Kräftig gestärkt Geprüft

In der neuen Sparte Performance Materials, die nach der am 14. Juli abgeschlossenen Akquisition des US-amerikanischen Life-Science-Unternehmens Millipore entstand, bündelt Merck seine Materialiengeschäfte und -aktivitäten – aufgegliedert in die Geschäftseinheiten Liquid Crystals, Pigments und Cosmetics sowie den Bereich Advanced Technologies mit seinen Materialien für LEDs (Leuchtdioden) und Photovoltaik sowie weitere innovative Technologien.

Performance Materials | Kennzahlen

XLS

 

 

 

 

in Mio EUR

2010

2009

Δ in %

Gesamterlöse

1.384

1.006

38

Bruttoergebnis

925

478

93

F&E-Kosten

127

109

17

Operatives Ergebnis

580

218

166

Sondermaßnahmen

–1

1

Free Cash Flow

542

288

88

Basis Free Cash Flow

549

304

81

ROS in %

41,9

21,7

 

Die Produktionskapazitäten sowohl bei den Flüssigkristallen als auch bei den Pigmenten waren auf hohem Niveau ausgelastet und spiegelten die Erholung vom Abschwung im Jahr 2009 wider. Die Gesamterlöse der Sparte stiegen 2010 um 38 % von 1.006 Mio EUR im Vorjahr auf 1.384 Mio EUR. Positive Währungseffekte trugen mit 9,7 % und organisches Wachstum mit 27 % zu dieser Steigerung bei. Mehr als 70 % ihrer Gesamterlöse erwirtschaftete die Sparte mit ihren Flüssigkristallen. Da das Bruttoergebnis mit 925 Mio EUR (2009: 478 Mio EUR) stärker stieg als die Aufwendungen, konnte sich das Operative Ergebnis der Sparte von 218 Mio EUR auf 580 Mio EUR mehr als verdoppeln. Die Umsatzrendite erhöhte sich von 21,7 % im Vorjahr auf 41,9 %. Der Basis Free Cash Flow lag bei 549 Mio EUR, im Jahr zuvor waren es 304 Mio EUR.

Um unsere Führungsposition unter anderem bei Displaymaterialien zu verteidigen und auszubauen, investierten wir weiterhin in die Forschung und Entwicklung. Die F&E-Aufwendungen erhöhten sich 2010 von 109 Mio EUR im Vorjahr auf 127 Mio EUR. So wurde im September das neue Chemie-Forschungszentrum am Standort Darmstadt eingeweiht, mit 50 Mio EUR die größte Einzelinvestition der Forschung und Entwicklung im Unternehmensbereich Chemie. Auf rund 11.000 Quadratmetern Nutzfläche beherbergt es unter anderem Teile der Flüssigkristall- sowie die OLED-Forschung (organische lichtemittierende Dioden). Dort arbeiten unsere Forscher auch an Materialien für mobile Energiespeicher, beispielsweise für Fahrzeuge mit Hybrid- oder Elektroantrieb.