Fruchtbarkeit Geprüft

Mit ihrem Portfolio an Medikamenten zur Behandlung der Unfruchtbarkeit ist die Sparte Merck Serono weltweit führend. Als einziges Unternehmen bieten wir Ärzten und Patienten rekombinante Versionen der drei für die Behandlung der Unfruchtbarkeit wichtigsten Sexualhormone an. Die Umsatzerlöse in der Geschäftseinheit Fruchtbarkeit stiegen im Jahr 2010 um 6,6 % auf 657 Mio EUR. Europa blieb unser wichtigster Markt. Hier erwirtschafteten wir fast die Hälfte der Umsatzerlöse, die leicht über dem Vorjahresniveau dieser Region lagen. In Asien, Afrika, Australien und Lateinamerika entwickelte sich der Umsatz mit zweistelligen Wachstumsraten erfreulich, während wir in Nordamerika eine geringfügige Steigerung verzeichneten.

Gonal-f® wächst weiterhin

Gonal-f® (Follitropin alfa zur Injektion) ist eine rekombinante Form des körpereigenen follikelstimulierenden Hormons. Es ist in über 100 Ländern zugelassen und das weltweit führende Präparat zur Behandlung der Unfruchtbarkeit bei Frauen. Die Injektionshilfe Gonal-f®-Pen zur Selbstverabreichung von Gonal-f® ist in über 90 Ländern erhältlich, darunter in den wichtigsten EU-Ländern, den USA und Japan. Die Umsatzerlöse von Gonal-f® stiegen um 3,7 % auf 504 Mio EUR, hauptsächlich getragen von starkem Wachstum um 15 % in der Region Asien, Afrika, Australien. Zum Umsatzplus in dieser Region trugen positive Währungseffekte mehr als die Hälfte bei. In Japan war Gonal-f® 2009 auch für die Behandlung von unfruchtbaren Frauen mit unregelmäßigem oder ausbleibendem Eisprung zugelassen worden. Dies zeigte sich 2010 in einem sehr starken Umsatzanstieg. In Nordamerika blieben die Gonal-f®-Umsätze in einem schrumpfenden und umkämpften Markt auf Vorjahresniveau. In Europa, wo wir fast die Hälfte unserer Umsatzerlöse mit Gonal-f® erwirtschafteten, konnten wir trotz anhaltenden Kostendrucks im Gesundheitssektor den Negativtrend des Vorjahres stoppen und den Umsatz auf dem Niveau von 2009 halten. In Italien, unserem größten europäischen Markt für dieses Produkt, blieben die Umsatzerlöse genauso stabil wie in unserem zweitgrößten Markt Frankreich. Spanien ist der drittgrößte europäische Markt, der hauptsächlich von Selbstzahlern getragen wird. Sie spürten weiterhin die Folgen der Wirtschaftskrise, der Gonal-f®-Umsatz ging um 4,3 % zurück. Erfreulich schnitt Gonal-f® hingegen in Großbritannien ab: Die Umsätze wuchsen, hauptsächlich organisch, stark und lagen um 31 % über Vorjahr.

Zur Stimulation der Eibläschenreifung bei unfruchtbaren Frauen, die an einem starken Mangel an luteinisierendem Hormon und follikelstimulierendem Hormon leiden, wird unser rekombinantes Kombinationspräparat Pergoveris™ eingesetzt. Es ermöglicht erstmals die gleichzeitige Gabe der beiden für die Eierstockstimulation entscheidenden Hormone durch subkutane Injektion. Die weltweiten Umsatzerlöse, fast ausschließlich in Europa erzielt, stiegen um 8,4 % auf 32 Mio EUR, vor allem dank eines Wachstums von 50 % in Frankreich. Ovidrel®/Ovitrelle® ist eine rekombinante Version des natürlich vorkommenden Hormons hCG. Es wird zur Stimulation der Follikelreifung und zum Auslösen des Eisprungs eingesetzt und erzielte ein starkes Umsatzplus von 21 % auf 45 Mio EUR, getragen von gutem Wachstum in allen Regionen. Auch Cetrotide®, ein zur Verhinderung eines vorzeitigen Eisprungs eingesetzter Antagonist des Hormons GnRH, wuchs mit 23 % auf 38 Mio EUR erfreulich.

Fördermittel für innovative Fertilitäts-Forschungsprojekte vergeben

Im Juni 2010 gab Merck Serono die ersten Empfänger von Fördermitteln des „Grant for Fertility Innovation“ bekannt. Wir haben dieses Programm für Innovationen auf dem Gebiet der Fruchtbarkeit entwickelt, um die medizinische Forschung auf diesem Gebiet zu fördern. Rund 1 Mio EUR wurden auf fünf innovative Projekte aus der angewandten Fruchtbarkeitsforschung verteilt, die Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch bessere Chancen eröffnen sollen. Im selben Monat stellten wir die Ergebnisse der größten internationalen Studie zum Verständnis der Entscheidungsprozesse von Paaren mit Kinderwunsch vor. Die Resultate können helfen, unterschiedliche Reproduktionsraten zu erklären, und zeigen Hindernisse auf, die unfruchtbare Paare möglicherweise davon abhalten, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. An der gemeinsam mit der Universität von Cardiff in Wales entwickelten Befragung hatten über 10.000 Frauen und Männer aus 18 Ländern teilgenommen.