Aufwendungen

Die Herstellungskosten erhöhten sich um 31 %. Das Bruttoergebnis hat sich im 1. Quartal 2011 dennoch um 19 % von 1.612 Mio EUR im Vorjahresquartal auf 1.924 Mio EUR verbessert.

Im ersten und zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres werden die meisten Zahlen der Merck-Gruppe weiterhin maßgeblich vom Vorjahr abweichen, da die Akquisition von Millipore am 14. Juli 2010 abgeschlossen wurde und somit keine Erlöse und Aufwendungen von Millipore in der ersten Jahreshälfte enthalten sind. Vor diesem Hintergrund stiegen die Marketing- und Vertriebskosten im 1. Quartal 2011 um 26 % auf 592 Mio EUR. Die Lizenz- und Provisionsaufwendungen sanken aufgrund niedrigerer Provisionszahlungen für Arzneimittel um 8,9 % auf 111 Mio EUR.

Im 1. Quartal 2011 fielen mit 125 Mio EUR um 20 % höhere Verwaltungskosten an als im Vorjahresquartal;15 Prozentpunkte des Anstiegs gehen auf Millipore zurück, 2,2 Prozentpunkte auf Währungseffekte und 2,2 Prozentpunkte auf organisches Wachstum.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge sanken um 28 % auf –97 Mio EUR. Hierin kamen Integrationskosten in Zusammenhang mit der Akquisition von Millipore in Höhe von 12 Mio EUR zum Tragen sowie weitere 4,2 Mio EUR für Reparaturarbeiten an einem Merck-Standort in Japan, der durch das Erdbeben vom 11. März Schäden erlitten hatte.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung lagen mit 380 Mio EUR im 1. Quartal 2011 um 9,3 % bzw. 32 Mio EUR höher als im Vorjahr. Entscheidend hierfür waren die höheren F&E-Ausgaben der Chemiesparten, und zwar 5,2 Mio EUR bei Performance Materials und 26 Mio EUR bei Merck Millipore.

Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte erhöhten sich markant um 77 % auf 248 Mio EUR. In dieser Summe sind die Abschreibungen für immaterielle Vermögenswerte aus der Kaufpreisallokation für Millipore in Höhe von 47 Mio EUR und in Zusammenhang mit der Akquisition von Serono in 2007 in Höhe von 199 Mio EUR enthalten. Letzterer Wert schließt eine Wertminderung in Höhe von 50 Mio EUR für Cladribin ein, einen Arzneimittelkandidaten für die orale Behandlung der Multiplen Sklerose.