Überblick – 3. Quartal 2013
- Beschleunigte Umsetzung der Effizienzsteigerungsmaßnahmen
- Solides organisches Umsatzwachstum von ~ 5%
- Deutlicher Anstieg des EBITDA vor Sondereinflüssen aufgrund struktureller Verbesserungen im Rahmen des Transformationsprogramms „Fit für 2018“ und trotz negativer Wechselkurseffekte
- Merck Serono: Starkes organisches Umsatzwachstum von 5,2% getrieben durch Emerging Markets und Japan
- Consumer Health: Turnaround läuft nach Plan unterstrichen durch starkes Ergebnis in Q3 2013
- Performance Materials: Solide Entwicklung trotz erster Anzeichen für einen Lagerabbau in der Display-Industrie
- Merck Millipore: Erfreuliche Geschäftsentwicklung dank des ausgewogenen Produktportfolios
- Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen um 15,7% auf 2,29 € gesteigert
- Deutliche Verringerung der Nettofinanzverschuldung auf 0,5 Mrd € zum Quartalsende
- Prognose für das Jahr 2013 angehoben: EBITDA vor Sondereinflüssen ~ 3,2 – 3,25 Mrd €
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Merck-Gruppe | Kennzahlen | ||||||
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in Mio. € |
Q3 – 2013 |
Q3 – 2012 |
Veränderung |
Jan.–Sept. |
Jan.–Sept. |
Veränderung |
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Gesamterlöse |
2.751,8 |
2.841,0 |
–3,1% |
8.353,4 |
8.338,1 |
0,2% |
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Umsatzerlöse |
2.659,5 |
2.721,7 |
–2,3% |
8.063,8 |
8.028,7 |
0,4% |
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Operatives Ergebnis (EBIT) |
481,8 |
318,1 |
51,4% |
1.346,6 |
651,9 |
106,6% |
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Marge (in % der Umsatzerlöse) |
18,1% |
11,7% |
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16,7% |
8,1% |
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EBITDA |
796,4 |
661,0 |
20,5% |
2.343,4 |
1.689,4 |
38,7% |
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Marge (in % der Umsatzerlöse) |
29,9% |
24,3% |
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29,1% |
21,0% |
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EBITDA vor Sondereinflüssen |
830,7 |
754,2 |
10,1% |
2.458,1 |
2.175,1 |
13,0% |
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Marge (in % der Umsatzerlöse) |
31,2% |
27,7% |
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30,5% |
27,1% |
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EPS vor Sondereinflüssen (€) |
2,29 |
1,98 |
15,7% |
6,66 |
5,56 |
19,8% |
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Free Cash Flow |
743,8 |
814,8 |
–8,7% |
1.732,0 |
1.860,2 |
–6,9% |
Mercks solide Geschäftsentwicklung des ersten Halbjahres setzte sich auch im dritten Quartal 2013 mit einem organischen Wachstum der Gesamterlöse in Höhe von 3,6% fort. Bedingt durch negative Währungseffekte von –6,9% gingen die Gesamterlöse der Merck-Gruppe um –3,1% auf 2.752 Mio € (Q3 2012: 2.841 Mio €) zurück. Auf Akquisitionen entfiel ein Anstieg der Gesamterlöse von 0,2%. Die Lizenz- und Provisionserlöse, die als Teil der Gesamterlöse ausgewiesen werden, fielen um –22,7% auf 92 Mio € (Q3 2012: 119 Mio €). Dieser Rückgang war vorwiegend auf das Auslaufen eines Lizenzvertrags in der Sparte Merck Serono zurückzuführen.
Bei den Umsatzerlösen, d. h. den Gesamterlösen abzüglich der Lizenz- und Provisionserlöse, konnte im dritten Quartal 2013 ein organisches Wachstum in Höhe von 4,7% erzielt werden, das jedoch durch gegenläufige Währungseffekte von –7,1% überkompensiert wurde. Wie bereits im ersten Halbjahr 2013 waren aufgrund des starken Euros auch im Berichtsquartal hohe negative Währungskurseffekte zu verzeichnen, die alle vier Sparten belasteten. Hierfür waren im Wesentlichen die Kursentwicklungen des Japanischen Yen, des US-Dollar sowie lateinamerikanischer Währungen ausschlaggebend. Durch Akquisitionen wurde ein Wachstumsbeitrag von 0,2% erzielt. Insgesamt beliefen sich damit die Umsatzerlöse der Merck-Gruppe auf 2.659 Mio € (Q3 2012: 2.722 Mio €).
Drei der vier Sparten erzielten im dritten Quartal 2013 ein erfreuliches organisches Umsatzwachstum, wobei Merck Serono, die umsatzstärkste Sparte, mit einem organischen Wachstum von 5,2% und Merck Millipore mit einem organischen Wachstum von 5,9% die höchsten absoluten Beiträge zu diesem Wachstum lieferten. Die organische Umsatzwachstumsrate der Sparte Consumer Health belief sich auf 14,6%.
Merck-Gruppe | Umsatzerlöse nach Quartalen/Jan.-Sept.

Umsatzentwicklung nach Regionen
Regional betrachtet erzielte die Region Emerging Markets, die Lateinamerika und Asien mit Ausnahme von Japan umfasst, mit 11,5% ein sehr kräftiges organisches Umsatzwachstum und entwickelte sich damit im dritten Quartal 2013 zur Region mit dem höchsten prozentualen Anteil an den Konzernumsätzen. Insbesondere die Sparte Merck Serono war in dieser Region für das starke organische Wachstum verantwortlich. Unter Berücksichtigung negativer Wechselkurseffekte von –10,7% ergaben sich Umsätze in Höhe von 971 Mio € (Q3 2012: 964 Mio €). Damit erhöhte sich der Beitrag dieser Region zum Konzernumsatz um zwei Prozentpunkte auf 37%.
Europa verzeichnete insgesamt leicht steigende Umsatzerlöse, wobei sich negative Währungseffekte und organisches Wachstum ausglichen. Aus Akquisitionen resultierte ein Umsatzanstieg von 0,4%. Mit erzielten Umsatzerlösen in Höhe von 959 Mio € (Q3 2012: 956 Mio €) belief sich im dritten Quartal 2013 der prozentuale Beitrag der Region Europa zum Konzernumsatz auf 36% (Q3 2012: 35%).
Die Umsatzerlöse der Region Nordamerika beliefen sich auf 525 Mio € und sind damit im Vergleich zu dem starken Vorjahresquartal um –6,6% zurückgegangen. Bei einem organischen Umsatzrückgang von –1,3% gepaart mit negativen Währungseffekten von –5,2% betrug der nordamerikanische Beitrag zum Konzernumsatz 20% (Q3 2012: 21%). Die hohe Nachfrage von Kunden der Geschäftseinheiten Process Solutions und Lab Solutions der Sparte Merck Millipore konnte den Umsatzrückgang von Merck Serono, insbesondere mit dem Multiple-Sklerose-Medikament Rebif®, nicht ausgleichen.
Die Region Übrige Welt, d.h. Japan, Afrika und Australien/Ozeanien, erwirtschaftete 8% des Konzernumsatzes; im Vorjahresvergleichsquartal wurden hier noch 9% der Gruppenumsätze erzielt. Maßgeblich verursacht wurde dieser Rückgang durch hohe negative Währungseffekte von –20,8%, die hauptsächlich auf den Japanischen Yen zurückzuführen waren. Das organische Wachstum von 5,7% wurde überwiegend von der Sparte Merck Serono mit dem Krebsmedikament Erbitux® erzielt.
Merck-Gruppe | Umsatzerlöse nach Regionen – Q3 2013

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Merck-Gruppe | Komponenten des Wachstums nach Regionen – Q3 2013 | |||||
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in Mio. € / Veränd. in % |
Umsatzerlöse |
Organisches Wachstum |
Währungs- |
Akquisitionen/ |
Umsatz- |
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Europa |
959,1 |
1,1% |
–1,1% |
0,4% |
0,4% |
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Nordamerika |
525,3 |
–1,3% |
–5,2% |
– |
–6,6% |
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Emerging Markets |
971,4 |
11,5% |
–10,7% |
– |
0,8% |
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Übrige Welt |
203,6 |
5,7% |
–20,8% |
– |
–15,1% |
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Merck-Gruppe |
2.659,5 |
4,7% |
–7,1% |
0,2% |
–2,3% |
Die Herstellungskosten der Merck-Gruppe sanken um –8,2% auf 723 Mio € (Q3 2012: 788 Mio €). Zusammen mit den verminderten Lizenz-und Provisionserlösen ergab sich ein leichter Rückgang des Bruttoergebnisses um –1,2% auf 2.028 Mio € (Q3 2012: 2.053 Mio €). Die Bruttomarge, d.h. das Bruttoergebnis in Prozent der Umsatzerlöse, stieg jedoch um fast einen Prozentpunkt auf 76,3% (Q3 2012: 75,4%). Diese Verbesserung ist im Wesentlichen auf Effizienzsteigerungen im Zusammenhang mit dem im Vorjahr eingeleiteten Programm „Fit für 2018“ und auf einen vorteilhafteren Produktmix, insbesondere bei der Geschäftseinheit Liquid Crystals, zurückzuführen.
Sowohl die Marketing- und Vertriebskosten als auch die Verwaltungskosten der Merck-Gruppe konnten im dritten Quartal 2013 um –6,3% bzw. –3,4% auf 560 Mio € (Q3 2012: 598 Mio €) bzw. 137 Mio € (Q3 2012: 142 Mio €) gesenkt werden. Neben Währungseffekten wirkte sich hier die beschleunigte Umsetzung der Effizienzsteigerungsmaßnahmen aus. Zur Senkung der Marketing- und Vertriebskosten hat im Wesentlichen Merck Serono beigetragen. Damit ging der Anteil dieser Aufwendungen an den Umsatzerlösen auf 21,1% (Q3 2012: 22,0%) zurück. Die Lizenz- und Provisionsaufwendungen fielen um –10,7% und beliefen sich auf 144 Mio € (Q3 2012: 162 Mio €), was hauptsächlich auf die niedrigeren Aufwendungen für die Vertriebskooperation für Rebif® in den USA zurückzuführen war.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen der Merck-Gruppe gingen im dritten Quartal 2013 auf 128 Mio € (Q3 2012: 245 Mio €) zurück. Dieser starke Rückgang ist unter anderem auf die in dieser Position ausgewiesenen Sondereinflüsse zurückzuführen, die sich im Berichtsquartal einschließlich Wertminderungen auf 49 Mio € (Q3 2012: 104 Mio €) beliefen. Im Zusammenhang mit dem Veränderungsprogramm „Fit für 2018“ fielen hier im dritten Quartal 2013 Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 33 Mio € an. Im Vorjahresquartal ergaben sich für das gleiche Programm Einmalaufwendungen von 45 Mio €, die sich aus Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 43 Mio € und Wertminderungen von 2 Mio € zusammensetzten. Weitere Ursachen für den Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren gesunkene Aufwendungen für Rechtstreitigkeiten sowie Gewinne aus operativen Währungsabsicherungsgeschäften. Im Berichtsquartal weist das Währungsergebnis Erträge in Höhe von 8 Mio € (Q3 2012: 21 Mio € Aufwendungen) aus, die überwiegend auf Sicherungsgeschäfte (cash flow hedges) zurückzuführen waren.
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung haben sich gegenüber dem dritten Quartal des Vorjahres leicht um 2,3% auf 379 Mio € (Q3 2012: 371 Mio €) erhöht und beliefen sich damit auf 14,3% der Umsatzerlöse (Q3 2012: 13,6%). Auf die Sparte Merck Serono entfielen 78,4% (Q3 2012: 77,5%) der gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten der Merck-Gruppe.
Die Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte reduzierten sich im dritten Quartal 2013 um –9,4% auf 198 Mio € (Q3 2012: 218 Mio €) aufgrund des Auslaufens der Abschreibungen auf zwei Vermögenswerte, die im Rahmen der Serono-Akquisition erworben wurden.
Die Merck-Gruppe erreichte im dritten Quartal 2013 eine deutliche Steigerung des operativen Ergebnisses (EBIT) um 51,4% auf 482 Mio € (Q3 2012: 318 Mio €). Das operative Ergebnis ohne Berücksichtigung der Abschreibungen (EBITDA) verzeichnete mit einem Anstieg um 20,5% ebenfalls eine starke Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr und belief sich auf 796 Mio € (Q3 2012: 661 Mio €). Bereinigt um einmalige Aufwendungen (ohne Wertminderungen) in Höhe von insgesamt 34 Mio € (Q3 2012: 93 Mio €) stieg die wichtigste Kennzahl zur Steuerung des operativen Geschäfts, das EBITDA vor Sondereinflüssen, um 10,1% auf 831 Mio € oder 31,2% des Umsatzes (Q3 2012: 754 Mio € oder 27,7% des Umsatzes). Die beachtliche Steigerung der Profitabilität um 3,5 Prozentpunkte konnte im Wesentlichen durch solides organisches Wachstum und strikte Kostenkontrolle erreicht werden.
Merck-Gruppe | EBITDA vor Sondereinflüssen nach Quartalen/Jan.–Sept.

Im dritten Quartal 2013 verbesserte sich das Finanzergebnis der Gruppe um 10,9% auf –52 Mio € (Q3 2012: –58 Mio €). Dies ist überwiegend auf eine geringere Zinsbelastung für Fremdkapital infolge der starken Reduzierung der Nettofinanzverschuldung zurückzuführen.
Die Ertragsteuern beliefen sich auf –87 Mio € (Q3 2012: –71 Mio €) und führten zu einer Steuerquote in Höhe von 20,3% (Q3 2012: 27,4%).
Das den Anteilseignern der Merck KGaA zustehende Konzernergebnis lag im dritten Quartal 2013 bei 340 Mio € (Q3 2012: 185 Mio €) und führte zu einem Ergebnis je Aktie in Höhe von 1,56 € (Q3 2012: 0,85 €). Das Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen stieg um 15,7% auf 2,29 € (Q3 2012: 1,98 €).
Der Free Cash Flow belief sich im dritten Quartal 2013 auf 744 Mio € (Q3 2012: 815 Mio €) und hat damit wiederum ein sehr gutes Niveau erreicht. Im Vergleich mit dem sehr hohen Free Cash Flow des Vorjahresquartals ergab sich lediglich eine Reduzierung um –8,7%. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf den im Free Cash Flow enthaltenen Mittelzufluss aus dem Abbau des Nettoumlaufvermögens zurückzuführen, der im Vorjahresquartal mit 203 Mio € sehr hoch war. Ein weiterer Abbau des Nettoumlaufvermögens im Berichtsquartal wirkte sich in Höhe von 69 Mio € positiv auf den Free Cash Flow aus. Das Nettoumlaufvermögen belief sich zum 30. September 2013 auf 2.290 Mio € (31. Dezember 2012: 2.360 Mio €) und betrug damit 21,3% (31. Dezember 2012: 22,0%) bezogen auf die Umsatzerlöse der zurückliegenden zwölf Monate.
Entwicklung in den ersten neun Monaten des Jahres 2013
Im Zeitraum Januar bis September 2013 stiegen die Gesamterlöse der Merck-Gruppe leicht um 0,2% auf 8.353 Mio € (Jan.-Sept. 2012: 8.338 Mio €). Davon entfielen 4,0% auf organisches Wachstum sowie 0,1% auf Akquisitionen. Negative Wechselkursveränderungen trugen zu einem Rückgang der Gesamterlöse in Höhe von –3,9% bei. Vor allem die Kursentwicklung des Japanischen Yen war hierfür ausschlaggebend, aber auch lateinamerikanische Währungen sowie der US-Dollar waren für den negativen Währungseinfluss verantwortlich.
Der Umsatz verzeichnete ein Plus von 0,4% und erreichte 8.064 Mio € (Jan.-Sept. 2012: 8.029 Mio €), wobei sich das organische Wachstum mit 4,3%, ungünstige Wechselkursentwicklungen mit –4,0% und Unternehmensübernahmen mit 0,1% auswirkten. Alle vier Sparten verzeichneten in den ersten neun Monaten 2013 positive organische Wachstumsraten. Insbesondere Consumer Health und Merck Millipore konnten aufgrund eines guten dritten Quartals beachtliche organische Wachstumsraten von 7,6% bzw. 5,0% erzielen.
Aus regionaler Perspektive war das organische Umsatzwachstum in der Region Emerging Markets mit 9,2% am stärksten. Zusammen mit negativen Währungseffekten ergaben sich hier Umsatzerlöse in Höhe von 2.862 Mio € (Jan.-Sept. 2012: 2.768 Mio €). Damit stieg der Anteil der Region Emerging Markets an den Konzernumsätzen auf 36% und zeigt die stärkere geschäftliche Ausrichtung auf diese attraktiven Wachstumsmärkte.
In den ersten neun Monaten 2013 konnte die Merck-Gruppe das operative Ergebnis (EBIT) mit 1.347 Mio € im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Jan.-Sept. 2012: 652 Mio €) mehr als verdoppeln. Das EBITDA lag um 38,7% höher als im Vorjahr und betrug 2.343 Mio € (Jan.-Sept. 2012: 1.689 Mio €), bzw. ergab einen Anteil am Umsatz in Höhe von 29,1% (Jan.-Sept. 2012: 21,0%). Auf Berichtsbasis wurden in den ersten neun Monaten 2013 Sondereinflüsse in Höhe von 161 Mio € (Jan.-Sept. 2012: 528 Mio €) erfasst, darunter Wertminderungen in Höhe von 46 Mio € (Jan.-Sept. 2012: 42 Mio €). In den Sondereinflüssen waren insbesondere Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen im Rahmen des Effizienzsteigerungsprogramms „Fit für 2018“ in Höhe von 110 Mio € (Jan.-Sept. 2012: 432 Mio €) enthalten. Bereinigt um diese Einmaleffekte verzeichnete das EBITDA vor Sondereinflüssen in den ersten neun Monaten des Jahres 2013 eine spürbare Steigerung um 13,0% auf 2.458 Mio € bzw. auf 30,5% der Umsatzerlöse (Jan.-Sept. 2012: 2.175 Mio € bzw. 27,1% der Umsatzerlöse). Diese Verbesserung der Profitabilität war überwiegend auf den guten Geschäftsverlauf sowie auf die erzielten Kostensenkungen, die durch die schnelle Umsetzung der Effizienzsteigerungsmaßnahmen realisiert werden konnten, zurückzuführen. Das Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen stieg um 19,8% und erreichte damit einen Wert von 6,66 € (Jan.-Sept. 2012: 5,56 €).
Der Free Cash Flow der ersten neun Monate 2013 betrug 1.732 Mio € und konnte damit das sehr hohe Vorjahresniveau (Jan.-Sept. 2012: 1.860 Mio €) fast erreichen. Die starken Zahlungsmittelzuflüsse aus dem operativen Geschäft wurden insbesondere zur Tilgung von Finanzschulden eingesetzt, sodass die Nettofinanzverschuldung im Berichtszeitraum erheblich auf 536 Mio € (31. Dezember 2012: 1.926 Mio €) reduziert werden konnte.
Merck-Gruppe | Anzahl der Mitarbeiter zum 30. September 2013: 37.976

Zum 30. September 2013 beschäftigte Merck 37.976 Mitarbeiter weltweit. Am 31. Dezember 2012 waren es 38.847.
