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Merck Millipore

XLS

Merck Millipore | Kennzahlen

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio €

Q1 – 2014

Q1 – 2013

Veränderung in %

Gesamterlöse

660,4

674,5

–2,1

Umsatzerlöse

656,5

668,7

–1,8

Operatives Ergebnis (EBIT)

87,0

72,3

20,3

Marge (in % vom Umsatz)

13,3

10,8

 

EBITDA

163,7

151,5

8,1

Marge (in % vom Umsatz)

24,9

22,7

 

EBITDA vor Sondereinflüssen

169,7

161,9

4,8

Marge (in % vom Umsatz)

25,8

24,2

 

Business Free Cash Flow

54,4

81,1

–32,9

Entwicklung der Gesamt- und Umsatzerlöse sowie der Ertragslage

Die Sparte Merck Millipore erzielte im ersten Quartal 2014 ein organisches Umsatzwachstum von 3,7 %. Diesem organischen Anstieg standen negative Wechselkursveränderungen von –5,5 % entgegen, die überwiegend durch den Japanischen Yen und den US-Dollar verursacht wurden. Unter Berücksichtigung dieser Effekte gingen die Umsatzerlöse der Sparte um –12 Mio € beziehungsweise um –1,8 % auf 657 Mio € zurück. Die Lizenzerlöse, die im Wesentlichen von der Geschäftseinheit Process Solutions erzielt wurden, beliefen sich auf 4 Mio € (Q1 2013: 6 Mio €).

Merck Millipore | Umsatzerlöse nach Regionen – Q1 2014

Merck Millipore | Umsatzerlöse nach Regionen – Q1 2014 (Tortendiagramm)

Aus regionaler Sicht ergab sich im ersten Quartal 2014 eine uneinheitliche Umsatzentwicklung der Sparte. Europa, mit einem Umsatzanteil von 40 % (Q1 2013: 38 %) der größte geografische Markt von Merck Millipore, verzeichnete bei einem organischen Wachstum von 4,6 % Umsatzerlöse von 266 Mio € (Q1 2013: 254 Mio €). Insbesondere in den Ländern Frankreich, Spanien und Großbritannien konnten starke Umsatzzuwächse von den Geschäftseinheiten Process Solutions und Lab Solutions verzeichnet werden.

In Nordamerika ergab sich für die Sparte ein organischer Umsatzrückgang von –6,5 %. Weitere Umsatzbelastungen in Höhe von –3,6 % mussten aufgrund des schwächeren US-Dollars verkraftet werden. Insgesamt ging damit der Umsatz in Nordamerika auf 170 Mio € (Q1 2013: 189 Mio €) zurück und leistete im ersten Quartal 2014 einen Beitrag von 26 % (Q1 2013: 28 %) zu den gesamten Umsatzerlösen von Merck Millipore. Der organische Umsatzrückgang in Nordamerika betraf alle drei Geschäftseinheiten, wobei insbesondere Bioscience von einer schwächeren Nachfrage aufgrund der anhaltenden staatlichen Haushaltskürzungen beeinflusst wurde.

Erfreulich verlief die Umsatzentwicklung in der Region Emerging Markets, in der ein organisches Umsatzwachstum von 13,3 % erzielt werden konnte. Zusammen mit gegenläufigen negativen Auswirkungen aus Währungskursveränderungen von –11,7 % stiegen die Umsätze auf 156 Mio € (Q1 2013: 154 Mio €). Die starke organische Umsatzentwicklung war auf die gute Nachfrage nach Produkten aller Geschäftseinheiten zurückzuführen. Insbesondere die Geschäftseinheit Process Solutions erwirtschaftete hohes organisches Wachstum. Folglich erhöhte sich der Anteil der Region Emerging Markets an den Umsatzerlösen der Sparte um einen Prozentpunkt auf 24 %.

Aufgrund erheblicher Währungseffekte von –15,9 %, die im Wesentlichen auf den Japanischen Yen zurückzuführen waren, reduzierte sich der Umsatz in der Region Übrige Welt auf 65 Mio € (Q1 2013: 72 Mio €). Bei einem organischen Wachstum von 6,4 % ging der Anteil dieser Region am Gesamtumsatz der Sparte auf 10 % zurück (Q1 2013: 11 %).

XLS

Merck Millipore | Komponenten der Umsatzentwicklung nach Regionen – Q1 2014

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio €
Veränderung in %

Umsatzerlöse

Organisches Wachstum

Währungs­effekte

Akquisitionen/
Veräußerungen

Gesamt­veränderung

Europa

265,5

4,6

–0,2

4,5

Nordamerika

169,7

–6,5

–3,6

–10,1

Emerging Markets

156,4

13,3

–11,7

1,6

Übrige Welt

65,0

6,4

–15,9

–9,5

Merck Millipore

656,5

3,7

–5,5

–1,8

Im ersten Quartal 2014 trugen die beiden umsatzstärksten Geschäftseinheiten, Process Solutions und Lab Solutions, zum organischen Wachstum bei. Die Geschäftseinheit Process Solutions, die Produkte für den Einsatz in der Arzneimittelherstellung anbietet, erzielte mit 6,6 % das stärkste organische Umsatzwachstum innerhalb der Sparte Merck Millipore. Unter Berücksichtigung negativer Währungseffekte von –4,4 % ergaben sich Umsatzerlöse in Höhe von 301 Mio € (Q1 2013: 294 Mio €). Damit stieg der Anteil der Geschäftseinheit Process Solutions auf 46 % vom Spartenumsatz (Q1 2013: 44 %). Der Zuwachs ergab sich aus der gestiegenen Nachfrage der Pharmaindustrie nach Produkten für die Herstellung biologischer Arzneimittel, insbesondere nach Filtrationssytemen und Einweg-Lösungen.

Lab Solutions, mit einem Anteil von 39 % (Q1 2013: 40 %) an den Umsatzerlösen der Sparte, verzeichnete mit seinem breiten Spektrum an Produkten für Forscher und wissenschaftliche Labore ein organisches Umsatzwachstum von 2,9 %. Gegenläufige negative Wahrungseffekte von –6,9 % führten zu Umsatzerlösen in Höhe von 259 Mio € (Q1 2013: 269 Mio €). Für das organische Wachstum war überwiegend die gestiegene Nachfrage nach Biomonitoring-Produkten sowie nach Laborwasseraufbereitungsgeräten ausschlaggebend.

Die Geschäftseinheit Bioscience, die hauptsächlich Produkte und Dienstleistungen für akademische und pharmazeutische Forschungslabors anbietet, verzeichnete einen organischen Umsatzrückgang von –2,5 % sowie negative Währungseffekte von –5,0 % und erzielte Umsätze in Höhe von 97 Mio € (Q1 2013: 105 Mio €). Hierbei wirkten sich weiterhin die flächendeckenden Ausgabenkürzungen im Gesundheitswesen der USA dämpfend auf die Nachfrage aus. Der Anteil der Geschäftseinheit an den Spartenumsätzen betrug im ersten Quartal 2014 15 % (Q1 2013: 16 %).

XLS

Merck Millipore | Komponenten der Umsatzentwicklung nach Geschäftseinheiten – Q1 2014

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio €
Veränderung in %

Umsatzerlöse

Organisches Wachstum

Währungs­effekte

Akquisitionen/
Veräußerungen

Gesamt­veränderung

Bioscience

97,1

–2,5

–5,0

–7,6

Lab Solutions

258,6

2,9

–6,9

–4,0

Process Solutions

300,8

6,6

–4,4

2,2

Die Ertragslage der Sparte Merck Millipore entwickelte sich wie folgt:

XLS

Merck Millipore | Ertragslage

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio €

Q1 – 2014

Q1 – 2013

Veränderung in %

Umsatzerlöse

656,5

668,7

–1,8

Lizenz- und Provisionserlöse

3,9

5,8

–33,1

Gesamterlöse

660,4

674,5

–2,1

 

 

 

 

Herstellungskosten

–264,7

–279,6

–5,3

Bruttoergebnis

395,7

394,9

0,2

 

 

 

 

Marketing- und Vertriebskosten

–168,6

–169,5

–0,6

Lizenz- und Provisionsaufwendungen

–4,1

–3,7

12,1

Verwaltungskosten

–28,6

–26,8

6,6

Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge

–19,8

–30,8

–35,7

Forschungs- und Entwicklungskosten

–38,4

–41,3

–7,2

Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte

–49,2

–50,4

–2,3

Operatives Ergebnis (EBIT)

87,0

72,3

20,3

Abschreibungen / Wertminderungen / Wertaufholungen

76,7

79,2

–3,1

(Davon: Sondereinflüsse)

(–)

(–)

(–)

EBITDA

163,7

151,5

8,1

Restrukturierungsaufwendungen

–1,3

6,0

Integrationskosten / IT-Kosten

7,5

3,5

114,4

Gewinne / Verluste aus abgegangenen Geschäften

–0,3

Akquisitionskosten

Sonstige Sondereinflüsse

1,0

EBITDA vor Sondereinflüssen

169,7

161,9

4,8

Die Reduzierung der Herstellungskosten konnte im Wesentlichen aufgrund von Effizienzsteigerungen in der Produktion und strikter Kostenkontrolle erzielt werden. Dies führte im ersten Quartal 2014 – trotz negativer Einflüsse des starken Euros auf die Umsatzerlöse – zu einem leichten Anstieg des Bruttoergebnisse auf 396 Mio € und zu einer erhöhten Bruttomarge von 60,3 % (Q1 2013: 59,1 %). Im Vergleich zum Vorjahresquartal erwirtschaftete Merck Millipore ein um 20,3 % gestiegenes operatives Ergebnis (EBIT) von 87 Mio € (Q1 2013: 72 Mio €). Neben gesunkener Sondereinflüsse, die sich im Berichtsquartal auf –6 Mio € (Q1 2013: –10 Mio €) beliefen, wirkten sich auch Effizienzsteigerungen positiv auf die Entwicklung der Ertragslage aus. Die wichtigste Kennzahl zur Beurteilung der Ertragskraft, das EBITDA vor Sondereinflüssen, verzeichnete einen Anstieg um 4,8 % auf 170 Mio € (Q1 2013: 162 Mio €). Entsprechend verbesserte sich im ersten Quartal 2014 die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen auf 25,8 % (Q1 2013: 24,2 %).

Entwicklung des Business Free Cash Flow

Im ersten Quartal 2014 erzielte die Sparte Merck Millipore einen Business Free Cash Flow in Höhe von 54 Mio € (Q1 2013: 81 Mio €). Der Rückgang um –27 Mio € war im Wesentlichen auf den Aufbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie auf höhere Investitionen im Berichtsquartal zurückzuführen. Das gestiegene EBITDA vor Sondereinflüssen konnte diese Effekte nicht ausgeglichen.

XLS

Merck Millipore | Business Free Cash Flow

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio €

Q1 – 2014

Q1 – 2013

Veränderung in %

EBITDA vor Sondereinflüssen

169,7

161,9

4,8

Investitionen in Sachanlagen, Software sowie geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte

–19,8

–10,6

87,2

Veränderungen der Vorräte

–27,5

–15,8

74,4

Veränderungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

–67,9

–54,4

24,8

Business Free Cash Flow

54,4

81,1

–32,9