Wichtige Ereignisse 2010

2010 war für Merck ein ereignisreiches und unter dem Strich auch sehr gutes Geschäftsjahr. Wir sind unseren Merck-Weg gegangen, der auf den Grundsätzen „Bewahren. Verändern. Wachsen.“ basiert – und hatten damit Erfolg.

 

Führendes Life-Science-Unternehmen – mit der Akquisition von Millipore gelingt Merck ein strategischer Schachzug. (Foto)

Merck übernimmt das amerikanische Life-Science-Unternehmen Millipore. Am 28. Februar verkündet Merck die Transaktion, die 5,1 Mrd EUR kostet. Juristisch vollzogen wird die Übernahme am 14. Juli. Erster Tag der neuen, mit Teilen der ehemaligen Sparte „Performance & Life Science Materials“ verschmolzenen Organisation unter ihrem neuen Marktauftritt ist der 1. Januar 2011. Der Vorsitzende der Geschäftsleitung, Karl-Ludwig Kley, sagt dazu: „Indem wir Millipores Expertise in den Bereichen Bioscience und Bioprocess mit unserer Erfahrung im Geschäft mit Life-Science-Kunden bündeln, können wir das enorme Potenzial unseres Chemiegeschäftes realisieren.“ Auch Analysten sehen in der Akquisition einen guten strategischen Schachzug.

Das Vertrauen der Finanzmärkte in Merck spiegelt sich in der erfolgreichen Emission einer Euro-Anleihe zur Finanzierung der Millipore-Akquisition wider. Das Volumen von 3,2 Mrd EUR – die größte Euro-Anleihen-Emission eines deutschen Unternehmens in 2010 – wird in einem eher schwierigen Marktumfeld in verschiedenen Tranchen platziert.

China, der Markt der Zukunft – 2010 tätigt Merck eine wichtige Investition in ein neues Forschungszentrum. (Foto)

China ist für Merck ein Zukunftsmarkt. 2010 baut das Unternehmen seine Präsenz in dem Land stark aus. 2000 Mitarbeiter steigern die Umsätze um über 30 %. In Peking wird ein Entwicklungsstandort etabliert, um lokale klinische Studien vor Ort koordinieren zu können – über 200 hochqualifizierte Arbeitsplätze sollen entstehen.

Ein Wechselbad der Gefühle durchlebt Merck mit dem neuen Multiple-Sklerose-Medikament Cladribin: Zulassungen in Russland und Australien, Wiederaufnahme des Verfahrens in den USA und ablehnende Zulassungsempfehlung durch das Beratungsgremium der europäischen Zulassungsbehörde EMA. Noch im 1. Quartal 2011 werden die Würfel für die weitere Zukunft des Medikamentes in den USA fallen.

Faszinierende OLED-Technologie – auch für die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel. (Foto)

Merck ist Pionier bei der LED- und OLED-Entwicklung. Zur Stärkung der Position nimmt das neue Material Research Center am Standort Darmstadt seine Arbeit auf. Investitionskosten: 50 Mio EUR. Zur Einweihung am 23. September ist auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel anwesend. Im Foyer des Gebäudes steht das weltweit größte OLED-Display – eine Fläche von fast neun Quadratmetern für gestochen scharfe Präsentationen.

Eine richtungsweisende Kooperation mit Sanofi-Aventis wird am 17. Dezember bekannt gegeben. Die Vereinbarung sieht eine weltweite Forschungs- und Entwicklungszusammenarbeit in der Onkologie vor. Hierbei sollen neue, experimentelle Wirkstoffkombinationen, die spezifische Signalwege in Krebszellen blockieren können, untersucht werden. Merck erhofft sich neue, zielgerichtete Krebstherapien mit hohem therapeutischem Potenzial.