe | Forschungs- und Entwicklungskosten nach Sparten – 2013

Die Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte, die sich in erster Linie aus den Kaufpreisallokationen für die Akquisitionen von Serono SA und der Millipore Corporation ergaben, reduzierten sich um –6,7 % auf 813 Mio € (Vorjahr: 872 Mio €). Der Rückgang war im Wesentlichen bedingt durch das Auslaufen der Abschreibungen auf die beiden immateriellen Vermögenswerte Avonex® und Enbrel®, die im Rahmen der Serono-SA-Akquisition erworben wurden.

Fundstelle 46