Performance Materials

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Performance Materials | Kennzahlen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio €

Q2 – 2014

Q2 – 2013

Verände­rung in %

Jan.–Juni 2014

Jan.–Juni 2013

Verände­rung in %

Gesamterlöse

505,9

431,8

17,2

908,6

853,9

6,4

Umsatzerlöse

505,7

431,1

17,3

907,9

852,4

6,5

Operatives Ergebnis (EBIT)

137,5

170,1

–19,2

289,2

342,7

–15,6

Marge (in % der Umsatzerlöse)

27,2

39,5

 

31,8

40,2

 

EBITDA

178,1

205,1

–13,2

356,9

408,4

–12,6

Marge (in % der Umsatzerlöse)

35,2

47,6

 

39,3

47,9

 

EBITDA vor Sondereinflüssen

226,3

208,9

8,3

412,8

416,3

–0,9

Marge (in % der Umsatzerlöse)

44,8

48,5

 

45,5

48,8

 

Business Free Cash Flow

179,4

201,9

–11,1

344,9

400,9

–14,0

Entwicklung der Umsatzerlöse sowie der Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Sparte Performance Materials wuchsen im zweiten Quartal 2014 um 17,3% auf 506 Mio € (Q2 2013: 431 Mio €). Zu dieser Steigerung trugen sowohl das organische Wachstum von 1,8% als auch akquisitionsbedingte Umsatzsteigerungen von 20,5% beziehungsweise 89 Mio € bei. Negative Währungseffekte von –5,1%, die hauptsächlich durch den Taiwan-Dollar sowie den US-Dollar verursacht wurden, belasteten die Spartenumsätze auch im Berichtsquartal. Zum organischen Wachstum trugen die bereits bestehenden Einheiten Liquid Crystals, Pigments & Cosmetics und Advanced Technologies bei. Der akquisitionsbedingte Umsatzzuwachs war auf die zum 2. Mai 2014 erfolgte Erstkonsolidierung von AZ Electronic Materials zurückzuführen. In der Integrationsphase wird das Geschäft dieser Akquisition als eigenständige Geschäftseinheit neben den bereits bestehenden Einheiten geführt.

Die Geschäftseinheit Liquid Crystals behauptete auch im zweiten Quartal 2014 ihre Marktführerschaft bei Flüssigkristallmaterialien. Organisch verzeichneten die beiden führenden Technologien (PS-VA und IPS) aufgrund der anhaltenden Nachfrage nach Displays insgesamt ein erfreuliches Wachstum, das jedoch durch negative Währungseffekte überkompensiert wurde. Somit konnten die hohen Vorjahresumsätze, die unter anderem durch die starke Nachfrage in China getrieben waren, nominal nicht ganz erreicht werden.

Die Geschäftseinheit Pigments & Cosmetics erzielte im zweiten Quartal 2014 ein leichtes organisches Umsatzwachstum. Hierzu trugen vor allem die Xirallic®-Produktfamilie, die insbesondere in Automobillacken zum Einsatz kommt, als auch funktionale Materialien bei. Da die negativen Währungseffekte nicht vollständig durch das organische Wachstum ausgeglichen werden konnten, gingen die Umsätze der Geschäftseinheit leicht zurück. Die Geschäftseinheit Advanced Technologies leistete aufgrund gestiegener Nachfrage nach OLED-Displays einen sichtbaren Beitrag zum organischen Wachstum.

Performance Materials | Umsatzerlöse nach Regionen – Q2 2014

Performance Materials | Umsatzerlöse nach Regionen – Q2 2014 (Tortendiagramm)

Die Region Emerging Markets generierte mit einem Anteil von 73% (Q2 2013: 75%) den mit Abstand höchsten Beitrag zu den Umsatzerlösen der Sparte. Dies ist auf die Konzentration der Abnehmer von Flüssigkristallen sowie von Hightech-Materialien der neuen Geschäftseinheit AZ in Asien zurückzuführen. Trotz einer hohen Vorjahresbasis erzielten die bereits bestehenden Einheiten dort ein leichtes organisches Umsatzwachstum von 2,3%. Akquisitionsbedingt, das heißt durch die Übernahme von AZ, nahmen die Umsätze in den Emerging Markets um 17,8% zu. Unter Berücksichtigung negativer Währungseffekte von –5,3% wuchsen die Umsätze in dieser Region auf 370 Mio € (Q2 2013: 323 Mio €) an.

Im zweiten Quartal 2014 erzielte die Sparte in der Region Europa Umsatzerlöse in Höhe von 49 Mio € (Q2 2013: 42 Mio €). Damit betrug der europäische Anteil an den Spartenumsätzen unverändert 10%. Das erzielte organische Wachstum in Höhe von 1,1% war auf die Geschäftseinheit Pigments & Cosmetics, unter anderem aufgrund der Nachfrage nach Xirallic®-Pigmenten, zurückzuführen. Bedingt durch die erfolgte Erstkonsolidierung von AZ stieg der Umsatz in Europa um 15,2%.

Die Region Übrige Welt, mit Japan als dem wichtigsten Land, verzeichnete einen organischen Anstieg der Umsatzerlöse von 1,8%. Der akquisitionsbedingte Zuwachs aus dem Erwerb von AZ betrug 26,9%. Zusammen mit negativen Währungseffekten von –8,9% ergaben sich damit Umsatzerlöse von 52 Mio € (Q2 2013: 43 Mio €). Der Umsatzanteil der Region Übrige Welt blieb damit unverändert bei 10%.

In Nordamerika erhöhten sich die Umsatzerlöse im Berichtsquartal um 48,6% auf 34 Mio € (Q2 2013: 23 Mio €). Ausschlaggebend für diese Steigerung war der akquisitionsbedingte Umsatzanstieg von 56,5%, der zum Teil durch den organischen Rückgang der Umsätze um –3,6% sowie durch negative Währungseffekte von –4,3% kompensiert wurde. Die Region steuerte damit im Berichtsquartal 7% (Q2 2013: 5%) zu den Umsatzerlösen der Sparte bei.

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Performance Materials | Komponenten der Umsatzentwicklung nach Regionen – Q2 2014

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio €
Veränderung in %

Umsatzerlöse

Organisches Wachstum

Währungs­effekte

Akquisitionen/
Veräußerungen

Gesamt­veränderung

Europa

49,2

1,1

0,1

15,2

16,4

Nordamerika

34,2

–3,6

–4,3

56,5

48,6

Emerging Markets

370,4

2,3

–5,3

17,8

14,8

Übrige Welt

51,9

1,8

–8,9

26,9

19,8

Performance Materials

505,7

1,8

–5,1

20,5

17,3

Im ersten Halbjahr 2014 war für die Sparte ein Umsatzwachstum von 6,5% auf 908 Mio € (Jan.–Juni 2013: 852 Mio €) zu verzeichnen, das auf eine organischen Steigerung von 1,5% sowie auf einen akquisitionsbedingten Anstieg von 10,4% zurückzuführen war. Gegenläufige negative Währungseffekte von –5,4% belasteten hingegen die Spartenumsätze. Die Absatzmengen von Flüssigkristallen entwickelten sich im ersten Halbjahr 2014 dank der weiterhin hohen Nachfrage seitens der Display-Hersteller gut, sodass ein leichtes organisches Umsatzwachstum erzielt wurde. Unter Berücksichtigung der negativen Wechselkurseffekte konnte die Geschäftseinheit Liquid Crystals allerdings den hohen Vorjahresumsatz nicht erreichen. Die Entwicklung der Umsatzerlöse der Geschäftseinheit Pigments & Cosmetics im ersten Halbjahr 2014 war ebenfalls durch negative Währungseffekte beeinflusst. Organisch wurden zwar leichte Steigerungen bei den Umsätzen, sowohl mit dekorativen Pigmenten als auch mit Funktionsmaterialien, erzielt, jedoch konnten diese die negativen Wechselkurseffekte nicht ausgleichen. Unter Einbeziehung der Umsatzerlöse von AZ, die sich für den Zeitraum Mai bis Juni 2014 auf 89 Mio € beliefen, stiegen in ersten Halbjahr 2014 die Umsätze der Sparte insgesamt um 6,5%.

Die Entwicklung der Ertragslage ergab sich wie folgt:

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Performance Materials | Ertragslage

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio €

Q2 – 2014

Q2 – 2013

Verände­rung in %

Jan.–Juni 2014

Jan.–Juni 2013

Verände­rung in %

Umsatzerlöse

505,7

431,1

17,3

907,9

852,4

6,5

Lizenz- und Provisionserlöse

0,2

0,6

–65,0

0,7

1,4

–49,8

Gesamterlöse

505,9

431,8

17,2

908,6

853,9

6,4

 

 

 

 

 

 

 

Herstellungskosten

–245,0

–160,3

52,9

–401,8

–316,5

26,9

Bruttoergebnis

260,9

271,5

–3,9

506,9

537,3

–5,7

 

 

 

 

 

 

 

Marketing- und Vertriebskosten

–45,0

–37,0

21,8

–77,6

–72,4

7,2

Lizenz- und Provisionsaufwendungen

–0,9

–0,4

149,2

–1,7

–0,8

105,6

Verwaltungskosten

–14,7

–7,8

88,8

–22,5

–14,8

52,0

Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge

–20,2

–19,2

5,3

–32,9

–29,7

10,5

Forschungs- und Entwicklungskosten

–37,9

–33,4

13,3

–74,9

–69,8

7,3

Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte

–4,6

–3,6

28,9

–8,2

–7,1

15,7

Operatives Ergebnis (EBIT)

137,5

170,1

–19,2

289,2

342,7

–15,6

Abschreibungen / Wertminderungen / Wertaufholungen

40,6

35,0

16,0

67,7

65,8

3,0

(Davon: Sondereinflüsse)

(0,7)

(0,7)

EBITDA

178,1

205,1

–13,2

356,9

408,4

–12,6

Restrukturierungsaufwendungen

1,5

3,2

–52,5

3,3

6,8

–50,8

Integrationskosten / IT-Kosten

1,1

0,6

73,8

1,5

1,1

32,2

Gewinne / Verluste aus abgegangenen Geschäften

4,4

Akquisitionskosten

45,7

46,7

Sonstige Sondereinflüsse

EBITDA vor Sondereinflüssen

226,3

208,9

8,3

412,8

416,3

–0,9

Die Entwicklung der Ertragslage war stark durch die Einbeziehung von AZ seit dem 2. Mai 2014 beeinflusst. Insbesondere der starke Anstieg der Herstellungskosten im zweiten Quartal 2014 stand überwiegend im Zusammenhang mit der Erstkonsolidierung von AZ. Die im Rahmen der Akquisition erworbenen Vorräte von AZ wurden zum Erstkonsolidierungszeitpunkt auf die beizulegenden Zeitwerte aufgewertet. Für den Zeitraum 2. Mai 2014 bis zum 30. Juni 2014 wurden von diesem Aufwertungsbetrag 30 Mio € in den Herstellungskosten aufwandswirksam berücksichtigt. In Folge dieses Sondereinflusses war im zweiten Quartal der konsolidierte Beitrag von AZ zum Bruttoergebnis der Sparte vernachlässigbar. Die Bruttomarge von Performance Materials sank entsprechend auf 51,6% (Q2 2013: 63,0%). Der Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT) sowie des EBITDA auf 137 Mio € beziehungsweise auf 178 Mio € war unter anderem auch auf die beschriebene aufwandswirksame Fortführung der Neubewertung der AZ-Vorräte zurückzuführen. Im Rahmen der Ermittlung des EBITDA vor Sondereinflüssen wurde dieser Einmaleffekt aus der Vorratsneubewertung wieder gutgeschrieben, sodass die Kennzahl den bereinigten Beitrag von AZ beinhaltet. Folglich erhöhte sich im zweiten Quartal diese Kennzahl um 8,3% auf 226 Mio €. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen ging auf 44,8% (Q2 2013: 48,5%) zurück.

In den ersten sechs Monaten 2014 ging das EBITDA vor Sondereinflüssen leicht um –0,9% auf 413 Mio € zurück. Ausgedrückt in Prozent der Umsatzerlöse ergab sich damit eine EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen von 45,5% (Jan.–Juni 2013: 48,8%).

Entwicklung des Business Free Cash Flow

Die Sparte Performance Materials erzielte im Berichtsquartal einen Business Free Cash Flow von 179 Mio € (Q2 2013: 202 Mio €). Der starke Aufbau der Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stand im Zusammenhang mit dem Erwerb von AZ. Durch die Anpassung in Höhe von 164 Mio € wurde dieser Effekt wieder ausgeglichen. Insgesamt konnte AZ seit der Erstkonsolidierung einen positiven Beitrag zum Business Free Cash Flow der Sparte leisten. Der Rückgang dieser Kennzahl auf 179 Mio € war auf höhere Investitionen sowie auf die Entwicklung der Bilanzpositionen bei den bisherigen Geschäftseinheiten zurückzuführen.

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Performance Materials | Business Free Cash Flow

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio €

Q2 – 2014

Q2 – 2013

Verände­rung in %

Jan.–Juni 2014

Jan.–Juni 2013

Verände­rung in %

EBITDA vor Sondereinflüssen

226,3

208,9

8,3

412,8

416,3

–0,9

Investitionen in Sachanlagen, Software sowie geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte

–18,9

–12,9

46,4

–30,8

–22,7

36,0

Veränderungen der Vorräte

–96,6

10,9

–89,6

18,2

Veränderungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

–95,8

–4,9

–111,8

–10,9

Anpassungen Erstkonsolidierung AZ Electronic Materials

164,4

164,4

Business Free Cash Flow

179,4

201,9

–11,1

344,9

400,9

–14,0

Im ersten Halbjahr 2014 belief sich der Business Free Cash Flow auf 345 Mio € (Jan.-Juni 2013: 401 Mio €) und wies damit einen Rückgang von –56 Mio € auf.