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Merck Millipore

Die Sparte Merck Millipore konnte im 1. Quartal 2013 ihre Umsatzerlöse um 2,5% auf 669 Mio € steigern (Q1 2012: 653 Mio €). Dem organischen Umsatzzuwachs von 3,6% standen gegenläufige Wechselkursänderungen von –1,6% entgegen, während die letztjährige Akquisition von Biochrom 0,5% zum Wachstum beitrug. Die Lizenzerlöse erhöhten sich um mehr als das Doppelte auf 6 Mio € (Q1 2012: 3 Mio €), maßgeblich getragen von den Lizenzerlösen der pharmazeutisch-chemischen Produkte von Process Solutions.

Den Hauptbeitrag zum Wachstum der Sparte leistete erneut die Geschäftseinheit Process Solutions, die Produkte für den Einsatz in der Arzneimittelherstellung anbietet. Sie erzielte aufgrund höherer Absatzmengen ein organisches Umsatzwachstum von 6,9% auf 289 Mio € (Q1 2012: 270 Mio €) und stellt nun einen Anteil von 43% am Spartenumsatz (Q1 2012: 41%). Der Zuwachs ergab sich hauptsächlich aus der gestiegenen Nachfrage nach Produkten für die Herstellung biologischer Arzneimittel sowie nach den kürzlich von der Geschäftseinheit eingeführten Dienstleistungen im Bereich biotechnologischer Entwicklungen mit Hilfe von Einweg-Produktionstechnologien. Aufgrund der steigenden Anzahl von Projekten, die sich in der Pharmaindustrie zwischen Präklinik und Phase II der Entwicklung befinden, sieht Merck Millipore in seiner Geschäftseinheit Process Solutions weiterhin den Hauptwachstumstreiber der Sparte.

In der Geschäftseinheit Lab Solutions verzeichnete Merck Millipore mit seinem breiten Spektrum an Produkten für Forscher und die verschiedensten wissenschaftlichen Labors ein organisches Wachstum von 1,9% und Umsatzerlöse von 269 Mio € (Q1 2012: 269 Mio €). Ausschlaggebend hierfür war die gestiegene Nachfrage nach Biomonitoring-Lösungen, vor allem von Kunden der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, nach Verbrauchsmaterialien für Laborwassersysteme sowie auch höhere Preise.

Die Geschäftseinheit Bioscience, die hauptsächlich die Bedürfnisse von Wissenschaftlern in biotechnologischen Labors bedient, verzeichnete einen leichten organischen Rückgang der Umsatzerlöse um –0,5% auf 110 Mio € (Q1 2012: 113 Mio €). Hier wurde das gute Momentum bei den kürzlich eingeführten Systemserien Amnis®, Muse® und Direct Detect® durch niedrigere Umsätze mit Dienstleistungen im Bereich der Wirkstofffindung sowie aufgrund von Budgetbeschränkungen in der US-amerikanischen Hochschullandschaft mehr als aufgewogen.

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Merck Millipore | Kennzahlen – Q1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio. €

Q1 – 2013

Q1 – 2012

Veränderung

Gesamterlöse

674,5

655,4

2,9%

Umsatzerlöse

668,7

652,6

2,5%

Operatives Ergebnis (EBIT)

72,3

82,8

–12,7%

Marge (in % vom Umsatz)

10,8%

12,7%

 

EBITDA

151,5

158,5

–4,4%

Marge (in % vom Umsatz)

22,7%

24,3%

 

EBITDA vor Sondereinflüssen

161,9

166,0

–2,5%

Marge (in % vom Umsatz)

24,2%

25,4%

 

Im 1. Quartal 2013 stiegen die Herstellungskosten der Sparte um 5,2% auf 280 Mio € (Q1 2012: 266 Mio €). Hieraus resultierte ein Bruttoergebnis von 395 Mio € (Q1 2012: 390 Mio €), entsprechend einem Anteil von 59,1% an den Umsatzerlösen (Q1 2012: 59,7%). Veränderungen beim Produktmix trugen zu dieser Entwicklung bei, da das Umsatzwachstum bei den margenschwächeren Geräten und Dienstleistungen höher war als dasjenige der margenstärkeren Verbrauchsgüter.

Die Marketing- und Vertriebskosten erhöhten sich hauptsächlich als Folge des Ausbaus der Außendienstorganisation in den stark wachsenden Emerging Markets um 1,4% auf 169 Mio € (Q1 2012: 167 Mio €). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 38,7% auf 31 Mio € (Q1 2012: 22 Mio €) und beinhalteten u. a. Sondereinflüsse in Höhe von 6 Mio € im Rahmen des Effizienzsteigerungsprogramms. Hieraus resultierte ein Anstieg der Gesamtkosten für SG&A um 5,4% auf 231 Mio € (Q1 2012: 219 Mio €).

Um die Wachstumschancen des Marktes für Life-Science-Tools angemessen ausschöpfen zu können, investiert die Sparte Merck Millipore verstärkt in Forschung und Entwicklung. Die F&E-Aufwendungen wurden dementsprechend um 9,8% auf 41 Mio € (Q1 2012: 38 Mio €) erhöht. Im 1. Quartal 2013 wurde mehr als ein Drittel des organischen Zuwachses der Sparte mit neuen Produkten in allen Geschäftseinheiten erzielt. Dies unterstreicht die Bedeutung von Innovationen in der Branche der Life-Science-Tools.

Aufgrund höherer betrieblicher Aufwendungen fiel das EBIT um 12,7% niedriger aus als im Vorjahresquartal und erreichte 72 Mio € (Q1 2012: 83 Mio €). Das EBITDA sank ebenfalls um 4,4% auf 151 Mio € (Q1 2012: 159 Mio €). Bereinigt um Sondereinflüsse in Höhe von 10 Mio € belief sich das EBITDA vor Sondereinflüssen auf 162 Mio € bzw. 24,2% der Umsatzerlöse und lag damit 2,5% niedriger als im Vorjahresquartal (Q1 2012: 166 Mio € bzw. 25,4% der Umsatzerlöse).

Merck Millipore | Umsatzerlöse nach Regionen – Q1 2013

Merck Millipore | Umsatzerlöse nach Regionen – Q1 2013 (Tortendiagramm)

Umsatzentwicklung nach Regionen

Aus regionaler Sicht ergab sich eine uneinheitliche Umsatzentwicklung von Merck Millipore. Europa, mit einem Anteil von 38% (Q1 2012: 39%) der größte geografische Markt der Sparte, verzeichnete einen organischen Umsatzrückgang um –0,9% auf 254 Mio € (Q1 2012: 253 Mio €). Hier wirkte sich ein anspruchsvolles Geschäftsumfeld vor allem in den südeuropäischen Ländern aus, insbesondere bei der Geschäftseinheit Lab Solutions. In Nordamerika konnte die solide Nachfrage nach Produkten für die Arzneimittelherstellung bei weitem die ungünstigeren Bedingungen für die Geschäftseinheit Bioscience ausgleichen, wo Haushaltskürzungen in den USA erste Auswirkungen auf die Ausgaben der öffentlichen Hand zeigten. Dementsprechend stiegen die regionalen Umsatzerlöse organisch um 8,0% auf 189 Mio € (Q1 2012: 174 Mio €) und leisteten einen Beitrag von 28% zum Umsatz von Merck Millipore (Q1 2012: 27%). Die Region Emerging Markets verzeichnete ein organisches Wachstum von 10,9% und erzielte Umsatzerlöse in Höhe von 154 Mio € (Q1 2012: 141 Mio €). Getragen vom starken Wachstum in China und Südkorea erhöhte sich der Beitrag der Region zum Gesamtumsatz der Sparte auf 23,0% (Q1 2012: 22%). In der Region Übrige Welt verringerten sich die organischen Umsatzerlöse um –4.5% auf 72 Mio € (Q1 2012: 84 Mio €), entsprechend einem Anteil am Spartenumsatz von 11% (Q1 2012: 13%). Dieser Umsatzrückgang war vor allem der Entwicklung in Japan zuzuschreiben. Hier blieb der erwartungsgemäße Ausgabenanstieg zum Ende des ersten Quartals aus, da die ausgebenden Stellen ihr Budget ins Folgequartal übertragen durften. Dies wirkte sich auf alle Geschäftseinheiten von Merck Millipore aus.

XLS

Merck Millipore | Komponenten des Wachstums nach Regionen – Q1 2013

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio. € / Veränd. in %

Umsatzerlöse

Organisches Wachstum

Währungs-
effekte

Akquisitionen/
Veräußerungen

Umsatz-
wachstum

Europa

254,1

–0,9%

1,3%

0,3%

Nordamerika

188,8

8,0%

0,4%

8,4%

Emerging Markets

153,9

10,9%

–1,9%

9,1%

Übrige Welt

71,8

–4,5%

–10,1%

–14,5%