Die Sparte Consumer Health Care hat ihren Wachstumskurs stabilisiert und konnte in ihrem Hauptmarkt Westeuropa gemeinsam mit dem Markt wachsen. Die weltweiten Umsätze unserer strategischen Marken haben sich erfreulich entwickelt und verzeichneten Zuwächse im zweistelligen Bereich.
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Consumer Health Care | Kennzahlen |
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in Mio EUR |
2010 |
2009 |
Δ in % |
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Gesamterlöse |
472 |
467 |
1,1 |
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Bruttoergebnis |
317 |
319 |
–0,8 |
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F&E-Kosten |
25 |
19 |
28 |
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Operatives Ergebnis |
14 |
48 |
–71 |
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Sondermaßnahmen |
– |
– |
– |
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Free Cash Flow |
45 |
49 |
–7 |
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Basis Free Cash Flow |
45 |
49 |
–7 |
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ROS in % |
2,9 |
10,3 |
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Konsumenten vertrauen Merck
Consumer Health Care hat sich auf Produkte zur Selbstmedikation spezialisiert. Im Fokus stehen die vier Gesundheitsthemen Erkältungsbeschwerden, Beweglichkeit, Gesundheitsschutz für jeden Tag sowie Gesundheit für Frauen und Kinder. Den Vertrieb der Produkte übernehmen in der Regel die Apotheken, in manchen Ländern und speziellen Märkten sind es auch Handelsketten, Drogerien oder der Versandhandel. Dabei bauen wir auf unsere bekannten Marken und das Vertrauen, das ihnen die Konsumenten zum Teil schon seit Jahrzehnten bezüglich Qualität und Wirksamkeit entgegenbringen.
Fokusländer entwickeln sich gut
Die Gesamterlöse der Sparte Consumer Health Care stiegen im Jahr 2010 um 1,1 % auf 472 Mio EUR. Damit haben wir ein stabiles Wachstum erreicht und sind in unserem Hauptmarkt Westeuropa gemeinsam mit dem Markt gewachsen. Organisch konnten wir weltweit um 2,6 % wachsen, in vielen Ländern lagen wir über dem durchschnittlichen Marktwachstum. Unsere Strategie setzt auf starke Marken und regionale Expansion, unsere Fokusländer entwickelten sich bis auf wenige Ausnahmen gut.
In einem wichtigen Markt, Venezuela, machten sich negative Währungseffekte bemerkbar. In China führten wir im 3. und 4. Quartal umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen durch. Dadurch, dass wir außerhalb der vier wichtigsten Städte Peking, Shanghai, Guangzhou und Shenzen zu schnell expandierten, ergaben sich große Lagerbestände, die nicht an die Endverbraucher abverkauft werden konnten. Im Rahmen unserer Kooperation mit der Chinese Medical Doctors Association war geplant, unser Produkt Diabion® in den wichtigen Kliniken des Landes anzubieten. Allerdings erhielten wir nicht die behördliche Genehmigung, die den Ärzten eine Verschreibung dieses Produktes ermöglicht hätte. Um die Effekte in China bereinigt, lag das organische Umsatzwachstum der Sparte sogar bei 5,2 %.
Forschung und Entwicklung ausgebaut
Das Operative Ergebnis der Sparte Consumer Health Care sank um 71 % auf 14 Mio EUR. Beim ROS erreichten wir 2,9 % gegenüber 10,3 % im Vorjahr. Der Basis Free Cash Flow lag bei 45 Mio EUR, ein Minus von 7 %. Zusätzlich zu den Ereignissen in China belasteten außerordentliche Abschreibungen in Mexiko das Operative Ergebnis. Außerdem verzeichneten wir Verluste aus einem Lagerbrand in Großbritannien. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung der Sparte beliefen sich auf 25 Mio EUR und lagen damit um 28 % über dem Vorjahreswert.
Forschung und Entwicklung
Die 2009 begonnene Restrukturierung in der Forschung und Entwicklung wurde 2010 abgeschlossen. Im Rahmen unseres evidenz-basierten Ansatzes bei unseren Selbstmedikationsprodukten wurden die Investitionen in klinische Studien erhöht, um Indikationen zu erweitern (wie etwa im Falle von Kytta®), um erhöhte regulatorische Anforderungen zu erfüllen und unsere Aussagen zur gesundheitsfördernden Wirkung unserer Produkte dank der Studienergebnisse noch stärker zu untermauern. Auch im Bereich der Nahrungsergänzungsmittel steigen die regulatorischen Anforderungen auf EU-Ebene. Diese erfüllen wir durch breit angelegte Studien, zum Beispiel bei Bion®, Flexagil® und Femibion®.
