Insbesondere aufgrund der Turbulenzen um die Stabilität der europäischen Gemeinschaftswährung und die wirtschaftliche Situation einiger Euro-Länder war das Jahr 2011 für den Kapitalmarkt geprägt durch eine hohe Volatilität, die sich auch im Kursverlauf der ausstehenden Merck-Anleihen widerspiegelte.
Nachdem im Zuge der Millipore-Akquisition 2010 Merck mit 3,2 Mrd € die größte Euro-Unternehmensanleihe des Jahres 2010 begeben hatte, gab es im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Neu-Emissionen. Da die Akquisitionsfinanzierung 2010 zu einem deutlichen Anstieg der Finanzverbindlichkeiten geführt hat, wurde bereits im letzten Jahr angekündigt, das Verschuldungsniveau möglichst zeitnah wieder zu reduzieren. Merck hat dieses Ziel im Jahr 2011 auf Netto-Basis (bei der die Finanzverschuldung mit den liquiden Mitteln verrechnet wird) erfolgreich umgesetzt. Auf Brutto-Basis gab es hingegen nur kleinere Veränderungen, da es im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Anleihe-Fälligkeiten gab. Die Veränderungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Wandelanleihe, die Millipore im Jahre 2006 begeben hatte. Diese Wandelanleihe wurde im Rahmen der Akquisition von Merck übernommen. Die Mehrheit der Investoren der Wandelanleihe nutzte 2010 ein sich im Zuge der Akquisition ergebendes Wandlungsrecht. Die noch ausstehenden Anteile mit einem Nominalvolumen in Höhe von 27,2 Mio US$ wurden im vierten Quartal 2011 zurückgezahlt, was zu einer geringen Entlastung der Finanzverschuldung geführt hat.
Die Kreditratings der beiden Rating-Agenturen Standard & Poor’s und Moody’s haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht verändert. Während Standard & Poor’s ein Kreditrating von BBB+ vergibt, befindet sich das Niveau bei Moody’s auf einem Baa2-Niveau. Beide Agenturen versehen dieses Langfrist-Rating mit stabilem Ausblick.
