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Verantwortungsvolles Marketing

Verantwortliche und regelkonforme Vermarktung unserer Produkte ist ein wichtiger Teil unserer Geschäftstätigkeit.

In unserem pharmazeutischen Geschäft sind nicht nur die Anforderungen an die Vermarktung, sondern an sämtliche Interaktionen im Gesundheitswesen sehr hoch. Oberstes Ziel für Merck ist, dass die Patienten eine effektive Behandlung erhalten. Dies setzt voraus, dass sämtliche Akteure des Gesundheitswesens stets auf die relevanten Informationen zugreifen können, Patienten Zugang zu den Arzneimitteln haben, die sie benötigen, und die Arzneimittel richtig verschrieben und angewendet werden. Um dies zu erreichen, halten wir uns bei der Vermarktung unserer Produkte an hohe ethische Standards, die zum Teil über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen und eine unsachgemäße Beeinflussung der Akteure verhindern sollen.

Um in unserem Pharmamarketing weltweit ein professionelles und transparentes Verhalten sichern zu können, beachten wir nicht nur die zahlreichen gesetzlichen Regelungen, sondern haben uns einen eigenen Verhaltenskodex gegeben. Außerdem gelten die Branchenregeln des internationalen Dachverbands IFPMA  (International Federation of Pharmaceutical Manufacturers & Associations), des europäischen Dachverbands EFPIA  (European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations) und der lokalen Industrieverbände.

Konzernweite Regelungen für das Pharma-Marketing

Die „Merck Pharmaceutical Marketing Best Practices” definieren international verpflichtende Standards.

Sie regeln beispielsweise Interaktionen mit Ärzten, Apothekern oder Patientenorganisationen und machen Vorgaben für die Durchführung von Veranstaltungen oder für Werbung. Dieser internationale Standard wird durch länderspezifische Regelungen ergänzt. Dabei gilt, dass die jeweils strengeren Regeln einzuhalten sind.

Speziell für das den US-Markt betreffende Pharmageschäft gilt die konzernweite Richtlinie „Pharmaceutical Operations of Merck KGaA and Merck Serono S. A. in the United States“.

Für die Mitarbeiter der deutschen Landesgesellschaft gilt zusätzlich zu den „Merck Pharmaceutical Marketing Best Practices“ eine interne Richtlinie für den Umgang mit Ärzten, Krankenhäusern, Apothekern und anderen Angehörigen der Fachkreise sowie mit Patientenorganisationen. Merck ist außerdem Mitglied des deutschen Vereins Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie (FSA ), der Verhaltensregeln für die Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Industrie festgelegt hat. Bei vermuteten Verstößen gegen den FSA-Kodex können Mitglieder und Dritte bei einer Schiedsstelle Beanstandungen einreichen. Anfang 2013 wurde Merck vom FSA abgemahnt, da Merck neue Regeln bei der Kommunikation zu einer Sponsoringmaßnahme nicht berücksichtigt hätte.

Für alle Gesellschaften der Sparte Merck Serono gilt außerdem die konzernweite Richtlinie „Promotional Materials“. Sie schreibt die Überprüfung von Werbematerialien auf Konformität mit den weltweiten Pharmaregularien durch die Konzernfunktionen Medical, Regulatory bzw. Recht vor.

In der Regel wendet sich Merck mit seinen Marketingmaßnahmen für verschreibungspflichtige Arzneimittel nicht direkt an Patienten. Falls Merck doch solche sogenannten Direct-to-Consumer-Kampagnen lanciert, gelten hierfür die Vorgaben der „Merck Pharmaceutical Marketing Best Practices“ und die lokalen Anforderungen, die dabei oft noch strenger sind.

Alle Regelungen zu Marketing und Werbung sind Teil des konzernweiten Compliance-Programms. Die Regelungen werden regelmäßig an aktuelle Entwicklungen angepasst. Sie gelten für alle Mitarbeiter, die in den entsprechenden Arbeitsfeldern beschäftigt sind.

Im Rahmen des Compliance-Trainingsplans werden alle betroffenen Mitarbeiter in Online-Trainings und Präsenzveranstaltungen geschult. Die Teilnahme wird kontrolliert, die Ergebnisse der Online-Trainings werden ausgewertet. So haben neben den regulären Schulungen zum Verhaltenskodex 4.345 Mitarbeiter in den Jahren 2011 und 2012 an den Schulungen zu den „Merck Pharmaceutical Marketing Best Practices“ teilgenommen.

Vermarktung von Chemikalien

Auch in unserem Chemiegeschäft ist die verantwortungsvolle Vermarktung wichtig. Wir liefern unsere Chemikalien nur an gewerbliche Kunden mit nachgewiesener Sachkenntnis, um einen sorgfältigen Umgang zu gewährleisten. Zusätzlich werden sie von uns mit Informationen über die sichere Handhabung und Anwendung der Produkte ausgestattet. Um eine missbräuchliche Nutzung von „Dual-Use-Produkten“ zu verhindern, hat Merck ein umfangreiches Sicherungsnetz etabliert. Einheitliche Leitlinien für die Exportkontrolle werden sowohl durch die zentrale Einheit Export Control and Customs Regulations als auch durch Handels- und Exportkontrollbeauftragte in den Landesgesellschaften überwacht. Im Falle des Verdachts missbräuchlicher Nutzung sehen wir aus Sicherheitsgründen von einer geschäftlichen Beziehung ab.