Am 27. April 2012 übernahm Merck 100 % der Anteile an der CellASIC Corp., Hayward, USA, und fusionierte die Gesellschaft anschließend auf die EMD Millipore Corp., Billerica, USA. Durch dieses zur Sparte Merck Millipore gehörende Geschäft wurde das Portfolio im Bereich Bioscience erweitert. Die Erstkonsolidierung der CellASIC Corp. erfolgte zum 27. April 2012.
Am 6. November 2012 erwarb Merck 100 % der Anteile an der Biochrom AG, Berlin, Deutschland. Die erworbene Gesellschaft ist auf die Herstellung und Vermarktung von Zellkulturmedien und Pufferlösungen spezialisiert und wird die Geschäftseinheit Process Solutions der Sparte Merck Millipore stärken. Die Erstkonsolidierung der Biochrom AG erfolgte zum 6. November 2012.
Die Kaufpreise für beide Akquisitionen beliefen sich auf insgesamt 21,7 Mio € und wurden in bar bezahlt. Im Zusammenhang mit den beschriebenen Akquisitionen fielen Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 0,5 Mio € an, die aufwandswirksam im operativen Ergebnis ausgewiesen wurden. Die erworbenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wurden im Rahmen der Kaufpreisallokation gemäß IFRS 3 mit den beizulegenden Zeitwerten angesetzt.
Die Akquisitionen wirkten sich insgesamt wie folgt auf die Konzernbilanz aus:
| XLS |
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in Mio € |
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Kurzfristige Vermögenswerte |
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Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
1,1 |
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Vorräte |
7,4 |
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Forderungen |
1,3 |
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Sonstige kurzfristige Vermögenswerte |
0,6 |
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10,4 |
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Langfristige Vermögenswerte |
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Geschäfts- oder Firmenwerte |
8,0 |
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Sonstige immaterielle Vermögenswerte |
6,1 |
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Sachanlagen |
6,3 |
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20,4 |
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Vermögenswerte |
30,8 |
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Kurzfristige Verbindlichkeiten |
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Kurzfristige Finanzschulden |
0,8 |
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Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten |
2,1 |
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2,9 |
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Langfristige Verbindlichkeiten |
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Langfristige Finanzschulden |
3,1 |
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Sonstige langfristige Verbindlichkeiten |
0,2 |
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Latente Steuerschulden |
2,9 |
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6,2 |
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Verbindlichkeiten |
9,1 |
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Erworbenes Nettovermögen / Kaufpreis |
21,7 |
Die größten Einflüsse aus den Kaufpreisallokationen auf die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung ergaben sich aus der Anpassung der immateriellen Vermögenswerte auf die beizulegenden Zeitwerte. Die immateriellen Vermögenswerte beinhalteten insbesondere die bestehenden Kundenbeziehungen und Technologien. Die Bruttobeträge der erworbenen Forderungen betrugen zum Erwerbszeitpunkt 1,3 Mio €. Die bestmögliche Schätzung der uneinbringlichen Forderungen belief sich auf weniger als 0,1 Mio €. Die ausgewiesenen passiven latenten Steuern standen insbesondere im Zusammenhang mit der Neubewertung von immateriellen Vermögenswerten. Der verbleibende Unterschiedsbetrag zwischen den Kaufpreisen in Höhe von zusammen 21,7 Mio € und den beizulegenden Zeitwerten in Höhe von 13,7 Mio € wurde als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Dieser beinhaltete im Wesentlichen nicht separierbare Werte für das Know-how des Mitarbeiterstamms, Synergien aus der Erweiterung der Merck Millipore Produktpalette, den Zuwächsen in Marktanteilen und aus der Zusammenführung der Unternehmen. Die im Rahmen der Kaufpreisallokation vorgenommenen Anpassungen an beizulegende Zeitwerte zum Akquisitionszeitpunkt waren noch als vorläufig zu betrachten, da noch nicht alle bilanzierungsrelevanten Analysen und Berechnungen abgeschlossen wurden, so dass sich noch Anpassungen im nächsten Geschäftsjahr aufgrund neuer Erkenntnisse ergeben können.
Die Auswirkungen der Akquisitionen auf die Gesamterlöse und das Ergebnis nach Steuern stellten sich wie folgt dar:
| XLS |
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in Mio € |
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Gesamterlöse |
2,4 |
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Ergebnis nach Steuern |
–0,3 |
Im Ergebnis nach Steuern wurden auch die Abschreibungen auf die im Rahmen der Kaufpreisallokation angefallenen Anpassungen der immateriellen Vermögenswerte sowie die höheren Aufwendungen aufgrund der Anpassung der erworbenen Vorräte auf die beizulegenden Zeitwerte berücksichtigt. Bei Einbeziehung der beiden Akquisitionen in den Konzernabschluss der Merck-Gruppe zum 1. Januar 2012 hätten sich für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2012 Gesamterlöse in Höhe von 11.185,9 Mio € sowie ein Ergebnis nach Steuern von 579,2 Mio € ergeben.
Bei den im Vorjahr durchgeführten Akquisitionen ergaben sich keine nachträglichen Anpassungen der Kaufpreisallokationen.
