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Ergebnisentwicklung Geprüft

EBIT-Rückgang aufgrund von Restrukturierungskosten

Im Berichtsjahr verzeichnete der Konzern einen Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT) von 14,9 % auf 964 Mio € (2011: 1.132 Mio €); das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) sank vor allem aufgrund von als Sondereinflüsse klassifizierten einmaligen Restrukturierungskosten um 13,6 % auf 2.360 Mio € (2011: 2.731 Mio €). Bereinigt um Sondereinflüsse stieg das EBITDA vor Sondereinflüssen hingegen um 8,9 % auf 2.965 Mio € oder 27,6 % der Umsatzerlöse (2011: 2.724 Mio € bzw. 27,5 % der Umsatzerlöse).

Merck-Gruppe | EBITDA vor Sondereinflüssen nach Sparten – 2012

EBITDA vor Sondereinflüssen nach Sparten – 2012 (Tortendiagramm)

Alle Sparten trugen zum Anstieg des EBITDA vor Sondereinflüssen bei und glichen den unter Konzernkosten und Sonstiges verbuchten Mehraufwand, der in erster Linie auf Verluste aus Sicherungsgeschäften zurückzuführen war, bei weitem aus. Dank steigender Umsatzerlöse und einer verbesserten Profitabilität leistete Merck Serono den größten Beitrag zum EBITDA vor Sondereinflüssen. Darüber hinaus schlug sich hier die außergewöhnlich gute Geschäftsentwicklung von Performance Materials nieder. Der Beitrag durch Merck Millipore hinsichtlich des EBITDA vor Sondereinflüssen ging mit 19 % (2011: 20 %, ohne Konzernkosten und Sonstiges) aufgrund höherer Aufwendungen für F&E sowie für Marketing und Vertrieb zur Sicherung zukünftigen Wachstums leicht zurück.

Der Konzern erzielte bereits im Jahr 2012 infolge der Restrukturierung Nettoeinsparungen von rund 115 Mio €, allen voran in der Sparte Merck Serono und gefolgt von Consumer Health, wo im Verhältnis zur Größe der Sparte beträchtliche Einsparungen realisiert wurden. Zwei Drittel der Restrukturierungskosten entfielen auf die Sparte Merck Serono. Die unter Konzernkosten und Sonstiges verbuchten Restrukturierungskosten erstreckten sich überwiegend über mehrere Sparten und waren daher nicht zuzuordnen.

Das Finanzergebnis des Konzerns verbesserte sich um 13,2 % auf –255 Mio € (2011: –293 Mio €). Diese Verbesserung resultierte aus geringeren Zinsaufwendungen für Finanzschulden infolge der Tilgung einer Anleihe im Wert von 500 Mio € im März 2012 (gefolgt von einer weiteren Rückzahlung von 500 Mio € im Dezember 2012) sowie gesunkenen Zinsaufwendungen für Pensionsrückstellungen. Diese niedrigeren Kosten wogen die reduzierten Zinserträge aufgrund niedrigerer Verzinsung mehr als auf. Ferner wirkten sich Gewinne in Verbindung mit dem Zeitwert von Devisenoptionen günstig auf das Finanzergebnis aus. Merck greift seit dem vierten Quartal 2011 zu Sicherungszwecken auf Devisenoptionen zurück und weist Veränderungen der entsprechenden Zeitwerte im Finanzergebnis aus. Dementsprechend unterliegt dieser Posten weiterhin der Volatilität von Wechselkursen.

Die Ertragsteuern beliefen sich auf –130 Mio € (2011: –221 Mio €). Sondereinflüsse wirkten sich 2012 auf die ausgewiesene Ertragsteuerquote stark verzerrend aus. Die Ertragsteuerquote bereinigt um Sondereinflüsse von 25,5 % blieb weiterhin in der Mitte der Spanne der Basissteuerquote des Unternehmens von 25 % bis 26 %.

Das Ergebnis nach Steuern betrug 579 Mio € (2011: 618 Mio €) und lag um 6,3 % unter dem Ergebnis des Vorjahres, was in erster Linie den 2012 entstandenen Sondereinflüssen zuzuschreiben ist. Die Sondereinflüsse (inklusive Wertminderungen) von 664 Mio € belasteten auch das ausgewiesene Konzernergebnis, das heißt, das den Aktionären der Merck KGaA zurechenbare Ergebnis nach Steuern, das sich im Berichtszeitraum auf 567 Mio € (2011: 607 Mio €) bzw. ein Ergebnis je Aktie (EPS) von 2,61 € (2011: 2,79 €) belief. Bereinigt um die Sondereinflüsse stieg das Ergebnis je Aktie (Ergebnis je Aktie bereinigt um Auswirkungen nach Ertragsteuern der Sondereinflüsse und Abschreibungen auf erworbene immaterielle Vermögenswerte) um 12,1 % auf 7,61 € (2011: 6,79 €).

Die Geschäftsleitung wird der Jahreshauptversammlung am 26. April 2013 vorschlagen, die Dividende von 1,50 € auf 1,70 € je Aktie zu erhöhen.