Onkologie Geprüft

Unser zielgerichtetes Krebsmedikament Erbitux® (Cetuximab) ist in allen Therapielinien in Kombination mit Chemotherapie oder als Monotherapie für vorbehandelte Patienten bei metastasiertem Darmkrebs (mCRC) mit KRAS-Wildtyp-Tumoren, die den epidermalen Wachstumsfaktorrezeptor (EGFR) an der Zelloberfläche aufweisen, zugelassen. Zudem ist der monoklonale Antikörper ein Standard in der Erstlinientherapie von rezidiviertem und/oder metastasiertem Kopf- und Halskrebs (SCCHN) in Kombination mit platinbasierter Chemotherapie sowie in Kombination mit Strahlentherapie zur Behandlung von lokal fortgeschrittenen Kopf- und Halstumoren. Erbitux® ist heute für die Behandlung von Darmkrebs in 86 Ländern und für die Behandlung von Kopf- und Halskrebs in 82 Ländern zugelassen. Zusätzliche Indikationen untersuchen wir in weiteren Studien. Die Umsatzerlöse von Erbitux® stiegen im Jahr 2010 um 18 % auf 820 Mio EUR. Somit wurde der Wachstumskurs ungebrochen fortgesetzt.

Zulassungen in Japan, Australien und der Schweiz

In Japan kann Erbitux® nun auch in Kombination mit Chemotherapie in der Erstlinienbehandlung von EGFR-exprimierendem, inoperablem, fortgeschrittenem oder rezidivierendem Darmkrebs vom KRAS-Wildtyp eingesetzt werden. Die Erweiterung der Produktinformation wurde von der Zulassungsbehörde Pharmaceutical and Medical Devices Agency (PMDA) im März 2010 genehmigt, nachdem Merck Daten der Phase-III-Studie CRYSTAL eingereicht hatte. Somit ist Erbitux® in Kombination mit Chemotherapie in Japan für alle Therapielinien zur Behandlung von Darmkrebs verfügbar.

In Australien hat die Zulassungsbehörde Therapeutic Goods Administration (TGA) im März 2010 Erbitux® in Kombination mit Chemotherapie in der Erstlinienbehandlung von metastasiertem Darmkrebs mit KRAS-Wildtyp-Tumoren zugelassen. Des Weiteren steht Erbitux® auch als Erstlinien-Behandlungsoption bei metastasiertem Darmkrebs des KRAS-Wildtyps in der Schweiz zur Verfügung. Die zuständige Zulassungsbehörde Swissmedic hatte im September 2010 die Zulassung erteilt.

Erbitux® Therapiestandard bei metastasiertem Darmkrebs vom KRAS-Wildtyp

Merck ist eines der führenden Unternehmen in der innovativen, personalisierten Krebstherapie. Unsere Forschung ist darauf fokussiert, Biomarker zu identifizieren, die es ermöglichen, die Patienten auszuwählen, die am meisten von einem Arzneimittel profitieren – so wie es mit dem KRAS-Wildtyp-Status von Tumoren bei Patienten mit metastasiertem Darmkrebs für Erbitux® möglich ist. Eine internationale Umfrage hat 2010 belegt, dass sich die KRAS-Mutationsanalyse schnell zu einem festen Bestandteil des Therapiemanagements bei mCRC entwickelt. Des Weiteren zeigt die Studie, dass Erbitux® ein neuer Standard in der Darmkrebs-Therapie bei bestätigtem KRAS-Wildtyp ist. Der Anteil der Patienten, bei denen der Test durchgeführt wird, um zu bestimmen, ob sie von einer personalisierten Therapie wie Erbitux® profitieren können, ist deutlich gestiegen. Im Jahr 2008 lag er bei 2,5 %, Anfang 2010 bei 66 %. Die Ergebnisse zeigen auch, dass 73 % der Ärzte in Europa den KRAS-Test routinemäßig zum Zeitpunkt der Diagnose von metastasiertem Darmkrebs durchführten.

Zwei Umfragen, deren Ergebnisse ebenfalls im Jahr 2010 vorgestellt wurden, haben ergeben, dass Erbitux® sich zu einem Standard in der Behandlung von Kopf- und Halskrebs entwickelt – sowohl bei lokal fortgeschrittenem als auch rezidiviertem und/oder metastasiertem Kopf- und Halskrebs. In letzterer Indikation hatte die Umfrage unter 256 Spezialisten in Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien ergeben, dass eine Erbitux®-basierte Kombinationstherapie bei annähernd 60 % der Fälle in der Erstlinientherapie zum Einsatz kam.