Consumer Health

Im dritten Quartal 2013 stiegen die Umsatzerlöse der Sparte Consumer Health im Vergleich zu einem relativ schwachen Vorjahresquartal um 7,0% auf 131 Mio € (Q3 2012: 122 Mio €). Einem organischen Wachstum von 14,6% standen dabei gegenläufige Wechselkursveränderungen von –7,6% gegenüber. Alle Regionen trugen zu den starken organischen Zuwächsen bei, wobei insbesondere die Absatzsteigerungen in Europa, der umsatzstärksten Region der Sparte, und in der Region Emerging Markets ausschlaggebend für die Gesamtentwicklung waren. Zweistellige Umsatzzuwächse in Deutschland, Frankreich und in der Region Emerging Markets konnten das schwache Geschäft der britischen Tochtergesellschaft Seven Seas überkompensieren.

Im dritten Quartal verzeichneten sechs der acht strategischen Marken (Bion®, Nasivin®, Femibion®, Cebion®, Sangobion® und Kytta®) zweistellige Wachstumsraten und konnten Marktanteile in den für die Sparte wichtigen Ländern gewinnen. Wie bereits in den vorangegangenen Quartalen sind die negativen Währungseffekte hauptsächlich auf lateinamerikanische Währungen zurückzuführen.

Die Umsetzung der im Rahmen von „Fit für 2018“ eingeleiteten Effizienzsteigerungsmaßnahmen und die verbesserte Ressourcenverteilung wirkten sich positiv auf die Kostenstruktur der Sparte aus und führten zu einer sichtbaren Profitabilitätssteigerung. Insbesondere die strategischen Marken der Sparte wiesen diesbezüglich eine starke Verbesserung auf. Strukturelle Anpassungen wie beispielsweise Änderungen des Produktportfolios oder der Rückzug aus unrentablen Ländern führten zu einem profitableren Geschäftsmodell und somit zu einem Turnaround der Sparte.

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Consumer Health | Kennzahlen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio. €

Q3 – 2013

Q3 – 2012

Veränderung

Jan.–Sept.
2013

Jan.–Sept.
2012

Veränderung

Gesamterlöse

131,4

123,2

6,7%

364,5

352,7

3,3%

Umsatzerlöse

131,0

122,4

7,0%

362,7

351,1

3,3%

Operatives Ergebnis (EBIT)

21,1

8,2

156,3%

51,0

24,4

109,0%

Marge (in % der Umsatzerlöse)

16,1%

6,7%

 

14,1%

6,9%

 

EBITDA

23,1

11,2

106,6%

57,9

33,2

74,3%

Marge (in % der Umsatzerlöse)

17,6%

9,1%

 

16,0%

9,5%

 

EBITDA vor Sondereinflüssen

24,2

19,3

25,4%

57,8

47,2

22,4%

Marge (in % der Umsatzerlöse)

18,4%

15,7%

 

15,9%

13,5%

 

Die Herstellungskosten erhöhten sich um 7,6% und beliefen sich im dritten Quartal auf 44 Mio € (Q3 2012: 41 Mio €). Das erzielte Bruttoergebnis in Höhe von 88 Mio € (Q3 2012: 82 Mio €) ist damit um 6,3% angestiegen und hat zu einer Bruttomarge von 66,9% (Q3 2012: 67,4%) geführt.

Der Sparte ist es gelungen, die Kostenstruktur nachhaltig zu verbessern. So konnten beispielsweise auch die in den Marketing- und Vertriebskosten ausgewiesenen Aufwendungen für Logistik und Außendienst reduziert werden. Aufgrund intensivierter Werbeaktivitäten im Berichtsquartal sind jedoch die Marketing- und Vertriebskosten insgesamt um 4,4% auf 55 Mio € (Q3 2012: 53 Mio €) angestiegen. Die Verwaltungskosten konnten um –16,0% gesenkt werden. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung verringerten sich im Zuge einer stärkeren Fokussierung der F&E-Aktivitäten um –13,0% auf 4 Mio €. Die ausgewiesenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen (Saldo) gingen von 11 Mio € auf 2 Mio € zurück. Die darin enthaltenen einmaligen Restrukturierungsaufwendungen aus dem Programm „Fit für 2018“ beliefen sich im Vorjahr auf 8 Mio €, während im Berichtsquartal diesbezüglich lediglich 1 Mio € anfielen.

Unter Berücksichtigung dieser Effekte stieg das operative Ergebnis (EBIT) um ungefähr das zweieinhalbfache von 8 Mio € auf 21 Mio € im Berichtsquartal 2013. Das EBITDA belief sich auf 23 Mio € (Q3 2012: 11 Mio €) und hat sich damit mehr als verdoppelt. Bereinigt um Einmalaufwendungen verbesserte sich das EBITDA vor Sondereinflüssen im dritten Quartal 2013 um 25,4% auf 24 Mio € (Q3 2012: 19 Mio €). Deutlich wird die starke Verbesserung der Profitabilität auch durch den Anstieg der EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen um fast drei Prozentpunkte auf 18,4% (Q3 2012: 15,7%).

Consumer Health | Umsatzerlöse nach Regionen – Q3 2013

Consumer Health | Umsatzerlöse nach Regionen – Q3 2013 (Tortendiagramm)

Umsatzentwicklung nach Regionen

Aus geografischer Sicht waren in allen Regionen starke organische Umsatzzuwächse sowie negative Währungskurseffekte zu verzeichnen. Europa, die mit einem Anteil von 68% am Umsatz (Q3 2012: 66%) wichtigste Region der Sparte, erzielte einen organischen Umsatzanstieg von 12,0% und gegenläufige Wechselkursveränderungen von –1,5%, sodass sich die Umsätze in dieser Region insgesamt um 10,5% auf 90 Mio € (Q3 2012: 81 Mio €) erhöhten. Insbesondere in Deutschland und in Frankreich konnten spürbare Umsatzsteigerungen erzielt werden, die das schwache Geschäft der britischen Tochtergesellschaft Seven Seas deutlich überstiegen. In Deutschland machte sich die Markteinführung von Kytta® Geruchsneutral sowie die starke Nachfrage nach Femibion® positiv bemerkbar. Frankreich profitierte insbesondere von der Markteinführung von Bion® Energie Continue und der starken Nachfrage nach saisonalen Produkten wie beispielsweise Apaisyl®.

In der Region Emerging Markets verzeichnete die Sparte ein starkes organisches Wachstum von 20,3%, das hauptsächlich mit Sangobion®, Cebion®, Bion® und Nasivin® erzielt wurde. Unter Berücksichtigung negativer Währungseffekte in Höhe von –20,0% ergab sich insgesamt ein leichter Anstieg der Umsatzerlöse auf 37 Mio €. Erfreuliche organische Wachstumsraten wurden insbesondere in Brasilien, Indien und Chile erreicht. Aufgrund negativer Währungskursveränderungen, die sich vor allem aus dem Venezolanischen Bolivar ergaben, ging der Anteil der Region Emerging Markets an den Gesamtumsatzerlösen der Sparte auf 28% zurück (Q3 2012: 30%).

Bei einem organischen Umsatzwachstum von 10,1% und gegenläufigen Währungseffekten von –16,9% ergaben sich für die Region Übrige Welt Umsatzerlöse in Höhe von 4 Mio € (Q3 2012: 4 Mio €). Der Anteil dieser Region an den Umsatzerlösen der Sparte erreichte damit noch 3% (Q3 2012: 4%).

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Consumer Health | Komponenten des Wachstums nach Regionen – Q3 2013

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio. € / Veränd. in %

Umsatzerlöse

Organisches Wachstum

Währungs-
effekte

Akquisitionen/
Veräußerungen

Umsatz-
wachstum

Europa

89,5

12,0%

–1,5%

10,5%

Nordamerika

0,6

75,3%

–1,8%

73,5%

Emerging Markets

36,9

20,3%

–20,0%

0,4%

Übrige Welt

4,0

10,1%

–16,9%

–6,8%

Consumer Health

131,0

14,6%

–7,6%

7,0%

Entwicklung in den ersten neun Monaten des Jahres 2013

In den ersten neun Monaten des Jahres 2013 stiegen die Gesamterlöse der Sparte um 3,3% auf 365 Mio € (Jan.-Sept. 2012: 353 Mio €) und die Umsatzerlöse ebenfalls um 3,3% auf 363 Mio € (Jan.-Sept. 2012: 351 Mio €). Dies ist zurückzuführen auf ein organisches Umsatzwachstum von 7,6% und auf gegenläufige Währungseffekte von –4,3%. In sämtlichen Regionen wurden positive Wachstumsraten erzielt; besonders hervorzuheben sind die Zuwächse in den beiden für die Sparte wichtigsten Regionen Europa und Emerging Markets. Insbesondere die Länder Frankreich und Deutschland waren die Haupttreiber des Umsatzanstiegs in Europa. In der Region Emerging Markets waren es die lateinamerikanischen Länder Venezuela, Chile und Brasilien, die beachtliches organisches Umsatzwachstum aufwiesen.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen der Sparte Consumer Health stieg in den ersten neun Monaten 2013 um 22,4% auf 58 Mio € oder 15,9% der Umsatzerlöse im Vergleich zu 47 Mio € oder 13,5% im Vorjahr.