In Anbetracht der vorstehend aufgeführten Erwartungen zur wirtschaftlichen Entwicklung geht die Geschäftsleitung insgesamt von einem stabileren Konjunkturumfeld und von einem leicht positiven Ausblick für die globale Wirtschaft aus.
Die Merck-Gruppe dürfte sowohl 2013 als auch 2014 ein moderates organisches Umsatzwachstum erzielen. Merck geht in den nächsten zwei Jahren weder von wesentlichen Technologieneuerungen in seinem Chemiegeschäft noch von großen Produktneueinführungen in seinem Pharmageschäft aus. Ein stärkerer Euro könnte im Vergleich zum Vorjahr negative Währungseffekte nach sich ziehen und sich gegebenenfalls reduzierend auf die berichteten Umsätze auswirken.
Auf Konzernebene sollte das EBITDA vor Sondereinflüssen aufgrund der Einsparungen des konzernweiten Effizienzsteigerungsprogramms „Fit für 2018“ stärker steigen als der Umsatz.
Das verhältnismäßig höhere EBITDA vor Sondereinflüssen und niedrigere Sonderaufwendungen sollten 2013 und 2014 das Konzernergebnis deutlich steigen lassen.
Für das Geschäftsjahr 2012 behalten wir unsere bisherige, langfristig orientierte Dividendenpolitik bei und schlagen der Hauptversammlung eine höhere Dividende von 1,70 € je Aktie vor.
Merck verfügt über ein umfangreiches Risiko- und Chancenmanagement, das im Risikobericht beschrieben ist. Bezogen auf den hier dargestellten Prognosezeitraum von zwei Jahren sehen wir im Wesentlichen geschäftsbezogene Chancen und Risiken. Durch die Diversifizierung und das breit angelegte Produktportfolio von Merck ergeben sich je Sparte sehr unterschiedliche Spektren wichtiger Chancen und Risiken. Erläuterungen hierzu finden sich bei den jeweiligen Spartenkommentierungen im Lagebericht.
Unsere Prognosen für Merck berücksichtigen die Risiko- und Chancenabwägungen des Unternehmens nach Maßgabe unserer operativen Planung und mittelfristiger Annahmen. Mögliche Akquisitionen, Veräußerungen und andere Sondereffekte dagegen sind nicht enthalten.

Fundstelle 09