Die Merck-Gruppe erreichte im Berichtsjahr deutliche Steigerungen sowohl des operativen Ergebnisses (EBIT) um 67,2 % auf 1.611 Mio € (Vorjahr: 964 Mio €) als auch des EBITDA (operatives Ergebnis vor Abschreibungen) um 30,0 % auf 3.069 Mio € (Vorjahr: 2.360 Mio €). Dies war zum einen auf das erfreuliche operative Geschäft und zum anderen auf die deutliche Reduzierung der im Vorjahr sehr hohen Sondereinflüsse zurückzuführen. Bereinigt um Sondereinflüsse (ohne Wertminderungen) in Höhe von 184 Mio € (Vorjahr: 605 Mio €) stieg die wichtigste Kennzahl zur Steuerung des operativen Geschäfts, das EBITDA vor Sondereinflüssen, um 9,7 % auf 3.253 Mio € (Vorjahr: 2.965 Mio €). Die sich hieraus ergebende EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen stieg damit von 27,6 % auf 30,4 %. Die Steigerung der Profitabilität um fast drei Prozentpunkte basierte im Wesentlichen auf dem im Geschäftsjahr 2013 erzielten organischen Umsatzwachstum sowie dem strikten Kostenmanagement. Vor allem die schnellere Umsetzung der Maßnahmen zur Effizienzsteigerung im Rahmen des Transformations- und Wachstumsprogramms „Fit für 2018“ wirkte sich positiv auf die Ertragskraft aus.
Die Entwicklung des EBITDA vor Sondereinflüssen in den einzelnen Quartalen im Vergleich zum Vorjahr und die jeweiligen Wachstumsraten sind in der nachfolgenden Übersicht dargestellt:
Merck-Gruppe | EBITDA vor Sondereinflüssen und Veränderung nach Quartalen 1

Alle Sparten trugen zum Anstieg des EBITDA vor Sondereinflüssen und der EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen bei. Mit einer Verbesserung des EBITDA vor Sondereinflüssen von 130 Mio € auf 1.955 Mio € erzielte Merck Serono den stärksten absoluten Anstieg aller operativen Sparten. Damit leistete diese Sparte nach wie vor mit einem Anteil von 57 % (Vorjahr: 56 %) den größten Beitrag zum EBITDA vor Sondereinflüssen aller operativen Sparten (ohne Berücksichtigung der Minderung des Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen um –197 Mio € durch Konzernkosten und Sonstiges). Die Sparte Performance Materials mit einem im Vergleich zum Vorjahr unveränderten Anteil von 23 % erzielte in 2013 ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 780 Mio € (2012: 742 Mio €) und steigerte damit aufgrund der guten Geschäftsentwicklung diese Kennzahl um 5,1 % beziehungsweise um 38 Mio €. Der prozentuale Anteil von Merck Millipore am EBITDA vor Sondereinflüssen ging mit 18 % (Vorjahr: 19 %, ohne Konzernkosten und Sonstiges) leicht zurück, obwohl auch diese Sparte ein Ergebniswachstum von 4,6 % beziehungsweise von 28 Mio € verzeichnete. Mit einem EBITDA vor Sondereinflüssen in Höhe von 72 Mio € (Vorjahr: 67 Mio €) trug die Sparte Consumer Health nach wie vor 2 % zum EBITDA vor Sondereinflüssen aller operativen Sparten bei.
Merck-Gruppe | EBITDA vor Sondereinflüssen nach Sparten – 2013

Das Finanzergebnis des Konzerns verbesserte sich um 12,7 % auf –222 Mio € (Vorjahr: –255 Mio €). Dies ist überwiegend auf eine geringere Zinsbelastung für Fremdkapital infolge der starken Verminderung der Nettofinanzverschuldung, aber auch auf gesunkene Netto-Zinsaufwendungen für Pensionsrückstellungen zurückzuführen. Weitere Informationen zum Finanzergebnis sind im Konzernanhang unter Anmerkung [31] enthalten.
Die Ertragsteuern beliefen sich auf –180 Mio € (2012: –130 Mio €) und führten zu einer Steuerquote in Höhe von 12,9 % (Vorjahr: 18,3 %). Die geringe Steuerquote im Berichtsjahr resultierte im Wesentlichen aus einem einmaligen latenten Steuerertrag aus geändert anzuwendenden Steuersätzen. Weitere Informationen zu den Ertragsteuern sind im Konzernanhang unter Anmerkung [32] enthalten.
Aufgrund dieser Aufwands- und Ertragsentwicklungen konnte das Ergebnis nach Steuern mehr als verdoppelt werden und belief sich auf 1.209 Mio € (Vorjahr: 579 Mio €). Das den Anteilseignern der Merck KGaA zustehende Konzernergebnis lag im Geschäftsjahr 2013 bei 1.202 Mio € (Vorjahr: 567 Mio €) und führte zu einem Ergebnis je Aktie in Höhe von 5,53 € (Vorjahr: 2,61 €). Bereinigt um die Sondereinflüsse stieg das Ergebnis je Aktie (Ergebnis je Aktie bereinigt um Auswirkungen der Sondereinflüsse und Abschreibungen auf erworbene immaterielle Vermögenswerte nach Ertragsteuern) um 15,4 % auf 8,78 € (Vorjahr: 7,61 €).

