Als globales Unternehmen mit einer Vielzahl hochinnovativer Geschäftsfelder unterliegt die Merck-Gruppe potenziellen Risiken und Chancen. Die im Risikobericht des Geschäftsberichts 2012 aufgeführten Risikokategorien sind im aktuellen Berichtszeitraum weiterhin gültig für die Merck-Gruppe.
Dem Unternehmen sind derzeit keine für die Merck-Gruppe bestandsgefährdenden Risiken bekannt. Mithilfe eines unternehmensweiten Risikomanagements erkennt, kontrolliert und mitigiert Merck Risiken. Merck überwacht kontinuierlich geschäftsbezogene Risiken vor allem in den Bereichen Liquidität, Ausfälle bei Forderungen und Verbindlichkeiten, Währungskurse und Zinssätze, Preisbildung im Markt, Pensionsverpflichtungen, Bewertung unabhängiger Rating-Agenturen, Personal und Informationstechnologie. Bezüglich rechtlicher Risiken überwacht Merck eine Reihe potenzieller Sachverhalte wie Rechtsstreitigkeiten bezüglich Produkthaftung, Kartellrecht, Arzneimittelrecht, Patentrecht und Umweltschutz.
Im Zusammenhang mit dem ehemaligen Generika-Geschäft, das im Jahr 2007 an Mylan veräußert wurde, trägt Merck weiterhin bestimmte Risiken aus gewissen Verfahren gegen Gesellschaften der Generics-Gruppe. So wurde ein wettbewerbsrechtliches Verfahren („Statement of Objections“) der zuständigen britischen Behörden gegen Merck eröffnet. Hierbei wird Merck bzw. der ehemaligen Tochtergesellschaft Merck Generics (UK) Ltd. wettbewerbswidriges Verhalten im Zusammenhang mit der angeblich verzögerten Markteinführung einer generischen Version des Produktes Paroxetin vorgeworfen.
Auch wurde seitens der Europäischen Kommission ein Bußgeld wegen wettbewerbswidrigem Verhalten im Zusammenhang mit der angeblich verzögerten Einführung einer generischen Version des Produktes Citalopram u.a. gegen Merck verhängt. Merck erwägt, gegen diese Entscheidung möglicherweise Rechtsmittel beim Europäischen Gerichtshof in Luxemburg einzulegen.
