Konzernkosten und Sonstiges Geprüft

Die Konzernkosten und Sonstiges setzen sich zusammen aus den Konzernverwaltungskosten, dem Finanzergebnis, Steuern sowie bestimmten Sondermaßnahmen, die nicht einzelnen Sparten zugeordnet sind.

Die Konzernverwaltungskosten betreffen vorwiegend die Merck KGaA und umfassen typische Holdingfunktionen. Dazu gehören beispielsweise die zentralen Finanz- und Rechnungswesen- sowie Steuerbereiche und zentrale Einkaufs-, Kommunikations- oder Personal-Abteilungen, sofern ihre Leistungen nicht den Sparten zugeordnet werden können. Zu den Konzernkosten zählen auch die Aufwendungen für zentrale, nicht zugeordnete IT-Funktionen und sogenannte Corporate-IT-Projekte im Zusammenhang mit dem Ausbau und der Harmonisierung von IT-Systemen innerhalb der Merck-Gruppe.

Das Operative Ergebnis der Konzernkosten und Sonstiges belief sich im Jahr 2011 auf –116 Mio € im Vergleich zu –90 Mio € im Vorjahr. Die Sondermaßnahmen 2011 betrugen insgesamt –30 Mio €(Vorjahr: –68 Mio €). Im Wesentlichen sind hierin Aufwendungen aus der Bildung von Rückstellungen für Umweltschutzmaßnahmen in Höhe von 29 Mio € enthalten. Die Aufwendungen aus Sondermaßnahmen des Vorjahres waren auf Rechtsstreitigkeiten zurückzuführen. Das Finanzergebnis verschlechterte sich von –252 Mio € im Vorjahr auf –286 Mio €. Die Steueraufwendungen in Höhe von –222 Mio € (Vorjahr: –220 Mio €) umfassen die Körperschaft- und Gewerbesteuern der inländischen Gesellschaften sowie vergleichbare Ertragsteuern der Gesellschaften im Ausland. Die Position enthält neben den effektiven Steuern auch latente Steuern, die die unterschiedlichen Wertansätze zwischen den Steuerbilanzen der Konzerngesellschaften und der Konzernbilanz berücksichtigen. Letztere resultieren überwiegend aus den Kaufpreisallokationen für Serono und Millipore.

Der Free Cash Flow lag 2011 bei –913 Mio €, der Vorjahreswert betrug –736 Mio €. Im Geschäftsjahr 2011 wurden Zahlungen in Höhe von 119 Mio € (Vorjahr: 241 Mio €) im Zusammenhang mit bestehenden Rechtsrisiken geleistet. Auszahlungen zur externen Finanzierung von Pensionsverpflichtungen der Merck KGaA (CTA) haben den Free Cash Flow 2011 in Höhe von 302 Mio € verringert. Der Mittelabfluss aus Zinsausgaben und Zinseinnahmen belief sich im Berichtsjahr auf 163 Mio € und war damit um 66 Mio € höher als im Vorjahr (97 Mio €). Dieser Anstieg ist auf den Zinstermin März 2011 bei wesentlichen Anleihen, die im Vorjahr zur Finanzierung der Millipore-Akquisition aufgelegt wurden, zurückzuführen. Daneben sind im Free Cash Flow die Ausgaben für die Konzernverwaltung und Steuerzahlungen enthalten. Der Saldo aus Steuerzahlungen und Steuererstattungen erhöhte sich von 317 Mio € im Vorjahr auf 358 Mio € im Berichtsjahr.

Bei der Überleitung vom Free Cash Flow zum Basis Free Cash Flow wurden im Geschäftsjahr 2011 Mittelzuflüsse aus dem Verkauf des Generikageschäfts in Höhe von 41 Mio € (Vorjahr: Mittelabflüsse von 240 Mio €) sowie die Auszahlungen zur externen Finanzierung von Pensionsverpflichtungen der Merck KGaA (CTA) in Höhe von 302 Mio € bereinigt. Der Basis Free Cash Flow erreichte damit –652 Mio € und fiel 31 % niedriger aus als im Vorjahr.

XLS

Konzernkosten und Sonstiges | Kennzahlen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio €

2011

2010

Δ in %

Gesamterlöse

Bruttoergebnis

F & E-Kosten

Operatives Ergebnis

–116

–90

30

Sondermaßnahmen

–30

–68

–55

Free Cash Flow

–913

–736

24

Basis Free Cash Flow

–652

–496

31