Ergebnisse – Q1

Das Bruttoergebnis der Merck-Gruppe verbesserte sich im 1. Quartal 2013 um 7,4% auf 2.036 Mio € (Q1 2012: 1.896 Mio €), woraus ein Anstieg der Brutto-Marge auf 76,5% resultierte (Q1 2012: 74,0%). Hier machten sich geringere Anpassungen von Lagerbestandsbewertungen und Veränderungen im Produkt-Mix als Folge der guten Umsatzentwicklung biotechnologisch hergestellter Produkte der Sparte Merck Serono, die eine vergleichsweise hohe Bruttomarge generieren, positiv bemerkbar.

Bei den Marketing- und Vertriebskosten war ein Rückgang um –3.1% auf 568 Mio € zu verzeichnen (Q1 2012: 587 Mio €), im Wesentlichen als Folge der in der Sparte Merck Serono umgesetzten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung. Demgegenüber erhöhten sich die Lizenz- und Provisionsaufwendungen hauptsächlich aufgrund der guten Entwicklung der Umsatzerlöse von Rebif® in den USA um 13,6% auf 136 Mio € (Q1 2012: 120 Mio €).

Am 7. März 2013 gab Merck einen Zwischenstand zu den bislang im Rahmen des Effizienzsteigerungsprogramms „Fit für 2018“ generierten Kosteneinsparungen sowie den damit verbundenen Kosten bekannt. Demnach konnten aufgrund des guten Fortschritts die geplanten Einsparungsziele schneller erreicht werden, was sich entsprechend auf die Erwartungen für die kommenden Jahre ausgewirkt hat. Für das Jahr 2013 geht Merck nun von weiteren Einsparungen in Höhe von ca. 165 Mio € gegenüber 2012 und damit zusammenhängenden Aufwendungen in Höhe von etwa 230 Mio € aus. Gegenüber dem Jahr 2011 sollen über eine verbesserte Kostenstruktur bis zum Jahr 2017 nachhaltige Einsparungen in Höhe von 385 Mio € eingespart werden, wofür mit Aufwendungen in Höhe von insgesamt ca. 820 Mio € gerechnet wird. Im 1. Quartal 2013 wurden Sondereinflüsse in Höhe von 47 Mio € ausgewiesen, darunter 42 Mio € im Zusammenhang mit „Fit für 2018“ (Q1 2012: 21 Mio €, davon 11 Mio € für „Fit für 2018“). Dies führte zu einem Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 27,3% auf 184 Mio € (Q1 2012: 145 Mio €).

Die Forschungs- und Entwicklungskosten erhöhten sich um 6,4% auf 406 Mio € (Q1 2012: 382 Mio €), wozu neben höheren Aufwendungen in der Sparte Merck Millipore vor allem Merck Serono beigetragen hat.

Bei den Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte war im 1. Quartal 2013 ein Rückgang um –3.1% auf 210 Mio € zu verzeichnen (Q1 2012: 216 Mio €). Hier wirkte sich das Ende der Abschreibung eines im Rahmen der Serono-Akquisition erworbenen Vermögenswertes aus.

Die in Summe nur leicht gestiegenen Aufwendungen für Marketing, Vertrieb und Verwaltung (SG&A-Kosten*) sowie für Forschung und Entwicklung vermochten den deutlichen Zuwachs des Bruttoergebnisses nur leicht zu schmälern. Entsprechend legte das operative Ergebnis (EBIT) um 28,6% auf 399 Mio € (Q1 2012: 311 Mio €) und die EBIT-Marge auf 15,0% zu (Q1 2012: 12,1%). Ebenso war eine Zunahme des operativen Ergebnisses vor Abschreibungen (EBITDA) um 15,4% auf 754 Mio € zu verzeichnen (Q1 2012: 653 Mio €). Bereinigt um Sondereinflüsse ergab sich eine Steigerung des EBITDA vor Sondereinflüssen um 18,8% auf 801 Mio € (Q1 2012: 674 Mio €) bzw. 30,1% der Umsatzerlöse. Hiermit wurde erstmals die 30%-Marke (Q1 2012: 26,3%) überschritten.

Das Finanzergebnis der Gruppe verbesserte sich im 1. Quartal 2013 um 11,2% auf –59 Mio € (Q1 2012: –66 Mio €), im Wesentlichen aufgrund der gegenüber dem Beginn des Vorjahresquartals um 1 Mrd € geringeren Finanzschulden als Folge der Rückführungen zweier Anleihen im Wert von je 500 Mio € im März und Dezember 2012.

Die Ertragsteuern beliefen sich auf –72 Mio € und damit um 3,3% höher als im Vorjahresquartal (Q1 2012: –69 Mio €). Dies entspricht einer Steuerquote von 21,0% (Q1 2012: 28,4%).

Die deutliche Steigerung des EBIT in Verbindung mit weniger Zinsaufwand und einer vergleichsweise niedrigen Steuerbelastung führten im 1. Quartal 2013 zu einer signifikanten Verbesserung des Konzernergebnisses, d. h. des den Anteilseignern von Merck zurechenbaren Ergebnisses nach Steuern, um 54,1% auf 266 Mio € (Q1 2012: 173 Mio €) bzw. ein Ergebnis je Aktie von 1,22 € (Q1 2012: 0,79 €). Läßt man die Sondereinflüsse aus der Betrachtung heraus, so ergab sich ein Anstieg des Ergebnisses je Aktie vor Sondereinflüssen um 27,1% auf 2,11 € (Q1 2012: 1,66 €).

*Die SG&A-Kosten umfassen: Marketing- und Vertriebskosten, Lizenz- und Provionsaufwendungen, Verwaltungskosten sowie Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge.

Merck-Gruppe | EBITDA vor Sondereinflüssen nach Quartalen

Merck-Gruppe | EBITDA vor Sondereinflüssen nach Quartalen (Balkendiagramm)

Der Free Cash Flow, d. h. der Mittelfluss aus betrieblicher Tätigkeit abzüglich Akquisitionen/Veräußerungen, Kauf/Verkauf immaterieller Vermögenswerte, Sachanlagen, langfristiger finanzieller Vermögenswerte und Wertpapiere, verzeichnete einen Anstieg um 4,5% auf 439 Mio € (Q1 2012: 420 Mio €) trotz nicht unerheblicher gegenläufiger Effekte. So war hierin zum Einen ein Mittelabfluss im Zusammenhang mit “Fit für 2018” in Höhe von ca. 100 Mio € enthalten. Daneben führte u. a. die Ausweitung des Geschäfts in den Emerging Markets, in denen typischerweise längere Zahlungsziele üblich sind, zu einer Erhöhung des Nettoumlaufvermögens um 195 Mio € auf 2.562 Mio € bzw. 23,6% bezogen auf die Umsatzerlöse der zurückliegenden zwölf Monate.