Die Marketing- und Vertriebskosten, einschließlich derer von Millipore, erhöhten sich im 3. Quartal 2010 um 29 % auf 573 Mio EUR. Die Lizenz- und Provisionsaufwendungen stiegen um 10 % auf 116 Mio EUR, was wiederum vor allem an den höheren Umsatzerlösen des Krebstherapeutikums Erbitux® und den gestiegenen Lizenzerlösen lag, von denen einige an die Patentbesitzer weitergegeben werden mussten. Seit 2010 weist Merck die Lizenz- und Provisionsaufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung separat aus. Davor waren diese Aufwendungen unter Marketing- und Vertriebskosten ausgewiesen worden.
Die Verwaltungskosten stiegen im 3. Quartal 2010 gegenüber dem Vorjahresquartal um 26 % von 102 Mio EUR auf 128 Mio EUR. Hier wirkten sich die zusätzlichen Millipore-bezogenen Verwaltungskosten sowie Währungseffekte aus.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge nahmen um 19 % auf –91 Mio EUR zu. Hierin kamen Integrationskosten in Zusammenhang mit der Akquisition von Millipore in Höhe von 21 Mio EUR zum Tragen.
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) lagen mit 349 Mio EUR im 3. Quartal 2010 um 4,7 % höher als im Vorjahr. Entscheidend für diese Aufwandssteigerung waren höhere F&E-Ausgaben bei den Chemiesparten einschließlich Merck Millipore. Bei Merck Serono gingen die F&E-Aufwendungen dagegen zurück.
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte erhöhten sich um 35% auf 198 Mio EUR. In dieser Summe sind erstmals die Abschreibungen für immaterielle Vermögenswerte aus der Kaufpreisallokation für Millipore in Höhe von 48 Mio EUR enthalten.
