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Merck-Gruppe

Überblick – 2. Quartal 2014

  • Erstkonsolidierung von AZ Electronic Materials erfolgte zum 2. Mai 2014
  • Solides organisches Wachstum und akquisitionsbedingte Zuwächse führten trotz anhaltender negativer Wechselkurseffekte zu steigenden Umsatzerlösen
  • Emerging Markets trugen wesentlich zum organischen Wachstum bei
  • Anstieg des EBITDA vor Sondereinflüssen getrieben von der AZ-Erstkonsolidierung und dem Beitrag von Merck Millipore
  • Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen um 2,7% auf 1,16 € angestiegen
XLS

Merck-Gruppe | Kennzahlen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio €

Q2 – 2014

Q2 – 2013

Verände­rung in %

Jan.–Juni 2014

Jan.–Juni 2013

Verände­rung in %

1

Unter Berücksichtigung des erfolgten Aktiensplits; Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. Siehe Abschnitt Ergebnis je Aktie“ bei den Erläuterungen zum Konzernzwischenabschluss.

Gesamterlöse

2.863,1

2.841,1

0,8

5.527,9

5.601,6

–1,3

Umsatzerlöse

2.795,5

2.743,9

1,9

5.409,4

5.404,3

0,1

Operatives Ergebnis (EBIT)

441,0

465,4

–5,2

909,3

864,8

5,1

Marge (in % der Umsatzerlöse)

15,8

17,0

 

16,8

16,0

 

EBITDA

767,0

793,1

–3,3

1.537,2

1.546,9

–0,6

Marge (in % der Umsatzerlöse)

27,4

28,9

 

28,4

28,6

 

EBITDA vor Sondereinflüssen

845,7

826,4

2,3

1.652,7

1.627,5

1,6

Marge (in % der Umsatzerlöse)

30,3

30,1

 

30,6

30,1

 

Ergebnis je Aktie (€)1

0,70

0,73

–4,1

1,45

1,34

8,2

Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen (€)1

1,16

1,13

2,7

2,32

2,19

5,9

Business Free Cash Flow

632,2

783,8

–19,3

1.316,3

1.376,7

–4,4

Entwicklung der Umsatzerlöse sowie der Ertragslage

Die Merck-Gruppe konnte im zweiten Quartal 2014 ein organisches Wachstum der Umsatzerlöse von 3,4% erzielen. Durch Akquisitionen / Veräußerungen erhöhten sich im Saldo die Umsätze um 3,0% beziehungsweise um 83 Mio €. Die zum 2. Mai 2014 erfolgte Erstkonsolidierung der AZ Electronic Materials bei der Sparte Performance Materials wirkte sich im Berichtsquartal mit 89 Mio € positiv auf die Gruppenumsätze aus (siehe auch Erläuterungen zum Konzernzwischenabschluss „Akquisition der AZ Electronic Materials S.A.“). Aufgrund der Veräußerung des Geschäftsfelds Discovery and Development Solutions der Sparte Merck Millipore, die mit Wirkung zum 31. März 2014 erfolgte, reduzierten sich die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahresquartal um 6 Mio € (siehe auch Erläuterungen zum Konzernzwischenabschluss „Veräußerung des Geschäftsfelds Discovery and Development Solutions“). Ein weiterhin starker Euro führte im zweiten Quartal 2014 zu negativen Wechselkurseffekten von –4,5%, die hauptsächlich aus dem US-Dollar, dem Japanischen Yen und lateinamerikanischen Währungen resultierten. Insgesamt ergab sich damit im zweiten Quartal 2014 ein leichter Umsatzanstieg von 52 Mio € beziehungsweise um 1,9% auf 2.796 Mio € (Q2 2013: 2.744 Mio €).

XLS

Merck-Gruppe | Komponenten der Umsatzentwicklung nach Sparten – Q2 2014

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio €
Veränderung in %

Umsatzerlöse

Organisches Wachstum

Währungs­effekte

Akquisitionen/
Veräußerungen

Gesamt­veränderung

Merck Serono

1.446,4

3,0

–4,4

–1,4

Consumer Health

184,7

8,5

–5,2

3,3

Performance Materials

505,7

1,8

–5,1

20,5

17,3

Merck Millipore

658,7

4,0

–4,2

–0,9

–1,1

Merck-Gruppe

2.795,5

3,4

–4,5

3,0

1,9

Alle vier Sparten der Merck-Gruppe verzeichneten im zweiten Quartal 2014 organische Umsatzsteigerungen sowie negative Währungseffekte. Mit einem absoluten Anstieg von 44 Mio €, der einer organischen Steigerungsrate von 3,0% entsprach, leistete Merck Serono absolut gesehen den stärksten Beitrag zum organischen Umsatzwachstum, gefolgt von Merck Millipore mit einem organischen Umsatzwachstum von 27 Mio € beziehungsweise einer Steigerungsrate von 4,0% und Consumer Health mit 15 Mio € beziehungsweise 8,5%. Die Sparte Performance Materials erzielte eine organische Umsatzwachstumsrate von 1,8%; dies entsprach einer absoluten organischen Umsatzerhöhung von 8 Mio €.

Merck-Gruppe | Umsatzerlöse nach Regionen – Q2 2014

Merck-Gruppe | Umsatzerlöse nach Regionen – Q2 2014 (Tortendiagramm)

Regional betrachtet trug vor allem das dynamische Geschäft in den Emerging Markets, die Lateinamerika und Asien mit Ausnahme von Japan umfassen, zum organischen Wachstum der Merck-Gruppe bei. Mit 11,1%, was einem Plus von 107 Mio € entsprach, erzielte die Region ein kräftiges organisches Wachstum, vor allem getrieben von den Sparten Merck Serono und Merck Millipore. Unter Berücksichtigung negativer Wechselkurseffekte von –8,5% und akquisitionsbedingten Auswirkungen von 5,9% erzielte Merck in den Emerging Markets Umsätze in Höhe von 1.048 Mio € (Q2 2013: 967 Mio €). Der Beitrag der Region Emerging Markets zum Konzernumsatz stieg damit im zweiten Quartal 2014 auf 37% (Q2 2013: 35%).

In Europa wurde das leichte organische Umsatzwachstum von 0,5% sowie die akquisitionsbedingte Umsatzerhöhung von 0,5% teilweise durch negative Währungseffekte von –0,2% aufgezehrt, sodass sich insgesamt die in Europa erzielten Umsätze leicht um 0,8% auf 1.006 Mio € (Q2 2013: 998 Mio €) erhöhten. Der prozentuale Beitrag der Region Europa zum Konzernumsatz betrug damit unverändert 36%.

Die Umsatzerlöse der Region Nordamerika beliefen sich auf 528 Mio € (Q2 2013: 563 Mio €) und sind damit im Vergleich zum Vorjahr um –6,3% zurückgegangen. Mit einem organischen Umsatzrückgang von –3,3%, der hauptsächlich auf geringere Umsatzerlöse bei Merck Serono mit Rebif® zurückzuführen war, negativen Währungseffekten von –4,5% und akquisitionsbedingten Umsatzerhöhungen von 1,6% betrug der Beitrag der Region Nordamerika zum Konzernumsatz 19% (Q2 2013: 21%).

Die Region Übrige Welt, das heißt Japan, Afrika und Australien/Ozeanien, erwirtschaftete mit 213 Mio € (Q2 2013: 216 Mio €) einen Anteil von 8% des Konzernumsatzes (Q2 2013: 8%). Maßgeblich verursacht wurde der Umsatzrückgang gegenüber der Vorjahresperiode durch negative Währungseffekte von –7,1%, die hauptsächlich auf den Japanischen Yen zurückzuführen waren. Zusammen mit einem organischen Umsatzanstieg von 0,5% und akquisitionsbedingten Steigerungen von 5,2% ergaben sich für die Region insgesamt geringere Umsätze von –1,4%.

XLS

Merck-Gruppe | Komponenten der Umsatzentwicklung nach Regionen – Q2 2014

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio €
Veränderung in %

Umsatzerlöse

Organisches Wachstum

Währungs­effekte

Akquisitionen/
Veräußerungen

Gesamt­veränderung

Europa

1.006,1

0,5

–0,2

0,5

0,8

Nordamerika

527,9

–3,3

–4,5

1,6

–6,3

Emerging Markets

1.048,3

11,1

–8,5

5,9

8,5

Übrige Welt

213,2

0,5

–7,1

5,2

–1,4

Merck-Gruppe

2.795,5

3,4

–4,5

3,0

1,9

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2014 stiegen die Umsatzerlöse der Merck-Gruppe um 0,1% auf 5.409 Mio € (Jan.–Juni 2013: 5.404 Mio €). Davon entfielen 3,6% auf organisches Wachstum sowie 1,5% auf Akquisitionen / Veräußerungen. Aus veränderten Wechselkursen ergab sich im ersten Halbjahr 2014 ein Umsatzrückgang von –5,0%, der sich vor allem aus der Kursentwicklung des US-Dollar, aber auch aus der Entwicklung des Japanischen Yen ergab. Alle vier Sparten verzeichneten in den ersten sechs Monaten 2014 positive organische Wachstumsraten. Insbesondere die Sparte Consumer Health konnte erfreuliche organische Umsatzsteigerungen von 7,1% erreichen. Aufgrund der Erstkonsolidierung von AZ wies die Sparte Performance Materials absolut den stärksten Umsatzanstieg aller Sparten auf und erzielte im ersten Halbjahr 2014 Umsätze in Höhe von 908 Mio € (Jan.–Juni 2013: 852 Mio €). Regional stieg der Umsatz der Merck-Gruppe in den Regionen Emerging Markets und Übrige Welt organisch am stärksten, und zwar mit Wachstumsraten von 8,4% beziehungsweise 4,0%. In Europa konnte noch ein leichtes organisches Wachstum von 1,1% erreicht werden, während die Umsätze in Nordamerika organisch um –0,5% zurückgingen.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Merck-Gruppe stellt sich wie folgt dar:

XLS

Merck-Gruppe | Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio €

Q2 – 2014

Q2 – 2013

Verände­rung in %

Jan.–Juni 2014

Jan.–Juni 2013

Verände­rung in %

Umsatzerlöse

2.795,5

2.743,9

1,9

5.409,4

5.404,3

0,1

Lizenz- und Provisionserlöse

67,6

97,2

–30,4

118,5

197,3

–39,9

Gesamterlöse

2.863,1

2.841,1

0,8

5.527,9

5.601,6

–1,3

 

 

 

 

 

 

 

Herstellungskosten

–828,6

–768,0

7,9

–1.565,1

–1.492,0

4,9

Bruttoergebnis

2.034,5

2.073,1

–1,9

3.962,8

4.109,6

–3,6

 

 

 

 

 

 

 

Marketing- und Vertriebskosten

–601,5

–616,3

–2,4

–1.151,0

–1.184,6

–2,8

Lizenz- und Provisionsaufwendungen

–139,1

–156,5

–11,1

–275,4

–292,8

–5,9

Verwaltungskosten

–151,0

–137,5

9,8

–283,3

–270,2

4,8

Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge

–110,4

–114,5

–3,6

–177,2

–298,5

–40,6

Forschungs- und Entwicklungskosten

–394,1

–373,5

5,5

–773,0

–779,7

–0,9

Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte

–197,4

–209,4

–5,7

–393,6

–419,0

–6,1

Operatives Ergebnis (EBIT)

441,0

465,4

–5,2

909,3

864,8

5,1

 

 

 

 

 

 

 

Finanzergebnis

–50,2

–48,5

3,5

–84,9

–107,2

–20,8

Ergebnis vor Ertragsteuern

390,8

416,9

–6,3

824,4

757,6

8,8

 

 

 

 

 

 

 

Ertragsteuern

–84,8

–100,8

–15,8

–191,0

–172,5

10,7

Ergebnis nach Steuern

306,0

316,1

–3,2

633,4

585,1

8,3

 

 

 

 

 

 

 

Nicht beherrschende Anteile

–2,7

–0,1

–4,9

–3,1

60,1

Konzernergebnis

303,3

316,0

–4,0

628,5

582,0

8,0

Die Lizenz- und Provisionserlöse fielen im zweiten Quartal 2014 um –30,4% auf 68 Mio € (Q2 2013: 97 Mio €). Ausschlaggebend für diesen starken Rückgang um rund –30 Mio € war hauptsächlich der Wegfall von Lizenzerlösen in der Sparte Merck Serono. Die Gesamterlöse, das heißt die Umsatzerlöse zuzüglich der Lizenz- und Provisionserlöse, stiegen leicht um 0,8% auf 2.863 Mio € (Q2 2013: 2.841 Mio €).

Unter Berücksichtigung der angefallenen Herstellungskosten, die im zweiten Quartal 2014 um 7,9% auf 829 Mio € (Q2 2013: 768 Mio €) anstiegen, erzielte die Merck-Gruppe ein Bruttoergebnis von 2.035 Mio € (Q2 2013: 2.073 Mio €). Die starke Erhöhung der Herstellungskosten stand überwiegend im Zusammenhang mit der Erstkonsolidierung von AZ. Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden zum Erstkonsolidierungszeitpunkt die erworbenen Vorräte von AZ auf die beizulegenden Zeitwerte aufgewertet. Für den Zeitraum 2. Mai 2014 bis zum 30. Juni 2014 wurden von diesem Aufwertungsbetrag 30 Mio € in den Herstellungskosten aufwandswirksam berücksichtigt. Die Bruttomarge, das heißt das Bruttoergebnis in Prozent der Umsatzerlöse, fiel entsprechend um fast drei Prozentpunkte auf 72,8% (Q2 2013: 75,6%), wobei sich neben dem Erstkonsolidierungseffekt auch der erhebliche Rückgang der Lizenz- und Provisionserlöse sowie die negativen Wechselkurseffekte bei den Umsatzerlösen auswirkten.

Im zweiten Quartal 2014 enthielten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen Wertminderungen immaterieller Vermögenswerte im Zusammenhang mit der Rückgabe für Ceralifimod in Höhe von 14 Mio € (siehe auch Erläuterungen zum Konzernzwischenabschluss „Rückgabe der Lizenzrechte für Ceralifimod“). Für den Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (Saldo) waren unter anderem niedrigere Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten sowie Gewinne aus operativen Währungsabsicherungsgeschäften verantwortlich.

Der Anstieg der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen war im Wesentlichen auf Merck Serono zurückzuführen, somit entfielen 79,1% (Q2 2013: 78,8%) der konzernweiten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung auf diese Sparte. Die Forschungsquote (Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Prozent der Umsatzerlöse) der Merck-Gruppe erhöhte sich entsprechend auf 14,1% (Q2 2013: 13,6%).

Die rückläufigen Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte ergaben sich vor allem aufgrund des Auslaufens der Nutzungsdauer eines immateriellen Vermögenswertes bei der Sparte Merck Serono.

Das operative Ergebnis (EBIT) der Merck-Gruppe ging im Berichtsquartal um 24 Mio € auf 441 Mio € zurück. Dies war überwiegend auf die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum höheren Sondereinflüsse, die niedrigeren Lizenz- und Provisionserträge sowie die negativen Wechselkurseffekte zurückzuführen. Positiv wirkten sich das stabile operative Geschäft sowie die umgesetzten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung im Rahmen des Transformations- und Wachstumsprogramms „Fit für 2018“ aus.

Die leichte Erhöhung des negativen Finanzergebnisses auf –50 Mio € war überwiegend auf die einmalige Belastung im Zusammenhang mit der vorzeitigen Ablösung der AZ-Finanzschulden und auf einen negativen Bewertungseffekt aus dem Ansatz des Zeitwerts der Merck Share Units (MSUs) zurückzuführen. Bei den MSUs handelt es sich um virtuelle Merck-Aktien, die berechtigten Führungskräften und Mitarbeitern im Rahmen des Merck Long-Term Incentive Plans zum Ende eines dreijährigen Performance Zeitraums in Aussicht gestellt werden.

Die Aufwendungen für Ertragsteuern in Höhe von 85 Mio € (Q2 2013: 101 Mio €) führten zu einer Steuerquote von 21,7% (Q2 2013: 24,2%).

Das den Anteilseignern der Merck KGaA zustehende Konzernergebnis belief sich auf im zweiten Quartal 2014 auf 303 Mio € (Q2 2013: 316 Mio €) und ergab unter Berücksichtigung des erfolgten Aktensplits ein Ergebnis je Aktie in Höhe von 0,70 € (Q2 2013: 0,73 €).

XLS

Merck-Gruppe | Überleitung EBIT zum EBITDA vor Sondereinflüssen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio €

Q2 – 2014

Q2 – 2013

Verände­rung in %

Jan.–Juni 2014

Jan.–Juni 2013

Verände­rung in %

Operatives Ergebnis (EBIT)

441,0

465,4

–5,2

909,3

864,8

5,1

Abschreibungen / Wertminderungen / Wertaufholungen

326,0

327,7

–0,5

627,9

682,1

–7,9

(Davon: Sondereinflüsse)

(2,6)

(4,6)

(–43,3)

(3,8)

(31,2)

(–87,7)

EBITDA

767,0

793,1

–3,3

1.537,2

1.546,9

–0,6

Restrukturierungsaufwendungen

20,5

4,9

35,6

46,7

–23,8

Integrationskosten / IT-Kosten

20,3

11,7

73,7

34,7

17,4

98,7

Gewinne / Verluste aus abgegangenen Geschäften

–10,5

16,7

–6,4

18,4

Akquisitionskosten

45,7

46,7

Sonstige Sondereinflüsse

2,7

5,0

–2,0

EBITDA vor Sondereinflüssen

845,7

826,4

2,3

1.652,7

1.627,5

1,6

Nach der Bereinigung der Abschreibungen und der Sondereinflüsse stieg die wichtigste Kennzahl zur Steuerung des operativen Geschäfts, das EBITDA vor Sondereinflüssen, leicht auf 846 Mio € (Q2 2013: 826 Mio €) und ergab damit bezogen auf die Umsatzerlöse eine EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen von 30,3% (Q2 2013: 30,1%). Unter Berücksichtigung des erfolgten Aktiensplits belief sich das Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen (Ergebnis je Aktie bereinigt um Auswirkungen der Sondereinflüsse und Abschreibungen auf erworbene immaterielle Vermögenswerte nach Ertragsteuern) im zweiten Quartal 2014 auf 1,16 € (Q2 2013: 1,13 €).

Im ersten Halbjahr 2014 erzielte die Merck-Gruppe ein EBITDA vor Sondereinflüssen in Höhe von 1.653 Mio € (Jan.–Juni 2013: 1.627 Mio €). Damit konnte das gute Halbjahresergebnis des Vorjahres sogar noch leicht verbessert werden. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen stieg um einen halben Prozentpunkt auf 30,6% (Jan.–Juni 2013: 30,1%). Das Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen für die ersten sechs Monate 2014 erhöhte sich um 5,9% auf 2,32 € (Jan.–Juni 2013: 2,19 €).

Vermögens- und Finanzlage

XLS

Merck-Gruppe | Bilanzstruktur

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

30.06.2014

31.12.2013

Veränderung

 

in Mio €

in %

in Mio €

in %

in Mio €

in %

Kurzfristige Vermögenswerte

6.204,2

28,9

7.384,5

35,5

–1.180,3

–16,0

davon:

 

 

 

 

 

 

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

846,6

 

980,8

 

–134,2

 

Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

956,4

 

2.410,5

 

–1.454,0

 

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

2.218,8

 

2.021,4

 

197,5

 

Vorräte

1.618,8

 

1.474,2

 

144,6

 

Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

563,6

 

497,6

 

66,0

 

 

 

 

 

 

 

 

Langfristige Vermögenswerte

15.272,1

71,1

13.434,1

64,5

1.838,0

13,7

davon:

 

 

 

 

 

 

Immaterielle Vermögenswerte

11.424,9

 

9.867,2

 

1.557,7

 

Sachanlagen

2.793,4

 

2.647,2

 

146,3

 

Sonstige langfristige Vermögenswerte

1.053,8

 

919,7

 

134,1

 

 

 

 

 

 

 

 

Bilanzsumme

21.476,3

100,0

20.818,6

100,0

657,7

3,2

 

 

 

 

 

 

 

Kurzfristige Verbindlichkeiten

5.149,9

24,0

3.898,8

18,7

1.251,1

32,1

davon:

 

 

 

 

 

 

Kurzfristige Finanzschulden

2.086,2

 

440,4

 

1.645,8

 

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

1.403,8

 

1.364,1

 

39,7

 

Kurzfristige Rückstellungen

403,0

 

494,7

 

–91,7

 

Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

1.256,9

 

1.599,6

 

–342,7

 

 

 

 

 

 

 

 

Langfristige Verbindlichkeiten

5.111,6

23,8

5.850,6

28,1

–739,0

–12,6

davon:

 

 

 

 

 

 

Langfristige Finanzschulden

1.937,0

 

3.257,5

 

–1.320,5

 

Langfristige Rückstellungen

1.004,0

 

1.011,1

 

–7,0

 

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

1.196,1

 

910,9

 

285,2

 

Sonstige langfristige Verbindlichkeiten

974,4

 

671,1

 

303,3

 

 

 

 

 

 

 

 

Eigenkapital

11.214,9

52,2

11.069,2

53,2

145,7

1,3

 

 

 

 

 

 

 

Bilanzsumme

21.476,3

100,0

20.818,6

100,0

657,7

3,2

Die Bilanzsumme der Merck-Gruppe belief sich zum 30. Juni 2014 auf 21.476 Mio € und ist damit gegenüber dem 31. Dezember 2013 (20.819 Mio €) um 3,2% angestiegen. Die Veränderung der Bilanzstruktur war vor allem durch die zum 2. Mai 2014 erfolgte Erstkonsolidierung von AZ Electronic Materials S.A. geprägt. Die Zahlung des Kaufpreises in Höhe von 1.872 Mio € erfolgte vollständig aus liquiden Mitteln. Folglich gingen zum 30. Juni 2014 die Zahlungsmittel auf 847 Mio € (31.12.2013: 981 Mio €) und die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte auf 956 Mio € (31.12.2013: 2.410 Mio €) zurück. Im Zuge der Kaufpreisallokation für die AZ-Akquisition wurden die erworbenen Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverpflichtungen in der Bilanz mit den beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung führte dies bei den immateriellen Vermögenswerten (ohne Geschäfts- oder Firmenwert) zu einem Anstieg von 1.059 Mio €. Der aus der Transaktion resultierende Goodwill belief sich auf 841 Mio €. Weitere Angaben bezüglich der Kaufpreisallokation für die AZ-Akquisition befinden sich im Abschnitt „Akquisition der AZ Electronic Materials S.A.“ innerhalb der Erläuterungen zum Konzernzwischenabschluss. Ebenso hing der Anstieg des Nettoumlaufvermögens der Merck-Gruppe auf 2.434 Mio € (31.12.2013: 2.132 Mio €) unter anderem mit der Erstkonsolidierung von AZ zusammen. Die Veränderung der lang- und kurzfristigen Finanzschulden war im Wesentlichen auf die im März 2015 fällige Anleihe der Merck Financial Services mit einem Nominalvolumen von 1.350 Mio € zurückzuführen. Bedingt durch die Zahlung des Kaufpreises für AZ erhöhten sich die Nettofinanzverbindlichkeiten auf 2.220 Mio € (31.12.2013: 307 Mio €). Die Eigenkapitalquote blieb mit 52,2% (31.12.2013: 53,2%) auf konstant hohem Niveau.

Der Business Free Cash Flow der Merck-Gruppe belief sich im zweiten Quartal 2014 auf 632 Mio € (Q2 2013: 784 Mio €) und ging damit um –152 Mio € beziehungsweise um –19,3% zurück. Ausschlaggebend für diese Reduzierung war der Anstieg der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der im Zusammenhang mit der Erstkonsolidierung von AZ stehende Anstieg dieser beiden Bilanzpositionen wurde durch die entsprechende Anpassung wieder neutralisiert. Trotzdem ergab sich aus der Bestandsentwicklung der beiden Positionen eine Mittelbindung, die durch geringere Investitionen und durch das höhere EBITDA vor Sondereinflüssen nicht ausgeglichen wurde.

XLS

Merck-Gruppe | Business Free Cash Flow

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio €

Q2 – 2014

Q2 – 2013

Verände­rung in %

Jan.–Juni 2014

Jan.–Juni 2013

Verände­rung in %

EBITDA vor Sondereinflüssen

845,7

826,4

2,3

1.652,7

1.627,5

1,6

Investitionen in Sachanlagen, Software sowie geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte

–96,0

–127,3

–24,6

–158,8

–169,8

–6,5

Veränderungen der Vorräte

–107,2

26,4

–144,6

0,9

Veränderungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

–174,7

58,3

–197,5

–81,9

141,1

Anpassungen Erstkonsolidierung AZ Electronic Materials

164,4

164,4

Business Free Cash Flow

632,2

783,8

–19,3

1.316,3

1.376,7

–4,4

Im ersten Halbjahr 2014 erzielte die Merck-Gruppe einen Business Free Cash Flow von 1.316 Mio € (Jan.–Juni 2013: 1.377 Mio €) und konnte damit wieder an das sehr hohe Vorjahresniveau anknüpfen.