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Umsatz- und Ergebnisprognose für die Merck-Gruppe Geprüft

Moderates Umsatzwachstum für die Merck-Gruppe erwartet

Die Prognosen gehen insgesamt von einer moderaten Energie- und Rohstoffpreisentwicklung sowie von steigenden Personalkosten aus. Die Volatilität des Ölpreises wirkt sich nicht unmittelbar auf die Geschäftstätigkeit der Merck-Gruppe aus. Als global tätiges Unternehmen ist Merck unterschiedlichsten Wechselkursrisiken ausgesetzt, insbesondere dem US-Dollar, denen in bestimmtem Maße durch gezielte Risikoabsicherung entgegengewirkt wird.

Vor dem Hintergrund der erwarteten und vorstehend erläuterten wirtschaftlichen Entwicklungen geht die Geschäftsleitung davon aus, dass die Merck-Gruppe 2013 und 2014 ein moderates organisches Umsatzwachstum erzielen wird. Wie schon in den letzten beiden Jahren dürften alle unsere Geschäftsbereiche in der Europäischen Union infolge der strukturellen Schwierigkeiten, die sich aus der Staatsverschuldung und dem erhöhten Wettbewerb ergeben, allerdings weiterhin Preisdruck ausgesetzt sein. In der Sparte Performance Materials können bezüglich der Geschäftseinheit Liquid Crystals gewisse Einbußen des hohen Marktanteils nicht ausgeschlossen werden. All diese Faktoren könnten sich auf unsere Umsatzzahlen negativ auswirken. Im Hinblick auf unsere wichtigste Kennzahl – das EBITDA vor Sondereinflüssen – geht die Geschäftsleitung davon aus, dass die Merck-Gruppe dank Einsparungen im Zuge des Effizienzsteigerungsprogramms auch 2013 und 2014 Zuwächse vorweisen kann. Das berichtete EBITDA sollte 2013 deutlich ansteigen, da der Großteil der Sondereinflüsse in Zusammenhang mit dem Effizienzsteigerungsprogramm bereits 2012 erfolgte. Wir rechnen weiterhin mit einer Steuerquote von rund 25 % in den beiden folgenden Geschäftsjahren.

Auch für 2013 und 2014 gehen wir wieder von einem hohen Free Cash Flow aus. Die Mehrheit der Mittelabflüsse im Zuge des Effizienzsteigerungsprogramms werden 2013 zahlbar und dürften gegenüber 2012 zusätzliche Zahlungsmittelabflüsse von circa 300 Mio € mit sich bringen. Die Finanzschulden der Merck-Gruppe sollten in den nächsten Jahren, auch aufgrund unseres hohen Free Cash Flows, weiter zurückgeführt werden. Die Investitionen in Sachanlagen werden im Jahr 2013 auf circa 450 Mio € steigen und beinhalten unter anderem Investitionsmaßnahmen für das Effizienzsteigerungsprogramm „Fit für 2018“. Für 2014 erwarten wir einen konstanten Verlauf. Bei der Eigenkapitalquote erwarten wir für die kommenden beiden Jahre einen leichten Anstieg auf hohem Niveau.

Für Merck sind neben Europa die Länder Brasilien, China, Indien, Japan, Mexiko, Südkorea und die USA strategisch wichtig. Ausführungen zur jeweiligen Geschäftserwartung und zur erwarteten Entwicklung dieser Länder finden sich in den Prognosen der Sparten.