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Performance Materials

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Performance Materials | Kennzahlen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio €

Q3 – 2014

Q3 – 2013

Verände­rung in %

Jan.–Sept.
2014

Jan.–Sept.
2013

Verände­rung in %

Gesamterlöse

576,1

406,7

41,7

1.484,8

1.260,5

17,8

Umsatzerlöse

576,1

406,5

41,7

1.484,0

1.258,9

17,9

Operatives Ergebnis (EBIT)

152,1

176,6

–13,9

441,3

519,3

–15,0

Marge (in % der Umsatzerlöse)

26,4

43,5

 

29,7

41,3

 

EBITDA

217,6

202,2

7,6

574,5

610,6

–5,9

Marge (in % der Umsatzerlöse)

37,8

49,7

 

38,7

48,5

 

EBITDA vor Sondereinflüssen

242,9

196,8

23,4

655,7

613,2

6,9

Marge (in % der Umsatzerlöse)

42,2

48,4

 

44,2

48,7

 

Business Free Cash Flow

166,9

219,9

–24,1

511,8

620,8

–17,6

Entwicklung der Umsatzerlöse sowie der Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Sparte Performance Materials wuchsen im dritten Quartal 2014 um 41,7 % auf 576 Mio € (Q3 2013: 406 Mio €). Zu dieser Steigerung trugen sowohl ein erfreuliches organisches Wachstum von 7,0 % als auch akquisitionsbedingte Umsatzsteigerungen von 35,0 % beziehungsweise 142 Mio € bei. Negative Währungseffekte von –0,2 % belasteten nur noch leicht die Umsatzerlöse im Berichtsquartal. Zum organischen Wachstum trug hauptsächlich die Einheit Liquid Crystals bei. Der akquisitionsbedingte Umsatzzuwachs war auf die zum 2. Mai 2014 erfolgte Erstkonsolidierung von AZ Electronic Materials zurückzuführen, deren Integration nach Plan verläuft.

Die Geschäftseinheit Liquid Crystals behauptete auch im dritten Quartal 2014 ihre Marktführerschaft bei Flüssigkristallmaterialien. Organisch erzielten die beiden führenden Technologien (PS-VA und IPS) aufgrund der anhaltenden Nachfrage nach hochwertigen und großflächigen Fernsehgeräten ein starkes Umsatzwachstum. Unterstützend wirkte sich hier die Absatzentwicklung der neuen UB-FFS-Technologie aus, die hauptsächlich bei Smartphones und Tablet-PCs zum Einsatz kommt. Die gestiegenen Absatzmengen wurden durch übliche Preisrückgänge bei Flüssigkristallen teilweise kompensiert.

Die Geschäftseinheit Pigments & Cosmetics verzeichnete im Berichtsquartal einen leichten organischen Umsatzrückgang. Trotz der weiterhin sehr guten Umsatzentwicklung der Xirallic®-Produktfamilie, die insbesondere in Automobillacken zum Einsatz kommt, führte die schwächere Nachfrage nach anderen Materialien insgesamt zu leicht rückläufigen Umsätzen.

Performance Materials | Umsatzerlöse nach Regionen – Q3 2014

Performance Materials | Umsatzerlöse nach Regionen – Q3 2014 (Tortendiagramm)

Die Region Emerging Markets generierte mit einem Anteil von 74 % (Q3 2013: 76 %) weiterhin den mit Abstand höchsten Beitrag zu den Umsatzerlösen der Sparte. Dies ist auf die Konzentration der Abnehmer von Flüssigkristallen sowie von Hightech-Materialien der neuen Geschäftseinheit AZ in Asien zurückzuführen. In dieser Region erzielte die Sparte ein organisches Umsatzwachstum von 7,7 %. Akquisitionsbedingt, das heißt durch die Übernahme von AZ, nahmen die Umsätze in den Emerging Markets um 30,4 % zu. Unter Berücksichtigung positiver Währungseffekte von 0,5 % wuchsen die Umsätze in dieser Region insgesamt auf 428 Mio € (Q3 2013: 309 Mio €) an.

Die Region Übrige Welt, mit Japan als dem wichtigsten Markt, verzeichnete einen organischen Anstieg der Umsatzerlöse von 17,4 %. Der akquisitionsbedingte Zuwachs aus dem Erwerb von AZ betrug 48,0 %. Zusammen mit negativen Währungseffekten von –7,2 % ergaben sich damit Umsatzerlöse von 62 Mio € (Q3 2013: 39 Mio €). Der Umsatzanteil der Region Übrige Welt stieg damit um einen Prozentpunkt auf 11 %.

Im dritten Quartal 2014 erzielte die Sparte in der Region Europa Umsatzerlöse in Höhe von 47 Mio € (Q3 2013: 37 Mio €). Damit betrug der europäische Anteil an den Spartenumsätzen 8 % (Q3 2013: 9 %). Das erzielte organische Wachstum in Höhe von 0,6 % war auf die Geschäftseinheit Pigments & Cosmetics, unter anderem aufgrund der Nachfrage nach Xirallic®-Pigmenten, zurückzuführen. Bedingt durch die erfolgte Erstkonsolidierung von AZ stieg der Umsatz in Europa um 26,9 %. In Nordamerika erhöhten sich die Umsatzerlöse im Berichtsquartal um 80,8 % auf 39 Mio € (Q3 2013: 21 Mio €). Ausschlaggebend für diese Steigerung war der akquisitionsbedingte Umsatzanstieg von 90,7 %. Organisch sanken die Umsätze um –11,3 % aufgrund der schwächeren Nachfrage der Kosmetikindustrie. Die Region steuerte damit im Berichtsquartal 7 % (Q3 2013: 5 %) zu den Umsatzerlösen der Sparte bei.

XLS

Performance Materials | Komponenten der Umsatzentwicklung nach Regionen – Q3 2014

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio €
Veränderung in %

Umsatzerlöse

Organisches Wachstum

Währungs­effekte

Akquisitionen/
Veräußerungen

Gesamt­veränderung

Europa

47,4

0,6

0,3

26,9

27,8

Nordamerika

38,8

–11,3

1,5

90,7

80,8

Emerging Markets

427,6

7,7

0,5

30,4

38,6

Übrige Welt

62,3

17,4

–7,2

48,0

58,1

Performance Materials

576,1

7,0

–0,2

35,0

41,7

In den ersten neun Monaten 2014 stieg der Umsatz der Sparte Performance Materials auf 1.484 Mio € (Jan.–Sept. 2013: 1.259 Mio €). Dieses starke Wachstum war auf eine organische Steigerung von 3,3 % sowie auf einen akquisitionsbedingten Anstieg von 18,3 % zurückzuführen. Gegenläufige negative Währungseffekte von –3,7 % belasteten hingegen die Spartenumsätze. Die Absatzmengen von Flüssigkristallen entwickelten sich in den ersten neun Monaten 2014 dank der weiterhin hohen Nachfrage seitens der Display-Hersteller gut, sodass ein moderates organisches Umsatzwachstum erzielt wurde. Unter Berücksichtigung der negativen Wechselkurseffekte, die im Wesentlichen auf die Währungskursentwicklung im ersten Halbjahr 2014 zurückzuführen waren, konnte die Geschäftseinheit Liquid Crystals allerdings den Vorjahresumsatz nicht erreichen. Die Entwicklung der Umsatzerlöse der Geschäftseinheit Pigments & Cosmetics im Dreivierteljahr 2014 war ebenfalls durch negative Währungseffekte beeinflusst. Organisch wurden zwar leichte Steigerungen bei den Umsätzen erzielt, jedoch konnten diese die negativen Wechselkurseffekte nicht ausgleichen. Unter Einbeziehung der Umsatzerlöse von AZ, die sich für den Zeitraum Mai bis September 2014 auf 231 Mio € beliefen, stiegen in den ersten neun Monaten 2014 die Umsätze der Sparte insgesamt um 17,9 %.

Die Entwicklung der Ertragslage ergab sich wie folgt:

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Performance Materials | Ertragslage

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio €

Q3 – 2014

Q3 – 2013

Verände­rung in %

Jan.–Sept.
2014

Jan.–Sept.
2013

Verände­rung in %

1

Der Ausweis der Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte (ohne Software) wurde geändert. Siehe Abschnitt „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ bei den Erläuterungen zum Konzernzwischenabschluss.

Umsatzerlöse

576,1

406,5

41,7

1.484,0

1.258,9

17,9

Lizenz- und Provisionserlöse

0,2

–81,5

0,8

1,6

–53,9

Gesamterlöse

576,1

406,7

41,7

1.484,8

1.260,5

17,8

 

 

 

 

 

 

 

Herstellungskosten1

–300,9

–148,8

102,3

–704,0

–465,6

51,2

(Davon: Abschreibungen
immaterieller Vermögenswerte)1

(–18,1)

(–0,2)

(–)

(–19,4)

(–0,5)

(–)

Bruttoergebnis1

275,2

257,9

6,7

780,8

794,9

–1,8

 

 

 

 

 

 

 

Marketing- und Vertriebskosten1

–44,9

–38,2

17,8

–129,5

–117,4

10,3

(Davon: Abschreibungen
immaterieller Vermögenswerte)1

(–3,5)

(–3,3)

(4,0)

(–10,4)

(–10,1)

(2,8)

Lizenz- und Provisionsaufwendungen

–0,6

–0,3

130,1

–2,3

–1,1

111,6

Verwaltungskosten

–18,4

–7,0

161,6

–40,9

–21,8

87,3

Sonstige betriebliche
Aufwendungen und Erträge

–13,9

1,0

–46,8

–28,7

62,9

Forschungs- und Entwicklungskosten

–45,2

–36,8

22,8

–120,1

–106,6

12,6

Operatives Ergebnis (EBIT)

152,1

176,6

–13,9

441,3

519,3

–15,0

Abschreibungen / Wertminderungen / Wertaufholungen

65,5

25,5

156,4

133,2

91,3

45,9

(Davon: Sondereinflüsse)

(–)

(–)

(–)

(–)

(0,7)

(–)

EBITDA

217,6

202,2

7,6

574,5

610,6

–5,9

Restrukturierungsaufwendungen

1,2

1,7

–31,8

4,5

8,5

–47,0

Integrationskosten / IT-Kosten

3,0

0,8

4,5

1,9

135,4

Gewinne / Verluste aus
abgegangenen Geschäften

0,1

4,5

Akquisitionskosten

21,1

67,7

Sonstige Sondereinflüsse

–7,9

–7,8

EBITDA vor Sondereinflüssen

242,9

196,8

23,4

655,7

613,2

6,9

Die Entwicklung der Ertragslage war stark durch die Einbeziehung von AZ beeinflusst. Insbesondere der starke Anstieg der Herstellungskosten im Berichtsquartal stand überwiegend im Zusammenhang mit der Erstkonsolidierung von AZ. Die im Rahmen der Akquisition erworbenen Vorräte von AZ wurden zum Erstkonsolidierungszeitpunkt auf die beizulegenden Zeitwerte aufgewertet. Im dritten Quartal 2014 wurden von diesem Aufwertungsbetrag 15 Mio € in den Herstellungskosten aufwandswirksam berücksichtigt. Des Weiteren belasteten Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen der AZ-Kaufpreisallokation angesetzt wurden, die Herstellungskosten. In Folge dieser Sondersachverhalte war im Berichtsquartal der konsolidierte Beitrag von AZ zum Bruttoergebnis der Sparte gemindert. Die Bruttomarge von Performance Materials sank entsprechend auf 47,8 % (Q3 2013: 63,5 %). Der Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT) sowie des EBITDA auf 152 Mio € beziehungsweise auf 218 Mio € war unter anderem auch auf die beschriebene aufwandswirksame Fortführung der Neubewertung der AZ-Vorräte zurückzuführen. Im Rahmen der Ermittlung des EBITDA vor Sondereinflüssen wurde dieser Einmaleffekt aus der Vorratsneubewertung wieder gutgeschrieben, sodass die Kennzahl den bereinigten Beitrag von AZ beinhaltet. Zusammen mit der sehr erfolgreichen Geschäftsentwicklung von Liquid Crystals erhöhte sich damit im dritten Quartal das EBITDA vor Sondereinflüssen um 23,4 % auf 243 Mio €. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen ging auf 42,2 % (Q3 2013: 48,4 %) zurück und spiegelt unter anderem die geringere Marge des AZ-Geschäfts wider.

Dank des sehr guten dritten Quartals erhöhte sich in den ersten neun Monaten 2014 das EBITDA vor Sondereinflüssen um 6,9 % auf 656 Mio €. Ausgedrückt in Prozent der Umsatzerlöse ergab sich damit eine EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen von 44,2 % (Jan.–Sept. 2013: 48,7 %).

Entwicklung des Business Free Cash Flow

Die Sparte Performance Materials erreichte im dritten Quartal einen Business Free Cash Flow von 167 Mio € (Q3 2013: 220 Mio €). Der Rückgang dieser Kennzahl um –53 Mio € war auf höhere Investitionen sowie auf Bestandserhöhungen bei den Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen.

XLS

Performance Materials | Business Free Cash Flow

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio €

Q3 – 2014

Q3 – 2013

Verände­rung in %

Jan.–Sept.
2014

Jan.–Sept.
2013

Verände­rung in %

EBITDA vor Sondereinflüssen

242,9

196,8

23,4

655,7

613,2

6,9

Investitionen in Sachanlagen, Software
sowie geleistete Anzahlungen auf
immaterielle Vermögenswerte

–27,7

–14,6

89,3

–58,5

–37,3

56,9

Veränderungen der Vorräte

–2,1

3,7

–91,7

21,9

Veränderungen der Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen

–26,4

34,0

–177,7

–138,3

23,1

Anpassungen Erstkonsolidierung
AZ Electronic Materials

–19,8

144,6

Business Free Cash Flow

166,9

219,9

–24,1

511,8

620,8

–17,6

In den ersten neun Monaten 2014 erzielte die Sparte einen Business Free Cash Flow in Höhe von 512 Mio € (Jan.–Sept. 2013: 621 Mio €) und verzeichnete damit einen Rückgang von –109 Mio €.