Die Sondereinflüsse setzten sich folgendermaßen zusammen:

XLS

 

 

 

in Mio €

2012

2011

Integrationskosten / IT-Kosten

–36,7

–38,0

Restrukturierungsaufwendungen

–503,8

Gewinne / Verluste aus abgegangenen Geschäften

–60,1

151,8

Akquisitionskosten

–1,0

Sonstige Sondereinflüsse

–3,1

–106,7

Sondereinflüsse ohne Wertminderungen

–604,7

7,1

Wertminderungen

–59,0

–332,0

Sondereinflüsse (Gesamt)

–663,7

–324,9

Die im Geschäftsjahr 2012 angefallenen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 503,8 Mio € standen in direktem Zusammenhang mit dem Effizienzsteigerungs- und Kostensenkungsprogramm „Fit für 2018“. Ziel der damit verbundenen Maßnahmen ist die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von Merck insbesondere durch eine Optimierung der Kostenstrukturen in allen Sparten und Regionen. Die angesetzten Restrukturierungsaufwendungen betrafen überwiegend Personalmaßnahmen, wie beispielsweise den Abbau von Stellen, um eine schlankere und agilere Organisation zu etablieren.

Bei dem Verlust aus abgegangenen Geschäften in Höhe von 60,1 Mio € handelte es sich im Wesentlichen um nachgelagerte Aufwendungen im Zusammenhang mit einem Bußgeldverfahren der Europäischen Kommission für das im Jahr 2007 veräußerte Generika-Geschäft. Der Posten enthielt auch den Gewinn aus dem Abgang der Batterie-Elektrolyte-Aktivitäten.

Von den Wertminderungen entfielen 34,3 Mio € auf das Effizienzsteigerungs- und Kostensenkungsprogramm, so dass sich zusammen mit den Restrukturierungsaufwendungen insgesamt Aufwendungen in Höhe von 538,1 Mio € für das Effizienzsteigerungs- und Kostensenkungsprogramm ergaben.

Der Ausweis der Sondereinflüsse erfolgt grundsätzlich in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen. In der Gewinn- und Verlustrechnung für 2011 waren einzelne Sondereinflüsse auch in anderen Posten enthalten.

Im Einzelnen stellten sich die Sondereinflüsse des Vorjahres wie folgt dar: Der Gewinn aus abgegangenen Geschäften des Vorjahres umfasste im Wesentlichen das Ergebnis aus dem Verkauf des Crop-Bioscience-Geschäfts in Höhe von 157,1 Mio €. Sonstige Sondereinflüsse in Höhe von 52,2 Mio € wurden für Vorratsanpassungen in den Herstellungskosten ausgewiesen. Im Zusammenhang mit der Rückgabe der Safinamid-Rechte wurden den Forschungs- und Entwicklungskosten Aufwendungen für die Rückstellungsbildung für ausstehende Leistungen in Höhe von 41,7 Mio € zugeordnet. Darüber hinaus enthielten die sonstigen Sondereinflüsse Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Entwicklungsstopp von Cladribin-Tabletten in Höhe von 12,8 Mio €. Immaterielle Vermögenswerte für Safinamid (63,4 Mio €), Cladribin (50,4 Mio €), IMO-2055 (35,4 Mio €), ein weiteres Forschungsprojekt der Sparte Merck Serono (9,0 Mio €) und Patente in der Sparte Performance Materials (8,6 Mio €) wurden abgeschrieben und als Wertminderungen dargestellt. In der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte der Ausweis in dem Posten „Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte“. Zudem enthielten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen die Wertminderungen der LSB-Produktionsanlage in Höhe von 165,1 Mio €. Die Aufteilung der Sondereinflüsse ohne Wertminderungen nach Sparten ist im Segmentbericht (siehe Anmerkung [53]) dargestellt.