Erläuterungen zum Konzernzwischenabschluss der Merck-Gruppe zum 30. September 2011

Der vorliegende Konzernabschluss ist auf die, das operative Geschäft der Merck Gruppe führende, Merck KGaA, Darmstadt, als Obergesellschaft aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der ungeprüfte Zwischenabschluss der Merck-Gruppe zum 30. September 2011 entspricht den Vorschriften des IAS 34. Er wurde gemäß den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. In Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 wurde ein verkürzter Berichtsumfang gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 gewählt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten. Die Erläuterungen im Anhang zum Konzernabschluss 2010 der Merck-Gruppe, insbesondere im Hinblick auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, gelten entsprechend.

Als Ertragsteuern werden die in den einzelnen Ländern erhobenen Steuern auf den steuerpflichtigen Gewinn sowie die Veränderung der latenten Steuerpositionen ausgewiesen. Die Ertragsteuern im Zwischenabschluss werden auf Basis der Ergebnisse der einbezogenen Gesellschaften und des jeweils gültigen Steuersatzes als bestmögliche Schätzung ermittelt.

Die Aufstellung des Zwischenabschlusses erfordert es, dass in einem bestimmten Umfang Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden müssen. Die Annahmen und Schätzungen basieren auf dem aktuellen Kenntnisstand und den aktuell verfügbaren Daten.

Folgende Änderungen von Standards, folgende Interpretation und folgende Änderung einer Interpretation gelten ab dem Geschäftsjahr 2011 verbindlich:

  • Überarbeitete Fassung des IAS 24 „Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen“
  • Änderung des IAS 32 „Finanzinstrumente: Darstellung – Einstufung von Bezugsrechten“
  • Änderung des IFRS 1 „Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards: Begrenzte Befreiung erstmaliger Anwender von Vergleichsangaben nach IFRS 7“
  • „Verbesserungen an den International Financial Reporting Standards” (in der Fassung des IASB vom Mai 2010)
  • IFRIC 19 „Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente“
  • Änderung des IFRIC 14 „IAS 19 – Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestdotierungsverpflichtungen und ihre Wechselwirkung“

Die neuen Regelungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Zwischenabschluss.

Konsolidierungskreis

Zum 30. September 2011 sind 232 (31. Dezember 2010: 236) Gesellschaften voll konsolidiert. Anteilig werden derzeit keine Unternehmen einbezogen. Zwei assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet. Seit Jahresbeginn 2011 ergaben sich folgende Änderungen: Zum 1. Januar 2011 erfolgte die Erstkonsolidierung der Beijing Skywing Technology Co. Mit der erstmaligen Einbeziehung des Mikrobiologie-Geschäfts der Biotest AG zum 1. August 2011 kamen vier vollkonsolidierte Gesellschaften hinzu. Des Weiteren wurden drei neu gegründete Gesellschaften erstkonsolidiert. Im Rahmen des Verkaufs des Crop-Bioscience-Geschäfts wurden zwei Gesellschaften entkonsolidiert. Außerdem wurden in 2011 die Anteile an der Serono Contracting Ltd., Großbritannien, verkauft; die Entkonsolidierung dieser Gesellschaft hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Aufgrund von Liquidationen und Verschmelzungen sind neun Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden.

Verkauf Crop-Bioscience-Geschäft

Im 1. Quartal 2011 erfolgte der angekündigte Verkauf unseres Crop-Bioscience-Geschäfts an Novozymes A/S, Dänemark. In der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2010 waren die entsprechenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in den Positionen „Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte“ beziehungsweise „Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte“ ausgewiesen. Die Sparte Performance Materials erzielte im Jahr 2010 mit diesem Geschäft einen Umsatz von rund 46 Mio €. Der Verkaufspreis in Höhe von 208,2 Mio € ist uns im 1. Quartal 2011 zugeflossen. Merck erzielte aus dem Verkauf einen Gewinn in Höhe von 157,3 Mio €, der in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Sondermaßnahmen ausgewiesen ist.

Der Verkauf des Crop-Bioscience-Geschäfts hat sich auf Basis der Werte zum Veräußerungszeitpunkt wie folgt auf den Konzernabschluss ausgewirkt:

XLS

in Mio €

2011

Kurzfristige Vermögenswerte

 

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

1,2

Vorräte

5,0

Forderungen

10,3

Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

0,6

 

17,1

Langfristige Vermögenswerte

 

Immaterielle Vermögenswerte

13,3

Sachanlagen

4,2

Sonstige langfristige Vermögenswerte

2,0

 

19,5

 

 

Vermögenswerte

36,6

 

 

Kurzfristige Verbindlichkeiten

1,4

Langfristige Verbindlichkeiten

0,3

Verbindlichkeiten

1,7

 

 

Nettovermögen

34,9

Verkaufspreis

208,2

Zwischensumme

173,3

Realisierte Währungsumrechungsdifferenzen

–3,5

Transaktionskosten/Rückstellungen

–12,5

Gewinn aus der Veräußerung

157,3

Akquisitionen/Erstkonsolidierung der Beijing Skywing Technology sowie des Mikrobiologie-Geschäfts der Biotest AG

Ende Dezember 2010 hat Merck 100  % der Anteile an der Beijing Skywing Technology Co., Ltd., Peking, China, übernommen. Bei dieser zur Sparte der Merck Millipore gehörenden Akquisition handelt es sich um einen führenden Zulieferer für die Biopharmazeutika-Branche in China. Der Kaufpreis beläuft sich auf 14,5 Mio €. Die Erstkonsolidierung der Beijing Skywing Technology Co. erfolgte zum 1. Januar 2011.

Am 22. März 2011 hat Merck angekündigt, das Mikrobiologie-Geschäft der Biotest AG übernehmen zu wollen. Der Abschluss der Transaktion und damit die Erstkonsolidierung dieses Geschäfts erfolgte zum 1. August 2011. Das erworbene Geschäft wurde in die Sparte Merck Millipore integriert.

Die Akquisitionen haben sich insgesamt wie folgt auf die Konzernbilanz ausgewirkt:

XLS

in Mio €

Beijing
Skywing

Mikrobiologie-
Geschäft

Kurzfristige Vermögenswerte

 

 

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte

0,7

0,8

Vorräte

1,6

9,2

Forderungen

0,8

6,3

Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

0,2

1,7

 

3,3

18,0

Langfristige Vermögenswerte

 

 

Geschäfts- oder Firmenwerte

6,5

34,7

Sonstige immaterielle Vermögenswerte

5,8

46,5

Sachanlagen

0,6

16,6

Latente Steueransprüche

0,6

 

12,9

98,4

 

 

 

Vermögenswerte

16,2

116,4

 

 

 

Kurzfristige Verbindlichkeiten

 

 

Kurzfristige Finanzschulden

7,7

Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

0,2

6,5

 

0,2

14,2

Langfristige Verbindlichkeiten

 

 

Langfristige Finanzschulden

1,1

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

3,2

Sonstige langfristige Verbindlichkeiten

Latente Steuerschulden

1,5

12,0

 

1,5

16,3

 

 

 

Verbindlichkeiten

1,7

30,5

 

 

 

Erworbenes Nettovermögen/Kaufpreis

14,5

85,9

Hierbei wurden die erworbenen Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverpflichtungen im Rahmen der Kaufpreisaufteilung gemäß IFRS 3 mit den beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Die beizulegenden Zeitwerte sind noch als vorläufig zu betrachten und können innerhalb eines Jahres ab dem Zeitpunkt der Akquisition auf Grund neuer Erkenntnisse angepasst werden. Der Kaufpreis für das erworbene Mikrobiologie-Geschäft beinhaltet eine noch nicht gezahlte Kaufpreiskomponente in Höhe von 15,1 Mio €.

Die Auswirkungen der Akquisitionen auf die Gesamterlöse und das Ergebnis nach Steuern stellen sich wie folgt dar:

XLS

in Mio €

Beijing
Skywing

Mikrobiologie-
Geschäft

Gesamterlöse

3,0

7,0

Ergebnis nach Steuern

–0,4

–1,3

Bei Einbeziehung des Mikrobiologie-Geschäfts in den Konzernabschluss der Merck-Gruppe zum 1. Januar 2011 hätten sich für den Zeitraum 1. Januar bis 30. September 2011 Gesamterlöse in Höhe von 7.679,9 Mio € sowie ein Ergebnis nach Steuern von 490,4 Mio € ergeben.

Neueinschätzung des Geschäftspotenzials für Cladribin-Tabletten

Im 1. Quartal 2011 wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position „Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte“ bereits 50,4 Mio € Wertminderungen im Zusammenhang mit der Neueinschätzung des Geschäftspotenzials für Cladribin-Tabletten ausgewiesen. Bedingt durch die Entscheidung, den weltweiten Zulassungsprozess für Cladribin-Tabletten nicht weiter zu verfolgen, kam es im 2. Quartal 2011 zu weiteren Aufwendungen in Höhe von 20,0 Mio €, die in der Gewinn- und Verlustrechung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen wurden. Im Berichtsquartal wurden keine weiteren Aufwendungen in diesem Zusammenhang angesetzt.

Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte

Wie bereits oben beschrieben, beinhaltet diese Position der Gewinn- und Verlustrechnung im 1. Quartal 2011 Wertminderungen in Höhe von 50,4 Mio € im Zusammenhang mit der Neueinschätzung des Geschäftspotenzials für Cladribin-Tabletten. Im 2. Quartal 2011 wurden Wertminderungen in Höhe von 63,4 Mio € für Safinamid, eine Begleittherapie bei Parkinson, sowie in Höhe von 35,4 Mio € für die Einstellung der Weiterentwicklung des Immunmodulators IMO-2055 für die Krebstherapie durchgeführt. Des Weiteren wurden im 2. Quartal 2011 Patente in der Sparte Performance Materials um 8,6 Mio € wertgemindert. Im Berichtsquartal sind diesbezüglich keine weiteren Wertminderungen angefallen.

Zu Beginn des 2. Quartals 2011 wurde die Schätzung hinsichtlich der Restnutzungsdauer von Rebif® geändert, d.h. um zwei Jahre gekürzt. Bedingt durch diese Neueinschätzung erhöhten sich die Abschreibungen im 2. und 3. Quartal 2011 jeweils um 17,1 Mio €. Für das gesamte Geschäftsjahr 2011 ergeben sich aufgrund dieser Änderung höhere Abschreibungen von insgesamt 51,3 Mio €. Im Geschäftsjahr 2012 werden höhere Abschreibungen von 68,4 Mio € anfallen.

Wertminderung der Large-Scale-Biotech-Produktionsanlage (LSB) in der Schweiz

Aufgrund voraussichtlicher Überkapazitäten der entstehenden LSB-Produktionsanlage im Merck Serono Biotech Center in der Schweiz erfolgte im 2. Quartal 2011 eine Wertminderung dieser Sachanlage in Höhe von 160,7 Mio €. In der Gewinn- und Verlustrechnung ist dieser Aufwand in der Position „Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge“ enthalten. Im Berichtsquartal wurden zunächst im Zuge des Baufortschritts der Anlage weitere Anschaffungskosten aktiviert, die dann zum Quartalsende wertgemindert wurden. Dies führte im 3. Quartal 2011 zu Wertminderungsaufwendungen in Höhe von 2,0 Mio €.

Bewertung griechischer Staatsanleihen

Die Bilanzposition „Wertpapiere und finanzielle Vermögenswerte“ enthält zum 30. September 2011 griechische Staatsanleihen mit einem Buchwert in Höhe von 27,4 Mio €. Der Nominalwert dieser Wertpapiere beträgt 55,6 Mio €. Im Rahmen eines Umtauschs von Forderungen, die wir an griechische Krankenhäuser hatten, sind uns diese Wertpapiere zugegangen.

Die zum 30. September 2011 bestehende Wertminderung der griechischen Staatsanleihen in Höhe von 28,2 Mio € wurde in Höhe von 13,9 Mio € in den ersten drei Quartalen 2011 gebildet und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die griechischen Staatsanleihen sind der Kategorie „Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ zugeordnet.

Sondermaßnahmen

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Sondermaßnahmen beinhalten für den Zeitraum Januar bis September 2011 den Gewinn aus dem Abgang des Crop-Bioscience-Geschäfts in Höhe von 157,3 Mio € sowie einen nachgelagerten Gewinn in Höhe von 6,8 Mio € aus dem letztjährigen Verkauf von Théramex. Darüber hinaus sind Aufwendungen in Höhe von 17,5 Mio € für bereits aufgegebene Geschäfte enthalten.

Ertragssteuern

Aufgrund eines geändert anzuwendenden Steuersatzes wurde eine Umbewertung einer latenten Steuerschuld vorgenommen, wodurch im 3. Quartal 2011 ein einmaliger latenter Steuerertrag realisiert wurde.

Segmentbericht

Vermögens- und Ertragszahlen sowie weitere Kenngrößen sind nach Tätigkeitsgebieten im Segmentbericht aufgegliedert. Die Segmentierung erfolgt in Übereinstimmung mit der internen Berichterstattung für die Merck-Gruppe. Die Tätigkeitsfelder beschreiben wir im Einzelnen im Zwischenlagebericht in den Kapiteln zu den Sparten. Aufwendungen und Erträge sowie Vermögen und Cashflows werden vollständig den berichteten Sparten zugeordnet – soweit es Konzernfunktionen anbelangt dem Segment Konzernkosten und Sonstiges. Das Finanzergebnis und die Ertragsteuern sowie daraus resultierende Cashflows werden ausschließlich dem Segment Konzernkosten und Sonstiges zugewiesen. Die Verrechnungspreise für konzerninterne Umsätze legen wir marktorientiert fest. Zwischen den Segmenten bestanden keine wesentlichen Innenbeziehungen.

Im Geschäftsjahr 2011 wird erstmals das Geschäftsfeld Cosmetic Actives in der Sparte Performance Materials geführt. Zum 31. Dezember 2010 beziehungsweise im Geschäftsjahr 2010 war dieses Geschäftsfeld noch Teil der Sparte Merck Millipore. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.

Für das Betriebsvermögen im Segmentbericht galt folgende Überleitung:

XLS

in Mio €

30. September
2011

31. Dezember
2010

Vermögenswerte

22.394,1

22.388,0

Monetäre Aktiva (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente,
Ausleihungen, Wertpapiere)

–2.169,8

–1.042,4

Finanzanlagen zur Unterlegung von Pensionsverpflichtungen

–218,9

–216,9

Nicht operative Forderungen, Steuererstattungsansprüche, latente Steuern und Rückerstattungsansprüche aus Planvermögen

–834,0

–723,1

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

–36,7

Betriebsvermögen (brutto)

19.171,4

20.368,9

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

–1.124,2

–1.200,1

Sonstige operative Verbindlichkeiten

–673,2

–698,3

Betriebsvermögen (netto)

17.374,0

18.470,5

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die wesentlichen Auszahlungen für Akquisitionen in den ersten neun Monaten des Berichtsjahrs stellen sich wie folgt dar:

XLS

in Mio €

Beijing
Skywing

Mikrobiologie-
Geschäft

Kaufpreis

14,5

70,8

Erworbene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

–0,7

–0,8

Akquisitionen

13,8

70,0

Andere Auszahlungen

0,9

Akquisitionsbedingte Auszahlungen

13,8

70,9

Aus Zinsausgaben und Zinseinnahmen ergab sich insgesamt im Neunmonatszeitraum Januar bis September 2011 ein Mittelabfluss in Höhe von 144,7 Mio € (Vorjahreszeitraum: 59,7 Mio €). Dieser starke Anstieg ist auf den Zinstermin im März 2011 bei wesentlichen Anleihen, die im Vorjahr zur Finanzierung der Millipore-Akquisition aufgelegt wurden, zurückzuführen.

Zahlungen in 2011 in Höhe von 115,3 Mio € führten zu einem Verbrauch von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und zu einer entsprechenden Belastung des Free Cash Flows in dieser Periode.

Durch den Verkauf des Crop-Bioscience-Geschäfts hat sich der Free Cash Flow um 201,0 Mio € erhöht. Des Weiteren hat sich die erhaltene Kaufpreiszahlung für unser ehemaliges Pharmaunternehmen Théramex, das im Geschäftsjahr 2010 veräußert wurde, in Höhe von 265,1 Mio € positiv auf den Free Cash Flow des Berichtsjahres ausgewirkt.

Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich aus dem Ergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen dividiert durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der theoretisch ausstehenden Aktien. Die theoretische Aktienzahl berücksichtigt, dass das Komplementärkapital nicht in Aktien verbrieft ist. Entsprechend der Unterteilung des Grundkapitals in Höhe von 168,0 Mio € in 64.621.126 Aktien ergibt sich eine theoretische Aktienzahl von 152.767.813 Stück für das Komplementärkapital in Höhe von 397,2 Mio €. Insgesamt resultieren somit 565,2 Mio € beziehungsweise 217.388.939 Stück theoretisch ausstehender Aktien.

XLS

 

Q3 – 2011

Q3 – 2010

Jan.–Sept.
2011

Jan.–Sept.
2010

Ergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen (Mio €)

226,6

210,8

481,8

585,6

Gewichtete durchschnittliche Anzahl
theoretisch ausstehender Aktien (Mio Stück)

217,4

217,4

217,4

217,4

Unverwässertes Ergebnis je Aktie (€)

1,04

0,97

2,22

2,69

Zum Stichtag 30. September 2011 existieren keine potenziell verwässernd wirkende Aktien. Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.

Angaben zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Zum 30. September 2011 bestanden Verbindlichkeiten der Merck KGaA, der Merck Financial Services GmbH und der Merck & Cie, Altdorf, gegenüber der E. Merck KG in Höhe von 523 Mio €. Ferner bestanden zum 30. September 2011 Forderungen der Merck KGaA gegenüber der E. Merck KG in Höhe von 3,2 Mio € und gegenüber der E. Merck Beteiligungen KG in Höhe von 4,2 Mio €. Die Salden resultieren im Wesentlichen aus den Ergebnisabführungen der Merck & Cie an die E. Merck KG sowie den gegenseitigen Ergebnisabführungen zwischen Merck KGaA und E. Merck KG. Sie enthielten Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 294 Mio €, die zu marktüblichen Konditionen verzinst werden. Von Januar bis September 2011 erbrachte die Merck KGaA Dienstleistungen für die E. Merck KG im Wert von 0,8 Mio € und für die Emanuel Merck Vermögens KG im Wert von 0,2 Mio €. Im gleichen Zeitraum erbrachte die E. Merck KG Dienstleistungen für die Merck KGaA im Wert von 0,5 Mio €. Gesellschaften der Merck-Gruppe lieferten von Januar bis September 2011 Waren im Wert von 1,7 Mio € an assoziierte Gesellschaften. Zum 30. September 2011 bestanden Forderungen von Gesellschaften der Merck-Gruppe an assoziierte Gesellschaften in Höhe von 0,7 Mio €.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 4. Oktober 2011 hat Merck die Akquisition von 100 % der Anteile an der Amnis Corporation, Seattle, USA, abgeschlossen. Durch den Erwerb wird das Bioscience Geschäft unserer Sparte Merck Millipore gestärkt. Amnis hat 40 Mitarbeiter und erzielte im Geschäftsjahr 2010 Umsatzerlöse in Höhe von rund 10 Mio €.

Am 21. Oktober 2011 gab Merck die Entscheidung bekannt, sämtliche Rechte an Safinamid an Newron Pharmaceuticals S.p.A. zurückzugeben. Die Beendigung dieser Vereinbarung wird im April 2012 wirksam und wird im vierten Quartal 2011 zu Aufwendungen von etwa 40 Mio € für die Sparte Merck Serono führen.