XLS

in Mio EUR

2010

2009

Laufende Steuern der Periode

–329,8

–270,8

Laufende Steuern der Periode aus Sondermaßnahmen

–0,1

6,1

Periodenfremde Steuern

–8,8

–6,3

Latente Steuern der Periode

120,5

166,2

Latente Steuern der Periode aus Sondermaßnahmen

–1,4

–4,9

 

–219,6

–109,7

 

 

 

Steuerquote

25,5 %

22,6 %

Steuerquote vor Sondermaßnahmen

25,3 %

21,6 %

Die Steueraufwendungen beinhalten die Körperschaft- und Gewerbesteuern der inländischen Gesellschaften sowie vergleichbare Ertragsteuern der ausländischen Gesellschaften. Durch die Änderung von Steuersätzen bei den einzelnen Gesellschaften ergab sich insgesamt ein latenter Steueraufwand von –0,1 Mio EUR (Vorjahr: 2,6 Mio EUR Steuerertrag).

Die Überleitung der aktiven und passiven latenten Steuern in der Bilanz einerseits und der latenten Steuern in der Gewinn- und Verlustrechnung andererseits stellt sich wie folgt dar:

XLS

in Mio EUR

2010

2009

Veränderung aktiver latenter Steuern gemäß Bilanz

47,7

65,3

Veränderung passiver latenter Steuern gemäß Bilanz

–617,0

132,7

Veränderung erfolgsneutral gebildeter aktiver/passiver latenter Steuern

–54,2

–38,9

Konsolidierungskreisänderungen/Wechselkursänderungen/Sonstige Veränderungen

742,6

2,2

Latente Steuern gemäß Gewinn- und Verlustrechnung

119,1

161,3

Die Konsolidierungskreisänderungen/Wechselkursänderungen/Sonstige Veränderungen resultierten mit 693,9 Mio EUR im Wesentlichen aus der Erstkonsolidierung Millipore. Die weiteren Veränderungen waren vor allem auf Schwankungen in den Wechselkursen des US-Dollar und des Schweizer Franken zurückzuführen.

Die Verlustvorträge gliedern sich wie nachstehend aufgeführt:

XLS

 

31.12.2010

31.12.2009

in Mio EUR

Deutschland

Ausland

Gesamt

Deutschland

Ausland

Gesamt

Verlustvorträge

2,0

194,2

196,2

164,3

121,9

286,2

davon:

 

 

 

 

 

 

mit latentem Steueranspruch

125,7

125,7

98,2

32,4

130,6

latenter Steueranspruch

39,2

39,2

14,5

8,3

22,8

davon:

 

 

 

 

 

 

ohne latentem Steueranspruch

2,0

68,5

70,5

66,1

89,5

155,6

theoretischer latenter Steueranspruch

0,5

20,5

21,0

10,5

17,1

27,6

Die Reduzierung der Verlustvorträge gegenüber dem Vorjahr resultierte im Wesentlichen aus der positiven Geschäftsentwicklung der betroffenen Konzerngesellschaften. Eine Aktivierung von latenten Steuern auf Verlust- und Zinsvorträge erfolgt nur dann, wenn ein Ausgleich in absehbarer Zeit wahrscheinlich ist.

Der überwiegende Teil der Verlustvorträge ist entweder zeitlich unbegrenzt oder bis zu 20 Jahre vortragbar. Zinsvorträge ergeben sich aus den Regelungen zur deutschen Zinsschranke und können Höhe von 7,5 Mio EUR wurden in 2010 vollständig genutzt. Durch die Nutzung von in Vorjahren nicht angesetzten steuerlichen Verlustvorträgen ergab sich im Jahr 2010 eine Verminderung der Ertragsteuerbelastung in Höhe von 20,0 Mio EUR (Vorjahr: 15,6 Mio EUR).

Die in Deutschland aufgelaufenen Verlustvorträge für die Körperschaftsteuer betrugen 1,5 Mio EUR (Vorjahr: 73,8 Mio EUR), für die Gewerbesteuer 0,5 Mio EUR (Vorjahr: 90,5 Mio EUR). Der theoretisch mögliche weitere latente Steueranspruch betrug 21,0 Mio EUR (Vorjahr: 27,6 Mio EUR).

Die aktiven und passiven latenten Steuern lassen sich inhaltlich folgenden Bilanzpositionen zuordnen:

XLS

 

31.12.2010

31.12.2009

in Mio EUR

Aktiva

Passiva

Aktiva

Passiva

Immaterielle Vermögenswerte

33,7

1.374,3

31,8

704,2

Sachanlagen

15,6

88,1

7,3

68,2

Kurz- und langfristige Finanzanlagen

5,9

19,3

2,6

15,7

Vorräte

305,6

3,7

242,0

5,0

Kurz- und langfristige Forderungen/sonstige Vermögenswerte

44,6

2,8

22,4

11,9

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

129,7

18,1

87,2

11,9

Kurz- und langfristige andere Rückstellungen

169,4

15,2

172,0

9,4

Kurz- und langfristige Verbindlichkeiten

27,8

5,8

17,6

6,1

Steuerliche Verlustvorträge

39,2

22,8

Steuererstattungsansprüche/Sonstiges

58,2

89,8

20,0

11,4

Saldierungen aktiver und passiver latenter Steuern

–236,6

–236,6

–80,3

–80,3

Gesamt latente Steuern

593,1

1.380,5

545,4

763,5

Für temporäre Unterschiede auf Anteile an Tochterunternehmen wurden latente Steuerschulden in Höhe von 16,7 Mio EUR (Vorjahr: 11,4 Mio EUR) bezogen auf geplante Dividendenausschüttungen und latente Steueransprüche für den angekündigten Verkauf von Crop BioScience von 3,0 Mio EUR gebildet. Für andere temporäre Unterschiede auf Anteile an Tochterunternehmen wurden keine weiteren latenten Steuerschulden berücksichtigt, da eine Umkehrung dieser Unterschiede nicht absehbar ist.

Neben den latenten Steueransprüchen auf Verlustvorträge führten sonstige temporäre Unterschiede zu 553,9 Mio EUR aktivischen Steuerlatenzen (Vorjahr: 522,6 Mio EUR).

In der nachstehend aufgeführten Tabelle wird von dem theoretischen Steueraufwand auf die Steuern vor Sondermaßnahmen und Steuern gemäß Gewinn- und Verlustrechnung übergeleitet. Der theoretische Steueraufwand ergibt sich aus der Anwendung des Steuersatzes einer Kapitalgesellschaft mit Sitz in Darmstadt in Höhe von 30,7 %.

XLS

in Mio EUR

2010

2009

Konzernergebnis vor Steuern

861,1

486,4

Sondermaßnahmen

–0,8

–28,0

Konzernergebnis vor Steuern und Sondermaßnahmen

861,9

514,4

 

 

 

Steuersatz Kapitalgesellschaft

30,7 %

30,7 %

Theoretischer Steueraufwand vor Sondermaßnahmen

–264,6

–157,9

Steuersatzdifferenzen

45,7

4,8

Steuereffekt von Gesellschaften mit negativem Konzernbeitrag

–9,0

–3,5

Periodenfremde Steuern

–8,8

–6,3

Steueranrechnungen

22,9

28,1

Steuereffekte auf Verlustvorträge

25,8

39,3

Steuereffekt durch nicht abzugsfähige Aufwendungen/steuerfreie Erträge/Sonstige Steuereffekte

–30,1

–15,4

Steueraufwand vor Sondermaßnahmen

–218,1

–110,9

 

 

 

Steuerquote vor Sondermaßnahmen

25,3 %

21,6 %

 

 

 

Steuern aus Sondermaßnahmen

–1,5

1,2

Steueraufwand gemäß Gewinn- und Verlustrechnung

–219,6

–109,7

 

 

 

Steuerquote gemäß Gewinn- und Verlustrechnung

25,5 %

22,6 %