Die Bilanzsumme der Merck-Gruppe belief sich zum 30. September 2010 auf 23.010 Mio EUR. Dies entspricht einem Anstieg um 6.297 Mio EUR oder 38 % gegenüber dem 31. Dezember 2009. Die Bilanzstruktur war vor allem durch die Akquisition von Millipore und deren Finanzierung beeinflusst. Zur Finanzierung der Akquisition wurden im Berichtsjahr Anleihen im Gesamtvolumen von 3,2 Mrd EUR begeben. Die Eigenkapitalquote sank daher von 56,9 % am Anfang des Jahres auf 45,8 % zum 30. September 2010. Im Eigenkapital selbst wirkten sich – neben dem Ergebnis nach Steuern in Höhe von 596 Mio EUR – positive Währungseffekte mit rund 778 Mio EUR erhöhend aus.
Im Zuge der Kaufpreisallokation für die Millipore-Akquisition nach IFRS 3 wurden die erworbenen Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverpflichtungen in der Bilanz mit den beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Dies führte vor allem bei den immateriellen Vermögenswerten zu einem Anstieg um rund 5.206 Mio EUR. Darin enthalten ist der aus der Transaktion entstandene Goodwill in Höhe von 2.638 Mio EUR. Dieser repräsentiert im Wesentlichen nicht separierbare Werte aus erwarteten Synergien sowie das Know-how der Belegschaft. Die im 3. Quartal 2010 im Rahmen der Kaufpreisallokation vorgenommenen Anpassungen an beizulegende Zeitwerte sind noch als vorläufig zu betrachten und können innerhalb eines Jahres ab dem Zeitpunkt der Akquisition geändert werden.
Infolge der Akquisition stieg die Nettoverschuldung zum 30. September auf rund 4.670 Mio EUR. Vor allem durch die positive Entwicklung des Cash Flows konnte die Nettoverschuldung seit der Akquisition im Verlauf des 3. Quartals bereits wieder zurückgeführt werden.
