Merck Serono

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Merck Serono | Kennzahlen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio €

Q3 – 2014

Q3 – 20131

Verände­rung in %

Jan.–Sept.
2014

Jan.–Sept. 20131

Verände­rung in %

1

Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe „Die Merck-Gruppe und ihre Sparten“.

Gesamterlöse

1.490,8

1.497,9

–0,5

4.422,6

4.540,5

–2,6

Umsatzerlöse

1.464,6

1.412,8

3,7

4.285,9

4.269,1

0,4

Operatives Ergebnis (EBIT)

236,9

240,5

–1,5

712,4

677,1

5,2

Marge (in % der Umsatzerlöse)

16,2

17,0

 

16,6

15,9

 

EBITDA

436,2

445,8

–2,2

1.308,4

1.331,8

–1,8

Marge (in % der Umsatzerlöse)

29,8

31,6

 

30,5

31,2

 

EBITDA vor Sondereinflüssen

448,7

467,4

–4,0

1.338,7

1.379,9

–3,0

Marge (in % der Umsatzerlöse)

30,6

33,1

 

31,2

32,3

 

Business Free Cash Flow

377,3

512,0

–26,3

1.194,6

1.337,7

–10,7

Entwicklung der Umsatzerlöse sowie der Ertragslage

Im dritten Quartal 2014 erzielte die Sparte Merck Serono ein organisches Wachstum der Umsatzerlöse von 4,5 %. Unter Berücksichtigung negativer Einflüsse aus Wechselkursveränderungen in Höhe von –0,8 % stiegen die Umsätze der Sparte insgesamt um 3,7 % auf 1.465 Mio € (Q3 2013: 1.413 Mio €). Zum organischen Umsatzwachstum trugen fast alle Therapiegebiete der Sparte bei. Insbesondere die Medikamente zur Behandlung von Krebs (Erbitux®), von Diabetes (Glucophage®), von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Concor®) und von Schilddrüsenstörungen (Euthyrox®) sowie Gonal-f®, das führende rekombinante Hormonpräparat zur Behandlung von Unfruchtbarkeit, trieben die organische Umsatzentwicklung der Sparte im dritten Quartal 2014.

Merck Serono | Umsatzerlöse nach Regionen – Q3 2014

Merck Serono | Umsatzerlöse nach Regionen – Q3 2014 (Tortendiagramm)

Die umsatzstärkste Region der Sparte, Europa, verzeichnete ein leichtes organisches Umsatzwachstum von 1,1 % und erzielte damit Umsatzerlöse in Höhe von 594 Mio € (Q3 2013: 588 Mio €). Mit 41 % (Q3 2013: 42 %) steuerte Europa den größten Anteil zu den Umsätzen der Sparte bei.

In der nach Umsätzen zweitgrößten Region Emerging Markets waren ein starkes organisches Wachstum von 14,0 % und gegenläufige negative Währungseffekte von –2,7 % zu verzeichnen, sodass der Umsatz von 397 Mio € auf 442 Mio € anstieg. Größtenteils die Produkte des Therapiegebiets General Medicine trugen zu diesem Wachstum bei, aber auch Rebif®, Erbitux® und Gonal-f® entwickelten sich positiv. Der Anteil dieser Region an den Spartenumsätzen erhöhte sich von 28 % im Vorjahresquartal auf 30 % im Berichtsquartal 2014.

Die Umsatzerlöse in der Region Nordamerika beliefen sich im dritten Quartal 2014 auf 327 Mio € und bewegten sich damit auf Vorjahresniveau (Q3 2013: 328 Mio €). Hierbei entfielen auf die organische Umsatzentwicklung –1,1 % und auf positive Währungseffekte 0,8 %. Nordamerikas Beitrag zu den Umsatzerlösen der Sparte reduzierte sich um einen Prozentpunkt auf 22 %.

In der Region Übrige Welt wuchsen die Umsatzerlöse im Berichtsquartal organisch um 5,3 %. Zusammen mit negativen Wechselkurseffekten von –3,1 % stiegen damit die Umsätze auf 101 Mio € (Q3 2013: 99 Mio €). Positiv entwickelten sich in der Region insbesondere die Umsatzerlöse mit Gonal-f®. Der Beitrag der Region Übrige Welt zu den Spartenumsätzen betrug unverändert 7 %.

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Merck Serono | Komponenten der Umsatzentwicklung nach Regionen – Q3 2014

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio €
Veränderung in %

Umsatzerlöse

Organisches Wachstum

Währungs­effekte

Akquisitionen/
Veräußerungen

Gesamt­veränderung

Europa

594,2

1,1

1,0

Nordamerika

327,2

–1,1

0,8

–0,3

Emerging Markets

442,0

14,0

–2,7

11,3

Übrige Welt

101,2

5,3

–3,1

2,2

Merck Serono

1.464,6

4,5

–0,8

3,7

Die Entwicklung der beiden umsatzstärksten Produkte der Sparte Merck Serono, Rebif® und Erbitux®, stellte sich im dritten Quartal 2014 wie folgt dar:

Das Medikament Rebif®, das für die Behandlung rezidivierender Formen der Multiplen Sklerose eingesetzt wird, verzeichnete trotz steigendem Wettbewerbsdrucks durch oral zu verabreichende Medikamente im dritten Quartal 2014 ein organisches Umsatzwachstum von 1,7 %. Unter Berücksichtigung negativer Währungseffekte von –0,4 % stieg der Umsatz mit Rebif® insgesamt um 1,3 % auf 466 Mio € (Q3 2013: 460 Mio €). In Nordamerika, mit einem Anteil an den Gesamtumsätzen von 53 % (Q3 2013: 53 %) der wichtigste Absatzmarkt für Rebif®, stiegen die Umsatzerlöse leicht auf 248 Mio € (Q3 2013: 244 Mio €). Hier konnten die letztjährigen Preiserhöhungen den Rückgang der Absatzmengen ausgleichen, sodass organisch der Umsatz leicht um 0,5 % anstieg. In Europa, mit einem Anteil von 38 % (Q3 2013: 39 %) die zweitstärkste Region, gingen die Umsätze von Rebif®, obwohl sich ein Ausschreibungsgeschäft in Osteuropa positiv auswirkte, wettbewerbsbedingt organisch um –2,5 % auf 176 Mio € (Q3 2013: 181 Mio €) zurück. Die beiden Regionen Emerging Markets und Übrige Welt, die zusammen einen Umsatzanteil von 9 % (Q3 2013: 7 %) erreichten, verzeichneten im dritten Quartal 2014 ein starkes organisches Umsatzwachstum.

Mit dem Krebsmedikament Erbitux® konnte die Sparte im dritten Quartal 2014 – trotz des guten Vorjahresvergleichsquartals – ein organisches Wachstum von 6,5 % erzielen. Unter Berücksichtigung negativer Währungseffekte von –2,5 % ergab sich insgesamt ein Anstieg der Umsätze um 4,0 % auf 232 Mio € (Q3 2013: 223 Mio €). In allen drei Regionen, in denen Merck Serono die Vermarktungsrechte besitzt, konnten organische Umsatzsteigerungen erwirtschaftet werden. In Europa, mit einem Anteil von 54 % (Q3 2013: 53 %) die umsatzstärkste Region von Erbitux®, stiegen die Umsätze organisch um 5,5 %, sodass zusammen mit leicht negativen Währungseffekten von –0,5 % Umsätze in Höhe von 125 Mio € (Q3 2013: 119 Mio €) erzielt wurden. Das stärkste organische Wachstum in Höhe von 11,7 % verzeichnete die Region Emerging Markets, in der die Sparte mit dem Krebsmedikament Umsatzerlöse von 68 Mio € (Q3 2013: 63 Mio €) erzielte. Der Anteil dieser Region am Gesamtumsatz von Erbitux® stieg damit auf 29 % (Q3 2013: 28 %). Einen großen Beitrag hierzu lieferte beispielsweise Brasilien. In der Region Übrige Welt gingen die Erbitux®-Umsätze auf 39 Mio € (Q3 2013: 41 Mio €) zurück, da das organische Wachstum von 1,1 % nicht ausreichte, die negativen Wechselkurseffekte von –5,0 % auszugleichen. In Japan konnten die hohen Wachstumsraten der vorigen Quartale, die durch die Markteinführung der Indikation für Kopf- und Halskrebs bedingt waren und nun in der Vergleichsbasis enthalten sind, nicht erreicht werden. Trotzdem wuchsen die Umsätze organisch um 2,7 %.

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Merck Serono | Umsatzerlöse und organisches Wachstum von Rebif® und Erbitux® nach Regionen – Q3 2014

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gesamt

Europa

Nordamerika

Emerging Markets

Übrige Welt

Rebif®

in Mio €

465,7

176,5

247,6

34,4

7,2

 

organisches Wachstum in %

1,7

–2,5

0,5

32,8

24,8

 

in % der Umsatzerlöse

100

38

53

7

2

Erbitux®

in Mio €

231,5

125,0

67,5

39,0

 

organisches Wachstum in %

6,5

5,5

11,7

1,1

 

in % der Umsatzerlöse

100

54

29

17

Die Entwicklung der Umsatzerlöse sowie die organischen Wachstumsraten der Hauptprodukte ergaben sich wie folgt:

Merck Serono | Umsatzerlöse und organisches Wachstum der Hauptprodukte – Q3 2014

Merck Serono | Umsatzerlöse und organisches Wachstum der Hauptprodukte – Q3 2014 (Balkendiagramm)

Mit Gonal-f® erzielte Merck Serono im dritten Quartal 2014 ein organisches Umsatzwachstum von 7,5 %. Unter Berücksichtigung leicht negativer Währungseffekte stieg der Umsatz um 7,0 % auf 147 Mio € (Q3 2013: 137 Mio €). In allen Regionen konnte der Umsatz mit Gonal-f® gesteigert werden, wobei in den Emerging Markets absolut das höchste Wachstum erzielt werden konnte.

Die Umsatzerlöse in dem Therapiegebiet Endokrinologie, in dem Merck Serono hauptsächlich Medikamente zur Behandlung von Stoffwechselerkrankungen und Wachstumsstörungen vertreibt, gingen organisch um –2,8 % zurück. Unter Berücksichtigung negativer Währungseffekte von –1,0 % wurden insgesamt Umsätze von 99 Mio € (Q3 2013: 103 Mio €) erzielt. Die Umsatzerlöse mit dem Wachstumshormon Saizen®, dem umsatzstärksten Präparat dieses Therapiegebiets, wiesen einen organischen Anstieg von 0,5 % und negative Währungseffekte von –1,8 % auf, sodass sich insgesamt die Umsatzerlöse mit 60 Mio € fast auf Vorjahresniveau hielten.

In dem Bereich General Medicine, in dem Merck Serono unter anderem Medikamente gegen Herz- und Kreislauferkrankungen und Diabetes vertreibt, wurde ein organisches Umsatzwachstum in Höhe von 7,2 % erreicht. Erfreulich entwickelten sich im Berichtsquartal die organischen Umsätze mit Concor® sowie mit Medikamenten zur Behandlung von Schilddrüsenkrankheiten (Euthyrox®). Nach rückläufigen Umsätzen im ersten Halbjahr mit Glucophage®, das zur Behandlung von Diabetes einsetzt wird, konnte im dritten Quartal 2014 wieder eine Umsatzsteigerung auf 104 Mio € (Q3 2013: 98 Mio €) erreicht werden. Unter Berücksichtigung negativer Währungskursveränderungen von –0,5 % betrugen die Umsätze im Therapiegebiet General Medicine 440 Mio € (Q3 2013: 412 Mio €).

In den ersten neun Monaten des Jahres 2014 stiegen die Umsatzerlöse der Sparte um 0,4 % und erreichten 4.286 Mio € (Jan.–Sept. 2013: 4.269 Mio €). Der ausgewiesene Umsatz beruht auf einem organischen Wachstum von 3,9 % und negativen Währungseffekten von –3,5 %. Mit Rebif® erzielte die Sparte im Dreivierteljahr 2014 Umsatzerlöse in Höhe von 1.389 Mio € (Jan.–Sept. 2013: 1.413 Mio €). Trotz eines organischen Wachstums von 1,3 % gingen insgesamt die Rebif®-Umsätze aufgrund negativer Währungseffekte um –1,7 % zurück. Die Umsatzerlöse von Erbitux® stiegen leicht um 1,6 % auf 670 Mio € (Jan.–Sept. 2013: 659 Mio €), wobei das organische Wachstum von 6,1 % teils durch negative Wechselkurseffekte aufgezehrt wurde. Getragen wurde das organische Wachstum von allen drei Regionen, in denen Merck Serono die Vermarktungsrechte von Erbitux® besitzt.

Das innerhalb der Geschäftseinheit Fruchtbarkeit umsatzstärkste Präparat, Gonal-f®, erzielte einen Umsatz von 461 Mio € (Jan.–Sept. 2013: 438 Mio €), was ein organisches Wachstum von 8,8 % und negative Wechselkurseffekte von –3,7 % widerspiegelt. Alle vier Regionen trugen zum organischen Umsatzwachstum bei, allen voran die Region Emerging Markets. Das Therapiegebiet Endokrinologie erwirtschaftete in den ersten neun Monaten 2014 einen Umsatz von 287 Mio € (Jan.–Sept. 2013: 296 Mio €). Die Spartenumsätze mit Produkten des Bereichs General Medicine (einschließlich CardioMetabolic Care) beliefen sich auf 1.231 Mio € (Jan.–Sept. 2013: 1.228 Mio €).

Die Entwicklung der Ertragslage der Sparte ergab sich wie folgt:

XLS

Merck Serono | Ertragslage

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio €

Q3 – 2014

Q3 – 20131

Verände­rung in %

Jan.–Sept.
2014

Jan.–Sept. 20131

Verände­rung in %

1

Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe „Die Merck-Gruppe und ihre Sparten“.

2

Der Ausweis der Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte (ohne Software) wurde geändert. Siehe Abschnitt „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ bei den Erläuterungen zum Konzernzwischenabschluss.

Umsatzerlöse

1.464,6

1.412,8

3,7

4.285,9

4.269,1

0,4

Lizenz- und Provisionserlöse

26,3

85,1

–69,1

136,8

271,3

–49,6

Gesamterlöse

1.490,8

1.497,9

–0,5

4.422,6

4.540,5

–2,6

 

 

 

 

 

 

 

Herstellungskosten2

–290,8

–250,4

16,1

–794,4

–738,8

7,5

(Davon: Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte)2

(–)

(–)

(–)

(–)

(–)

(–)

Bruttoergebnis2

1.200,0

1.247,5

–3,8

3.628,3

3.801,7

–4,6

 

 

 

 

 

 

 

Marketing- und Vertriebskosten2

–432,6

–427,8

1,1

–1.321,7

–1.364,6

–3,1

(Davon: Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte)2

(–133,9)

(–143,7)

(–6,8)

(–419,5)

(–453,6)

(–7,5)

Lizenz- und Provisionsaufwendungen

–128,3

–139,3

–7,9

–393,8

–422,4

–6,8

Verwaltungskosten

–55,4

–49,3

12,4

–163,6

–149,2

9,7

Sonstige betriebliche
Aufwendungen und Erträge

62,8

–95,0

–17,0

–275,8

–93,8

Forschungs- und Entwicklungskosten

–409,8

–295,7

38,6

–1.019,7

–912,7

11,7

Operatives Ergebnis (EBIT)

236,9

240,5

–1,5

712,4

677,1

5,2

Abschreibungen / Wertminderungen / Wertaufholungen

199,3

205,3

–2,9

596,0

654,7

–9,0

(Davon: Sondereinflüsse)

(0,2)

(14,7)

(–98,4)

(4,1)

(45,2)

(–91,0)

EBITDA

436,2

445,8

–2,2

1.308,4

1.331,8

–1,8

Restrukturierungsaufwendungen

12,0

19,7

–39,1

28,7

44,3

–35,2

Integrationskosten / IT-Kosten

0,6

2,0

–71,7

1,7

3,9

–57,0

Gewinne / Verluste aus
abgegangenen Geschäften

Akquisitionskosten

Sonstige Sondereinflüsse

EBITDA vor Sondereinflüssen

448,7

467,4

–4,0

1.338,7

1.379,9

–3,0

Die neben den Umsatzerlösen ebenfalls in den Gesamterlösen ausgewiesenen Lizenz- und Provisionserlöse gingen im dritten Quartal 2014 deutlich um –69,1 % auf 26 Mio € (Q3 2013: 85 Mio €) zurück. Dies war vor allem auf die reduzierten Lizenzerträge für Humira® und Enbrel® zurückzuführen. Die in 2013 mit Bristol-Myers Squibb geschlossene Vereinbarung mit dem Ziel, Glucophage® in China gemeinsam zu vermarkten, wirkte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal leicht positiv auf die Provisionserlöse aus.

Unter Berücksichtigung der Entwicklung der Umsatz- und Gesamterlöse sowie der Herstellungskosten sank das Bruttoergebnis der Sparte Merck Serono um rund –47 Mio € auf 1.200 Mio € und führte zu einer Bruttomarge von 81,9 % (Q3 2013: 88,3 %). Für diesen Rückgang waren überwiegend die gesunkenen Lizenz- und Provisionserlöse aber auch ein stärkeres Umsatzwachstum in Regionen mit geringeren Margen sowie vereinzelte Produktions- und Lieferschwierigkeiten verantwortlich. Die Entwicklung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge (Saldo) war im dritten Quartal 2014 hauptsächlich auf die Anpassung von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten (siehe auch Erläuterungen zum Konzernabschluss „Mündliche Vereinbarung zur Beilegung der Rechtsstreitigkeiten mit IBEP“), auf niedrigere Wertberichtigungen auf Forderungen sowie auf geringere Aufwendungen aus Sondereinflüssen zurückzuführen. Gegenläufige Auswirkungen ergaben sich im Berichtsquartal in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen aufgrund von Wertminderungen immaterieller Vermögenswerte im Zusammenhang mit der Einstellung des klinischen Entwicklungsprogramms für Tecemotide (auch bekannt als L-BLP25), eine in der Forschung befindliche antigenspezifische Krebsimmuntherapie (siehe auch Erläuterungen zum Konzernabschluss „Einstellung der klinischen Entwicklungsprogramme für Tecemotide und Plovamer-Acetat“). Der Anstieg der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen hängt im Wesentlichen mit Einmaleffekten aufgrund der Einstellung der klinischen Entwicklungsprogramme für Tecemotide und Plovamer-Acetat zusammen. Zudem führten Investitionen in die Biosimilars-Pipeline zu höheren Forschungs- und Entwicklungskosten. Die Forschungsquote der Sparte erhöhte sich damit im Berichtsquartal auf 28,0 % (Q3 2013: 20,9 %). Nach Hinzurechnung der Abschreibungen und bereinigt um Sondereinflüsse ergab sich ein um –4,0 % geringeres EBITDA vor Sondereinflüssen in Höhe von 449 Mio € und eine entsprechende EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen von 30,6 % (Q3 2013: 33,1 %).

In den ersten neun Monaten 2014 erzielte Merck Serono ein EBITDA vor Sondereinflüssen in Höhe von 1.339 Mio €. Für den Rückgang dieser Kennzahl um –3,0 % spielten unter anderem die Ergebnisbelastungen aufgrund der Wechselkursentwicklung sowie die gesunkenen Lizenzerträge eine Rolle. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen sank auf 31,2 % (Jan.–Sept. 2013: 32,3 %).

Entwicklung des Business Free Cash Flow

Im dritten Quartal 2014 wies der Business Free Cash Flow der Sparte Merck Serono einen starken Rückgang um –135 Mio € auf 377 Mio € (Q3: 2013: 512 Mio €) auf. Die stärkste Auswirkung auf die Entwicklung dieser Kennzahl ergab sich aus den Veränderungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Während im Vorjahresquartal ein Mittelzufluss aus dem Abbau des Forderungsbestands von 98 Mio € zu verzeichnen war, ergab sich im dritten Quartal 2014 eine Mittelbindung aufgrund des Aufbaus von Forderungen von –17 Mio €.

XLS

Merck Serono | Business Free Cash Flow

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio €

Q3 – 2014

Q3 – 20131

Verände­rung in %

Jan.–Sept.
2014

Jan.–Sept. 20131

Verände­rung in %

1

Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe „Die Merck-Gruppe und ihre Sparten“.

EBITDA vor Sondereinflüssen

448,7

467,4

–4,0

1.338,7

1.379,9

–3,0

Investitionen in Sachanlagen, Software
sowie geleistete Anzahlungen auf
immaterielle Vermögenswerte

–52,1

–40,3

29,1

–119,7

–91,1

31,4

Veränderungen der Vorräte

–2,6

–12,8

–79,4

–12,1

–17,4

–30,6

Veränderungen der Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen

–16,7

97,8

–12,3

66,3

–118,6

Business Free Cash Flow

377,3

512,0

–26,3

1.194,6

1.337,7

–10,7

Aufgrund des schwächeren Business Free Cash Flows im zweiten und dritten Quartal 2014 konnte die Sparte für den Zeitraum Januar bis September 2014 den Vorjahreswert nicht erreichen. Entsprechend ging der Business Free Cash Flow in den ersten neun Monaten 2014 um –143 Mio € beziehungsweise um –10,7 % auf 1.195 Mio € zurück.