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Erläuterungen zum Konzernzwischenabschluss
zum 30. Juni 2013 

Der vorliegende Konzernabschluss ist auf die, das operative Geschäft der Merck Gruppe führende, Merck KGaA, Frankfurter Straße 250, 64293 Darmstadt, als Obergesellschaft aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Zwischenabschluss der Merck-Gruppe zum 30. Juni 2013 entspricht den Vorschriften des IAS 34. Er wurde gemäß den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. In Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 wurde ein verkürzter Berichtsumfang gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 gewählt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden – mit Ausnahme der im Folgenden beschriebenen Änderung – gegenüber dem Vorjahr beibehalten.

In einem ersten Schritt wurde im Geschäftsjahr 2012 die Allokation der Aufwendungen für die zentralen Konzernfunktionen der Merck KGaA auf die operativen Sparten modifiziert. Im Geschäftsjahr 2013 erfolgt in einem weiteren Schritt die entsprechende Ausweisanpassung bei den konsolidierten Tochtergesellschaften. Damit werden die Aufwendungen für die zentralen Konzernfunktionen nicht mehr den operativen Sparten zugeordnet, sondern vollständig in der Spalte „Konzernkosten und Sonstiges“ im Segmentbericht ausgewiesen. Um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten, wurden die Vorjahreszahlen der Segmentberichterstattung entsprechend den Allokationsregeln 2013 angepasst.

Die Erläuterungen im Anhang zum Konzernabschluss 2012 der Merck-Gruppe, insbesondere im Hinblick auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, gelten entsprechend.

Als Ertragsteuern werden die in den einzelnen Ländern erhobenen Steuern auf den steuerpflichtigen Gewinn sowie die ergebniswirksamen Veränderungen der latenten Steuerpositionen ausgewiesen. Die Ertragsteuern im Zwischenabschluss werden auf Basis der Ergebnisse der einbezogenen Gesellschaften und des jeweils gültigen Steuersatzes als bestmögliche Schätzung ermittelt.

Die Aufstellung des Zwischenabschlusses erfordert es, dass in einem bestimmten Umfang Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden müssen. Die Annahmen und Schätzungen basieren auf dem aktuellen Kenntnisstand und den verfügbaren Daten zum Abschlussstichtag.

Folgende Regelungen gelten ab dem Geschäftsjahr 2013 verbindlich:

  • IFRS 13 „Bemessung des beizulegenden Zeitwerts“
  • Änderung des IAS 1 „Darstellung des Abschlusses“
  • Änderung des IAS 12 „Ertragsteuern“
  • Änderung des IFRS 1 „Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards“
  • Änderung des IFRS 7 „Finanzinstrumente: Angaben“
  • Verbesserungen an den International Financial Reporting Standards (in der Fassung des IASB vom Mai 2012)
  • IFRIC 20 „Abraumbeseitigung in der Produktionsphase eines Tagebaubergwerks“

Auf Basis des neuen IFRS 13 wurden die Angaben zu Finanzinstrumenten im vorliegenden Konzernabschluss im Vergleich zu früheren Konzernzwischenabschlüssen erweitert. Entsprechend der Änderung des IAS 1 wurden die Bestandteile der Gesamtergebnisrechnung unterteilt in Posten, die unter bestimmten Voraussetzungen zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung reklassifiziert werden und in Posten, die niemals reklassifiziert werden. Die in IFRS 7 geforderten Angaben bezüglich der Auswirkungen von Nettingvereinbarungen auf die Vermögenslage wurden in den Zwischenabschluss aufgenommen.

Die übrigen neuen Regelungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Zwischenabschluss.

Konsolidierungskreis

Zum 30. Juni 2013 waren 197 (31. Dezember 2012: 203) Gesellschaften vollkonsolidiert. Weder eine anteilige Konsolidierung noch eine Einbeziehung nach der Equity-Methode fanden zum Bilanzstichtag statt. Die seit Jahresbeginn 2013 erfolgten Änderungen sind auf sieben Liquidationen bzw. Verschmelzungen sowie auf den Verkauf zweier Gesellschaften zurückzuführen. Drei neu gegründete Gesellschaften wurden im Juni 2013 erstmals vollkonsolidiert.

Einstellung der Entwicklung von Cilengitide

Aufgrund des Verfehlens des primären Endpunkts der Phase-III-Studie zu Cilengitide wurde entschieden, die Aktivitäten zur Entwicklung dieses Wirkstoffs nicht fortzusetzen. Die bilanziellen Auswirkungen wurden in dem vorliegenden Halbjahresabschluss berücksichtigt.

Verkauf der Merck Serono Gebäude in Genf

Die Sparte Merck Serono unterzeichnete im Mai 2013 ein Abkommen über den Verkauf der Merck Serono Gebäude in Genf Secheron. Der Übergang des Eigentums fand Ende Juni 2013 statt. Der Verkauf des Gebäudes wurde im Rahmen des Abgangs zweier Tochtergesellschaften realisiert.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Im ersten Halbjahr 2013 wurden in Italien und Spanien Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Nominalwert von 134,0 Mio €, davon im zweiten Quartal 68,5 Mio €, zu einem Preis von 127,7 Mio €, davon im zweiten Quartal 65,7 Mio €, verkauft. In diesem Zusammenhang konnten bereits gebildete Wertberichtigungen aufgelöst und in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen werden. Aus den verkauften Forderungen bestehen keine weiteren Rückgriffsrechte auf Merck.

Rechtsrisiken im Zusammenhang mit dem ehemaligen Generika-Geschäft

Im Zusammenhang mit dem ehemaligen Generika-Geschäft, das im Jahr 2007 an Mylan veräußert wurde, trägt Merck weiterhin bestimmte Risiken aus gewissen Verfahren gegen Gesellschaften der Generics-Gruppe. So wurde im April 2013 ein wettbewerbsrechtliches Verfahren („Statement of Objections“) der zuständigen britischen Behörden gegen Merck eröffnet. Hierbei wird Merck beziehungsweise der ehemaligen Tochtergesellschaft Merck Generics (UK) Ltd. wettbewerbswidriges Verhalten im Zusammenhang mit der angeblich verzögerten Markteinführung einer generischen Version des Produktes Paroxetin vorgeworfen. Im vorliegenden Abschluss wurde dieser Sachverhalt durch die Bildung einer Rückstellung berücksichtigt.

Des Weiteren wurde im Juni 2013 seitens der Europäischen Kommission ein Bußgeld wegen wettbewerbswidrigem Verhalten im Zusammenhang mit der angeblich verzögerten Einführung einer generischen Version des Produktes Citalopram u. a. auch gegen Merck verhängt. Hierfür wurde bereits im vergangenen Jahr finanzielle Vorsorge gebildet, sodass die Strafzahlung durch eine entsprechende Rückstellung abgedeckt war. Merck erwägt, gegen diese Entscheidung möglicherweise Rechtsmittel beim Europäischen Gerichtshof in Luxemburg einzulegen.

XLS

Segmentbericht – Information nach Sparten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Merck Serono

Consumer Health

in Mio. €

Q2 – 2013

Q2 – 2012

Jan.–Juni
2013

Jan.–Juni 2012

Q2 – 2013

Q2 – 2012

Jan.–Juni
2013

Jan.–Juni 2012

1

 Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2

 Berichtsjahr zum 30. Juni 2013, Vorjahreswerte zum 31. Dezember 2012

3

 gemäß Kapitalflussrechnung

Umsatzerlöse

1.530,8

1.546,5

2.985,1

2.963,7

115,6

121,1

231,8

228,7

Lizenz- und Provisionserlöse

92,9

102,1

186,3

180,2

1,2

0,5

1,3

0,9

Gesamterlöse

1.623,8

1.648,6

3.171,4

3.143,9

116,8

121,6

233,1

229,6

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bruttoergebnis

1.340,7

1.332,0

2.639,4

2.555,6

79,3

83,5

157,4

154,7

Marketing und Vertriebskosten

–351,6

–358,6

–664,0

–691,0

–52,9

–54,3

–104,3

–106,7

Lizenz- und Provisionsaufwendungen

–151,7

–148,1

–283,4

–263,3

–0,3

–0,8

–0,2

Verwaltungskosten1

–51,4

–54,7

–103,3

–106,7

–4,6

–5,3

–8,7

–10,0

Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge1

–52,5

–265,9

–180,8

–361,0

1,5

–7,8

–4,2

–10,1

Forschungs- und Entwicklungskosten

–296,1

–325,9

–620,3

–628,7

–4,3

–4,5

–8,3

–9,4

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Operatives Ergebnis (EBIT)1

282,5

14,0

477,8

175,5

18,1

10,5

29,9

16,2

Abschreibungen

206,1

221,0

415,9

443,7

2,0

2,9

4,7

5,9

Wertminderungen

5,5

23,2

33,8

32,3

0,3

0,2

Sonstiges

–0,3

–0,3

EBITDA1

493,8

258,2

927,1

651,4

20,4

13,4

34,8

22,1

Sondereinflüsse

–2,9

191,5

26,5

201,2

–1,1

5,2

–1,2

5,9

EBITDA vor Sondereinflüssen
(Segmentergebnis)1

490,9

449,7

953,6

852,7

19,3

18,6

33,6

28,0

 

 

 

 

 

 

 

 

 

EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen (in % der Umsatzerlöse)1

32,1

29,1

31,9

28,8

16,7

15,4

14,5

12,2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Betriebsvermögen (netto)2

 

 

7.538,3

8.020,6

 

 

294,7

283,8

Segmentverbindlichkeiten2

 

 

–1.315,0

–1.349,8

 

 

–62,2

–76,5

Investitionen in Sachanlagen3

29,8

34,9

46,8

57,1

0,6

0,8

1,2

1,1

Investitionen in immaterielle Vermögenswerte3

15,4

17,6

40,5

39,2

0,2

0,1

0,2

0,2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mittelfluss aus betrieblicher Tätigkeit1

427,8

601,3

776,9

1.109,5

5,2

6,5

11,3

17,1

Free Cash Flow1

632,0

558,7

939,5

1.045,7

4,5

5,8

10,0

17,3

Business Free Cash Flow

511,3

512,7

865,4

900,0

25,3

11,2

32,1

31,2

Free Cash Flow-Marge (in % der Umsatzerlöse)1

41,3

36,1

31,5

35,3

3,9

4,8

4,3

7,6

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Performance Materials

Merck Millipore

in Mio. €

Q2 – 2013

Q2 – 2012

Jan.–Juni
2013

Jan.–Juni 2012

Q2 – 2013

Q2 – 2012

Jan.–Juni
2013

Jan.–Juni 2012

Umsatzerlöse

431,1

426,1

852,4

812,5

666,3

649,5

1.335,0

1.302,1

Lizenz- und Provisionserlöse

0,6

0,5

1,4

0,3

2,4

5,8

8,3

8,7

Gesamterlöse

431,8

426,6

853,9

812,8

668,7

655,3

1.343,3

1.310,7

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bruttoergebnis

271,5

243,4

537,3

457,8

382,8

385,3

777,7

774,8

Marketing und Vertriebskosten

–37,0

–35,5

–72,4

–68,4

–173,6

–168,7

–343,1

–335,9

Lizenz- und Provisionsaufwendungen

–0,4

–0,3

–0,8

–0,8

–4,2

–3,4

–7,9

–7,5

Verwaltungskosten1

–7,8

–7,8

–14,8

–15,4

–22,9

–26,8

–49,7

–52,2

Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge1

–19,2

13,0

–29,7

7,8

–19,6

–23,4

–50,4

–45,6

Forschungs- und Entwicklungskosten

–33,4

–32,0

–69,8

–67,3

–39,6

–41,7

–81,0

–79,4

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Operatives Ergebnis (EBIT)1

170,1

180,5

342,7

312,9

72,4

70,3

144,8

153,1

Abschreibungen

25,9

27,0

56,6

57,4

75,8

75,9

154,9

151,6

Wertminderungen

9,1

9,3

0,1

Sonstiges

–0,1

EBITDA1

205,1

207,5

408,4

370,3

148,2

146,2

299,7

304,7

Sondereinflüsse

3,8

–14,7

7,9

–14,1

7,7

6,7

18,1

14,2

EBITDA vor Sondereinflüssen
(Segmentergebnis)1

208,9

192,8

416,3

356,2

155,9

152,9

317,8

319,0

 

 

 

 

 

 

 

 

 

EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen (in % der Umsatzerlöse)1

48,5

45,2

48,8

43,8

23,4

23,5

23,8

24,5

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Betriebsvermögen (netto)2

 

 

1.155,2

1.187,7

 

 

6.311,9

6.328,9

Segmentverbindlichkeiten2

 

 

–136,2

–147,1

 

 

–355,2

–383,1

Investitionen in Sachanlagen3

11,9

8,5

21,1

20,2

16,7

19,4

26,0

35,7

Investitionen in immaterielle Vermögenswerte3

1,0

1,7

0,6

2,3

3,6

5,5

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mittelfluss aus betrieblicher Tätigkeit1

171,7

172,6

375,4

344,6

92,9

149,0

199,8

267,6

Free Cash Flow1

159,0

178,8

352,8

338,1

74,2

123,3

155,7

225,1

Business Free Cash Flow

201,9

166,0

400,9

349,3

156,6

108,3

237,7

221,6

Free Cash Flow-Marge (in % der Umsatzerlöse)1

36,9

42,0

41,4

41,6

11,1

19,0

11,7

17,3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Konzernkosten und Sonstiges

Konzern

in Mio. €

Q2 – 2013

Q2 – 2012

Jan.–Juni
2013

Jan.–Juni 2012

Q2 – 2013

Q2 – 2012

Jan.–Juni
2013

Jan.–Juni 2012

Umsatzerlöse

2.743,9

2.743,1

5.404,3

5.307,0

Lizenz- und Provisionserlöse

97,2

109,0

197,3

190,1

Gesamterlöse

2.841,1

2.852,1

5.601,6

5.497,1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bruttoergebnis

–1,2

0,2

–2,2

–2,4

2.073,1

2.044,3

4.109,6

3.940,5

Marketing und Vertriebskosten

–1,2

–0,2

–0,7

–1,9

–616,3

–617,3

–1.184,6

–1.203,8

Lizenz- und Provisionsaufwendungen

0,1

–156,5

–151,7

–292,8

–271,7

Verwaltungskosten1

–50,8

–48,1

–93,6

–94,8

–137,5

–142,6

–270,2

–279,0

Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge1

–26,0

–204,6

–34,8

–224,4

–115,9

–488,7

–299,9

–633,2

Forschungs- und Entwicklungskosten

–0,1

0,1

–0,4

–1,0

–373,5

–404,0

–779,7

–785,8

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Operatives Ergebnis (EBIT)1

–77,9

–252,1

–130,3

–323,9

465,4

23,2

864,8

333,8

Abschreibungen

3,3

1,9

6,9

3,8

313,0

328,6

638,9

662,3

Wertminderungen

0,2

0,3

15,2

23,2

43,7

32,3

Sonstiges

–0,1

–0,1

–0,5

–0,5

EBITDA1

–74,5

–250,2

–123,2

–320,1

793,1

375,0

1.546,9

1.028,3

Sondereinflüsse

25,8

182,8

29,2

185,3

33,3

371,6

80,5

392,6

EBITDA vor Sondereinflüssen
(Segmentergebnis)1

–48,7

–67,4

–94,0

–134,8

826,4

746,6

1.627,5

1.420,9

 

 

 

 

 

 

 

 

 

EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen (in % der Umsatzerlöse)1

30,1

27,2

30,1

26,8

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Betriebsvermögen (netto)2

 

 

22,3

25,1

 

 

15.322,4

15.846,1

Segmentverbindlichkeiten2

 

 

–81,5

–33,7

 

 

–1.950,2

–1.990,2

Investitionen in Sachanlagen3

60,7

2,6

62,0

2,8

119,7

66,2

157,2

116,9

Investitionen in immaterielle Vermögenswerte3

2,3

2,7

4,1

3,9

21,2

20,4

50,2

49,5

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mittelfluss aus betrieblicher Tätigkeit1

–255,1

–235,8

–405,1

–573,1

442,5

693,7

958,2

1.165,7

Free Cash Flow1

–319,9

–240,9

–469,7

–580,7

549,6

625,7

988,2

1.045,4

Business Free Cash Flow

–111,3

–72,6

–159,4

–141,7

783,8

725,5

1.376,7

1.360,4

Free Cash Flow-Marge (in % der Umsatzerlöse)1

20,0

22,8

18,3

19,7

Die Segmentierung erfolgt in Übereinstimmung mit der internen Organisations- und Berichtsstruktur der Merck-Gruppe. Die Tätigkeitsfelder der einzelnen Sparten sind ausführlich in den Kapiteln zu den Sparten im Zwischenlagebericht beschrieben.

Die Spalte „Konzernkosten und Sonstiges“ beinhaltet Vermögenswerte und Schulden sowie Aufwendungen und Erträge, die den berichtspflichtigen Segmenten nicht direkt zuordenbar sind und dient der Überleitung auf den Konzern. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um die zentralen Konzernfunktionen. Aus dem Finanzergebnis sowie aus den Ertragsteuern resultierende Cash Flows werden ebenfalls unter „Konzernkosten und Sonstiges“ ausgewiesen.

Maßstab für den Erfolg eines Segments ist neben den Umsatzerlösen vor allem das EBITDA vor Sondereinflüssen (Segmentergebnis).

Die Verrechnungspreise für konzerninterne Umsätze legen wir marktorientiert fest. Zwischen den Segmenten bestanden keine wesentlichen Innenbeziehungen.

Die Überleitung des EBITDA vor Sondereinflüssen aller operativer Geschäfte auf das Ergebnis vor Ertragsteuern der Merck-Gruppe ergab sich wie folgt:

XLS

 

 

 

 

 

in Mio. €

Q2 – 2013

Q2 – 2012

Jan.–Juni
2013

Jan.–Juni
2012

1

 Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Summe EBITDA vor Sondereinflüssen der operativen Geschäfte1

875,1

814,0

1.721,5

1.555,7

Konzernkosten und Sonstiges1

–48,7

–67,4

–94,0

–134,8

EBITDA vor Sondereinflüssen Merck-Gruppe

826,4

746,6

1.627,5

1.420,9

Abschreibungen / Wertminderungen / Sonstiges

–327,7

–351,8

–682,1

–694,6

Sondereinflüsse

–33,3

–371,6

–80,5

–392,6

Operatives Ergebnis (EBIT)

465,4

23,2

864,8

333,8

Finanzergebnis

–48,5

–69,7

–107,2

–135,8

Ergebnis vor Ertragsteuern

416,9

–46,5

757,6

198,0

Die Sondereinflüsse setzten sich folgendermaßen zusammen und wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den „Sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen“ ausgewiesen:

XLS

 

 

 

 

 

in Mio. €

Q2 – 2013

Q2 – 2012

Jan.–Juni
2013

Jan.–Juni
2012

Integrationskosten / IT-Kosten

–11,7

–7,0

–17,4

–16,6

Restrukturierungsaufwendungen

–4,9

–355,3

–46,7

–365,8

Gewinne / Verluste aus abgegangenen Geschäften

–16,7

–9,3

–18,4

–10,2

Akquisitionskosten

Sonstige Sondereinflüsse

2,0

Sondereinflüsse ohne Wertminderungen

–33,3

–371,6

–80,5

–392,6

Wertminderungen

–4,6

–22,5

–31,2

–31,1

Sondereinflüsse (Gesamt)

–37,9

–394,1

–111,7

–423,7

Die Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 46,7 Mio € des ersten Halbjahres 2013 (Vorjahreszeitraum: 365,8 Mio €) sind im Zusammenhang mit dem Effizienzsteigerungsprogramm „Fit für 2018“ entstanden. Von den Wertminderungen in Höhe von insgesamt 31,2 Mio € (Vorjahreszeitraum: 31,1 Mio €) entfielen 30,5 Mio € (Vorjahreszeitraum: 20,9 Mio €) ebenfalls auf das Effizienzsteigerungsprogramm, so dass sich zusammen mit den Restrukturierungsaufwendungen insgesamt Aufwendungen in Höhe von 77,1 Mio € (Vorjahreszeitraum: 386,7 Mio €) für „Fit für 2018“ ergaben. Bei den ausgewiesenen Verlusten aus abgegangenen Geschäften in Höhe von –18,4 Mio € (Vorjahreszeitraum: –10,2 Mio €) handelt es sich im Wesentlichen um nachgelagerte Aufwendungen im Zusammenhang mit dem im Jahr 2007 veräußerten Generika-Geschäft.

Für das Betriebsvermögen im Segmentbericht galt folgende Überleitung:

XLS

 

 

 

in Mio. €

30. Juni
2013

31. Dezember 2012

Vermögenswerte

21.790,2

21.643,3

Monetäre Aktiva (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, kurzfristige finanzielle Vermögenswerte, Ausleihungen, Wertpapiere)

–3.419,1

–2.633,7

Nicht operative Forderungen, Ertragsteuererstattungsansprüche, latente Steuern und Vermögenswerte aus leistungsorientierten Versorgungsplänen

–1.098,5

–1.173,3

Betriebsvermögen (brutto)

17.272,6

17.836,3

 

 

 

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

–1.311,5

–1.288,3

Sonstige operative Verbindlichkeiten

–638,7

–701,9

Segmentverbindlichkeiten

–1.950,2

–1.990,2

 

 

 

Betriebsvermögen (netto)

15.322,4

15.846,1

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Der Free Cash Flow ist eine von Merck verwendete Kennzahl, die als interne Steuerungsgröße für den Liquiditätsbeitrag der Sparten dient. Zum Free Cash Flow zählen alle Mittelflüsse aus operativer Tätigkeit sowie die mit dem operativen Geschäft in Verbindung stehenden Mittelflüsse der investiven Tätigkeit. Nicht zum Free Cash Flow zählen die nach IFRS ebenfalls als Mittelfluss aus investiver Tätigkeit auszuweisenden reinen Finanzinvestitionen und ähnliche Geldanlagen über drei Monate.

Der Free Cash Flow ergab sich wie folgt:

XLS

 

 

 

in Mio. €

Jan.–Juni
2013

Jan.–Juni
2012

Mittelfluss aus betrieblicher Tätigkeit

958,2

1.165,7

Investitionen in immaterielle Vermögenswerte

–50,2

–49,5

Investitionen in Sachanlagen

–157,2

–116,9

Akquisitionen

–15,1

–4,1

Investitionen in langfristige finanzielle Vermögenswerte

–7,9

–10,8

Erlöse aus Anlagenabgängen

260,4

50,1

Kauf / Verkauf von Wertpapieren

10,9

Free Cash Flow

988,2

1.045,4

Aus dem Verkauf der Gebäude in Genf ergab sich ein Mittelzufluss in Höhe von 250,3 Mio €, der in der Position „Erlöse aus Anlageabgängen“ ausgewiesen wurde.

Neben dem Free Cash Flow stellt der Business Free Cash Flow eine wichtige Kennzahl zur Vereinbarung interner Zielvorgaben für die Liquiditätssteuerung dar. Er umfasst die wesentlichen zahlungswirksamen Posten, die von den einzelnen Geschäftseinheiten beeinflusst werden können.

Der Business Free Cash Flow setzte sich folgendermaßen zusammen:

XLS

 

 

 

in Mio. €

Q1 – 2013

Q1 – 2012

EBITDA vor Sondereinflüssen

1.627,5

1.420,9

Abzüglich Investitionen in Sachanlagen, Software sowie geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte

–169,8

–127,5

Veränderungen der Vorräte gemäß Bilanzausweis

0,9

23,5

Veränderungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gemäß Bilanzausweis

–81,9

43,5

Business Free Cash Flow

1.376,7

1.360,4

Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich aus dem den Anteilseignern der Merck KGaA zustehenden Ergebnis nach Steuern dividiert durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der theoretisch ausstehenden Aktien. Die theoretische Aktienzahl berücksichtigt, dass das Komplementärkapital nicht in Aktien verbrieft ist. Entsprechend der Unterteilung des Grundkapitals in Höhe von 168,0 Mio € in 64.621.126 Aktien errechnete sich eine theoretische Aktienzahl von 152.767.813 Stück für das Komplementärkapital in Höhe von 397,2 Mio €. Insgesamt ergaben sich somit 565,2 Mio € beziehungsweise 217.388.939 Stück theoretisch ausstehende Aktien. Die gewichtete durchschnittliche Aktienzahl im ersten Halbjahr 2013 belief sich ebenfalls auf 217.388.939 Stück.

Zum Stichtag 30. Juni 2013 existierten keine potenziell verwässernd wirkenden Aktien. Das verwässerte Ergebnis je Aktie entsprach dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.

Angaben zur Bewertung zum beizulegenden Zeitwert sowie zu Nettingvereinbarungen

Zum Abschlussstichtag wurden bei Merck als „Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ (available for sale financial assets) klassifizierte Vermögenswerte und derivative Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung und Reduzierung von Risiken aus Zins- und Währungspositionen eingesetzt.

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende derivative Finanzinstrumente:

XLS

 

 

 

 

 

 

Nominalvolumen

Marktwert

in Mio. €

30.6.2013

31.12.2012

30.6.2013

31.12.2012

Bilanzielle Absicherung von Zahlungsströmen

5.811,9

5.798,9

–46,0

–106,1

Zinsabsicherung

650,0

650,0

–40,0

–58,1

Währungsabsicherung

5.161,9

5.148,9

–6,0

–48,0

Bilanzielle Absicherung des beizulegenden Zeitwerts

Zinsabsicherung

Währungsabsicherung

Ohne bilanziellen Sicherungszusammenhang

1.337,6

1.610,1

–0,7

5,4

Zinsabsicherung

Währungsabsicherung

1.337,6

1.610,1

–0,7

5,4

 

7.149,6

7.409,0

–46,7

–100,7

Bei den angegebenen Marktwerten der Derivate wurden keine Stückzinsen berücksichtigt (Clean Price). Für die Sicherungsgeschäfte (Nominalvolumen) bestanden zum Bilanzstichtag folgende Restlaufzeiten:

XLS

 

 

 

 

 

 

 

in Mio. €

Restlaufzeit
bis 1 Jahr

Restlaufzeit
über 1 Jahr

Gesamt
30.6.2013

Restlaufzeit
bis 1 Jahr

Restlaufzeit
über 1 Jahr

Gesamt
31.12.2012

Devisentermingeschäfte

4.310,3

1.510,8

5.821,1

3.965,8

2.089,3

6.055,1

Devisenoptionen

347,7

330,7

678,4

292,9

411,0

703,9

Zinsswaps

650,0

650,0

650,0

650,0

Zinstermingeschäfte

 

4.658,0

2.491,6

7.149,6

4.258,7

3.150,3

7.409,0

Die zur Reduktion des Währungskursrisikos eingegangenen Devisentermingeschäfte und Devisenoptionen dienten im Wesentlichen der Absicherung von konzerninternen Finanzierungen in Fremdwährung sowie der Absicherung künftiger Zahlungsströme.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Bilanzpositionen auf die nach IFRS 7 zu bildenden Klassen von Finanzinstrumenten und gibt Informationen zur Bewertung zum beizulegenden Zeitwert:

XLS

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Folgebewertung nach IAS 39

 

 

in Mio. €

Buchwert
30.6.2013

Fortgeführte
Anschaffungs- kosten

Anschaffungs- kosten

Beizulegender
Zeitwert

Wertansatz
nach IAS 17

Nicht
finanzielle
Posten

Beizulegender
Zeitwert
30.6.2013

Bei den hier angegebenen Marktwerten der Derivate sind keine Stückzinsen berücksichtigt (Clean Price).

Vermögenswerte

 

 

 

 

 

 

 

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

864,4

864,4

864,4

Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

2.461,9

432,5

2.029,4

 

Zu Handelszwecken gehalten (nicht derivativ)

Derivate nicht in einer Sicherungsbeziehung

5,0

5,0

5,0

Bis zur Endfälligkeit zu halten

199,5

199,5

199,5

Kredite und Forderungen

233,0

233,0

233,0

Zur Veräußerung verfügbar

1.996,8

1.996,8

1.996,8

Derivate in einer Sicherungsbeziehung

27,6

27,6

27,6

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

2.196,5

2.196,5

 

Kredite und Forderungen

2.196,5

2.196,5

2.196,5

Übrige kurz- und langfristige Vermögenswerte

415,7

94,1

70,6

251,0

 

Derivate nicht in einer Sicherungsbeziehung

0,5

0,5

0,5

Kredite und Forderungen

94,1

94,1

94,1

Derivate in einer Sicherungsbeziehung

70,1

70,1

70,1

Nicht finanzielle Posten

251,0

251,0

 

Langfristige finanzielle Vermögenswerte

70,8

17,5

46,7

6,6

 

Derivate nicht in einer Sicherungsbeziehung

Bis zur Endfälligkeit zu halten

Kredite und Forderungen

17,5

17,5

17,5

Zur Veräußerung verfügbar

53,3

46,7

6,6

53,3

Derivate in einer Sicherungsbeziehung

 

 

 

 

 

 

 

 

Schulden

 

 

 

 

 

 

 

Kurz- und langfristige Finanzschulden

–4.642,4

–4.496,1

–137,6

–8,7

 

Derivate nicht in einer Sicherungsbeziehung

–5,2

–5,2

–5,2

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

–4.496,1

–4.496,1

–4.826,6

Derivate in einer Sicherungsbeziehung

–132,4

–132,4

–132,4

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing

–8,7

–8,7

–8,7

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

–1.311,5

–1.311,5

 

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

–1.311,5

–1.311,5

–1.311,5

Übrige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten

–963,4

–466,2

–12,3

–484,9

 

Derivate nicht in einer Sicherungsbeziehung

–1,0

–1,0

–1,0

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

–466,2

–466,2

–466,2

Derivate in einer Sicherungsbeziehung

–11,3

–11,3

–11,3

Nicht finanzielle Posten

–484,9

–484,9

 

XLS

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Folgebewertung nach IAS 39

 

 

in Mio. €

Buchwert
31.12.2012

Fortgeführte
Anschaffungs- kosten

Anschaffungs- kosten

Beizulegender
Zeitwert

Wertansatz
nach IAS 17

Nicht
finanzielle
Posten

Beizulegender
Zeitwert
31.12.2012

Bei den hier angegebenen Marktwerten der Derivate sind keine Stückzinsen berücksichtigt (Clean Price).

Vermögenswerte

 

 

 

 

 

 

 

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

729,7

729,7

729,7

Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

1.797,9

549,7

1.248,2

 

Zu Handelszwecken gehalten (nicht derivativ)

Derivate nicht in einer Sicherungsbeziehung

7,8

7,8

7,8

Bis zur Endfälligkeit zu halten

349,7

349,7

349,7

Kredite und Forderungen

200,0

200,0

200,3

Zur Veräußerung verfügbar

1.230,1

1.230,1

1.230,1

Derivate in einer Sicherungsbeziehung

10,3

10,3

10,3

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

2.114,6

2.114,6

 

Kredite und Forderungen

2.114,6

2.114,6

2.114,6

Übrige kurz- und langfristige Vermögenswerte

346,9

88,8

55,3

202,8

 

Derivate nicht in einer Sicherungsbeziehung

2,7

2,7

2,7

Kredite und Forderungen

88,8

88,8

88,8

Derivate in einer Sicherungsbeziehung

52,6

52,6

52,6

Nicht finanzielle Posten

202,8

202,8

 

Langfristige finanzielle Vermögenswerte

97,1

48,0

41,8

7,3

 

Derivate nicht in einer Sicherungsbeziehung

Bis zur Endfälligkeit zu halten

30,0

30,0

30,0

Kredite und Forderungen

18,0

18,0

18,0

Zur Veräußerung verfügbar

48,7

41,8

6,9

48,7

Derivate in einer Sicherungsbeziehung

0,4

0,4

0,4

 

 

 

 

 

 

 

 

Schulden

 

 

 

 

 

 

 

Kurz- und langfristige Finanzschulden

4.453,5

4.284,2

159,5

9,8

 

Derivate nicht in einer Sicherungsbeziehung

4,7

4,7

4,7

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

4.284,2

4.284,2

4.715,7

Derivate in einer Sicherungsbeziehung

154,8

154,8

154,8

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing

9,8

9,8

9,8

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

1.288,3

1.288,3

 

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

1.288,3

1.288,3

1.288,3

Übrige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten

1.105,6

522,9

15,0

567,7

 

Derivate nicht in einer Sicherungsbeziehung

0,4

0,4

0,4

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

522,9

522,9

522,9

Derivate in einer Sicherungsbeziehung

14,6

14,6

14,6

Nicht finanzielle Posten

567,7

567,7

 

Der beizulegende Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten basiert auf offiziellen Kursen und quotierten Marktwerten zum Bilanzstichtag (Vermögenswerte des Levels 1) sowie finanzmathematischen Berechnungsmodellen mit zum Bilanzstichtag am Markt beobachtbaren Inputfaktoren. Vermögenswerte des Levels 1 sind Aktien und Anleihen und gehören der Kategorie „Zur Veräußerung verfügbar“ an. Vermögenswerte des Levels 2 sind im Wesentlichen zinstragende Wertpapiere der Kategorie „Zur Veräußerung verfügbar“ sowie Derivate innerhalb und außerhalb von Sicherungsbeziehungen. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes zinstragender Wertpapiere erfolgt durch die Diskontierung zukünftiger Zahlungsströme mit am Markt beobachtbaren Zinssätzen. Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften und Fremdwährungsoptionen erfolgt mit Hilfe am Markt beobachtbarer Kassa- und Terminkurse sowie Wechselkursvolatilitäten unter Verwendung anerkannter finanzmathematischer Verfahren. Die Bewertung von Zinsswaps basiert auf marktüblichen Bewertungsmodellen und am Markt verfügbaren Zinskurven.

Die beizulegenden Zeitwerte der bei Merck bilanzierten Finanzinstrumente ermittelten sich folgendermaßen:

XLS

 

 

 

in Mio. € Stand 30.6.2013

Vermögenswerte

Schulden

Bewertung durch offizielle Kurse und quotierte Marktwerte (Level 1)

1.326,4

davon als zur Veräußerung verfügbar kategorisiert

1.326,4

Bewertung mit Hilfe am Markt beobachtbarer Inputfaktoren (Level 2)

780,2

149,9

davon als zur Veräußerung verfügbar kategorisiert

677,0

davon Derivate in einer Sicherungsbeziehung

97,7

143,6

davon Derivate nicht in einer Sicherungsbeziehung

5,5

6,3

Bewertung mit Hilfe nicht am Markt beobachtbarer Inputfaktoren (Level 3)

XLS

 

 

 

in Mio. € Stand 31.12.2012

Vermögenswerte

Schulden

Bewertung durch offizielle Kurse und quotierte Marktwerte (Level 1)

818,3

davon als zur Veräußerung verfügbar kategorisiert

818,3

Bewertung mit Hilfe am Markt beobachtbarer Inputfaktoren (Level 2)

492,5

–174,5

davon als zur Veräußerung verfügbar kategorisiert

418,7

davon Derivate in einer Sicherungsbeziehung

63,3

–169,4

davon Derivate nicht in einer Sicherungsbeziehung

10,5

–5,1

Bewertung mit Hilfe nicht am Markt beobachtbarer Inputfaktoren (Level 3)

Wirtschaftlich ist bei Merck eine Saldierung ausschließlich bei Derivaten möglich. Diese Möglichkeit resultiert aus den Rahmenverträgen zum Derivatehandel, die Merck mit Geschäftsbanken abschließt. Eine bilanzielle Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten findet bei Merck jedoch keine Anwendung.

Die nachfolgende Tabelle stellt das potentielle Saldierungsvolumen bei den ausgewiesenen derivativen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten dar:

XLS

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Potenzielles Saldierungsvolumen

 

in Mio. € Stand 30.6.2013

Bruttoausweis

Saldierung

Nettoausweis

aufgrund von
Globalnetting-
vereinbarungen

im Zusam-
menhang mit
finanziellen
Sicherheiten

Potentieller
Nettobetrag

Derivative finanzielle Vermögenswerte

103,2

103,2

61,4

41,8

Derivative finanzielle Verbindlichkeiten

–149,8

–149,8

–61,4

–88,4

XLS

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Potenzielles Saldierungsvolumen

 

in Mio. € Stand 31.12.2012

Bruttoausweis

Saldierung

Nettoausweis

aufgrund von
Globalnetting-
vereinbarungen

im Zusam-
menhang mit
finanziellen
Sicherheiten

Potentieller
Nettobetrag

Derivative finanzielle Vermögenswerte

73,8

73,8

61,3

12,5

Derivative finanzielle Verbindlichkeiten

–174,5

–174,5

–61,3

–113,2

Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen

Zum 30. Juni 2013 bestanden Verbindlichkeiten der Merck Financial Services GmbH, der Merck KGaA, und der Merck & Cie, Schweiz, gegenüber der E. Merck KG in Höhe von 698,5 Mio € sowie der Merck Financial Services GmbH gegenüber der Merck Capital Asset Management, Malta, in Höhe von 0,3 Mio €. Ferner bestanden per 30. Juni 2013 Forderungen der Merck KGaA gegenüber der E. Merck Beteiligungen KG in Höhe von 5,6 Mio €. Die Salden resultierten im Wesentlichen aus den Ergebnisabführungen der Merck & Cie an die E. Merck KG sowie den gegenseitigen Ergebnisabführungen zwischen Merck KGaA und E. Merck KG. Sie enthielten Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 446,2 Mio €, die zu marktüblichen Konditionen verzinst wurden.

Von Januar bis Juni 2013 erbrachte die Merck KGaA Dienstleistungen für die E. Merck KG im Wert von 0,5 Mio € und für die Emanuel-Merck-Vermögens-KG im Wert von 0,2 Mio €. Im gleichen Zeitraum erbrachte die E. Merck KG Dienstleistungen für die Merck KGaA im Wert von 0,5 Mio €.

Die Merck KGaA veräußerte in der Berichtsperiode ein bebautes Grundstück an die Emanuel-Merck-Vermögens-KG. Der Kaufpreis in Höhe von 4,3 Mio € entsprach dem Marktwert, den ein sachverständiger unabhängiger Dritter in einem Wertgutachten ermittelte.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Merck-Gruppe zu erwarten ist.

© Merck KGaA, Darmstadt, Germany, Last Update 06.08.2013