Erläuterungen zum Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2014

Der vorliegende Konzernabschluss ist auf die das operative Geschäft der Merck-Gruppe führende Merck KGaA, Frankfurter Straße 250, 64293 Darmstadt, als Obergesellschaft aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der ungeprüfte Zwischenabschluss der Merck-Gruppe zum 30. September 2014 entspricht den Vorschriften des IAS 34. Er wurde gemäß den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) und gemäß § 37x Absatz 3 WpHG erstellt. In Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 wurde ein verkürzter Berichtsumfang gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 gewählt.

Gegenüber dem Vorjahr ergaben sich – mit Ausnahme der beiden im Folgenden beschriebenen Ausweisänderungen – keine wesentlichen Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2014 wurden zwei Produktgruppen, Neurobion® (ein Vitamin-B-basiertes Analgetikum) und Floratil® (ein probiotisches Antidiarrhoika), von der Sparte Merck Serono auf die Sparte Consumer Health übertragen. Eine ausführliche Darstellung der damit verbundenen Ausweisänderungen in der Segmentberichterstattung findet sich in den Erläuterungen zum „Segmentbericht“.

Im dritten Quartal 2014 wurden die zuvor in einer eigenen Position der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (ohne Software) den entsprechenden Funktionskosten zugeordnet, um auf diese Weise eine bessere Vergleichbarkeit der Gewinn- und Verlustrechnung der Merck-Gruppe mit anderen Unternehmen zu gewährleisten. Die Abschreibungen entfallen insbesondere auf immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen der Kaufpreisallokationen der Akquisitionen der Serono SA, der Millipore Corporation sowie der AZ Electronic Materials S.A. angesetzt wurden. Die in den Herstellungskosten ausgewiesenen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte wurden zunächst im Rahmen der Vorratsbewertung aktiviert und im Zeitpunkt des Verkaufs der entsprechenden Produkte als Teil der Herstellungskosten erfasst. Abschreibungen von Software wurden bereits in der Vergangenheit funktional zugeordnet. Durch die Änderung der Bilanzierungsmethode ergibt sich eine Erhöhung der Marketing- und Vertriebskosten sowie der Herstellungskosten. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst und werden in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

XLS

 

 

 

 

 

 

 

 

Q3 – 2013

Jan.–Sept. 2013

 

 

 

 

 

 

 

in Mio €

wie berichtet

Anpassung

angepasst

wie berichtet

Anpassung

angepasst

Umsatzerlöse

2.659,5

2.659,5

8.063,8

8.063,8

Lizenz- und Provisionserlöse

92,3

92,3

289,6

289,6

Gesamterlöse

2.751,8

2.751,8

8.353,4

8.353,4

 

 

 

 

 

 

 

Herstellungskosten

–723,4

–12,1

–735,5

–2.215,3

–36,7

–2.252,0

Bruttoergebnis

2.028,4

–12,1

2.016,3

6.138,0

–36,7

6.101,3

 

 

 

 

 

 

 

Marketing- und Vertriebskosten

–560,1

–185,6

–745,7

–1.744,7

–580,0

–2.324,6

Lizenz- und Provisionsaufwendungen

–144,4

–144,4

–437,2

–437,2

Verwaltungskosten

–136,7

–136,7

–407,0

–407,0

Sonstige betriebliche
Aufwendungen und Erträge

–128,4

–128,4

–426,9

–426,9

Forschungs- und Entwicklungskosten

–379,3

–379,3

–1.159,1

–1.159,1

Abschreibungen
immaterieller Vermögenswerte

–197,7

197,7

–616,6

616,6

Operatives Ergebnis (EBIT)

481,8

481,8

1.346,6

1.346,6

Die Erläuterungen im Anhang zum Konzernabschluss 2013 der Merck-Gruppe, insbesondere im Hinblick auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, gelten entsprechend.

Als Ertragsteuern werden die in den einzelnen Ländern erhobenen Steuern auf den steuerpflichtigen Gewinn sowie die ergebniswirksamen Veränderungen der latenten Steuerpositionen ausgewiesen. Die Ertragsteuern im Zwischenabschluss werden auf Basis der Ergebnisse der einbezogenen Gesellschaften und des jeweils gültigen Steuersatzes als bestmögliche Schätzung ermittelt.

Die Aufstellung des Zwischenabschlusses erfordert es, dass in einem bestimmten Umfang Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden müssen. Die Annahmen und Schätzungen basieren auf dem aktuellen Kenntnisstand und den verfügbaren Daten zum Abschlussstichtag.

Folgende Regelungen gelten ab dem Geschäftsjahr 2014 verbindlich:

  • IFRS 10 „Konzernabschlüsse“
  • IFRS 11 „Gemeinsame Vereinbarungen“
  • IFRS 12 „Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen“
  • Änderungen des IAS 27 „Einzelabschlüsse“
  • Änderung des IAS 28 „Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen“
  • Änderung des IAS 32 „Finanzinstrumente: Darstellung“
  • Änderung des IAS 36 „Wertminderung von Vermögenswerten“
  • Änderung des IAS 39 „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung“
  • Änderungen des IFRS 10 „Konzernabschlüsse“
  • Änderung des IFRS 11 „Gemeinsame Vereinbarungen“
  • Änderungen des IFRS 12 „Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen“

Die neuen Regelungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss.

Die geänderte Fassung des IAS 36 „Wertminderung von Vermögenswerten“ wurde von Merck bereits im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 vorzeitig angewendet.

Konsolidierungskreis

Zum 30. September 2014 waren 223 (31. Dezember 2013: 191) Gesellschaften vollkonsolidiert. Weder eine anteilige Konsolidierung noch eine Einbeziehung nach der Equity-Methode fanden zum Bilanzstichtag statt. Seit Jahresbeginn 2014 erfolgten zwei Verschmelzungen. Fünf neu gegründete Gesellschaften, 28 Gesellschaften der AZ Electronic Materials S.A.–Gruppe sowie ein weiteres, bisher unwesentliches Unternehmen wurden erstmals in den Konsolidierungskreis aufgenommen.

Akquisition der AZ Electronic Materials S.A.

Kontrollerlangung nach öffentlichem Angebotsverfahren

Im Rahmen eines öffentlichen Übernahmeangebots erlangte Merck am 2. Mai 2014 einen Anteilsbesitz in Höhe von 81,3 % des Aktienkapitals und damit die Beherrschung der börsennotierten AZ Electronic Materials S.A., Luxemburg (AZ). Der Kaufpreis sowie die Auszahlungen zur Erlangung der Beherrschung stellten sich wie folgt dar:

XLS

 

 

 

 

Erworbener Anteilsbesitz (in %)

in Mio €

Kaufpreis zur Erlangung der Beherrschung

81,3

1.523,4

Erworbene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

 

–104,0

Auszahlungen für die Erlangung der Beherrschung abzüglich erworbener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

 

1.419,4

Bis zum 27. Juni 2014 hatte Merck seinen Anteilsbesitz an der AZ auf 99,8 % erhöht. An diesem Tag begann Merck ein Squeeze Out-Verfahren, das am 2. Juli 2014 mit dem Erwerb des verbleibenden Anteilsbesitzes in Höhe von 0,2 % abgeschlossen wurde. Der Erwerb der nicht beherrschenden Anteile nach dem 2. Mai 2014 wurde bilanziell als Transaktion ohne Beherrschungsänderung erfolgsneutral im Eigenkapital abgebildet. Über den Kaufpreis zur Erlangung der Beherrschung hinaus wurde für die Aufstockung des Anteilsbesitzes folgender Kaufpreis entrichtet:

XLS

 

 

 

 

Erworbener Anteilsbesitz (in %)

in Mio €

Kaufpreis zur Erlangung der Beherrschung

81,3

1.523,4

Kaufpreis/Auszahlungen für den Erwerb weiterer Anteile nach Erlangung der Beherrschung

18,7

351,4

Gesamtkaufpreis vor Abzug der erworbenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

100,0

1.874,8

Geschäftstätigkeit sowie Umsatz- und Ergebnisbeitrag von AZ

Bei AZ handelt es sich um ein Unternehmen der Spezialchemikalienindustrie, das im Geschäftsjahr 2013 Umsatzerlöse in Höhe von 730,3 Mio US-Dollar (2012: 793,9 Mio US-Dollar) und ein Konzernergebnis in Höhe von 57,3 Mio US-Dollar (2012: 83,3 Mio US-Dollar) erwirtschaftete. Rund 67,5 % des Umsatzes entfielen auf den Geschäftsbereich IC-Materialien, der spezialisierte Prozesschemikalien zur Herstellung von integrierten Schaltkreisen (IC) im hochdifferenzierten Premiumsegment anbietet. Auf den zweiten Geschäftsbereich Optronics entfielen im Geschäftsjahr 2013 rund 32,5 % der Umsatzerlöse. Zu seinem Portfolio gehören lichtempfindliche Lacke, die sogenannten Photolacke, für die Herstellung von Flachbildschirmen sowie auf Siliziumchemie basierende Produkte für die Optoelektronik. AZ beschäftigte Ende 2013 insgesamt 1.131 Mitarbeiter.

Nach dem 2. Mai 2014 hat Merck begonnen, AZ in die Sparte Performance Materials zu integrieren. Ziel der Akquisition ist es, das Materialien- und Spezialchemiegeschäft von Merck durch den Zusammenschluss mit einem weltweit agierenden Anbieter von Hightech-Materialien für die Elektronikindustrie weiter auszubauen.

Der Einfluss der Einbeziehung von AZ auf die Umsatzerlöse sowie das Konzernergebnis nach Steuern zwischen dem 2. Mai 2014 und dem 30. September 2014 betrug 230,8 Mio € beziehungsweise –37,3 Mio €. In diesem Ergebnis wurden die höheren Herstellungskosten aufgrund der Anpassung der erworbenen Vorräte auf die beizulegenden Zeitwerte berücksichtigt.

Bei einer unterstellten Erstkonsolidierung der AZ bereits zum 1. Januar 2014 hätten sich für die Merck-Gruppe für den Zeitraum 1. Januar bis 30. September 2014 Umsatzerlöse in Höhe von 8.486,4 Mio € (gegenüber berichteten Umsatzerlösen in Höhe von 8.315,0 Mio €) sowie ein Konzernergebnis nach Steuern in Höhe von 898,6 Mio € (gegenüber einem berichteten Konzernergebnis nach Steuern in Höhe von 883,0 Mio €) ergeben. Bei der Ermittlung dieser Werte wurde angenommen, dass die aus der Kaufpreisallokation resultierenden Buchwertanpassungen identisch gewesen wären.

Kaufpreisallokation

Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden wurden zum Erstkonsolidierungszeitpunkt mit den nachfolgend dargestellten beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Von der Möglichkeit, die nicht beherrschenden Anteile zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten (sogenannte „Full-Goodwill“-Methode), wurde hierbei kein Gebrauch gemacht. Aus übernahmerechtlichen Gründen konnte Merck erst mit dem Tag der Beherrschungserlangung Zugang zu Informationen erlangen, die für die Durchführung der Kaufpreisallokation erforderlich sind. Aufgrund dessen konnte die Kaufpreisallokation zum Berichtszeitpunkt noch nicht vollumfänglich abgeschlossen werden und die nachfolgend dargestellten beizulegenden Zeitwerte sind daher als vorläufig zu betrachten.

XLS

 

 

in Mio €

Beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt

Kurzfristige Vermögenswerte

 

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

104,0

Vorräte

119,5

Forderungen

130,2

Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

10,1

 

363,8

Langfristige Vermögenswerte

 

Immaterielle Vermögenswerte (ohne Geschäfts- oder Firmenwert)

1.057,1

Sachanlagen

186,9

Sonstige langfristige Vermögenswerte

19,9

 

1.263,9

Vermögenswerte

1.627,7

 

 

Kurzfristige Verbindlichkeiten

 

Kurzfristige Finanzschulden

144,1

Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

184,5

 

328,6

Langfristige Verbindlichkeiten

 

Langfristige Finanzschulden

122,8

Sonstige langfristige Verbindlichkeiten

21,6

Latente Steuerschulden

362,6

 

507,0

Schulden

835,6

 

 

Nettovermögen

792,1

 

 

Nicht beherrschende Anteile im Erwerbszeitpunkt (18,7 %)

–148,2

Erworbenes Nettovermögen

643,9

 

 

Kaufpreis für den Erwerb der Anteile (81,3 %)

1.523,4

Positiver Unterschiedsbetrag (Geschäfts- oder Firmenwert)

879,5

Der positive Unterschiedsbetrag in Höhe von 879,5 Mio € wurde als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Dieser ergibt sich insbesondere aus nicht ansetzbaren immateriellen Vermögenswerten, wie beispielsweise der Fähigkeit der AZ in ihrer technologisch innovativen Industrie neue Lösungen und Produkte zu entwickeln sowie aus erwarteten Synergieeffekten, die aus der Integration der AZ in die Sparte Performance Materials erwartet werden.

Die Entwicklung des Geschäfts- oder Firmenwertes zwischen dem erstmaligen Ansatz und dem 30. September 2014 stellte sich wie folgt dar:

XLS

 

 

in Mio €

Entwicklung des Geschäfts- oder Firmenwertes

Geschäfts- oder Firmenwert am 2. Mai 2014

879,5

Wechselkurseffekte

77,9

Geschäfts- oder Firmenwert am 30. September 2014

957,4

Im Rahmen der Akquisition wurden keine bedingten Gegenleistungen vereinbart, die durch Merck in der Zukunft möglicherweise zu erbringen wären. Merck wurden von den veräußernden Anteilseignern keine Entschädigungsleistungen für Erfolgsunsicherheiten der erworbenen Vermögenswerte oder Schulden zugesichert. Direkt mit dem Unternehmenserwerb in Zusammenhang stehende Kosten in Höhe von 7,5 Mio € wurden im ersten Dreivierteljahr 2014 in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Die bedeutendsten Einflüsse aus der Kaufpreisallokation ergeben sich aus der Neubewertung der immateriellen Vermögenswerte, des Sachanlagevermögens sowie der Vorräte zum beizulegenden Zeitwert. Da die erworbenen Vorräte bis zum 30. September 2014 veräußert wurden, resultierten hieraus zusätzliche Herstellungskosten, die den erzielten Umsatzerlösen gegenüberstehen, so dass aus dem Verkauf dieser Vorräte kein zusätzlicher Ergebnisbeitrag erzielt wurde. Die im Rahmen der Kaufpreisallokation identifizierten und zum Erstkonsolidierungszeitpunkt angesetzten immateriellen Vermögenswerte entfielen ganz überwiegend auf technologiebezogene immaterielle Vermögenswerte sowie auf Markenrechte. Die technologiebezogenen immateriellen Vermögenswerte wurden mit der Residualwertmethode (sogenannte „Multi-Period Excess Earnings Method“) bewertet. Die Bewertung der Markenrechte erfolgte mit der Methode der Lizenzpreisanalogie (sogenannte „Relief-from Royalty Method“).

Eventualverbindlichkeiten wurden im Zuge der Kaufpreisallokation nicht identifiziert. Die Bruttobeträge der erworbenen Forderungen betrugen zum Erwerbszeitpunkt 130,2 Mio €. Die bestmögliche Schätzung der uneinbringlichen Forderungen belief sich auf weniger als 0,1 Mio €.

Beabsichtigte Akquisition der Sigma-Aldrich Corporation

Merck und die Sigma-Aldrich Corporation, ein Life-Science- und Hochtechnologie-Unternehmen mit Sitz in St. Louis, USA, haben am 22. September 2014 den Abschluss einer Verschmelzungsvereinbarung bekannt gegeben, nach der Merck Sigma-Aldrich für einen Gesamtkaufpreis in Höhe von rund 17,0 Mrd USD beziehungsweise rund 13,1 Mrd € erwerben wird.

Den Aktionären von Sigma-Aldrich soll die Verschmelzungsvereinbarung auf einer außerordentlichen Aktionärsversammlung von Sigma-Aldrich zur Zustimmung vorgelegt werden. Der Vollzug der Transaktion steht ferner unter dem Vorbehalt der Zustimmung der relevanten Aufsichtsbehörden sowie weiterer üblicher Vollzugsbedingungen und wird für die Jahresmitte 2015 erwartet.

Die Finanzierung des Kaufpreises wird durch eine Kombination von bestehenden Barmitteln, Bankkrediten und Anleihen erfolgen. Das Währungsrisiko aus der in US-Dollar zu erbringenden Kaufpreiszahlung wurde mit einfachen derivativen Finanzinstrumenten (Devisentermingeschäfte und Devisenoptionen) unter Anwendung der Vorschriften zur bilanziellen Abbildung der Absicherung zukünftiger Zahlungsströme („Cash Flow Hedge Accounting“) abgesichert.

Veräußerung des Geschäftsfelds Discovery and Development Solutions

Mit Wirkung zum 31. März 2014 wurde das Geschäftsfeld Discovery and Development Solutions der Sparte Merck Millipore an Eurofins Scientific S.A., Luxemburg, veräußert. Die abgehenden Vermögenswerte wurden im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 als Veräußerungsgruppe ausgewiesen und beinhalteten Sachanlagen, Vorräte sowie den dem Geschäftsfeld zuordenbaren Geschäfts- oder Firmenwert. Der Verkaufspreis belief sich auf 22,6 Mio €, die bis zum Ende der Berichtsperiode überwiegend vereinnahmt wurden.

Rückgabe der Lizenzrechte für Ceralifimod

Merck hatte im Oktober 2011 die weltweiten Exklusivrechte für die Entwicklung und Vermarktung von Ceralifimod (ONO-4641) bei Multipler Sklerose (MS) außerhalb von Japan, Südkorea und Taiwan von Ono Pharmaceutical Co., Ltd., Osaka, Japan (Ono) erworben. Der Arzneimittelkandidat befand sich in Phase II der klinischen Entwicklung. Merck hat am 17. Juni 2014 bekannt gegeben, die Lizenzvereinbarung in gegenseitigem Einvernehmen mit Ono zu beenden und die Lizenzrechte an Ono zurückzugeben, da der Wirkstoff nicht die Kriterien der Merck-Gruppe für weitere Investitionen erfüllt. Die Rückgabe der Lizenzrechte führte im zweiten Quartal zu einer vollständigen Wertminderung des betreffenden immateriellen Vermögenswertes in Höhe von 14,0 Mio €. Zudem wurden in der Berichtsperiode Rückstellungen in angemessener Höhe für voraussichtlich anfallende unvermeidbare Nachlaufkosten gebildet, da aus der Vereinbarung kein weiterer wirtschaftlicher Nutzenzufluss für Merck erwartet wird.

Einstellung der klinischen Entwicklungsprogramme für Tecemotide und Plovamer-Acetat

Merck hat am 12. September 2014 bekannt gegeben, dass das klinische Entwicklungsprogramm für Tecemotide (auch bekannt als L-BLP25), eine in der Forschung befindliche antigenspezifische Krebsimmuntherapie zur Behandlung des nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms, eingestellt werden wird. Die im August 2014 ausgewerteten Ergebnisse einer ähnlichen Phase I/II Studie konnten die zugrunde liegende Studienhypothese nicht stützen und es wurde entschieden, sich auf andere Pipeline-Projekte zu konzentrieren. Die Einstellung des in Phase III befindlichen Entwicklungsprogramms führte im dritten Quartal zu einer Wertminderung des betreffenden immateriellen Vermögenswertes. Ferner hat Merck im dritten Quartal entschieden, die Entwicklungstätigkeiten bezüglich Plovamer-Acetat (auch bekannt als Pl-2301), eines Wirkstoffes zur Behandlung von Multiple Sklerose, einzustellen. Der Arzneimittelkandidat befindet sich derzeit in Phase II der klinischen Entwicklung. Merck hat nach einer erneuten Evaluierung aller wissenschaftlichen und kommerziellen Aspekte beschlossen, sich auf andere Pipeline-Projekte zu konzentrieren. Immaterielle Vermögenswerte in Zusammenhang mit diesem Entwicklungsprogramm bestanden nicht. Für beide Entwicklungsprogramme wurden in der Berichtsperiode Rückstellungen für voraussichtlich anfallende unvermeidbare Nachlaufkosten gebildet, da aus diesen Entwicklungsprogrammen kein weiterer wirtschaftlicher Nutzenzufluss für Merck erwartet wird.

Mündliche Vereinbarung zur Beilegung der Rechtsstreitigkeiten mit IBEP

Merck ist zum Abschlussstichtag in Rechtsstreitigkeiten mit Israel Bio-Engineering Project Limited Partnership („IBEP“) involviert. IBEP macht Eigentumsrechte und die Zahlung von Lizenzgebühren für die Vergangenheit und die Zukunft geltend. Die Rechtsstreitigkeiten stehen im Zusammenhang mit der Finanzierung von Forschungsprojekten im medizinischen Bereich in den frühen 1980er Jahren. Merck hat für diese Rechtsstreitigkeiten in der Vergangenheit bilanzielle Vorsorgemaßnahmen getroffen. Im August 2014 konnte Merck mit IBEP zunächst eine mündliche Vereinbarung dahingehend erzielen, dass die Rechtsstreitigkeiten gegen Zahlung eines Geldbetrages beigelegt werden sollen. Auf der Grundlage dieser mündlichen Übereinkunft wurde im dritten Quartal die zuvor gebildete Rückstellungshöhe angepasst. Die schriftliche Fixierung dieser mündlichen Vereinbarung wird für das vierte Quartal 2014 erwartet.

Segmentbericht

XLS

Segmentbericht – Informationen nach Sparten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Merck Serono4

in Mio €

Q3 – 2014

Q3 – 2013

Jan.–Sept. 2014

Jan.–Sept. 2013

1

Der Ausweis der Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte (ohne Software) wurde geändert. Siehe Erläuterungen im Abschnitt „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“.

2

Werte im Berichtsjahr zum 30. September 2014, Vorjahreswerte zum 31. Dezember 2013.

3

Gemäß Konzernkapitalflussrechnung.

4

Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe nachfolgende Erläuterungen.

Umsatzerlöse

1.464,6

1.412,8

4.285,9

4.269,1

Lizenz- und Provisionserlöse

26,3

85,1

136,8

271,3

Gesamterlöse

1.490,8

1.497,9

4.422,6

4.540,5

 

 

 

 

 

Herstellungskosten1

–290,8

–250,4

–794,4

–738,8

(Davon: Abschreibungen
immaterieller Vermögenswerte)1

(–)

(–)

(–)

(–)

Bruttoergebnis1

1.200,0

1.247,5

3.628,3

3.801,7

Marketing- und Vertriebskosten1

–432,6

–427,8

–1.321,7

–1.364,6

(Davon: Abschreibungen
immaterieller Vermögenswerte)1

(–133,9)

(–143,7)

(–419,5)

(–453,6)

Lizenz- und Provisionsaufwendungen

–128,3

–139,3

–393,8

–422,4

Verwaltungskosten

–55,4

–49,3

–163,6

–149,2

Sonstige betriebliche
Aufwendungen und Erträge

62,8

–95,0

–17,0

–275,8

Forschungs- und Entwicklungskosten

–409,8

–295,7

–1.019,7

–912,7

 

 

 

 

 

Operatives Ergebnis (EBIT)

236,9

240,5

712,4

677,1

Abschreibungen

179,7

190,6

558,3

606,6

Wertminderungen

19,6

14,7

37,7

48,6

Wertaufholungen

–0,3

EBITDA

436,2

445,8

1.308,4

1.331,8

Sondereinflüsse

12,5

21,6

30,3

48,1

EBITDA vor Sondereinflüssen (Segmentergebnis)

448,7

467,4

1.338,7

1.379,9

 

 

 

 

 

EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen
(in % der Umsatzerlöse)

30,6

33,1

31,2

32,3

 

 

 

 

 

Betriebsvermögen (netto)2

 

 

6.608,2

6.890,7

Segmentverbindlichkeiten2

 

 

–1.324,3

–1.358,0

Investitionen in Sachanlagen3

50,1

38,1

111,9

84,9

Investitionen in immaterielle Vermögenswerte3

32,1

7,5

57,6

48,0

 

 

 

 

 

Mittelfluss aus betrieblicher Tätigkeit3

448,1

528,5

1.173,6

1.268,7

Business Free Cash Flow

377,3

512,0

1.194,6

1.337,7

XLS

Segmentbericht – Informationen nach Sparten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Consumer Health4

in Mio €

Q3 – 2014

Q3 – 2013

Jan.–Sept. 2014

Jan.–Sept. 2013

1

Der Ausweis der Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte (ohne Software) wurde geändert. Siehe Erläuterungen im Abschnitt „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“.

2

Werte im Berichtsjahr zum 30. September 2014, Vorjahreswerte zum 31. Dezember 2013.

3

Gemäß Konzernkapitalflussrechnung.

4

Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe nachfolgende Erläuterungen.

Umsatzerlöse

204,1

201,2

569,1

561,8

Lizenz- und Provisionserlöse

0,9

0,5

1,5

1,8

Gesamterlöse

205,0

201,7

570,6

563,6

 

 

 

 

 

Herstellungskosten1

–63,2

–60,6

–182,5

–179,9

(Davon: Abschreibungen
immaterieller Vermögenswerte)1

(–)

(–)

(–)

(–)

Bruttoergebnis1

141,8

141,1

388,1

383,7

Marketing- und Vertriebskosten1

–77,4

–72,1

–216,8

–214,7

(Davon: Abschreibungen
immaterieller Vermögenswerte)1

(–0,7)

(–0,6)

(–2,0)

(–1,7)

Lizenz- und Provisionsaufwendungen

–1,7

–0,6

–2,5

–1,7

Verwaltungskosten

–7,1

–6,0

–20,0

–18,1

Sonstige betriebliche
Aufwendungen und Erträge

–8,4

–1,7

–18,3

–5,9

Forschungs- und Entwicklungskosten

–5,1

–5,7

–14,8

–17,3

 

 

 

 

 

Operatives Ergebnis (EBIT)

42,1

55,1

115,7

126,1

Abschreibungen

2,5

1,9

7,3

6,7

Wertminderungen

0,2

Wertaufholungen

EBITDA

44,6

57,1

123,0

133,0

Sondereinflüsse

4,0

1,1

8,2

–0,1

EBITDA vor Sondereinflüssen (Segmentergebnis)

48,6

58,2

131,2

132,9

 

 

 

 

 

EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen
(in % der Umsatzerlöse)

23,8

28,9

23,1

23,7

 

 

 

 

 

Betriebsvermögen (netto)2

 

 

373,1

335,5

Segmentverbindlichkeiten2

 

 

–107,0

–74,5

Investitionen in Sachanlagen3

1,8

0,7

4,8

1,9

Investitionen in immaterielle Vermögenswerte3

0,5

0,1

2,2

0,3

 

 

 

 

 

Mittelfluss aus betrieblicher Tätigkeit3

35,6

39,8

96,4

87,8

Business Free Cash Flow

13,2

36,9

65,6

108,7

XLS

Segmentbericht – Informationen nach Sparten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Performance Materials

in Mio €

Q3 – 2014

Q3 – 2013

Jan.–Sept. 2014

Jan.–Sept. 2013

1

Der Ausweis der Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte (ohne Software) wurde geändert. Siehe Erläuterungen im Abschnitt „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“.

2

Werte im Berichtsjahr zum 30. September 2014, Vorjahreswerte zum 31. Dezember 2013.

3

Gemäß Konzernkapitalflussrechnung.

Umsatzerlöse

576,1

406,5

1.484,0

1.258,9

Lizenz- und Provisionserlöse

0,2

0,8

1,6

Gesamterlöse

576,1

406,7

1.484,8

1.260,5

 

 

 

 

 

Herstellungskosten1

–300,9

–148,8

–704,0

–465,6

(Davon: Abschreibungen
immaterieller Vermögenswerte)1

(–18,1)

(–0,2)

(–19,4)

(–0,5)

Bruttoergebnis1

275,2

257,9

780,8

794,9

Marketing- und Vertriebskosten1

–44,9

–38,2

–129,5

–117,4

(Davon: Abschreibungen
immaterieller Vermögenswerte)1

(–3,5)

(–3,3)

(–10,4)

(–10,1)

Lizenz- und Provisionsaufwendungen

–0,6

–0,3

–2,3

–1,1

Verwaltungskosten

–18,4

–7,0

–40,9

–21,8

Sonstige betriebliche
Aufwendungen und Erträge

–13,9

1,0

–46,8

–28,7

Forschungs- und Entwicklungskosten

–45,2

–36,8

–120,1

–106,6

 

 

 

 

 

Operatives Ergebnis (EBIT)

152,1

176,6

441,3

519,3

Abschreibungen

65,9

25,3

132,6

81,9

Wertminderungen

0,2

1,3

9,5

Wertaufholungen

–0,4

–0,6

–0,1

EBITDA

217,6

202,2

574,5

610,6

Sondereinflüsse

25,3

–5,4

81,2

2,5

EBITDA vor Sondereinflüssen (Segmentergebnis)

242,9

196,8

655,7

613,2

 

 

 

 

 

EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen
(in % der Umsatzerlöse)

42,2

48,4

44,2

48,7

 

 

 

 

 

Betriebsvermögen (netto)2

 

 

3.426,7

1.044,7

Segmentverbindlichkeiten2

 

 

–295,9

–155,9

Investitionen in Sachanlagen3

26,3

13,4

55,0

34,4

Investitionen in immaterielle Vermögenswerte3

1,5

1,3

4,5

3,0

 

 

 

 

 

Mittelfluss aus betrieblicher Tätigkeit3

244,2

230,7

612,6

606,1

Business Free Cash Flow

166,9

219,9

511,8

620,8

XLS

Segmentbericht – Informationen nach Sparten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Merck Millipore

in Mio €

Q3 – 2014

Q3 – 2013

Jan.–Sept. 2014

Jan.–Sept. 2013

1

Der Ausweis der Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte (ohne Software) wurde geändert. Siehe Erläuterungen im Abschnitt „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“.

2

Werte im Berichtsjahr zum 30. September 2014, Vorjahreswerte zum 31. Dezember 2013.

3

Gemäß Konzernkapitalflussrechnung.

Umsatzerlöse

660,8

639,0

1.976,0

1.974,0

Lizenz- und Provisionserlöse

3,6

6,5

10,3

14,8

Gesamterlöse

664,4

645,5

1.986,3

1.988,8

 

 

 

 

 

Herstellungskosten1

–292,1

–274,5

–854,6

–864,4

(Davon: Abschreibungen
immaterieller Vermögenswerte)1

(–11,9)

(–11,9)

(–35,6)

(–36,2)

Bruttoergebnis1

372,3

370,9

1.131,8

1.124,4

Marketing- und Vertriebskosten1

–205,6

–209,2

–613,2

–628,9

(Davon: Abschreibungen
immaterieller Vermögenswerte)1

(–38,1)

(–38,0)

(–113,0)

(–114,6)

Lizenz- und Provisionsaufwendungen

–3,9

–4,3

–11,4

–12,1

Verwaltungskosten

–26,3

–24,9

–80,7

–74,6

Sonstige betriebliche
Aufwendungen und Erträge

–23,0

–25,6

–73,1

–76,0

Forschungs- und Entwicklungskosten

–41,8

–40,4

–119,5

–121,4

 

 

 

 

 

Operatives Ergebnis (EBIT)

71,7

66,6

233,9

211,3

Abschreibungen

77,9

78,1

229,5

233,0

Wertminderungen

0,3

0,1

Wertaufholungen

–0,1

–0,1

EBITDA

149,6

144,7

463,7

444,4

Sondereinflüsse

10,9

12,5

32,2

30,6

EBITDA vor Sondereinflüssen (Segmentergebnis)

160,5

157,2

495,9

475,0

 

 

 

 

 

EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen
(in % der Umsatzerlöse)

24,3

24,6

25,1

24,1

 

 

 

 

 

Betriebsvermögen (netto)2

 

 

6.185,9

5.987,1

Segmentverbindlichkeiten2

 

 

–399,5

–391,9

Investitionen in Sachanlagen3

44,5

24,0

89,2

50,0

Investitionen in immaterielle Vermögenswerte3

–2,4

3,3

0,5

7,0

 

 

 

 

 

Mittelfluss aus betrieblicher Tätigkeit3

162,9

170,3

368,1

370,1

Business Free Cash Flow

108,5

139,0

288,4

376,8

XLS

Segmentbericht – Informationen nach Sparten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Konzernkosten und Sonstiges

in Mio €

Q3 – 2014

Q3 – 2013

Jan.–Sept. 2014

Jan.–Sept. 2013

1

Der Ausweis der Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte (ohne Software) wurde geändert. Siehe Erläuterungen im Abschnitt „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“.

2

Werte im Berichtsjahr zum 30. September 2014, Vorjahreswerte zum 31. Dezember 2013.

3

Gemäß Konzernkapitalflussrechnung.

4

Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe nachfolgende Erläuterungen.

Umsatzerlöse

Lizenz- und Provisionserlöse

Gesamterlöse

 

 

 

 

 

Herstellungskosten1

–1,2

–1,1

–2,9

–3,3

(Davon: Abschreibungen
immaterieller Vermögenswerte)1

(–)

(–)

(–)

(–)

Bruttoergebnis1

–1,2

–1,1

–2,9

–3,3

Marketing- und Vertriebskosten1

–0,3

1,6

0,8

0,9

(Davon: Abschreibungen
immaterieller Vermögenswerte)1

(–)

(–)

(–)

(–)

Lizenz- und Provisionsaufwendungen

0,1

Verwaltungskosten

–48,8

–49,6

–134,2

–143,2

Sonstige betriebliche
Aufwendungen und Erträge4

–21,8

–7,1

–26,4

–40,5

Forschungs- und Entwicklungskosten

–1,8

–0,8

–2,6

–1,2

 

 

 

 

 

Operatives Ergebnis (EBIT)

–73,8

–57,0

–165,1

–187,3

Abschreibungen

3,7

3,7

10,7

10,6

Wertminderungen

3,6

3,6

0,3

Wertaufholungen

–0,1

EBITDA

–66,5

–53,3

–150,9

–176,5

Sondereinflüsse

22,4

4,4

38,7

33,6

EBITDA vor Sondereinflüssen (Segmentergebnis)

–44,1

–48,9

–112,2

–142,9

 

 

 

 

 

EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen
(in % der Umsatzerlöse)

 

 

 

 

 

Betriebsvermögen (netto)2

 

 

64,5

36,0

Segmentverbindlichkeiten2

 

 

–54,6

–64,8

Investitionen in Sachanlagen3

5,1

2,1

8,9

64,1

Investitionen in immaterielle Vermögenswerte3

3,6

3,9

9,3

8,0

 

 

 

 

 

Mittelfluss aus betrieblicher Tätigkeit3

–164,7

–142,5

–686,5

–547,6

Business Free Cash Flow

–51,9

–55,0

–130,1

–214,4

XLS

Segmentbericht – Informationen nach Sparten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Konzern

in Mio €

Q3 – 2014

Q3 – 2013

Jan.–Sept. 2014

Jan.–Sept. 2013

1

Der Ausweis der Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte (ohne Software) wurde geändert. Siehe Erläuterungen im Abschnitt „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“.

2

Werte im Berichtsjahr zum 30. September 2014, Vorjahreswerte zum 31. Dezember 2013.

3

Gemäß Konzernkapitalflussrechnung.

4

Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe nachfolgende Erläuterungen.

Umsatzerlöse

2.905,6

2.659,5

8.315,0

8.063,8

Lizenz- und Provisionserlöse

30,8

92,3

149,4

289,6

Gesamterlöse

2.936,4

2.751,8

8.464,4

8.353,4

 

 

 

 

 

Herstellungskosten1

–948,2

–735,5

–2.538,3

–2.252,0

(Davon: Abschreibungen
immaterieller Vermögenswerte)1

(–30,0)

(–12,1)

(–54,9)

(–36,7)

Bruttoergebnis1

1.988,2

2.016,3

5.926,1

6.101,3

Marketing- und Vertriebskosten1

–760,7

–745,7

–2.280,4

–2.324,6

(Davon: Abschreibungen
immaterieller Vermögenswerte)1

(–176,2)

(–185,6)

(–544,8)

(–580,0)

Lizenz- und Provisionsaufwendungen

–134,4

–144,4

–409,9

–437,2

Verwaltungskosten

–156,0

–136,7

–439,3

–407,0

Sonstige betriebliche
Aufwendungen und Erträge4

–4,4

–128,4

–181,6

–426,9

Forschungs- und Entwicklungskosten

–503,8

–379,3

–1.276,8

–1.159,1

 

 

 

 

 

Operatives Ergebnis (EBIT)

428,9

481,8

1.338,2

1.346,6

Abschreibungen

329,7

299,7

938,3

938,5

Wertminderungen

23,2

14,9

42,9

58,6

Wertaufholungen

–0,4

–0,1

–0,7

–0,6

EBITDA

781,5

796,4

2.318,7

2.343,4

Sondereinflüsse

75,1

34,2

190,6

114,8

EBITDA vor Sondereinflüssen (Segmentergebnis)

856,6

830,7

2.509,4

2.458,1

 

 

 

 

 

EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen
(in % der Umsatzerlöse)

29,5

31,2

30,2

30,5

 

 

 

 

 

Betriebsvermögen (netto)2

 

 

16.658,4

14.294,0

Segmentverbindlichkeiten2

 

 

–2.181,4

–2.045,1

Investitionen in Sachanlagen3

127,8

78,1

269,9

235,3

Investitionen in immaterielle Vermögenswerte3

35,2

16,2

74,1

66,3

 

 

 

 

 

Mittelfluss aus betrieblicher Tätigkeit3

726,2

826,8

1.564,2

1.785,1

Business Free Cash Flow

614,1

852,9

1.930,4

2.229,5

Die Segmentierung erfolgt in Übereinstimmung mit der internen Organisations- und Berichtsstruktur der Merck-Gruppe. Die Tätigkeitsfelder der einzelnen Sparten sind ausführlich in den Kapiteln zu den Sparten im Zwischenlagebericht beschrieben.

Die Spalte „Konzernkosten und Sonstiges“ beinhaltet Vermögenswerte und Schulden sowie Aufwendungen und Erträge, die den berichtspflichtigen Segmenten nicht direkt zuordenbar sind. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um die zentralen Konzernfunktionen. Im Weiteren dient die Spalte der Überleitung auf den Konzern. Aus dem Finanzergebnis sowie aus den Ertragsteuern resultierende Cash Flows werden ebenfalls unter „Konzernkosten und Sonstiges“ ausgewiesen.

Maßstab für den Erfolg eines Segments sind neben den Umsatzerlösen vor allem das EBITDA vor Sondereinflüssen (Segmentergebnis) und der Business Free Cash Flow. Das EBITDA vor Sondereinflüssen und der Business Free Cash Flow sind Kennzahlen, welche nach den International Financial Reporting Standards nicht definiert sind. Sie stellen jedoch wichtige Steuerungsgrößen für die Merck-Gruppe dar. Um ein besseres Verständnis des operativen Geschäfts zu vermitteln, werden beim EBITDA vor Sondereinflüssen Abschreibungen und Wertberichtigungen sowie die im Folgenden abgebildeten Sondereinflüsse, welche klar definierte Einmalaufwendungen und –erträge darstellen, nicht berücksichtigt. Der Business Free Cash Flow wird unter anderem zur Vereinbarung interner Zielvorgaben und zur Bemessung individueller Boni verwendet.

Die Verrechnungspreise für konzerninterne Umsätze werden marktorientiert festgelegt. Zwischen den Segmenten bestanden keine wesentlichen Innenbeziehungen.

Im Folgenden ist die Überleitung der Segmentergebnisse aller operativen Geschäfte auf das Ergebnis vor Ertragsteuern der Merck-Gruppe dargestellt.

XLS

 

 

 

 

 

in Mio €

Q3 – 2014

Q3 – 2013

Jan.–Sept. 2014

Jan.–Sept. 2013

Summe EBITDA vor Sondereinflüssen
der operativen Geschäfte

900,7

879,6

2.621,5

2.601,0

Konzernkosten und Sonstiges

–44,1

–48,9

–112,2

–142,9

EBITDA vor Sondereinflüssen Merck-Gruppe

856,6

830,7

2.509,4

2.458,1

Abschreibungen / Wertminderungen / Wertaufholungen

–352,6

–314,6

–980,5

–996,8

Sondereinflüsse

–75,1

–34,2

–190,6

–114,8

Operatives Ergebnis (EBIT)

428,9

481,8

1.338,2

1.346,6

Finanzergebnis

–57,2

–51,9

–142,2

–159,1

Ergebnis vor Ertragsteuern

371,7

430,0

1.196,0

1.187,5

Der Business Free Cash Flow setzte sich folgendermaßen zusammen:

XLS

 

 

 

 

 

in Mio €

Q3 – 2014

Q3 – 2013

Jan.–Sept. 2014

Jan.–Sept. 2013

EBITDA vor Sondereinflüssen

856,6

830,7

2.509,4

2.458,1

Abzüglich Investitionen in Sachanlagen,
Software sowie geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte

–136,3

–88,8

–295,1

–258,7

Veränderungen der Vorräte gemäß Bilanzausweis

–37,1

–32,6

–181,7

–31,7

Veränderungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gemäß Bilanzausweis

–49,3

143,6

–246,8

61,7

Anpassungen Erstkonsolidierung
AZ Electronic Materials

–19,8

144,6

Business Free Cash Flow

614,1

852,9

1.930,4

2.229,5

Die Sondereinflüsse setzten sich folgendermaßen zusammen:

XLS

 

 

 

 

 

in Mio €

Q3 – 2014

Q3 – 2013

Jan.–Sept. 2014

Jan.–Sept. 2013

Restrukturierungsaufwendungen

–24,2

–32,9

–59,8

–79,5

Integrationskosten / IT-Kosten

–23,8

–10,5

–58,4

–28,0

Gewinne / Verluste aus abgegangenen Geschäften

–1,1

5,1

5,3

–13,3

Akquisitionskosten

–21,1

–67,7

Sonstige Sondereinflüsse

–5,0

4,1

–10,0

6,1

Sondereinflüsse ohne
Wertminderungen / Wertaufholungen

–75,1

–34,2

–190,6

–114,8

Wertminderungen

–3,8

–14,7

–7,7

–45,9

Wertaufholungen

Sondereinflüsse (Gesamt)

–79,0

–48,9

–198,3

–160,6

Die Restrukturierungsaufwendungen des laufenden Geschäftsjahrs in Höhe von 59,8 Mio € (Vorjahreszeitraum: 79,5 Mio €) standen überwiegend in Zusammenhang mit dem Transformations- und Wachstumsprogramm „Fit für 2018“. Die Wertminderungen entfielen in Höhe von 4,1 Mio € (Vorjahreszeitraum: 30,4 Mio €) ebenfalls auf das Programm, sodass sich mit den Restrukturierungsaufwendungen insgesamt Aufwendungen in Höhe von 60,9 Mio € (Vorjahreszeitraum: 110,0 Mio €) im Zusammenhang mit „Fit für 2018“ ergaben.

Für das im Segmentbericht dargestellte Betriebsvermögen galt folgende Überleitung auf das Gesamtvermögen der Merck-Gruppe:

XLS

 

 

 

in Mio €

30. September 2014

31. Dezember 2013

Vermögenswerte

22.721,5

20.818,6

Monetäre Aktiva (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, kurzfristige finanzielle Vermögenswerte, Ausleihungen, Wertpapiere)

–2.799,6

–3.539,3

Nicht operative Forderungen, Ertragsteuererstattungsansprüche, latente Steuern und Vermögenswerte aus leistungsorientierten Versorgungsplänen

–1.082,1

–913,1

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

–27,1

Betriebsvermögen (brutto)

18.839,7

16.339,1

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

–1.370,3

–1.364,1

Sonstige operative Verbindlichkeiten

–811,1

–681,0

Segmentverbindlichkeiten

–2.181,4

–2.045,1

Betriebsvermögen (netto)

16.658,4

14.294,0

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge enthalten das Beteiligungsergebnis in Höhe von 1,2 Mio € des laufenden Jahres (Vorjahreszeitraum: 1,4 Mio €), welches wie im Vorjahr auf „Konzernkosten und Sonstiges“ entfiel.

Im Folgenden sind die Anpassungen der Vorjahreswerte der Sparten Merck Serono und Consumer Health aufgrund der mit Wirkung zum 1. Januar 2014 erfolgten Übertragung der zwei Produktgruppen Neurobion® (ein Vitamin-B-basiertes Analgetikum) und Floratil® (ein probiotisches Antidiarrhoika) von der Sparte Merck Serono auf die Sparte Consumer Health dargestellt, unter Berücksichtigung des geänderten Ausweises der Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte.

XLS

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Merck Serono

in Mio €

Q3 – 2013 berichtet

Anpassung Produkt­gruppen

Ausweis­änderung1

Q3 – 2013 angepasst

Jan.–Sept. 2013 berichtet

Anpassung Produkt­gruppen

Ausweis­änderung1

Jan.–Sept. 2013 angepasst

1

Der Ausweis der Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte (ohne Software) wurde geändert. Siehe Erläuterungen im Abschnitt „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“.

2

Werte zum 31. Dezember 2013.

3

Gemäß Konzernkapitalflussrechnung.

Umsatzerlöse

1.483,0

–70,2

1.412,8

4.468,2

–199,1

4.269,1

Lizenz- und Provisionserlöse

85,1

85,1

271,4

271,3

Gesamterlöse

1.568,1

–70,2

1.497,9

4.739,5

–199,1

4.540,5

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Herstellungskosten1

–267,2

16,8

–250,4

–799,1

60,4

–738,8

(Davon: Abschreibungen
immaterieller Vermögenswerte)1

(–)

(–)

(–)

(–)

(–)

(–)

(–)

(–)

Bruttoergebnis1

1.301,0

–53,5

1.247,5

3.940,4

–138,7

3.801,7

Marketing- und Vertriebskosten1

–300,6

16,6

–143,7

–427,8

–964,7

53,7

–453,6

1.364,6

(Davon: Abschreibungen
immaterieller Vermögenswerte)1

(–)

(–)

(–143,7)

(–143,7)

(–)

(–)

(–453,6)

(–453,6)

Lizenz- und Provisionsaufwendungen

–139,4

0,1

–139,3

–422,7

0,3

–422,4

Verwaltungskosten

–51,0

1,7

–49,3

–154,3

5,2

–149,2

Sonstige betriebliche
Aufwendungen und Erträge

–94,4

–0,6

–95,0

–275,2

–0,6

–275,8

Forschungs- und Entwicklungskosten

–297,4

1,7

–295,7

–917,6

5,0

–912,7

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Operatives Ergebnis (EBIT)

274,5

–34,0

240,5

752,2

–75,1

677,1

Abschreibungen

190,6

190,6

606,6

606,6

Wertminderungen

14,7

14,7

48,6

48,6

Wertaufholungen

–0,3

–0,3

EBITDA

479,8

–34,0

445,8

1.407,0

–75,1

1.331,8

Sondereinflüsse

21,6

21,6

48,1

48,1

EBITDA vor Sondereinflüssen (Segmentergebnis)

501,4

–34,0

467,4

1.455,1

–75,1

1.379,9

 

 

 

 

 

 

 

 

 

EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen
(in % der Umsatzerlöse)

33,8

 

 

33,1

32,6

 

 

32,3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Betriebsvermögen (netto)2

 

 

 

 

6.968,0

–77,3

6.890,7

Segmentverbindlichkeiten2

 

 

 

 

–1.358,0

–1.358,0

Investitionen in Sachanlagen3

38,1

38,1

84,9

84,9

Investitionen in
immaterielle Vermögenswerte3

7,5

7,5

48,0

48,0

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mittelfluss aus betrieblicher Tätigkeit3

549,7

–21,2

528,5

1.326,6

–57,9

1.268,7

Business Free Cash Flow

536,6

–24,6

512,0

1.402,0

–64,3

1.337,7

XLS

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Consumer Health

in Mio €

Q3 – 2013 berichtet

Anpassung Produkt­gruppen

Ausweis­änderung1

Q3 – 2013 angepasst

Jan.–Sept. 2013 berichtet

Anpassung Produkt­gruppen

Ausweis­änderung1

Jan.–Sept. 2013 angepasst

1

Der Ausweis der Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte (ohne Software) wurde geändert. Siehe Erläuterungen im Abschnitt „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“.

2

Werte zum 31. Dezember 2013.

3

Gemäß Konzernkapitalflussrechnung.

Umsatzerlöse

131,0

70,2

201,2

362,7

199,1

561,8

Lizenz- und Provisionserlöse

0,5

0,5

1,8

1,8

Gesamterlöse

131,4

70,2

201,7

364,5

199,1

563,6

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Herstellungskosten1

–43,8

–16,8

–60,6

–119,5

–60,4

–179,9

(Davon: Abschreibungen
immaterieller Vermögenswerte)1

(–)

(–)

(–)

(–)

(–)

(–)

(–)

(–)

Bruttoergebnis1

87,6

53,5

141,1

245,0

138,7

383,7

Marketing- und Vertriebskosten1

–54,9

–16,6

–0,6

–72,1

–159,3

–53,7

–1,7

–214,7

(Davon: Abschreibungen
immaterieller Vermögenswerte)1

(–)

(–)

(–0,6)

(–0,6)

(–)

(–)

(–1,7)

(–1,7)

Lizenz- und Provisionsaufwendungen

–0,5

–0,1

–0,6

–1,3

–0,3

–1,7

Verwaltungskosten

–4,2

–1,7

–6,0

–12,9

–5,2

–18,1

Sonstige betriebliche
Aufwendungen und Erträge

–2,3

0,6

–1,7

–6,5

0,6

–5,9

Forschungs- und Entwicklungskosten

–3,9

–1,7

–5,7

–12,3

–5,0

–17,3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Operatives Ergebnis (EBIT)

21,1

34,0

55,1

51,0

75,1

126,1

Abschreibungen

1,9

1,9

6,7

6,7

Wertminderungen

0,2

0,2

Wertaufholungen

EBITDA

23,1

34,0

57,1

57,9

75,1

133,0

Sondereinflüsse

1,1

1,1

–0,1

–0,1

EBITDA vor Sondereinflüssen (Segmentergebnis)

24,2

34,0

58,2

57,8

75,1

132,9

 

 

 

 

 

 

 

 

 

EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen
(in % der Umsatzerlöse)

18,4

 

 

28,9

15,9

 

 

23,7

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Betriebsvermögen (netto)2

 

 

 

 

258,2

77,3

335,5

Segmentverbindlichkeiten2

 

 

 

 

–74,5

–74,5

Investitionen in Sachanlagen3

0,7

0,7

1,9

1,9

Investitionen in
immaterielle Vermögenswerte3

0,1

0,1

0,3

0,3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mittelfluss aus betrieblicher Tätigkeit3

18,6

21,2

39,8

29,9

57,9

87,8

Business Free Cash Flow

12,3

24,6

36,9

44,4

64,3

108,7

Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich aus dem den Anteilseignern der Merck KGaA zustehenden Ergebnis nach Steuern dividiert durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der theoretisch ausstehenden Aktien. Die theoretische Aktienzahl berücksichtigt, dass das Komplementärkapital nicht in Aktien verbrieft ist. Nachdem die ordentliche Hauptversammlung der Merck KGaA am 9. Mai 2014 einen Aktiensplit im Verhältnis 1:2 beschlossen hat, wurden die Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von je 2,60 € in je 2 Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von je 1,30 € geteilt. Entsprechend der neuen Unterteilung des Grundkapitals in Höhe von 168,0 Mio € in 129.242.252 Aktien errechnete sich eine theoretische Aktienzahl von 305.535.626 Stück für das Komplementärkapital in Höhe von 397,2 Mio €. Insgesamt ergaben sich somit 565,2 Mio € beziehungsweise 434.777.878 Stück theoretisch ausstehende Aktien. Unter Berücksichtigung des Aktiensplits belief sich die gewichtete durchschnittliche Aktienzahl im dritten Quartal und in den ersten neun Monaten des Jahres 2014 ebenfalls auf 434.777.878 Stück.

Zum Stichtag 30. September 2014 existierten keine potenziell verwässernd wirkenden Aktien. Das verwässerte Ergebnis je Aktie entsprach dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.

Die Berechnung des unverwässerten und des verwässerten Ergebnisses je Aktie wurde aufgrund des zum 30. Juni 2014 vollzogenen Aktiensplits rückwirkend für alle dargestellten Berichtsperioden angepasst.

Angaben zur Bewertung zum beizulegenden Zeitwert

Zum Abschlussstichtag wurden bei Merck als „Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ (available for sale financial assets) klassifizierte Vermögenswerte und derivative Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung und Reduzierung von Risiken aus Zins- und Währungspositionen eingesetzt.

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende derivative Finanzinstrumente:

XLS

 

 

 

 

 

 

Nominalvolumen

Marktwert

in Mio €

30.9.2014

31.12.2013

30.9.2014

31.12.2013

Bilanzielle Absicherung von Zahlungsströmen

9.773,9

4.073,5

9,6

82,2

Zinsabsicherung

650,0

650,0

–90,9

–39,9

Währungsabsicherung

9.123,9

3.423,5

100,5

122,1

Bilanzielle Absicherung des beizulegenden Zeitwerts

Zinsabsicherung

Währungsabsicherung

Ohne bilanziellen Sicherungszusammenhang

2.132,5

2.042,5

0,6

5,3

Zinsabsicherung

Währungsabsicherung

2.132,5

2.042,5

0,6

5,3

 

11.906,4

6.116,0

10,2

87,5

Für die Sicherungsgeschäfte (Nominalvolumen) bestanden zum Bilanzstichtag folgende Restlaufzeiten:

XLS

 

 

 

 

 

 

 

in Mio €

Restlaufzeit bis 1 Jahr

Restlaufzeit über 1 Jahr

Gesamt 30.9.2014

Restlaufzeit bis 1 Jahr

Restlaufzeit über 1 Jahr

Gesamt 31.12.2013

Devisentermingeschäfte

10.585,5

386,9

10.972,4

3.763,2

1.244,9

5.008,1

Devisenoptionen

228,6

55,4

284,0

297,2

160,7

457,9

Zinsswaps

650,0

650,0

650,0

650,0

 

10.814,1

1.092,3

11.906,4

4.060,4

2.055,6

6.116,0

Die zur Reduktion des Währungskursrisikos eingegangenen Devisentermingeschäfte und Devisenoptionen dienten im Wesentlichen der Absicherung künftiger Zahlungsströme sowie der Absicherung von konzerninternen Finanzierungen in Fremdwährung.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Bilanzpositionen auf die nach IFRS 7 zu bildenden Klassen von Finanzinstrumenten und gibt Informationen zur Bewertung zum beizulegenden Zeitwert:

XLS

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Folgebewertung nach IAS 39

 

 

in Mio. €

Buchwert 30.9.2014

Fortgeführte Anschaffungs­kosten

Anschaffungs­kosten

Beizulegender Zeitwert

Wertansatz nach IAS 17

Nicht finanzielle Posten

Beizu­legender Zeitwert 30.9.2014

Vermögenswerte

 

 

 

 

 

 

 

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

1.338,3

1.338,3

1.338,3

Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

1.316,6

21,1

1.295,5

 

Zu Handelszwecken gehalten (nicht derivativ)

Derivate ohne bilanziellen Sicherungszusammenhang

14,0

14,0

14,0

Bis zur Endfälligkeit zu halten

21,1

21,1

21,1

Kredite und Forderungen

Zur Veräußerung verfügbar

1.277,6

1.277,6

1.277,6

Derivate mit bilanziellem Sicherungszusammenhang

3,9

3,9

3,9

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

2.268,1

2.268,1

 

Kredite und Forderungen

2.268,1

2.268,1

2.268,1

Übrige kurz- und langfristige Vermögenswerte

601,2

153,3

129,1

318,8

 

Derivate ohne bilanziellen Sicherungszusammenhang

1,5

1,5

1,5

Kredite und Forderungen

153,3

153,3

153,3

Derivate mit bilanziellem Sicherungszusammenhang

127,6

127,6

127,6

Nicht-finanzielle Posten

318,8

318,8

 

Langfristige finanzielle Vermögenswerte

89,9

15,9

71,5

2,4

 

Derivate ohne bilanziellen Sicherungszusammenhang

Bis zur Endfälligkeit zu halten

Kredite und Forderungen

15,9

15,9

15,9

Zur Veräußerung verfügbar

73,9

71,5

2,4

73,9

Derivate mit bilanziellem Sicherungszusammenhang

 

 

 

 

 

 

 

 

Schulden

 

 

 

 

 

 

 

Kurz- und langfristige Finanzschulden

4.176,4

4.047,4

121,7

7,1

 

Derivate ohne bilanziellen Sicherungszusammenhang

10,4

10,4

10,4

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

4.047,4

4.047,4

4.368,9

Derivate mit bilanziellem Sicherungszusammenhang

111,3

111,3

111,3

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing

7,1

7,1

7,1

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

1.370,3

1.370,3

 

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

1.370,3

1.370,3

1.370,3

Übrige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten

885,7

207,2

15,1

663,4

 

Derivate ohne bilanziellen Sicherungszusammenhang

4,5

4,5

4,5

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

207,2

207,2

207,2

Derivate mit bilanziellem Sicherungszusammenhang

10,6

10,6

10,6

Nicht-finanzielle Posten

663,4

663,4

 

XLS

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Folgebewertung nach IAS 39

 

 

in Mio. €

Buchwert 31.12.2013

Fortgeführte Anschaffungs­kosten

Anschaffungs­kosten

Beizulegender Zeitwert

Wertansatz nach IAS 17

Nicht finanzielle Posten

Beizu­legender Zeitwert 31.12.2013

Vermögenswerte

 

 

 

 

 

 

 

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

980,8

980,8

980,8

Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

2.410,5

80,7

2.329,8

 

Zu Handelszwecken gehalten (nicht derivativ)

Derivate ohne bilanziellen Sicherungszusammenhang

6,8

6,8

6,8

Bis zur Endfälligkeit zu halten

53,4

53,4

53,4

Kredite und Forderungen

27,3

27,3

27,3

Zur Veräußerung verfügbar

2.312,1

2.312,1

2.312,1

Derivate mit bilanziellem Sicherungszusammenhang

10,9

10,9

10,9

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

2.021,4

2.021,4

 

Kredite und Forderungen

2.021,4

2.021,4

2.021,4

Übrige kurz- und langfristige Vermögenswerte

466,2

115,4

126,6

224,2

 

Derivate ohne bilanziellen Sicherungszusammenhang

2,9

2,9

2,9

Kredite und Forderungen

115,4

115,4

115,4

Derivate mit bilanziellem Sicherungszusammenhang

123,7

123,7

123,7

Nicht-finanzielle Posten

224,2

224,2

 

Langfristige finanzielle Vermögenswerte

77,8

15,8

52,3

9,7

 

Derivate ohne bilanziellen Sicherungszusammenhang

Bis zur Endfälligkeit zu halten

Kredite und Forderungen

15,8

15,8

15,8

Zur Veräußerung verfügbar

57,3

52,3

5,0

57,3

Derivate mit bilanziellem Sicherungszusammenhang

4,7

4,7

4,7

 

 

 

 

 

 

 

 

Schulden

 

 

 

 

 

 

 

Kurz- und langfristige Finanzschulden

3.697,9

3.630,8

59,4

7,7

 

Derivate ohne bilanziellen Sicherungszusammenhang

4,0

4,0

4,0

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

3.630,8

3.630,8

3.916,6

Derivate mit bilanziellem Sicherungszusammenhang

55,4

55,4

55,4

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing

7,7

7,7

7,7

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

1.364,1

1.364,1

 

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

1.364,1

1.364,1

1.364,1

Übrige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten

1.140,1

581,1

2,1

556,9

 

Derivate ohne bilanziellen Sicherungszusammenhang

0,4

0,4

0,4

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

581,1

581,1

581,1

Derivate mit bilanziellem Sicherungszusammenhang

1,7

1,7

1,7

Nicht-finanzielle Posten

556,9

556,9

 

Der beizulegende Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und Schulden basiert auf offiziellen Kursen und quotierten Marktwerten zum Bilanzstichtag (Vermögenswerte und Schulden des Levels 1) sowie finanzmathematischen Berechnungsmodellen mit zum Bilanzstichtag am Markt beobachtbaren Inputfaktoren (Vermögenswerte und Schulden des Levels 2). Vermögenswerte des Levels 1 sind Aktien und Anleihen und gehören der Kategorie „Zur Veräußerung verfügbar“ an, Schulden des Levels 1 sind begebene Anleihen und gehören der Kategorie „Sonstige Verbindlichkeiten“ an. Vermögenswerte und Schulden des Levels 2 sind im Wesentlichen Bankverbindlichkeiten der Kategorie „Sonstige Verbindlichkeiten“, zinstragende Wertpapiere der Kategorie „Zur Veräußerung verfügbar“ sowie Derivate mit und ohne bilanziellen Sicherungszusammenhang. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zinstragender Wertpapiere erfolgt durch die Diskontierung zukünftiger Zahlungsströme mit am Markt beobachtbaren Zinssätzen. Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften und Fremdwährungsoptionen erfolgt mithilfe am Markt beobachtbarer Kassa- und Terminkurse sowie Wechselkursvolatilitäten unter Verwendung anerkannter finanzmathematischer Verfahren. Die Bewertung von Zinsswaps basiert auf marktüblichen Bewertungsmodellen und am Markt verfügbaren Zinskurven.

Die Beträge der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente und der wesentlichen vom Buchwert abweichenden Angaben beizulegender Zeitwerte ermittelten sich folgendermaßen:

XLS

 

 

 

in Mio €
30.9.2014

Vermögens-werte

Schulden

Bewertung durch offizielle Kurse und quotierte Marktwerte (Level 1)

1.130,5

3.450,0

davon als „Zur Veräußerung verfügbar“ kategorisiert

1.130,5

davon als „Sonstige Verbindlichkeiten“ kategorisiert

3.450,0

Bewertung mithilfe am Markt beobachtbarer Inputfaktoren (Level 2)

296,5

1.055,7

davon als „Zur Veräußerung verfügbar“ kategorisiert

149,5

davon Derivate mit bilanziellem Sicherungszusammenhang

131,5

121,9

davon Derivate ohne bilanziellen Sicherungszusammenhang

15,5

14,9

davon als „Sonstige Verbindlichkeiten“ kategorisiert

918,9

Bewertung mithilfe nicht am Markt beobachtbarer Inputfaktoren (Level 3)

XLS

 

 

 

in Mio €
31.12.2013

Vermögens-werte

Schulden

Bewertung durch offizielle Kurse und quotierte Marktwerte (Level 1)

1.396,5

3.414,3

davon als „Zur Veräußerung verfügbar“ kategorisiert

1.396,5

davon als „Sonstige Verbindlichkeiten“ kategorisiert

3.414,3

Bewertung mithilfe am Markt beobachtbarer Inputfaktoren (Level 2)

1.069,6

563,8

davon als „Zur Veräußerung verfügbar“ kategorisiert

920,6

davon Derivate mit bilanziellem Sicherungszusammenhang

139,3

57,1

davon Derivate ohne bilanziellen Sicherungszusammenhang

9,7

4,4

davon als „Sonstige Verbindlichkeiten“ kategorisiert

502,3

Bewertung mithilfe nicht am Markt beobachtbarer Inputfaktoren (Level 3)

Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen

Zum 30. September 2014 bestanden Verbindlichkeiten der Merck Financial Services GmbH gegenüber der E. Merck KG in Höhe von 575,3 Mio € sowie gegenüber der Merck Capital Asset Management, Malta, in Höhe von 0,2 Mio €. Ferner bestanden per 30. September 2014 Forderungen der Merck KGaA gegenüber der E. Merck Beteiligungen KG in Höhe von 8,4 Mio € sowie der Merck & Cie, Schweiz, gegenüber der E. Merck KG in Höhe von 5,6 Mio €. Die Salden resultierten im Wesentlichen aus den Ergebnisabführungen der Merck & Cie an die E. Merck KG sowie den gegenseitigen Ergebnisabführungen zwischen Merck KGaA und E. Merck KG. Sie enthielten Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 575,5 Mio €, die zu marktüblichen Konditionen verzinst wurden.

Von Januar bis September 2014 erbrachte die Merck KGaA Dienstleistungen für die E. Merck KG im Wert von 1,0 Mio €, für die E. Merck Beteiligungen KG im Wert von 0,3 Mio € und für die Emanuel-Merck-Vermögens-KG im Wert von 0,3 Mio €. Im gleichen Zeitraum erbrachte die E. Merck KG Dienstleistungen für die Merck KGaA im Wert von 0,5 Mio €.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag von besonderer Bedeutung, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Merck-Gruppe zu erwarten ist, sind nicht eingetreten.

Darmstadt, 11. November 2014

Unterschrift Karl-Ludwig Kley (Handschrift)

Karl-Ludwig Kley

Unterschrift Kai Beckmann (Handschrift)

Kai Beckmann

Unterschrift Marcus Kuhnert (Handschrift)

Marcus Kuhnert

Unterschrift Stefan Oschmann (Handschrift)

Stefan Oschmann

Unterschrift Bernd Reckmann (Handschrift)

Bernd Reckmann