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Merck Serono

Die Sparte Merck Serono erzielte im dritten Quartal 2013 ein organisches Wachstum der Gesamterlöse von 3,4%. Unter Berücksichtigung negativer Wechselkurseffekte in Höhe von –6,7% sanken die Gesamterlöse verglichen zum Vorjahresquartal um –3,4% auf 1.568 Mio € (Q3 2012: 1.623 Mio €). Die berichteten Umsatzerlöse der Sparte gingen – trotz eines soliden organischen Wachstums von 5,2% – bedingt durch starke negative Wechselkurseffekte in Höhe von –7,0% insgesamt leicht um –1,8% auf 1.483 Mio € zurück (Q3 2012: 1.511 Mio €).

Zum organischen Wachstum trugen neben den Medikamenten in den Therapiegebieten General Medicine sowie Fruchtbarkeit und Endokrinologie auch Erbitux® als Therapie gegen Krebserkrankungen bei. Regional betrachtet waren die Region Emerging Markets und Japan die Haupttreiber des organischen Umsatzwachstums. Die negativen Währungseinflüsse auf die Umsatzerlöse waren vor allem auf lateinamerikanische Währungen, den US-Dollar sowie den Japanischen Yen zurückzuführen. Die Lizenz- und Provisionserlöse gingen um –24,3% auf 85 Mio € (Q3 2012: 112 Mio €) zurück. Dies ist vor allem auf die Beendigung eines Lizenzvertrages aufgrund des Auslaufens eines Patents für das Fremdprodukt Avonex® im Mai 2013 zurückzuführen.

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Merck Serono | Kennzahlen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio. €

Q3 – 2013

Q3 – 2012

Veränderung

Jan.–Sept.
2013

Jan.–Sept.
2012

Veränderung

Gesamterlöse

1.568,1

1.623,0

–3,4%

4.739,5

4.767,0

–0,6%

Umsatzerlöse

1.483,0

1.510,6

–1,8%

4.468,2

4.474,3

–0,1%

Operatives Ergebnis (EBIT)

274,5

152,3

80,2%

752,2

327,8

129,5%

Marge (in % der Umsatzerlöse)

18,5%

10,1%

 

16,8%

7,3%

 

EBITDA

479,8

382,6

25,4%

1.407,0

1.034,1

36,1%

Marge (in % der Umsatzerlöse)

32,4%

25,3%

 

31,5%

23,1%

 

EBITDA vor Sondereinflüssen

501,4

465,7

7,7%

1.455,1

1.318,4

10,4%

Marge (in % der Umsatzerlöse)

33,8%

30,8%

 

32,6%

29,5%

 

Die Herstellungskosten der Sparte verringerten sich im dritten Quartal 2013 um –7,2% auf 267 Mio € (Q3 2012: 288 Mio €) und fielen damit prozentual stärker als die Umsatzerlöse. Dies war auf einen verbesserten Produktmix und eine strikte Kostenkontrolle zurückzuführen. Das Bruttoergebnis reduzierte sich um –2,6% auf 1.301 Mio € (Q3 2012: 1.335 Mio €), was sich im Wesentlichen aufgrund der rückläufigen Lizenz- und Provisionserlöse ergab. Entsprechend sank die Bruttomarge (in Prozent der Umsatzerlöse) leicht auf 87,7% (Q3 2012: 88,4%).

Dank der konsequenten Umsetzung von Kostensenkungsmaßnahmen erreichte die Sparte eine starke Senkung der Marketing- und Vertriebskosten sowie der Verwaltungskosten. Die Marketing- und Vertriebskosten fielen um –11,3% auf 301 Mio € (Q3 2012: 339 Mio €) und die Verwaltungskosten um –14,1% auf 51 Mio € (Q3 2012: 59 Mio €). Die Lizenz- und Provisionsaufwendungen gingen um –11,0% auf 139 Mio € (Q3 2012: 157 Mio €) zurück. Dies ist hauptsächlich auf die gefallenen Umsatzerlöse von Rebif® in den Vereinigten Staaten und die daraus resultierenden niedrigeren Provisionszahlungen an den Vertriebspartner Pfizer zurückzuführen.

Der starke Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 176 Mio € im Vorjahresquartal auf 94 Mio € im Berichtsquartal hängt im Wesentlichen mit den darin enthaltenen Sondereinflüssen zusammen. Während im Vorjahreszeitraum Sondereinflüsse (einschließlich Wertminderungen) in Höhe von 94 Mio € ausgewiesen wurden, die überwiegend im Rahmen von „Fit für 2018“ anfielen, beliefen sich im dritten Quartal 2013 die Sondereinflüsse (einschließlich Wertminderungen) lediglich auf 36 Mio €.

Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der Sparte Merck Serono verzeichneten einen Anstieg um 3,5% auf 297 Mio € (Q3 2012: 287 Mio €). Dies führte zu einer Steigerung der Forschungsquote (in Prozent der Umsatzerlöse) von 19,0% im Vorjahresquartal auf 20,1% im Berichtsquartal.

Aufgrund des Auslaufens der Nutzungsdauern zweier im Rahmen der Kaufpreisallokation von Serono angesetzter immaterieller Vermögenswerte reduzierten sich die Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte deutlich um –12,8% auf 144 Mio € (Q3 2012: 165 Mio €). Dies wird sich auch in künftigen Quartalen entsprechend auswirken.

Die beschriebenen Sachverhalte führten zu einer starken Erhöhung des operativen Ergebnisses (EBIT) der Sparte um 80,2% auf 274 Mio € (Q3 2012: 152 Mio €) sowie des EBITDA um 25,4% auf 480 Mio € (Q3 2012: 383 Mio €). Bereinigt um Einmaleffekte verzeichnete das EBITDA vor Sondereinflüssen einen Anstieg um 7,7% auf 501 Mio €, bzw. auf 33,8% des Umsatzes (Q3 2012: 466 Mio €; 30,8% des Umsatzes). Diese starke Verbesserung der Marge um drei Prozentpunkte, die trotz signifikanter Wechselkursbelastungen und des Wegfalls der Avonex®-Lizenzerlöse (rund 30 Mio €) erzielt wurde, verdeutlicht das gute operative Management und die verbesserte Kostenstruktur der Sparte. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass die Lizenz- und Provisionserlöse ab dem vierten Quartal 2013 aufgrund des Auslaufens des Patents für Enbrel® weiter sinken werden.

Merck Serono | Umsatzerlöse nach Regionen – Q3 2013

Merck Serono | Umsatzerlöse nach Regionen – Q3 2013 (Tortendiagramm)

Umsatzentwicklung nach Regionen

Zum organischen Umsatzwachstum der Sparte Merck Serono trugen die Regionen Emerging Markets und Übrige Welt jeweils mit zweistelligen Wachstumsraten bei.

Die umsatzstärkste Region Europa verzeichnete einen leichten organischen Umsatzrückgang von –1,2%, womit sich erwartungsgemäß der Trend des Vorquartals fortsetzt. Den wichtigsten Einfluss auf die organische Umsatzentwicklung im dritten Quartal 2013 hatten Deutschland und Großbritannien, wobei das in Deutschland erzielte organische Wachstum die niedrigeren Umsatzerlöse in Großbritannien nicht ausgleichen konnte. Insgesamt wirkten sich auch weiterhin die angespannten Haushaltssituationen einiger europäischer Volkswirtschaften sowie die daraus resultierenden Sparmaßnahmen im Gesundheitssystem auf die Sparte aus. Mit 40% erbrachte Europa immer noch den weitaus größten Anteil an den Umsätzen der Sparte (Q3 2012: 40%).

In der nach Umsätzen zweitgrößten Region Emerging Markets waren ein starkes organisches Wachstum von 19,2% und gegenläufige Währungseffekte von –13,9% zu verzeichnen, sodass der Umsatz von 439 Mio € auf 462 Mio € anstieg. Zu dieser Umsatzentwicklung konnten fast alle Therapiegebiete der Sparte beitragen. Haupttreiber in dieser Region waren die Medikamente gegen Herz- und Kreislauferkrankungen, Diabetes und Schilddrüsenerkrankungen. Die Steigerung des Anteils der Region Emerging Markets zu den Spartenumsätzen um zwei Prozentpunkte auf 31% spiegelt die steigende Bedeutung dieser Region für Merck Serono wider.

Die Umsatzerlöse in der Region Nordamerika beliefen sich im dritten Quartal 2013 auf 328 Mio € und sind damit im Vergleich zum starken Vorjahresquartal (Q3 2012: 357 Mio €) um –8,1% gesunken. Auf die organische Umsatzentwicklung sind –2,9% und auf negative Währungseffekte –5,2% zurückzuführen. Der Umsatzrückgang steht überwiegend im Zusammenhang mit der Absatzentwicklung des wichtigsten Medikaments der Sparte, Rebif®. Preiserhöhungen konnten den Rückgang von Marktanteilen aufgrund des zunehmenden Wettbewerbsdrucks nicht vollständig ausgleichen. Der Beitrag von Nordamerika zu den Umsatzerlösen der Sparte belief sich auf 22% (Q3 2012: 24%).

In der Region Übrige Welt wurde ein organisches Wachstum in Höhe von 11,4% vor allem aufgrund einer guten Umsatzentwicklung von Erbitux® und guter Nachfrage nach Medikamenten in dem Therapiegebiet Fruchtbarkeit erzielt. Unter Berücksichtigung negativer Wechselkurseffekte von –18,4%, die überwiegend auf den Japanischen Yen zurückzuführen waren, ergaben sich Umsatzerlöse in Höhe von 101 Mio € (Q3 2012: 108 Mio €). Damit beträgt der Beitrag der Region Übrige Welt zu den Spartenumsätzen unverändert 7%.

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Merck Serono | Komponenten des Wachstums nach Regionen – Q3 2013

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio. € / Veränd. in %

Umsatzerlöse

Organisches Wachstum

Währungs-
effekte

Akquisitionen/
Veräußerungen

Umsatz-
wachstum

Europa

591,9

–1,2%

–1,1%

–2,3%

Nordamerika

328,2

–2,9%

–5,2%

–8,1%

Emerging Markets

462,4

19,2%

–13,9%

5,3%

Übrige Welt

100,5

11,4%

–18,4%

–7,0%

Merck Serono

1.483,0

5,2%

–7,0%

–1,8%

Umsatzentwicklung nach Hauptprodukten und Therapiegebieten

Die weltweiten Umsatzerlöse von Mercks umsatzstärkstem Einzelprodukt Rebif®, das für die Behandlung rezidivierender Formen der Multiplen Sklerose eingesetzt wird, verzeichneten im dritten Quartal 2013 einen organischen Rückgang von –3,4%. Dies ist insbesondere auf ein härteres Wettbewerbsumfeld in Nordamerika zurückzuführen und konnte durch Preiserhöhungen nicht vollständig kompensiert werden. Unter Berücksichtigung negativer Währungseffekte reduzierte sich der Umsatz um –7,9% auf 460 Mio € (Q3 2012: 499 Mio €). In der Region Nordamerika, mit einem Anteil an den Gesamtumsätzen von 53% der wichtigste Absatzmarkt für Rebif®, gingen die Umsatzerlöse organisch um –3,3% zurück und betrugen 244 Mio € (Q3 2012: 267 Mio €). Gegenüber einer vergleichsweise hohen Vorjahresbasis reduzierten sich in Europa die Umsatzerlöse von Rebif® organisch um –3,7% und beliefen sich auf 181 Mio € (Q3 2012: 190 Mio €). Unter Berücksichtigung negativer Währungskurseffekte ergab sich damit insgesamt ein Umsatzrückgang von –5,0%, sodass in Europa 39% der Gesamtumsätze erzielt wurden. In den beiden verbleibenden Regionen ergab sich ein uneinheitliches Bild: Während die Emerging Markets einen organischen Umsatzanstieg um 5,6% verzeichneten, ergab sich in der Region Übrige Welt ein organischer Umsatzrückgang von –28,7%. Unter Einbeziehung der negativen Währungseffekte musste in den Emerging Markets ein Rückgang der Umsatzerlöse um –10,7% auf 29 Mio € (Q3 2012: 33 Mio €) und in der Region Übrige Welt eine Umsatzreduzierung um –37,6% auf 6 Mio € (Q3 2012: 9 Mio €) verkraftet werden. Insgesamt blieb der kombinierte Beitrag dieser beiden Regionen zu den Rebif®-Umsätzen mit etwa 8% allerdings nach wie vor vergleichsweise gering.

Die Umsatzerlöse von Erbitux® verzeichneten im dritten Quartal 2013 ein erfreuliches organisches Wachstum von 8,2%. Zusammen mit negativen Währungseffekten von –8,9%, die hauptsächlich auf den Japanischen Yen und lateinamerikanische Währungen zurückzuführen waren, ergab sich insgesamt ein leichter Rückgang der Umsätze von –0,8% auf 223 Mio € (Q3 2012: 224 Mio €). In den drei Regionen, in denen Merck Serono die Vermarktungsrechte besitzt, ergab sich ein uneinheitliches Bild bezüglich der Umsatzentwicklung. Mit einem Anteil von 53% an den Umsatzerlösen und einem organischen Rückgang von –2,8% wurden in Europa Umsätze von 119 Mio € (Q3 2012: 123 Mio €) erzielt. In den Emerging Markets erhöhten sich die Umsatzerlöse im dritten Quartal auf 63 Mio € (Q3 2012: 61 Mio €) getrieben von einem starken organischen Wachstum von 18,4% und gegenläufigen negativen Währungseffekten von –14,7%. Der Anteil dieser Region am Gesamtumsatz von Erbitux® erhöhte sich damit im Berichtsquartal auf 28% (Q3 2012: 27%). Das stärkste organische Wachstum von 26,0% verzeichnete die Region Übrige Welt, in der im dritten Quartal 2013 für Erbitux® Umsatzerlöse von 41 Mio € (Q3 2012: 40 Mio €) realisiert wurden. Erfreulich verlief dabei das Geschäft in Japan mit einem organischen Wachstum im zweistelligen Bereich, das allerdings durch Währungseffekte aufgrund des schwachen Japanischen Yen aufgezehrt wurde. Ausschlaggebend für das höhere organische Wachstum in Japan waren insbesondere die Erweiterung der Zulassung für Erbitux® für die Behandlung von Kopf- und Halskrebs sowie höhere Marktanteile bei den bestehenden Indikationen von Erbitux®.

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Merck Serono | Umsatzerlöse und organische Wachstumsraten von Rebif® und Erbitux® nach Regionen – Q3 2013

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gesamt

Europa

Nordamerika

Emerging Markets

Übrige Welt

Veränderung
Gesamt

Rebif®

in Mio €

459,9

180,9

244,2

29,1

5,8

–7,9%

 

organisches Wachstum in %

–3,4%

–3,7%

–3,3%

5,6%

–28,7%

 

 

in % der Umsatzerlöse

100%

39%

53%

6%

1%

 

Erbitux®

in Mio €

222,6

119,0

63,0

40,6

–0,8%

 

organisches Wachstum in %

8,2%

–2,8%

18,4%

26,0%

 

 

in % der Umsatzerlöse

100%

53%

28%

18%

 

Merck Serono | Umsatzerlöse und organische Wachstumsraten der Hauptprodukte – Q3 2013

Merck Serono | Umsatzerlöse und organische Wachstumsraten der Hauptprodukte – Q3 2013 (Balkendiagramm)

Mit Gonal-f®, dem führenden rekombinanten Hormon zur Behandlung von Unfruchtbarkeit, erzielte Merck Serono im dritten Quartal 2013 Umsatzerlöse in Höhe von 137 Mio € (Q3 2012: 145 Mio €). Darin enthalten war ein organisches Wachstum von 0,8% und negative Währungseffekte von –5,9%. Ein starkes organisches Wachstum in den Regionen Emerging Markets und Übrige Welt konnte das schwächere Geschäft in Europa, wo unverändert eine bestehende Abhängigkeit zwischen volkswirtschaftlicher Entwicklung und Nachfrage nach fruchtbarkeitsfördernden Produkten erkennbar war, leicht übersteigen. Die anderen Medikamente zur Behandlung von Unfruchtbarkeit verzeichneten ein starkes organisches Wachstum, sodass das Therapiegebiet insgesamt eine organische Umsatzsteigerung von 5,8% erzielte.

Die Umsatzerlöse in dem Therapiegebiet Endokrinologie, in dem Merck Serono hauptsächlich Medikamente zur Behandlung von Stoffwechselerkrankungen und Wachstumsstörungen vertreibt, lagen im dritten Quartal 2013 mit 103 Mio € (Q3 2012: 102 Mio €) auf Vorjahresniveau. Die Umsatzerlöse mit dem Wachstumshormon Saizen® wiesen ein leichtes organisches Wachstum von 0,9% auf, das jedoch von negativen Währungseffekten überkompensiert wurde, sodass sich insgesamt ein Umsatzrückgang um –5,5% auf 61 Mio € ergab. Zweistellige organische Wachstumsraten erzielte die Sparte mit dem zur Behandlung von Gewichtsverlust von AIDS-Patienten eingesetzten Serostim® und dem zur Behandlung der Stoffwechselstörung Hyperphenylalaninämie verwendeten Kuvan®.

In dem Bereich General Medicine, in dem Merck Serono unter anderem Medikamente gegen Herz- und Kreislauferkrankungen und Diabetes vertreibt, wurde ein starkes organisches Umsatzwachstum in Höhe von 12,2% erzielt. Unter Berücksichtigung von negativen Währungskursveränderungen ergab sich hier ein Umsatz in Höhe von 506 Mio € (Q3 2012: 492 Mio €). Insgesamt war in diesem Therapiegebiet eine weiterhin gute Entwicklung der Absatzmengen zu verzeichnen. Dies schlug sich auch innerhalb der drei umsatzstärksten Produktgruppen Glucophage®, das zur Behandlung von Diabetes verwendet wird, dem Betablocker Concor® und Mercks Präparaten zur Behandlung von Schilddrüsenkrankheiten (Thyroid-Familie) nieder, die alle hohe organische Wachstumsraten erzielten. Allerdings waren auch hier negative Währungseffekte zu verzeichnen. Die Umsatzerlöse von Glucophage® mit einem organischen Wachstum von 8,3%, das vor allem in der Region Emerging Markets erreicht wurde, bezifferten sich unter Berücksichtigung von Währungseffekten auf 98 Mio € (Q3 2012: 100 Mio €). Die organischen Wachstumsraten von Concor® und der Thyroid-Familie beliefen sich vor allem aufgrund starker Nachfrage aus den Emerging Markets und Europa auf 19,3% bzw. auf 33,8% und führten zu Umsatzerlösen von 100 Mio € (Q3 2012: 91 Mio €) bzw. von 75 Mio € (Q3 2012: 59 Mio €).

Entwicklung in den ersten neun Monaten des Jahres 2013

In den ersten neun Monaten des Jahres 2013 reduzierten sich die Gesamterlöse der Sparte um –0,6% und erreichten 4.740 Mio € (Jan.-Sept. 2012: 4.767 Mio €); die Umsatzerlöse gingen leicht auf 4.468 Mio € (Jan.-Sept. 2012: 4.474 Mio €) zurück. Die Umsätze des Berichtszeitraums wiesen eine organische Wachstumsrate von 3,8% und negative Währungseffekte von –3,9% auf. Die beiden umsatzstärksten Produkte der Sparte – Rebif® und Erbitux® – erzielten zwar positive organische Wachstumsraten, allerdings konnten diese die negativen Währungseffekte nicht ausgleichen. Das organische Wachstum von Rebif® belief sich auf 1,8% und führte zu Umsatzerlösen in Höhe von 1.413 Mio € (Jan.-Sept. 2012: 1.421 Mio €). Der währungsbereinigte Anstieg war vor allem auf die erfreuliche Umsatzentwicklung in Nordamerika im ersten Halbjahr 2013 zurückzuführen. Die Umsatzerlöse von Erbitux®, dem zweitgrößten Produkt der Sparte nach Umsätzen, gingen leicht um –0,7% auf 659 Mio € (Jan.-Sept. 2012: 664 Mio €) zurück, da das organische Wachstum von 5,0% von negativen Währungseffekten überkompensiert wurde. Regional betrachtet erreichten die beiden Regionen Emerging Markets und Übrige Welt zweistellige organische Wachstumsraten, die jedoch durch negative Währungseffekte größtenteils aufgezehrt bzw. überkompensiert wurden. In Europa, der umsatzstärksten Region für Erbitux®, stagnierten die Umsatzerlöse und beliefen sich in den ersten neun Monaten 2013 auf 377 Mio € bzw. 57% des Gesamtproduktumsatzes.

Das Portfolio der Fruchtbarkeitsprodukte mit dem umsatzstärksten Präparat Gonal-f® erwirtschaftete einen Umsatz von 604 Mio € (Jan.-Sept. 2012: 608 Mio €), was ein organisches Umsatzwachstum von 2,2% und negative Währungseffekte von –2,9% widerspiegelt. Die Geschäftseinheit Endokrinologie erzielte über die ersten neun Monate hinweg einen Gesamtumsatz von 296 Mio € (Jan.-Sept. 2012: 298 Mio €). Der Umsatz der Sparte mit Produkten des Bereichs General Medicine erreichte ein starkes organisches Wachstum von 6,1% und belief sich auf 1.496 Mio € (Jan.-Sept. 2012: 1.482 Mio €).

Das EBITDA vor Sondereinflüssen der Sparte stieg in den ersten neun Monaten 2013, getragen von der guten Geschäftsentwicklung und den erzielten Einsparungen aus dem Veränderungsprogramm „Fit für 2018“, um 10,4% auf 1.455 Mio € (Jan.-Sept. 2012: 1.318 Mio €). Auf dieser Grundlage erreichte die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen (in Prozent der Umsatzerlöse) eine Höhe von 32,6% (Jan.-Sept. 2012: 29,5%) und verbesserte sich damit um rund drei Prozentpunkte.

Entwicklungen der Forschung von Merck Serono im dritten Quartal 2013

Entwicklung der Pipeline

Tecemotide (auch als Stimuvax oder L-BLP25 bezeichnet): Im September gab Merck die Entscheidung bekannt, die Entwicklung dieser Substanz mit einer neuen Phase-III-Studie (START2) fortzusetzen. Diese Entscheidung basierte einerseits auf Ergebnissen der Phase-III-Studie START, welche im vergangenen Juni auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) vorgestellt wurden, und andererseits auf Gesprächen mit den zuständigen Zulassungsbehörden. Während der primäre Endpunkt der START-Studie nicht erreicht werden konnte, zeigte eine Post-hoc-Analyse einer vordefinierten Subgruppe von Patienten, die in der START-Studie anfänglich kombinierte Radiochemotherapie (RCT) erhalten hatten, für diese Patienten eine längere Gesamtüberlebenszeit (30,8 Monate gegenüber 20,6 Monaten in der Placebogruppe; p = 0,016).

Bei der START2-Studie handelt es sich um eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte multizentrische klinische Studie der Phase III zur Beurteilung der Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit von Tecetomide bei Patienten mit inoperablem, lokal fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom (NSCLC) im Stadium IIIA oder IIIB, die ein Ansprechen oder eine stabile Erkrankung nach mindestens zwei Zyklen platinhaltiger kombinierter Radiochemotherapie gezeigt hatten. Die kombinierte RCT gilt gegenwärtig als Standardbehandlung für diese Patienten. Primärer Endpunkt der Studie ist das Gesamtüberleben. Merck diskutierte die Studie in einem sogenannten „Scientifc Advice Procedure“ mit der Europäischen Zulassungsbehörde EMA (European Medicines Agency) und führt die Studie in Abstimmung mit der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA (Food and Drug Administration) im Rahmen eines „Special Protocol Assessment“ (SPA) durch.

In Hinblick auf Atacicept (anti-BlyS/anti-APRIL-Fusionsprotein) beschloss Merck nach der Vorstellung der Ergebnisse der Studie APRIL-SLE auf der Jahrestagung der European League against Rheumatism (EULAR) im Juni, die Substanz in einer neuen Phase-II-Studie namens ADDRESS II weiterzuentwickeln. Hierbei handelt es sich um eine doppelblinde, placebokontrollierte Studie zur Beurteilung der Wirksamkeit und Sicherheit von Atacicept in zwei Dosierungen bei der Verringerung der Krankheitsaktivität bei Patienten mit systemischem Lupus erythematodes (SLE).

Die Untersuchung von Sprifermin (rekombinanter humaner FGF-18) in einer Phase-II-Studie zur Reparatur von verletzungsbedingten Knorpelschäden wurde abgeschlossen. Die Ergebnisse werden 2014 auf einer wissenschaftlichen Tagung vorgestellt werden. Im März entschied Merck, den Fokus mithilfe einer neuen, multinationalen Phase-IIb-Studie (bekannt als FORWARD-Studie) auf die umfassendere Indikation Arthrose zu richten. Die Studie wird im Rahmen einer strategischen Allianz mit Nordic Bioscience durchgeführt. FORWARD läuft inzwischen und soll über 500 Patienten einschließen. Ziel der Studie ist die weitere Bewertung von Sprifermin für die Hemmung des Fortschreitens von strukturellen Schäden, die Linderung von Schmerzen und die Verbesserung der Körperfunktion bei Patienten mit Kniegelenksarthrose.

Weitere Ereignisse

Eine aktualisierte Version des easypod™-Systems für Märkte in Europa wurde im Rahmen der 9. Gemeinsamen Tagung für Pädiatrische Endokrinologie vorgestellt. Das easypod™-System ist eine vollautomatische elektronische Applikationshilfe zur Injektion von rekombinantem humanem Wachstumshormon, die genaue Adhärenzdaten liefert. Das neue easypod™-System liefert Ärzten hilfreiche Informationen bezüglich unzureichender Therapietreue und niedrigen Adhärenzraten seitens der Patienten – zwei häufig unter Wachstumshormonbehandlung auftretenden Problemen.

Merck und Ablynx gaben Ende September bekannt, dass sie ihre Zusammenarbeit durch den Abschluss einer mehrjährigen Forschungsallianz, die zu mehreren Forschungs- und Entwicklungskooperationen führen könnte, weiter intensivieren werden. Beide Partner werden gemeinsam krankheitsspezifische Zielstrukturen (Targets) auswählen und wollen Nanobodies® gegen diese sogenannten Targets entwickeln. Die Entwicklung soll bis hin zum In-vivo-Nachweis (Proof of Principle) erfolgen. Die Zusammenarbeit wird alle Kernbereiche der Forschung und Entwicklung von Merck Serono umfassen, d.h. die Fokusgebiete Onkologie, Immunonkologie, Immunologie und Neurologie.

Anfang Juli gab Merck die umfangreiche finanzielle Unterstützung des GFI-Programms (Grant for Fertility Innovation) bekannt. Die Fördergelder für 2013 und 2014 werden sich auf insgesamt bis zu 4 Mio € belaufen. Die Ankündigung erfolgte im Rahmen der 29. Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für humane Reproduktion und Embryologie (ESHRE). Das 2009 eingeführte Förderprogramm für Innovationen im Bereich Fertilität hat sich zum Ziel gesetzt, innovative translationale Forschungsprojekte auf dem Gebiet der Fertilität in konkrete Gesundheitslösungen umzuwandeln, um die Ergebnisse der assistierten Reproduktionstechnologie (ART) zu verbessern. In den vergangenen vier Jahren wurden 26 Projekte aus 16 Ländern mit Fördergeldern aus diesem Programm in Höhe von insgesamt 6 Mio € bedacht.

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