Merck Millipore

Die Sparte Merck Millipore, ein weltweit führender Partner der Life-Science-Industrie, startete solide ins Geschäftsjahr 2012. Die Sparte erwirtschaftete 26 % der Umsatzerlöse der Merck-Gruppe.

Im 1. Quartal 2012 wuchsen die Umsatzerlöse um 7,3 % von 608 Mio € im Vorjahresquartal auf 653 Mio €. Zu dieser Steigerung trug das organische Umsatzwachstum 2,7 % bei, positive Währungseffekte 2,0 % und Akquisitionen 2,5 %.

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Merck Millipore | Kennzahlen – Q1

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio €

Q1 – 2012

Q1 – 2011

Veränderung

Gesamterlöse

655,4

611,3

7,2 %

Umsatzerlöse

652,6

608,4

7,3 %

Operatives Ergebnis (EBIT)

78,3

74,2

5,4 %

Marge (in % vom Umsatz)

12,0 %

12,2 %

 

EBITDA

154,0

146,2

5,3 %

Marge (in % vom Umsatz)

23,6 %

24,0 %

 

EBITDA vor Sondereinflüssen

161,4

158,4

1,9 %

Marge (in % vom Umsatz)

24,7 %

26,0 %

 

Die Umsatzentwicklung von Merck Millipore basierte hauptsächlich auf den soliden Beiträgen der Geschäftseinheiten Lab Solutions und Process Solutions. Die Geschäftseinheit Lab Solutions steigerte ihre Umsatzerlöse organisch um 3,3 %. Das Wachstum wurde von dem verstärkten Angebot an Tests für die Umwelt-, Arzneimittel- und Lebensmittelanalyse sowie der gestiegenen Nachfrage nach Verbrauchsmaterialien und Instrumenten für Laborkunden getragen. Die Geschäftseinheit Process Solutions erzielte ein organisches Umsatzplus von 2,7 %. Sie profitierte von dem höheren Produktionsvolumen bei biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln. Der organische Umsatzzuwachs fiel wegen der Nicht-Erneuerung eines Vertrages bezüglich des Vertriebs von Insulin an biopharmazeutische Hersteller vergleichsweise niedriger aus. Bioscience, die dritte Geschäftseinheit der Sparte, konnte ihren Umsatz organisch um 1,3 % steigern. Hier blieb die Nachfrage des Marktes aufgrund von gekürzten Fördergeldern für akademische Forschungseinrichtungen sowie einem Nachfragerückgang bei den Pharmakunden auf niedrigem Niveau.

Das Bruttoergebnis von Merck Millipore verbesserte sich im 1. Quartal 2012 um 9,2 % von 357 Mio € im Vorjahresquartal auf 390 Mio €. Die Bruttomarge betrug im Berichtsquartal 59,7 % und lag damit über dem Vorjahresquartal (58,6 %). Diese Steigerung resultierte hauptsächlich aus höheren Umsätzen. Die Marketing-, Vertriebs- und Verwaltungskosten (SG&A-Kosten) stiegen im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahresquartal um 10 %. Hauptgründe hierfür waren ungünstige Währungseffekte, zusätzliche Kosten seitens kürzlich erworbener Unternehmen und Investitionen in den Vertrieb der Sparte vor allem in den USA.

Merck Millipore | Umsatzerlöse nach Regionen – Q1

Merck Millipore | Umsatzerlöse nach Regionen – Q1 (Tortendiagramm)

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung erhöhten sich aufgrund der in der Geschäftseinheit Process Solutions getätigten Akquisitionen und Investitionen um 16 %. Die Sparte investiert derzeit in großem Umfang in Einwegprodukte und entwickelt integrierte Prozesslösungen für ihre Kunden.

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Merck Millipore | Komponenten des Wachstums nach Regionen – Q1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio €/Veränd. in %

Umsatzerlöse

Organisches
Wachstum

Währungseffekte

Akquisitionen/
Veräußerungen

Umsatzwachstum

Europa

253,3

5,2 %

0,4 %

4,6 %

10,3 %

Nordamerika

174,1

–5,6 %

3,5 %

1,8 %

–0,3 %

Emerging Markets

141,1

6,7 %

0,4 %

0,3 %

7,4 %

Übrige Welt

84,1

7,2 %

6,6 %

1,9 %

15,7 %

Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Merck Millipore belief sich im Berichtszeitraum auf 161 Mio € bzw. 24,7 % der Umsatzerlöse gegenüber 158 Mio € oder 26,0 % im 1. Quartal 2011. In diesem moderateren Anstieg des EBITDA vor Sondereinflüssen spiegeln sich die Investitionen der Sparte für zukünftiges Wachstum.

Geografisch betrachtet haben alle Regionen zum Wachstum beigetragen mit Ausnahme von Nordamerika, was im Wesentlichen an dem bereits oben erwähnten Verlust eines Insulin-Kunden lag.