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Merck Serono

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Merck Serono | Kennzahlen

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio €

Q1 – 2014

Q1 – 2013*

Veränderung in %

*

Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe „Die Merck-Gruppe und ihre Sparten“.

Gesamterlöse

1.421,1

1.482,1

–4,1

Umsatzerlöse

1.374,9

1.388,8

–1,0

Operatives Ergebnis (EBIT)

235,8

170,2

38,5

Marge (in % vom Umsatz)

17,2

12,3

 

EBITDA

428,0

408,3

4,8

Marge (in % vom Umsatz)

31,1

29,4

 

EBITDA vor Sondereinflüssen

438,0

437,7

0,1

Marge (in % vom Umsatz)

31,9

31,5

 

Business Free Cash Flow

480,0

340,0

41,2

Entwicklung der Gesamt- und Umsatzerlöse sowie der Ertragslage

Im ersten Quartal 2014 erzielte die Sparte Merck Serono ein organisches Wachstum der Gesamterlöse von 0,8 %. Aufgrund negativer Einflüsse durch Wechselkurse in Höhe von –5,0 % sanken die Gesamterlöse der Sparte jedoch insgesamt um – 4,1 % auf 1.421 Mio € (Q1 2013: 1.482 Mio €). Die Umsatzerlöse gingen – trotz eines soliden organischen Wachstums von 4,2 % – um –1,0 % auf 1.375 Mio € (Q1 2013: 1.389 Mio €) zurück, da ein starker Euro zu negativen Wechselkurseffekten von – 5,2 % führte. Zum organischen Umsatzwachstum trugen alle Therapiegebiete der Sparte bei. Unter anderem entwickelten sich die Medikamente der Thyroid-Familie zur Behandlung von Schilddrüsenkrankheiten, sowie Gonal-f®, das führende rekombinante Hormonpräparat zur Behandlung von Unfruchtbarkeit, im ersten Quartal 2014 sehr erfreulich. Die neben den Umsatzerlösen ebenfalls in den Gesamterlösen ausgewiesenen Lizenz- und Provisionserlöse gingen deutlich um –50,4 % auf 46 Mio € (Q1 2013: 93 Mio €) zurück. Dies war vor allem auf die reduzierten Lizenzerträge von Avonex®, Enbrel® und Humira® zurückzuführen. Die in 2013 mit Bristol-Myers Squibb geschlossene Vereinbarung Glucophage® in China gemeinsam zu vermarkten, wirkte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal positiv auf die Provisionserlöse aus.

Merck Serono | Umsatzerlöse nach Regionen – Q1 2014

Merck Serono | Umsatzerlöse nach Regionen – Q1 2014 (Tortendiagramm)

Die umsatzstärkste Region der Sparte, Europa, verzeichnete einen leichten organischen Umsatzrückgang von –0,2 % sowie negative Währungseffekte von –0,8 % und erzielte damit Umsatzerlöse in Höhe von 619 Mio € (Q1 2013: 625 Mio €). Wie im Vorjahr steuerte Europa mit 45 % den größten Anteil zu den Umsätzen der Sparte bei.

In der nach Umsätzen zweitgrößten Region Emerging Markets waren ein organisches Wachstum von 6,7 % und erhebliche gegenläufige negative Währungseffekte von –11,3 % zu verzeichnen, sodass der Umsatz von 366 Mio € auf 350 Mio € fiel. Der Anteil dieser Region an den Spartenumsätzen ging von 26 % im Vorjahresquartal auf 25 % im ersten Quartal 2014 zurück. Zum organischen Wachstum trugen hauptsächlich China sowie die lateinamerikanischen Länder bei.

Die Umsatzerlöse in der Region Nordamerika beliefen sich im ersten Quartal 2014 auf 316 Mio € und sind damit im Vergleich zum Vorjahresquartal (304 Mio €) um 3,9 % gestiegen. Hierbei entfielen auf die organische Umsatzentwicklung 8,7 % und auf negative Währungseffekte –4,7 %. Der starke organische Umsatzanstieg war hauptsächlich auf die Entwicklung von Rebif® in den USA zurückzuführen. Der Beitrag von Nordamerika zu den Umsatzerlösen der Sparte belief sich auf 23 % (Vorjahr: 22 %).

Die Umsatzerlöse in der Region Übrige Welt wuchsen im Berichtsquartal organisch um 9,5 %. Die starken negativen Wechselkurseffekte von –13,1 % führten jedoch zu einem Rückgang der Umsätze auf 90 Mio € (Q1 2013: 94 Mio €). Positiv entwickelten sich die Umsatzerlöse insbesondere in Japan mit dem Krebsmedikament Erbitux®. Der Beitrag der Region Übrige Welt zu den Spartenumsätzen betrug unverändert 7 %.

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Merck Serono | Komponenten der Umsatzentwicklung nach Regionen – Q1 2014

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio €
Veränderung in %

Umsatzerlöse

Organisches Wachstum

Währungs­effekte

Akquisitionen/
Veräußerungen

Gesamt­veränderung

Europa

619,1

–0,2

–0,8

–0,9

Nordamerika

316,0

8,7

–4,7

3,9

Emerging Markets

349,7

6,7

–11,3

–4,6

Übrige Welt

90,1

9,5

–13,1

–3,6

Merck Serono

1.374,9

4,2

–5,2

–1,0

Die Entwicklung der beiden umsatzstärksten Produkte der Sparte Merck Serono stellte sich im ersten Quartal 2014 wie folgt dar:

Das Medikament Rebif®, das für die Behandlung rezidivierender Formen der Multiplen Sklerose eingesetzt wird, verzeichnete im ersten Quartal 2014 einen organischen Zuwachs von 5,3 % – trotz der schwieriger werdenden Wettbewerbssituation. Unter Berücksichtigung negativer Währungseffekte von –4,1 % erhöhte sich insgesamt der Umsatz mit Rebif® um 1,2 % auf 459 Mio € (Q1 2013: 454 Mio €). Ausschlaggebend für diese positive Entwicklung war hauptsächlich die Region Nordamerika, mit einem Anteil an den Gesamtumsätzen von 53 % (Q1 2013: 49 %) der wichtigste Absatzmarkt für Rebif®. Hier stiegen die Umsatzerlöse aufgrund von Preiserhöhungen sowie eines Lageraufbaus bei den Pharmagroßhändlern organisch um 12,2 % an und betrugen 242 Mio € (Q1 2013: 225 Mio €). In Europa, mit einem Anteil von 40 % (Q1 2013: 41 %) die zweitstärkste Region, gingen die Umsätze von Rebif® bei einem leichten organischen Wachstum von 0,2 % und negativen Wechselkurseffekten von –0,9 % auf 183 Mio € (Q1 2013: 184 Mio €) zurück.

Die Umsatzerlöse des Krebsmedikaments Erbitux® verzeichneten im ersten Quartal 2014 ein leichtes organisches Wachstum von 0,5 %. Bedingt durch negative Währungseffekte von –6,1 % ergab sich insgesamt ein Rückgang der Umsätze auf 209 Mio € (Q1 2013: 222 Mio €). In Europa, mit einem Anteil von 59 % (Q1 2013: 60 %) die umsatzstärkste Region von Erbitux®, gingen die Umsatzerlöse organisch um –7,3 % zurück, sodass zusammen mit negativen Währungseffekten von –0,1 % Umsätze in Höhe von 123 Mio € (Q1 2013: 133 Mio €) erzielt wurden. Trotz eines organischen Wachstums von 6,4 % gingen in den Emerging Markets die Umsatzerlöse auf 54 Mio € (Q1 2013: 59 Mio €) zurück, da starke gegenläufige Währungseffekte von –13,5 % anfielen. Der Anteil dieser Region am Gesamtumsatz von Erbitux® betrug unverändert 26 %. Das stärkste organische Wachstum von 23,4 % verzeichnete die Region Übrige Welt, in der die Sparte mit dem Krebsmedikament Umsatzerlöse von 32 Mio € (Q1 2013: 30 Mio €) erzielte. Positiv verlief dabei das Geschäft in Japan mit einem starken organischen Wachstum von 38,2 %, das allerdings teilweise durch negative Währungseffekte aufgezehrt wurde. Ausschlaggebend waren hierbei insbesondere höhere Umsätze für Erbitux® sowohl für die Behandlung von Kopf- und Halskrebs als auch von metastasiertem Kolorektalkarzinom.

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Merck Serono | Umsatzerlöse und organisches Wachstum von Rebif® und Erbitux® nach Regionen – Q1 2014

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gesamt

Europa

Nordamerika

Emerging Markets

Übrige Welt

Rebif®

in Mio €

459,3

183,1

241,8

28,1

6,2

 

organisches Wachstum in %

5,3

0,2

12,2

–6,6

–18,1

 

in % der Umsatzerlöse

100

40

53

6

1

Erbitux®

in Mio €

209,2

122,9

54,4

31,9

 

organisches Wachstum in %

0,5

–7,3

6,4

23,4

 

in % der Umsatzerlöse

100

59

26

15

Die Entwicklung der Umsatzerlöse sowie die organischen Wachstumsraten der Hauptprodukte ergaben sich wie folgt:

Merck Serono | Umsatzerlöse und organisches Wachstum der Hauptprodukte – Q1 2014

Merck Serono | Umsatzerlöse und organisches Wachstum der Hauptprodukte – Q1 2014 (Balkendiagramm)

Mit Gonal-f® erzielte Merck Serono im ersten Quartal 2014 – nach einem relativ schwachen Vorjahresquartal – ein starkes organisches Umsatzwachstum von 11,0 %. Unter Berücksichtigung negativer Währungseffekte stieg der Umsatz um 5,3 % auf 152 Mio € (Q1 2013: 145 Mio €). Am stärksten stieg der Umsatz mit Gonal-f® in Europa; in den anderen Regionen konnte ebenfalls eine spürbare Erholung der organischen Wachstumsraten erzielt werden.

Die Umsatzerlöse in dem Therapiegebiet Endokrinologie, in dem Merck Serono hauptsächlich Medikamente zur Behandlung von Stoffwechselerkrankungen und Wachstumsstörungen vertreibt, stiegen organisch um 1,6 %. Unter Berücksichtigung negativer Währungseffekte von –5,4 % wurden insgesamt Umsätze von 88 Mio € (Q1 2013: 92 Mio €) erzielt. Die Umsatzerlöse mit dem Wachstumshormon Saizen®, dem umsatzstärksten Präparat dieses Therapiegebiets, wiesen einen organischen Anstieg von 6,9 % und negative Währungseffekte von –7,3 % auf, sodass sich insgesamt die Umsatzerlöse mit 54 Mio € auf Vorjahresniveau hielten.

In dem Bereich General Medicine (einschließlich CardioMetabolic Care), in dem Merck Serono unter anderem Medikamente gegen Herz- und Kreislauferkrankungen und Diabetes vertreibt, wurde ein organisches Umsatzwachstum in Höhe von 1,7 % erreicht. Besonders erfreulich entwickelten sich im Berichtsquartal die organischen Umsätze mit Medikamenten zur Behandlung von Schilddrüsenkrankheiten (Thyroid-Familie). Der Rückgang der Umsatzerlöse mit Glucophage®, das zur Behandlung von Diabetes einsetzt wird, auf 86 Mio € (Q1 2013: 104 Mio €) hängt im Wesentlichen mit dem starken Vorjahresquartal und mit momentanen Lieferschwierigkeiten in Europa zusammen. Unter Berücksichtigung negativer Währungskursveränderungen von –6,0 % betrugen die Umsätze im Bereich General Medicine 381 Mio € (Q1 2013: 397 Mio €).

Die Entwicklung der Ertragslage der Sparte ergab sich wie folgt:

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Merck Serono | Ertragslage

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio €

Q1 – 2014

Q1 – 2013*

Veränderung in %

*

Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe „Die Merck-Gruppe und ihre Sparten“.

Umsatzerlöse

1.374,9

1.388,8

–1,0

Lizenz- und Provisionserlöse

46,2

93,3

–50,4

Gesamterlöse

1.421,1

1.482,1

–4,1

 

 

 

 

Herstellungskosten

–254,3

–230,2

10,5

Bruttoergebnis

1.166,8

1.251,9

–6,8

 

 

 

 

Marketing- und Vertriebskosten

–279,8

–294,8

–5,1

Lizenz- und Provisionsaufwendungen

–131,7

–131,5

0,2

Verwaltungskosten

–52,2

–50,2

4,0

Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge

–26,3

–127,7

–79,4

Forschungs- und Entwicklungskosten

–298,3

–322,5

–7,5

Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte

–142,6

–155,0

–8,0

Operatives Ergebnis (EBIT)

235,8

170,2

38,5

Abschreibungen / Wertminderungen / Wertaufholungen

192,1

238,1

–19,3

(Davon: Sondereinflüsse)

(1,3)

(26,6)

(–95,3)

EBITDA

428,0

408,3

4,8

Restrukturierungsaufwendungen

9,5

28,6

–66,8

Integrationskosten / IT-Kosten

0,5

0,7

–27,9

Gewinne / Verluste aus abgegangenen Geschäften

Akquisitionskosten

Sonstige Sondereinflüsse

EBITDA vor Sondereinflüssen

438,0

437,7

0,1

Unter Berücksichtigung der Entwicklung der Umsatz- und Gesamterlöse sowie der Herstellungskosten sank das Bruttoergebnis der Sparte Merck Serono um –6,8 % beziehungsweise –85 Mio € auf 1.167 Mio €. Für diesen Rückgang waren überwiegend die gesunkenen Lizenz- und Provisionserlöse aber auch negative Wechselkurseffekte bei den Umsatzerlösen verantwortlich. Strenge Kostendisziplin führte zu gesunkenen Marketing- und Vertriebskosten der Sparte. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (Saldo) war unter anderem getrieben von der Entwicklung der Sondereinflüsse (einschließlich Wertminderungen), die von –56 Mio € im Vorjahresquartal auf –11 Mio € im Berichtsquartal fielen. Hierbei handelte es sich im Wesentlichen um Sondereinflüsse im Zusammenhang mit dem Transformations- und Wachstumsprogramm „Fit für 2018“. Des Weiteren wirkten sich geringere Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten sowie Erträge aus der Bewertung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen positiv auf den Saldo der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge aus. Die hohen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen waren im Vorjahresquartal durch höhere Kosten in der klinischen Entwicklung sowie Einmalaufwendungen geprägt, folglich ging im Berichtsquartal die Forschungsquote auf 21,7 % (Q1 2013: 23,2 %) zurück. Die niedrigeren Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte standen im Zusammenhang mit dem Auslaufen der Abschreibungen auf den immateriellen Vermögenswert Avonex®, der im Rahmen der Serono-Akquisition erworben wurde. Nach Hinzurechnung der Abschreibungen und bereinigt um Sondereinflüsse bewegte sich das EBITDA vor Sondereinflüssen mit 438 Mio € auf Vorjahresniveau. Damit verzeichnete die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen einen leichten Anstieg auf 31,9 % (Q1 2013: 31,5 %), obwohl negative Währungseffekte bei den Umsatzerlösen und gesunkene Lizenzerlöse verkraftet werden mussten.

Entwicklung des Business Free Cash Flow

Im ersten Quartal 2014 wies der Business Free Cash Flow der Sparte Merck Serono einen starken Anstieg um 140 Mio € auf 480 Mio € (Q1: 2013: 340 Mio €) auf. Während sich die Entwicklungen des EBITDA vor Sondereinflüssen, der Investitionen sowie der Vorräte insgesamt nur geringfügig auf die Veränderung des Business Free Cash Flow ausgewirkt haben, war der im ersten Quartal 2014 erfolgte Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der wesentliche Treiber für die Verbesserung des Business Free Cash Flow.

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Merck Serono | Business Free Cash Flow

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio €

Q1 – 2014

Q1 – 2013*

Veränderung in %

*

Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe „Die Merck-Gruppe und ihre Sparten“.

EBITDA vor Sondereinflüssen

438,0

437,7

0,1

Investitionen in Sachanlagen, Software sowie geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte

–26,1

–18,5

41,0

Veränderungen der Vorräte

–6,9

–15,8

–56,3

Veränderungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

75,0

–63,4

Business Free Cash Flow

480,0

340,0

41,2